Nadellager Umlenkung

      Nadellager Umlenkung

      Hab heute mal die Lager der Umlenkung von der Gas Gas kontrolliert. Nach nur 36 Stunden sind die Gleitbolzen zum Wegschmeißen. Nicht gerade berauschend ||

      Naja, was soll's. So sahen die Gleitbolzen aus, die lager sind ab Werk minimalst mit Fett versorgt. Rostig oder nass war nichts, trotzdem die Härteschicht der Gleitbolzen hinüber...








      jedenfalls jetzt da alle Lager, Gleitbolzen, Distanzscheiben und Dichtringe neu sind, würde mich interessieren, ob es ein Werkzeug gibt um aus diesem verdammten Teil hier:



      die Nadellager auszuziehen. Beim Umlenkungsdreieck ist es simpel, da man die Nadellager einfach auf jede beliebige Seite austreiben kann, 18mm Nuss und peng, fertig. In dem verdammten Umlenkhebel haben die Spanier aber einen Anschlag gemacht. Daher kann man die Lager nicht durchschlagen sondern muss sie von der gegenüberliegenden Seite austreiben. Da die Lager aber nur 2/10mm größer sind als der Anschlag ist es fast unmöglich die Dinger mittels geeignetem Durchschlag auszutreiben.
      Ich denke es sollte ein passender Nadel/Innenlagerabzieher funktionieren, fürchte nur ob diese winzige vorstehende Kante des Lagers da reicht. Hat da irgendwer eine Idee.

      Bei anderen Umlenkungen die ich schon in Händen hatte (Yamsen) stehen die Lager weiter vor und man treibt sie genauso einfach aus wie Radlager. Mich wundert ja, das sie bei Gas Gas den Anschlag nicht auf Maß gedeht haben, dann müsste man den ganzen, teuren Umlenkhebel tauschen....echt beschissen gemacht. :cursing:
      Herzkasper nicht ganz,ist ja nicht mein Moped ;-)

      zum Lagerausbauproblem : den angesprochenen Innenabzieher besorgen,Lagerstellen vorher erhitzen (Heißluftfön oder vorsichtig Brenner,keine Herdplatte) und beim Abziehen den "Spreitzer" nachstellen.
      Wenn das nicht geht,dann die Nadeln rausholen und es an der vorderen Kante versuchen.
      Wenn das nicht geht,dann das Lager mit nem Dremel vorsichtig aufschneiden

      twinshocker schrieb:

      Sowas regt mich auch immer auf, völlig schwachsinnig konstruiert.
      Solche Bolzen wie auf deinem Bild fette ich übrigens und bau sie wieder ein - auch wenn der Rennspritpapst jetzt nen Herzkasper kriegt..... :D


      Das wäre wohl sowieso die bessere Idee gewesen. Hätte sie dann sicher noch 35 Stunden fahren können und dann wären sie wahrscheinlich zerfallen.

      Freut mich, dass du verstanden hast was ich meine. Habe das gerade wem technisch unvorbelasteten lesen lassen, der sagte ich versteh nur Bahnhof. Dann hab ich ihm schnell eine (jaja ich weiß, kein Rembrandt) Skizze gemacht, jetzt hat er es verstanden:

      250 schrieb:

      nadeln raus und die hülse mit nem dremel längs durchschleifen.
      in den absatz dann 2-3 taschen einarbeiten um beim nächsten mal platz zum austreiben/ziehen zu haben.


      So ähnlich habe ich es gemacht, beim ersten Lager, ganz ungeschoren ist der Lagersitz nicht davon gekommen. Dann mit dem Fräser eine 4-5mm breite und 0,8mm tiefe Tasche gefräst und das andere Lager ratzfatz rausgedonnert.

