Schräges Alurohr bördeln, HowTo ?

      Schräges Alurohr bördeln, HowTo ?

      Hallo,

      kann man ein schräges Alurohr (52 Grad) mit einer Maschine bördeln ?
      Die Videos zu Sicken/Bördelmaschinen (YT) sehen irgendwie nicht so aus als könnte man das Rohr vernünftig führen.

      Das Material (2 mm) ist "willig", hab auf der "Abfallseite" mal rudimentär rumgedengelt; ging ganz easy.

      Wird ne Auspuffendkappe fürs Strassenmopped; Streckmetall soll von innen eingelegt werden.
      Der rote Bereich wird entfallen, somit ist die kritischste Stelle schon mal weg.

      Lasst mal bitte was raus...
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      Yamaha YZ 250 F ´04 Steahly Flywheel Torque Monster 10oz.
      Ducati Hypermotard 1100 ´08 Leider geil !

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Bermbanger“ ()

      Zuerst mal bördeln um das Metallgitter einlegen zu können.
      Ideeninput sieht man in den Bildern.
      Das rote Dreiecksteil oben wird ausgeklinkt; anschließen zusammengeformt, verschweisst usw.
      Ich muss innenliegend verjüngen weil die beiden Underseatendtöpfen sich mit 14 Grad begegnen.

      Erster Musterentwurf in Kunststoff hab ich schon hinter mir,da passt alles; Maße und Winkel sind somit bekannt.

      Die Eingangsfrage nach der maschinellen Herstellung war nur deshalb weil ich wissen will ob ich viele Karosseriebauer ablatsche die alle sagen: Kann man nicht vernüftig (maschinell) rundwalzen, bearbeite es mit Bördelzange, Bördeleisen usw. von Hand.
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      Du könntest das m.M.n. auch per Presse umformen. quasi Matrize und Patrize aus vollem (Rund)-Material "schnitzen" und dann mit einer Stempelpresse zusammen drücken. Für die Endkappe würde ich wahrscheinlich auf ein dünneres Material wechseln, da könnte evtl eine gfk oder gar Holz-Matrize ausreichen um die Form herzustellen.

      VG Micha
      Punktuell "ringsum" per Hand zu verformen (Matrize und Patrize hab ich schon angedacht) könnte ich mir schon vorstellen; würde auch gehen.

      Die Frage ist ob der Spengler mit so einer Maschine

      https://www.gaskrank.tv/tv/motorradtreffen/blechfee-bau-seitendeckel-triumph-garage-area-intermot-2016.htm

      mit dem entsprechenden Aufsatz mit einem schrägen Rohr arbeiten könnte.
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      Moin,
      das Problem ist ja das du Material stauchen musst und das ist zwischen 2 harten Werkzeugen recht schwer. ich halte es für fast nicht möglich 2mm Alu sauber umzulegen ohne das es falten usw. gibt. Weder von Hand noch maschinell. Wobei man mit Hand schon einiges hin bekommt, aber in der Regel halt mit dünnerem Material.
      MFG MS
      ps bin bekennender Warmduscher ;-)
      pss schlecht schreiben konnte ich schon immer gut :)
      Viel Input, Danke Euch !

      Das Material ist 2mm, scheint aber "Chinesenalu" :D zu sein.
      Beim Biegetest mit dem kleinen Engländer mehrmehls ringsum (Bild im ersten Beitrag) ließ sich die Sache locker auf 60 Grad bördeln ohne dass Welligkeit oder sonstige Unebenheiten eintraten.
      Würde ja reichen um das Gitter einzulegen.
      Das Spannende ist ja wie sich das verhält wenn das Rohr schräg ist; hier werden ja verschiedene Biegewinkel nötig sein damits gleichmässig hoch ist.

      Ich geh mal beim Karosseriebauer (Oldtimer Auto und Mopped) vorbei und schaue mal seine Meinung...
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      Das Bördeln ist ausgetestet, hat geklappt (Handarbeit ).

      Nächste Frage:
      Das Rohr muss hinten etwas verjüngt werden weil die Töpfe schräg zulaufen:


      Dazu hab ich ein Segment ausgeschnitten:






      Anschliessend mit Heißluftfön um 15 mm "eingeklappt":






      Wenn es erkaltet ist und man die Stützmanschette (KG Rohr) abnimmt federt es bis auf 3 mm wieder zurück:

      Frage: Was mach ich mit dem Alu damit es die "eingeklappte Form" hält ? Es sind 15 mm bei 110 mm Durchmesser; Wandstärke 2 mm.

      4 Wochen warten; mit Flamme erwärmen, abschrecken usw ?

      Das Material ist lt. Händler:
      Aluminium (AlMgSi0,5 nach EN AW 6060 / T66 gepresst)
      Oberfläche roh, unbehandelt.
      Leichte Riefen (vom Pressen) und Kratzer sind normal.
      Gut spanbar, schweißbar (WIG/MIG), eloxierbar und beschichtbar


      Danke und Grüße
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      twinshocker schrieb:

      Weiter zusammendrücken als es später sein soll, dann überlappen sich die beiden Teile halt. Danach gehts wieder auseinander.
      Musst halt probieren wieviel mehr du das zusammendrücken musst.

      Hab ich in der ersten Version schon so gemacht; gab dann eine sichtbare Knickkante (Bild im Anhang).
      Habs dort aber extra übertrieben , war noch in der ersten Testphase wie sich das Material generell bei manueller Bearbeitung verhält.
      Im 2. Anlauf vorsichtig mit der Rohrmanschette bleibts halt "optisch noch Rund".

      Der Stoss soll ja auch später geschweist werden.

      Weitere Vorschläge willkommen !
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      twinshocker schrieb:

      Weiter zusammendrücken als es später sein soll, dann überlappen sich die beiden Teile halt. Danach gehts wieder auseinander.
      Musst halt probieren wieviel mehr du das zusammendrücken musst.

      Danke Euch !
      Ich hab das mit dem "Überbiegen" mal probiert; funktioniert eigentlich ganz gut.
      Kalt gebogen stellt es sich übrigens weniger zurück wie warm gebogen und erkaltet !
      Zeit ist auch ein interessanter Faktor.
      Wenn ich die fetten Keile eine Nacht drin lasse ist die Rückbiegung/Entspannung geringer wie nach einer Stunde.

      Zusatzfrage: Zum Schweissen eher einen Spalt lassen oder direkt "auf Stoss biegen" ?

      @250: Schräg geschnitten sind sie schon :|
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      Nach dem optimieren der Biegewerkzeuge (trichterförmiges Kaminfutter und abgeschrägtes Rundholz) ist eine schöne "teilovale" Form gelungen.


      Teil ging gestern zum Schweisser (Odtimerbude).

      Was mich verwundert hat ist daß er mit knapp 2 Stunden Arbeitszeit für 13 cm "Aluschweissnaht" rechnet !
      Ist das realistisch ?
      Billig wir das wohl nicht :/

      Ich hab vor 40 Jahren mal Metallschweissen gelernt; ging irgendwie zügiger..........
      Mal sehen.............
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