Alleskönner Moped zum Einstieg in den Sport

      erhard schrieb:

      Kaufe nur noch neu und fahre es dann lange. Da weis ich wenigstens, was ich hab.
      Kann man so machen - oder... ;-)

      Jeder weiß, was das falsche Budget ist ist, aber was ist das Richtige?
      2,5k€ ist schon wenig, das Ziel ist aber machbar. Man darf sich nur nicht durch die Preiswünsche einiger Verkäufer abschrecken lassen.
      Auch eine gepflegte, wenig gefahrene Sportenduro aus den frühen 2000er Jahren bleibt eine 15 Jahre alte Karre.
      Da sind 3.500 oder mehr schon reichlich viel. Und der Markt kann halt nur so und so viel aufnehmen.
      Dann bleibt sie halt stehen? Genau das passiert - sie stehen und stehen.
      Wer nichts weiß muss alles glauben
      Denke schon dass es möglich ist eine brauchbare Enduro für 2500 zu bekommen. Darfst halt nicht die erst beste kaufen, sondern musst geduldig nach einer gepflegten schauen. Meine WR 400 hat damals auch nur 2600 gekostet und ich hab sie jetzt seit 15 Jahren (!) problemlos - ist aber auch nur Zweitmotorrad.

      Was die WRs angeht haben die relativ hohe Leistung eingetragen, zumindest im Vergleich mit anderen Sportmodellen, aber nie die volle offene Leistung. Die 250er hat aber je nach Alter offen so 37PS, die 400er ca. 45PS, die 426 u d 450 leicht drüber. 54PS hatte nur die YZ aber keine WR mit Stahlrahmen und realistischem Leistungseintrag. Bei den ganz neuen sieht das anders aus, aber über die reden wir ja nicht - Budget...
      Ich fahre meine offen zum TÜV, der kleine Unterschied fällt nicht auf, ganz legal ist das aber auf der Straße auch nicht.
      Heute würde ich mir zum Endurofahren eher eine 250er oder 300er holen, weil die vom Handling noch leichter sind, Gewicht noch geringer und die Leistung zumindest hier völlig ausreicht. Gleiches gilt wohl für Husky oder KTM, lieber 250er höchstens 400er.
      Manchmal wird von KTM noch die SXC-Reihe angeboten, als 400er oder 540er (und 625er). Das war die letzte Entwicklungsstufe der LC4. Die hatten gut Leistung, ordentliches Fahrwerk, einigermaßen haltbar. Können aber im sportlichen Gelände nicht mit den neueren mithalten.
      Bei einer Supermoto spielt Leistung eine viel größere Rolle, dabei kommt es aufs Gewicht erst so richtig an wenn man tatsächlich auf der Kartbahn unterwegs ist - auf der Straße sind 140-150 immernoch leicht (für sportliches Enduro eher zu schwer... außer man hat es drauf...). Deshalb sehe ich das große Problem darin eine billige Enduro zu finden, die beides richtig gut kann - das ist selbst bei viel Geld schwer... DRZ...?
      Vielleicht bringt es mehr erstmal nur Supermoto oder Enduro (solange deine Gelenke noch heil sind und du Gelände in der Nähe hast eindeutiger Tipp Richtung Enduro!) aus zu probieren. Wenn es dir nicht taugt dann das andere...


      Gruß Crawlers

      roland.k schrieb:

      Das tolle bei einem niederen Budget bei einer Sportenduro ist ja, wenn man so eine alte Möhre für günstiges Geld kauft, dass man dann hinterher die Kohle darin versenken kann und trotzdem noch eine alte Möhre hat ;-)


      Von Ärger und Reparaturdauer ganz zu schweigen....
      Also mit viel Aufwand wenig erreicht. Hab ich selber so gemacht ;-)
      Aber es muss ja nicht immer so laufen.
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

      roland.k schrieb:

      Das tolle bei einem niederen Budget bei einer Sportenduro ist ja, wenn man so eine alte Möhre für günstiges Geld kauft, dass man dann hinterher die Kohle darin versenken kann und trotzdem noch eine alte Möhre hat ;-)


      Man hat aber nach jeder Einzelinvestition das Glücksgefühl dass jetzt alles gut ist...
      Yamaha YZ 250 F ´04 Steahly Flywheel Torque Monster 10oz.
      Ducati Hypermotard 1100 ´08 Leider geil !
      Hallo,

      ich atte schon mit so ner alten Möhre 3 Veranstaltungen in Folge versaut. Beim Start war immer alles toll und dann ging der Ärger Los. Nachts im Dunkeln Keihin-Vergaser mehrfach zerlegen, Tütenweise Sicherungen, Regler und sonstiges Ungemach. Viele Tausen KM für die Katz, da man ja sparen wollte und erst z.B. in Rumänien die Kiste Probleme bereitet hat.

