Alte Geschichten , von damals als es noch Geländesport gerufen wurde

      bohl1964 schrieb:

      Hallo Stefan,
      bei Deinen beiden Hercules-Bildern ist aber ein anderer wesentlich schlankerer Zank verbaut. Hat also nichts mit der 250er Hercules mit dem speziellen Zylinder zu tun.

      Auf ein hoffentlich unfallfreies 2020 mit schönen Veranstaltungen! :)

      Johannes

      Das war als Beispiel gedacht, was käuflich war ! Das war eine furz normale 125er 7 Gang von meinem Kollegen.


      Die hier hat genau den Motor drinnen von der Startnummer 316.
      MC Fahrgestell und damals als 100ccm gefahren. Hatte was . (;
      War Dahn in der Sonderprüfung 1980 .
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      bohl1964 schrieb:

      Interessantes Motorrad allemal, aber schön? Zumindest der Tank ist plump. Meine Meinung!

      Was begeistert, ist aber der Zylinder mit den von außen austauschbaren Überströmkanälen. Warum ist so was nicht generell Serie?

      Erzähl mal bitte was von den austauschbaren Überströmkanälen .
      Ich habe zwar noch nie einen in der Hand gehabt, aber wie soll das gehen?
      Nach der Abdeckung /dem rechteckigen Plättchen wo mit zwei Schrauben gehalten wird ist eine Abdichtung, danach kommt man an die Überströmer seitlich dran.
      Und dann .... ?

      PS: Schau dir auch mal wenn du wieder eine siehtst den Luftfilterkasten an, der hat auch was.

      Die Maschine wurde auch blaue Zündapp gerufen.
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      Tach zusammen :whistling:
      Dahn DM Lauf 1982.
      Startnummer 230 - Karl Heinz Klenk und Hermann Franz auf EML Yamaha . (Bild 1,2,3,4)
      Bild 5 ist 100% nicht in Dahn .
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      Tach zusammen :whistling:

      twinshocker schrieb:

      Perego schrieb:

      .....
      Erzähl mal bitte was von den austauschbaren Überströmkanälen .
      ..


      Das ist doch der sogenannte Wieditz-Zylinder wenn ich mich nicht täusche, entwickelt von Heinrich Wieditz und an vielen Werks- oder anderen bessergehenden Sachsmotoren verwendet oder ?

      Erbauer, ja.
      Viele, eher nein.

      Ich habe so ein schlaues Buch über Sachs und schon einiges Übersetzt, aber daß die Überströmkanäle austauschbar sind wäre mir neu und wüßte auch nicht wie das gehen soll.
      Da sind auch Bilder vom Zylinder drinnen, aber nichts für zu wechseln.
      Es gab eine erste Serie ohne dritte Motorhalterung. Die zweite Serie hatte drei Motorhalter.

      Arnulf könntest du mal bitte Klarheit verschaffen was an dem Zylinder so gut war oder schlecht.
      Weil lange hat es den nicht gegeben, dann gab es den Poppzylinder.
      Zum Beitrag von Stefan 3 Einträge vorher:
      Auf Bild 5 ist der Jörg Steinmetz, sein Beifahrer auf dem Bild ist der Hugo Grab (MSC Mauer).

      Bild 6 ist ein MC-Gespann, kenne ich leider nicht.
      #610
      Die einen kennen mich, die anderen können mich! (Konrad Adenauer) (;


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      Baden-Kalli schrieb:

      Zum Beitrag von Stefan 3 Einträge vorher:
      Auf Bild 5 ist der Jörg Steinmetz, sein Beifahrer auf dem Bild ist der Hugo Grab (MSC Mauer).

      Bild 6 ist ein MC-Gespann, kenne ich leider nicht.

      Bild 6 ist keine MC, von dem Hügel gibt es noch Bilder alle GS.
      Dateien
      Tach zusammen :whistling:

      Perego schrieb:

      ..........
      Ich habe so ein schlaues Buch über Sachs und schon einiges Übersetzt, aber daß die Überströmkanäle austauschbar sind wäre mir neu und wüßte auch nicht wie das gehen soll........