      Rennspritpapst schrieb:

      Herzkasper nicht ganz,ist ja nicht mein Moped ;-)

      zum Lagerausbauproblem : den angesprochenen Innenabzieher besorgen,Lagerstellen vorher erhitzen (Heißluftfön oder vorsichtig Brenner,keine Herdplatte) und beim Abziehen den "Spreitzer" nachstellen.
      Wenn das nicht geht,dann die Nadeln rausholen und es an der vorderen Kante versuchen.
      Wenn das nicht geht,dann das Lager mit nem Dremel vorsichtig aufschneiden


      Siehe oben, so ähnlichhabe ich es gemacht und auch angewärmt, ebenso beim Einbau und die Lager tiefgekühlt, gingen trotzdem straff rein.

      Ich hätte gerne so einen Innenspreizer, meinst du dem reichen die wenigen zehntel Millimeter über den Umfang?
      Moin mit 1/10 Überstand greift da kein Abzieher . Das die Buchselei nach so wenig Stunden so aussieht kenne ich eigentlich von GG bisher so nicht . Du kannst zum raus holen auch vorn eine U-Scheibe einschweißen und dann einfach von anderen Seite her raus treiben .
      Zum Glück hab ich ja noch die " alte " Variante . Bleibt wohl auch noch eine Weile so wenn ich das hier schon wieder sehe .... :love:


      Es kann schon mal passieren das ich die Wegstaben verbuchsele und mich verdrückt auskehre !! :thumbsup:

      Kangoo-Center-TML.de die Adresse für den Kangoo Fahrer :thumb:

      Alle meine Beiträge könnten zu 99% Spuren von Ironie aufweisen ... ;-)

      Rennspritpapst schrieb:

      Wenn du ihn beim rausziehen nachdrehst drückt er sich etwas tiefer rein,dann langts evtl

      Wenn die Lager neu,bzw spielfrei sind,dann fette ich sie auch nach,u.a. direkt bei Neufahrzeugen


      Naja, hätte ich es gewusst, dann hätte ich schon vor der ersten Fahrt das ganze zerlegt und gefettet. Eigentlich war bei der GG überall gut Fett ab Werk dran. Mein Händler hat mich darauf aufmerksam gemacht, bei seiner war auch nach 30 Stunden Schichtende bei der Umlenkung. Hätte er mich nicht angerufen, hätte ich gar nicht nachgeschaut. Die Umlenkung war trotz der beschädigten Gleitbolzen komplett Spielfrei!

      leislauer schrieb:

      Moin mit 1/10 Überstand greift da kein Abzieher . Das die Buchselei nach so wenig Stunden so aussieht kenne ich eigentlich von GG bisher so nicht . Du kannst zum raus holen auch vorn eine U-Scheibe einschweißen und dann einfach von anderen Seite her raus treiben .
      Zum Glück hab ich ja noch die " alte " Variante . Bleibt wohl auch noch eine Weile so wenn ich das hier schon wieder sehe .... :love:


      Das ist ja meine Angst. Will nicht den Innen-Abzieher kaufen und dann geht es erst nicht. Bei Honda und Yamaha ist der Überstand so groß, dass ich da mit einer passenden Nuss aus dem kleinen Nuss-Satz von innen die Lager austreiben konnte. das ging bei der GG leider nicht. Klar, es gibt den Hebel komplett mit Lagern, aber 150 Öcken ist mir gegenüber 53 (oder so) zu viel. Habs nicht so dick.
      Von MotionPro gibt es auch einen austreiber, aber erstens sauteuer und zweitens glaube ich, dass da kein genau passender Alu-Rundling zu durchdrücken drinnen ist...
      Man kürzt ein Stück Flachstahl (nicht zu dick) in der Länge eben unterhalb des Innendurchmesser ohne Nadeln und Breite so das es eben in das Lager passt.
      Die kurzen Enden dann fürs Lager passend halbkreisförmig schleifen.
      Das schiebt man ins Lager und stellt es dann auf.
      Von der anderen Seite kann man dann mit einer für den Innendurchmesser passenden Nuß, einer weiteren großen Nuß auf der anderen Seite und Schraubstock pressen.