      Die einen Fahren und die anderen Schrauben....


      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!
      Ja, meist aber die verschlissenen Teile, welche eigentlich vorher schon getauscht werden sollten. Hier zähle ich z.B. das Vergaserinnenleben dazu, den Kabelbaum, Kupplung, Motorlager und sonst noch alles mögliche. Je älter die Möhre, desto mehr Verschlissene Teile. Ich hab schon Teile des Flachschiebers im Ansaugkanal und Teile der Rollenlager des Keihin im Brennraum gesehen. Was ich damit sagen will. Viele verkaufen Ihre alten Möhren, weil eben irgendwann verschlissen für günstig Geld. Gerät man dann an so eine Bastelbude ist erst die Frreude groß und dann kommt die Ernüchterung. Enduro ist ein teurer Sport. Wenn man denkt, dass ein günstiges Motorrad zur Kostenreduktion beiträgt, wird meist entäuscht.
      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!
      Ja, irgendwann kommt man mit dem Tauschen der Verschleißteile nicht nach. Denkt man, Alles getauscht zu haben und dann kommt doch etwas Unerwartetes....

      Umgekehrt mein Kumpel in Bosnien:
      Er ist eher der Fahrer, nix Schrauber. Kam mit Spiel im Schwingenlager, Radlager hinten, weichem Mousse, nur einem gebrauchten Luftfilter, usw.
      Hat dann im Fahrerlager jemanden gefunden mit Lufi Reiniger und Öl und das Radlager ist zum Glück 2km vor einer größeren Ortschaft gebrochen, wo ein lokaler Tourenanbieter und Guide, seine Werkstatt hat. Musste nur 1,5h pausieren.
      Ansonsten ist er mit der abgeranzten Karre durchgefahren.
      Ich hab auch mit einer günstigen ktm 400er sxc (LC 4) mit enduro angefangen, aber glaub mir, das macht keinen Spaß.
      Gerade als Anfänger braucht man was einigermaßen zeitgemäßes, weil ja das Fahrkönnen fehlt. Da sollten zumindest die technischen Voraussetzungen gegeben sein.
      Am deiner Stelle würde ich Kurse in supermoto und enduro besuchen und da siehst du wahrscheinlich relativ schnell, was dir gefällt.
      Klar bist du keine 17 mehr und weißt, was du willst etc aber fast jeder von uns ist mit den selben Erwartungen/Wünschen eingestiegen. Zwischen den alten Kisten und den neueren Mopeds liegen Welten bei Gewicht und Fahrwerk. Klar bekommt man das Fahrwerk auch hin aber dazu muss man erst mal wissen, was man will... Bleibt immer noch das Gewicht, das man beim enduro als Anfänger öfter aufhebt :D

      Das blöde ist halt auch, dass es keinen Spaß macht, als einziger mit einem alten Motorrad unterwegs zu sein, wenn man noch dazu ned gscheit fahren kann.
      Heute werden Herausforderungen im Gelände (v.a. bei Veranstaltungen) gemeistert, bei denen du dich mit altem Fahrwerk (und ohne e-start) ausgesprochen schwer tust.
      Ich konnte mit meiner sxc (Bj 99) nicht mal gscheit die kurven fahren, die die excs damals gefahren sind...
      Nimms ned persönlich aber solche Fragen werden oft gestellt und wenn dir zu was anderem geraten wird, dann aus gutem Grund.
      Lass uns bitte wissen, was es dann geworden ist...
      Grüße
      ...du hast mir mein Orange verpatzt,
      hast mir einen schwarzen Fleck gekratzt,
      in mein Orange...
      [SIZE="1"](Wilfried Scheutz)[/SIZE]
      Ich hab das so verstanden, dass er mal „reinschnuppern“ will. Von der Teilnahme an Events oder gar von Rallys hat er bislang nichts erwähnt. Ich denke schon, das eine gut erhalte DRZ seinen Ansprüchen gerecht wird...wenn er gefallen daran findet, kann er ja immernoch mehr Geld in die Hand nehmen. Als Leihe muss man aber das ausnutzen können, was eine DRZ bietet...das wird ne Weile dauern bis dem so ist.