      Daß man den kompletten Kanal wechseln kann, also auch die Steuerzeiten kann ich mir technisch auch kaum vorstellen.
      Auf jeden Fall ist da ein Deckel zum abschrauben, evtl. zum Reinigen ?
      Oder es gibt dann verschiedene Einsätze mit unterschiedlichem Volumen oder Winkeln die dem Gemisch jeweils einen bestimmten Drall verleihen?
      Fragen über Fragen.
      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !
      Den Wandlitz-Zylinder gab es auch bei 100 ccm:


      Zu dem Bild noch folgende Info: Aufgenommen in Isny 2019. Der Fahrer hatte es sehr eilig, weil er wegen einer privaten Angelegenheit erst verspätet zur Veranstaltung kam. Und ich habe ich dann noch aufgehalten und genervt, weil ich von dem außergewöhnlichen Moped (auch wegen der guten Restauration) unbedingt ein Foto machen wollte.
      #523 Mainfranken: Klöß, sonst nix!
      KTM
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      www.ENDURO-CLASSIC.de
      Die Modellreihe mit dem Wieditz Zylinder gab es 1977/78 mit 100/125/175/250/350 ccm.
      Die 100der müßte die originale sein vom Arnulf. Arnulf hat die soweit wie ich weis auch mal ausgeliehen bekommen, kann sogar für Isny gewesen sein.
      In Italien war der Fahrer Renato Foresti mit der 100der.
      125ccm ist der Walter Bettoni gefahren.
      175ccm der Franco Gualdi.
      350ccm der Gianpaolo Marinoni, die hatte aber auch nur 280 echte ccm.
      Augusto Taicochi fuhr glaub ich auch die große Maschine.
      In Deutschland
      Teuchert- 100ccm
      125er, wenn ich noch richtig weis, ist der Teuchert ab und zu gewechselt.
      175, weis ich nicht.(Kirchbauer evt.)
      250ccm Wagner.
      350ccm Büse.
      Der Luftfilter ist wie eine Turbine, rund mit Leitblechen wo die Luft von hinten und oben einströmen kann. Er ist aus Blech und in der Mitte teilbar. Der Luftfilter über die ganze Fläche.
      Sehr cool gemacht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Perego“ ()

      Nun Herr Bohl!
      Wie gewünscht ein paar Infos zur Legenderen Wieditz HERCULES/ SACHS.
      Diese 100er Wieditz HERCULES war tatsächlich mal eine meiner Werks Hercules Mopeds von 1977/78. 2019 ist sie in den Besitz von Udo übergegangen ich hab sie das erste mal glaube ich 2013 in Isny gefahren. Diese eingeschraubten Überströmfenster waren ein unverwechselbares Kennzeichen der sog. Wieditz Motoren und dienten nur dazu die Überströmkanäle 100% auf gleiche Höhe bzw. identische strömung zu bearbeiten ( Flowbench) Wieditz war ein Meister der Strömungstechnick. Er erreichte dadurch trotz kleiner Querschnitte eine sagenhafte Leistungsentfaltung fast wie ein Elektromotor. Er hat auch zu jedem Motor den passenden Luftfilterkasten ( Vorverdichtungsvolumen) gebaut Er hatt mir damals viel beigebracht was Vergasereinstellung und Strömung anging. Große und viele Löcher im Zylinder bedeuten nämlich nicht immer auch gleich mehr Leistung. Im Geländesport braucht man überwiegend einen guten Drehmomentverlauf mit Möglichst Gleichmäßig ansteigender Leistungskurve. Das erreichte Wieditz mit seinen kleinen gut durchströmten Kanälen. Ein durchdrehendes Hinterrad macht dich nicht schneller sondern eher langsamer. Meine 100er hatte damals so knapp 24 PS damit konnte man fast in jedem Gang Wheelys fahren. Das 7 Gang Klackklack Getriebe von SACHS war allerdings schon auf dem Papier ne Gurcke und wurde von Wieditz mittels anderer Schaltwellen und schmaleren Zahnrädern und viel Aufwand halbwegs verbessert. Aber gegen die 100er ZÜNDAP hatte ich keine Chance ich verlor bei jedem Schaltvorgang gute 5 Meter. Die Leistungsentfaltung der Wieditz Motoren war jedoch ein Traum. Langweilig aber sauschnell. Jedenfalls hatten wir damals schon die leichtesten GS Motoräder meine 100er wog keine 98Kg. Da waren sogar die 5mm Schräubchen von Kupllungs+Brems Hebeln aus Titan.
      1977/78 Waren gab es in der HERCULES Sportabteilung 4 Deutsche und 6 Italiener als Werks Fahrer. Heino Büse 350, Hans Wagner250, Lorenz Kirchenbauer175, Arnulf Teuchert 100/125/50ccm. Italien Foresti 100ccm Bettoni 125ccm, Andrea Marinoni 250ccm Guaresti 175ccm, Taiocci 350ccm, Andreini 250ccm.
      Die 2 Jahre bei Sachs bleiben für mich unvergesslich. Viele Erfahrungen und Ideen von Wieditz finden sich in meiner jetzigen 80er wieder. Die hat allerdings als I Tüpfelchen noch das Weltbeste Schafleitner Getriebe drin.

















