STIC metering block für Keihin

      38er PWK Short mit eckigem Deckel.

      Lese gerade nochmal auf KTM Talk den Thread durch. Dort wird sogar eine 200er HD empfohlen.
      Bei Keihin wird die HD in 1/100mm angegeben, oder? D.h. wenn ich eine Düse mit einem 2.0mm Bohrer aufbohre, hab ich eine 200er Düse, oder?
      So, jetzt hab ich die 40 Seiten durch.....
      Nicht so einfach mit den technischen Begriffen und Diskussionen.

      So wie ich das jetzt raus gelesen hab:
      Der "Vortex" Effekt ist kein Dralleffekt, wie gedacht, sondern der STIC bringt über Bohrungen zusätzliche Luft in den Düsenstock zur besseren Zerstäubung. Deshalb sind die größeren Düsen notwendig. Wird bei 4T Vergasern tw. schon seit längerem verwendet.

      Laut JD Dynoläufen ist die 190er HD mit der mitgelieferten Nadel im unteren Bereich recht mager.

      Mehrleistung gegenüber einem gut eingestellten Mikuni: 1-2% (IMHO innerhalb der Messtoleranz).

      Generell schreibt der "STIC" immer wieder die gleichen Superlativen, wie genial sein Produkt funktioniert (ohne selbst zu testen). Bekommt bei seinen Funktionsbeschreibungen ziemlichen Gegenwind, lt. JD tw. sind seine Aussagen dazu falsch.

      JD fährt den STIC selbst und hat schon recht viel damit getestet, hier seine Empfehlungen:
      STIC.jpg
      STIC-2.jpg

      Mal schauen, wie es mit der fetteren Abstimmung läuft.
      Ja der George hält dann meistens die Klappe wenn es Gegenwind gibt. Ich glaube das ist schon mehr als Pinko he geschafft hat :)
      Die Gemischschraube nach gehör einzustellen ist angeblich die falsche Methode beim STIC. Mindestens 3 Umdrehungen sind angeblich notwendig damit der Effekt zum Tragen kommt.
      Life is suffering.

      Mankra schrieb:



      Bei Keihin wird die HD in 1/100mm angegeben, oder? D.h. wenn ich eine Düse mit einem 2.0mm Bohrer aufbohre, hab ich eine 200er Düse, oder?


      Das klappt nur bedingt gut, da zu dem Düsendurchmesser auch ein passender Eintrittsdurchmesser und Winkel gehört. Ich weiß nicht wie Kehin sowas umsetzt, normal sollte sich die Geometrie ändern. Wenn du eine 195er düse aufbohrst ist die Abweichung natürlich geringer als bei einer aufgebohrten 100er.
      VG Michael

      Micha#987 schrieb:

      Mankra schrieb:



      Bei Keihin wird die HD in 1/100mm angegeben, oder? D.h. wenn ich eine Düse mit einem 2.0mm Bohrer aufbohre, hab ich eine 200er Düse, oder?


      Das klappt nur bedingt gut, da zu dem Düsendurchmesser auch ein passender Eintrittsdurchmesser und Winkel gehört. Ich weiß nicht wie Kehin sowas umsetzt, normal sollte sich die Geometrie ändern. Wenn du eine 195er düse aufbohrst ist die Abweichung natürlich geringer als bei einer aufgebohrten 100er.
      VG Michael


      Ergänzend:
      Ein 2mm Bohrer ist im Durchmesser eher bei 1,95. Das sagt aber noch nicht, wie groß das Loch wirklich wird, wenn die Späne sich zwischen Bohrer und Werkstück reiben, kann es auch größer werden und die Oberfläche rauh, was bei Strömungskanälen auch eine Rolle spielt. Für gute Genauigkeit brauchts Reibahlen.
      Das heißt nicht, dass es nicht geht, aber das Ergebnis lässt sich nicht so gut definieren bzw. reproduzieren.

      VG Erhard
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

      mork schrieb:

      Ja der George hält dann meistens die Klappe wenn es Gegenwind gibt. Ich glaube das ist schon mehr als Pinko he geschafft hat

      Ja, aber auch nur paar Tage. Kommt dann wieder mit der gleichen Leier, frei nach Shopping TV: Schau wie geil das Alles funktioniert.

      mork schrieb:

      Die Gemischschraube nach gehör einzustellen ist angeblich die falsche Methode beim STIC. Mindestens 3 Umdrehungen sind angeblich notwendig damit der Effekt zum Tragen kommt.

      Hab ich gestern auch raus gelesen: Große LLD + viel Luft.