      MisterT schrieb:



      In einem anderen Portal wird die für 2450 VB angeboten . In Frankreich werden die zwischen 1000 - 2000 gehandelt.
      Die KLX 300 wiegt 125 Kg vollgetankt, 27 PS eingetragen, offen etwas über 30.
      Ist die handlichste Sportenduro auf der ich je gesessen bin. Gut also im schwerem Gelände, allerdings kein E-Starter.
      Für Supermoto vielleicht etwas zahm.
      Übrigens eins meiner Traummotorräder
      Erst...wenn Du unter Deiner Geliebtgehassten im Dreck kriechend Deinen Rotzschleim von den Lippen leckst...weisst Du ,dass Du lebst.

      Fridays for Hubraum :D

      MisterT schrieb:

      Ich meiner Meinung nach ein guter Kompromiss, der deutlich weniger gehyped wird als ne DRZ.


      Yep. Und unterscheiden sich auch im Gewicht.
      Zusammengefasst : Für Enduro eher die Klx 300 , Für Supermoto vielleicht eher die DRZ.
      Erst...wenn Du unter Deiner Geliebtgehassten im Dreck kriechend Deinen Rotzschleim von den Lippen leckst...weisst Du ,dass Du lebst.

      Fridays for Hubraum :D

      rob[aut] schrieb:

      Das blöde ist halt auch, dass es keinen Spaß macht, als einziger mit einem alten Motorrad unterwegs zu sein, wenn man noch dazu ned gscheit fahren kann.

      Klassiker, auch schon öfters erlebt: Der schwächste Fahrer kommt mit dem ältesten Reifen und natürlich Schlauch ........

      Ist der TE überhaupt noch aktiv dabei oder haben wir ihm schon verschreckt?
      Guten Abend zusammen.
      hatte ein langes Wochenende und einige Erkenntnisse gewonnen.
      3 Maschinen (<2500€) habe ich mir live angeschaut:
      Husqvarna TE 570 v. 2002
      Husqvarna TE 410 v. 1997
      Yamaha WR400F v. 1998
      Die 570 war in bemitleidenswertem Zustand. Kupplung hat gerupft, Radlager vom Sumo Satz kaputt, Auspuff infernalisch laut, weil leergeräumt...
      aber sie war mir auch ganz schlicht viel zu stark. 47 kw eingetragen...
      alles in der Hubraumklasse fällt schon mal raus.
      Die TE 410 war schon besser, mit einer frischen Motorrevision vor 300km. Von der Leistung hat’s auch gepasst. Allerdings auch die war mir viel zu laut. Und mit dem Ankicken hat’s nicht wirklich hingehauen. Erst hab ich versucht, dann der Besitzer. Und auch der hat locker 20 Kicks gebraucht, bis die an war...
      Die WR war dann deutlich besse in allem als die Husqvarna. Gefühlt leichter, wendiger, kraftvoller und auch einfach gefühlt deutlich moderner vom Konzept. Mit dem Kicker ging’s auch besser...

      bisher ist das Modell WR400 also mein Favorit.
      jetzt muss nur eine gute gefunden werden...
      oder mir läuft noch eine 250er über den Weg,. Die würde ich nämlich auch gerne mal testen. Also KLx250, CRF250L oder auch WR250...
      sind aber alle ziemlich selten.

      übrigens: die von euch vorgeschlagenen DRZs innerhalb des Budgets sind alle die Y Version - Also offene Leistung, kein E-Start. Die sind dann auch nicht haltbarer als ne WR denke ich. Aber korrigiert mich ruhig, wenn ich falsch liege.

      danke an alle für die vielen Tipps und den Erfahrungsaustausch!