      Perego schrieb:

      Baden-Kalli schrieb:

      Zum Beitrag von Stefan 3 Einträge vorher:
      Auf Bild 5 ist der Jörg Steinmetz, sein Beifahrer auf dem Bild ist der Hugo Grab (MSC Mauer).

      Bild 6 ist ein MC-Gespann, kenne ich leider nicht.

      Bild 6 ist keine MC, von dem Hügel gibt es noch Bilder alle GS.


      Baden-Kalli schrieb:

      Hast Recht Stefan!
      Mit der Lupe kann ich das Licht erahnen.
      das Bild ist seitenverkehrt und der Linksseitenwagen hat mich verunsichert. (;


      Die Bilder sind alle Seitenverkehrt...
      Bild 5 und 6 und alle restlichen von diesem Hügel sind in Odenheim. Da ging´s damals am heutigen Sprecherturm geradeaus weiter und da war dieser Sprunghügel. ist Seitenverkehrt halt schwer zu erkennen :)
      Im Bild mit J.Steinmetz und H.Grab sieht man im Hintergrund den odenheimer Kirchturm, das müsste unterhalb des heutigen Clubheims sein.
      Gruß aus Baden ! :thumbsup:

      #222

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      hobby schrieb:

      Der Luftfilter ist wie eine Turbine


      ein Trockenfilter und der Dreck "fällt unten raus" ????
      hatte mal gehört das div. BMW's für die Dakar so was hatten ???
      gibt es da Bilder von ??

      Fragen über Fragen... (;


      Super Arnulf, daß du einiges aufgeklärt hast.
      So in etwa habe ich das mal gehört, aber nie gewußt ob das tatsächlich stimmt.
      Soll nur zur besseren Bearbeitung der Überströmkanäle sein.
      Hinter den zwei Öffnungen am Zylinder, wenn das Blech runter ist muß eine Abdichtung sein.
      Die zwei Schrauben würden den Zylinderkopf nie dicht halten.
      Ein ultra Aufwand wurde da betrieben.

      Zu den anderen Fragen kann ich noch sagen:
      Rahmen war nicht vernickelt, auch der von oben glaub ich nicht.
      Zu dem Luftfilter habe ich einige Bilder, weis aber nicht ob ich die zeigen darf.
      Den muß man sich vorstellen wie eine Flugzeugturbine.
      Hinten vor dem Hinterrad ist eine komplette runde Öffnung, ca 4-5 cm breit mit Luftleitbleche wo ein wenig schräg stehen. Verkleidet mit Gummizeugs, um Schmutz ab zu halten. Aber im Abstand, sonst würde da ja keine Luft rein können.
      Oben ist nochmal ein Schnorchel(Öffnung) bis unter die Sitzbank.
      Der Kasten kann geteilt werden und besteht auf die ganze runde/ovale Fläche aus Luftfiltermaterial.
      Die zwei Hälften schieben sich dann wieder ca. 4-5 cm ineinander, man sieht auch noch Gummis. Ich denke da werden die Teile zusammen gehalten.
      Zugang zum Luftfilter ist seitlich hinter der Seitenverkleidung.
      Das sieht sehr nach super dünnen Alu/Blech aus. Haltepunkte und den Schnorchel nach oben sind aufgeschweisst.
      So in etwa.
      Fas Prinzip hatte mein frühere Landrover auch an der Luftansaugung ("Schnorchel"). Die angesaugte Luft wurde in einer Glocke in Rotation versetzt. Dadurch werden die schwereren Sandpartikel nach außen geschleudert und fallen nach unten raus. Das ist sinnvoll auf staubigen Strecken und in der Wüste.

      https://www.oryxsolutions.de/media/image/61/a5/30/snorkeldefendertd5_600x600@2x.jpg

      Es gibt auch ganz aufwendige Systeme, da wird der Staub in einem Schauglas gesammelt zu "Beweissicherung".

      http://www.ppcages.com/xiqt-upld/2010/05/snorkle.jpg
      #523 Mainfranken: Klöß, sonst nix!
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