      Am besten und schnellsten geht jedoch eben was anschweissen!
      Dieses Posting entspricht der EU Directive 2002/75/EC !!!
      Jegliche Interpunktion, Grammatik und Orthographie ist frei erfunden.
      Kein Nörgeln, Kritisieren oder Belehren ohne mein Einverständnis!



      HUSABERG TE300 2013
      HONDA CR500R 1998
      YAMAHA FZR1000 3LE 1992
      Austreiben wie von Doc Brown beschrieben kann das Lager verkanten und den Anschlag vermurksen. Die vergewaltigten Lagerstellen, die ich schon gesehen habe...

      Innenauszieher, und dann nicht hinter der Lagerhülse ansetzen, sondern an dem Kragen aussen (Nadeln dafür raus). Anheizen, dann kommt das Ding so raus.

      Seit ich einen Satz Innenauszieher habe, und ich Lager nicht mehr rausklopfen muss, ist mein Leben deutlich besser geworden.

      mtec schrieb:

      Man kürzt ein Stück Flachstahl (nicht zu dick) in der Länge eben unterhalb des Innendurchmesser ohne Nadeln und Breite so das es eben in das Lager passt.
      Die kurzen Enden dann fürs Lager passend halbkreisförmig schleifen.
      Das schiebt man ins Lager und stellt es dann auf.
      Von der anderen Seite kann man dann mit einer für den Innendurchmesser passenden Nuß, einer weiteren großen Nuß auf der anderen Seite und Schraubstock pressen.

      Am besten und schnellsten geht jedoch eben was anschweissen!


      Genau!

      Ich nehme dafür einfach eine passende Unterlagscheibe und feile an zwei gegenüberliegenden Seite so viel weg, dass sie durch den Nadellager passt.
      Das Gleiche für die Lenkkopflagern.
      Dann verkantet auch nichts.

      jeanjean

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jeanjean“ ()

      Rostig oder nass war nichts, trotzdem die Härteschicht der Gleitbolzen hinüber...

      Nach 30h sehen nicht mal China Allball's Buchsen so aus,
      eventuell wurde ja Material von Achsen und Buchsen vertauscht.
      Dies würde dann diesen aktuellen Rückruf erklären:
      https://www.bikeundbusiness.de/gasgas-ruft-enduros-in-die-werkstatt-a-797998/
      TEUBER-MOTORSPORT
      Aktueller Rückruf.... der produzierten Modelle aus Mai 2017 bis Mai 2018... Hahaha. Ja nee, is klar.

      Die Sache ist schon so alt, das fast schon Staub drauf liegt.
      Aber ich bin überrascht wo die hohen Stückzahlen für diesen Zeitraum herkommen. Stand wohl auch in der "Blind"-Zeitung.

      Tip an DocBrown: Bestell Dir anstatt der Simmerringe passende O-Ringe.
      Chef bei GASGAS-Werl.de

      Tim Taylor schrieb:

      Aktueller Rückruf.... der produzierten Modelle aus Mai 2017 bis Mai 2018... Hahaha. Ja nee, is klar.

      Ich kann jetzt Dein haha nicht ganz nachvollziehen, für Dich ist immer alles witzig und schön?
      Der Rückruf ist doch aktuell von dieser Woche, oder?
      Offensichtlich ist es dem Hersteller, bzw. dessen Vertretern nicht gelungen im Rahmen der Tauschaktion (auf die Du sicher anspielst),
      genügend Rückmeldung zu generieren.
      Erst nach Ablauf der Fristen kommt so ein Rückruf vom Kraftfahrtbundesamt.
      Witzig ist das nicht, wenn ein Kunde dir den Wisch der angedrohten Zwangsstillegung unter die Nase hält!
      Und genau dies wird passieren bei so einem sicherheits relevanten Bauteil.

      Besser wäre es der Hersteller nutzt alle Kanäle um die noch fehlenden Kunden zu "finden",
      der Rückruf ist jetzt eh raus und neue Frist läuft damit sicher!
      TEUBER-MOTORSPORT