      Micha#987 schrieb:

      Das klappt nur bedingt gut, da zu dem Düsendurchmesser auch ein passender Eintrittsdurchmesser und Winkel gehört. Ich weiß nicht wie Kehin sowas umsetzt, normal sollte sich die Geometrie ändern. Wenn du eine 195er düse aufbohrst ist die Abweichung natürlich geringer als bei einer aufgebohrten 100er.

      Es gibt ja Düsen-Reibahlen. Das ist dann auch nicht tauglich?
      Sicher, dass da nicht einfach ein Standardrohling mit unterschiedlichen Durchmessern gebohrt wird und alle gleich angefaßt werden?

      erhard schrieb:

      Das heißt nicht, dass es nicht geht, aber das Ergebnis lässt sich nicht so gut definieren bzw. reproduzieren.

      twinshocker schrieb:

      Sowas wird wenn überhaupt dann auch nicht gebohrt sondern gerieben

      Schon klar, aber mangels Düsen-Reibahlensatz, dafür einige HD in doppelter und dreifacher Ausführung wäre dass eine schnelle Möglichkeit zu testen, ob die 190er zu klein ist. Bis paar Teile mehr brauch, damit sich der Versand der 200er HD rendiert, kann bißerl dauern.

      Werde als Erstes eine kleinere Nadel, eine rote JD Nadel, probieren.
      Wenn du nur irgendwie was größeres testen willst als 190, wird das schon gehen mit aufbohren.
      Drehzahl eher niedrig und gut schmieren.
      Den erhaltenen Durchmesser bekommst du raus, indem du Probekörper reinsteckst, die man per Mikrometerschraube oder zumindest Digitalschieblehre nachmessen kann. Praktisch ist ein sehr flacher Konus, Also eine Nadel.
      Man steckt sie in die betreffende Bohrung so weit es geht und misst den Durchmesser einfach an der Stelle ab der es steckenbleibt.

      Was die Einlaufgeometrie betrifft, schau mit dem Mikroskop die Originalform an. Wenn verrundet, oder angefast bilde das ungefähr nach.
      Der grösste Strömungsunterschied besteht zwischen wirklich scharfkantig und allem anderen.
      Bereits leicht verrundet oder angefast bringt gegenüber scharfkantig eine große Änderung. Darüber hinaus verbesserte Rundung oder flache Fase ändert (verbessert) nicht mehr viel.
      VG Erhard
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      Ich lese ja immer gerne bei euch mit (; aber wenns jetzt schon bei Düsen um strömungsgünstige Geometrien geht hauts mir den Vogel raus.
      Eine Düse ist ein Messingteil mit Loch Punkt. Schliesslich reden wir hier nicht von Strömungsgeschwindigkeiten wo Einlaufkegel, Radien usw eine Rolle spielen .
      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !
      Die Genauigkeit vom Reiben ist ja schön und gut, aber wenn man die Einlaufgeometrie anders macht, bringt das genau nicht die gewünschte Genauigkeit, da die Einlaufgeometrie ca. 25% Einfluss auf den Durchfluss hat.

      VG Erhard
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      Heute bißerl herum gespielt:
      Meine selbst gebohrte 200er Düse (orig. ist bestellt, gebohrt auf Drehbank, langsamer Vorschub mit neuem 2,0mm Bohrer, Bohrer geht mit dem Schaft recht streng durch die Bohrung, fast wie bei einer Passung) montiert und laut JD Empfehlung die blaue Nadel dazu. Clip Empfehlung schrieb er keine, also mit 3. Clip montiert.
      Damit ist merkbar mehr Drehmoment vorhanden, soweit läufts wieder normal.
      Besser als original ist, dass man jetzt noch früher voll einkuppeln kann und der Motor nicht abgewürgt wird. Aber man kann aus niedrigen Drehzahlen nicht ruckartig Vollgas geben. Bricht ein. Man muss etwas langsamer aufziehen. Bis ca. 3/4 Gas ist es OK.

      Wieder zurück und die 2. JD Empfehlung probiert: 190er HD, rote JD Nadel, da es wieder ohne Clip Empfehlung, mit Clip #3 probiert:
      Merkbar weniger Drehmoment. Ansonsten läuft es schön. Schnelles Vollgas geht etwas besser, aber nicht so ansatzlos, als Original.

      Hab auf KTM Talk einen Post abgesetzt, mal schauen, was da zurück kommt.
      Heute nochmal umgebaut auf HD200, N3EJ #3:
      Kurz warm gefahren, beim ersten Vollgas geben und Frei drehen, kein Gas angenommen, Motor hat sich nimmer gefangen, abgestorben, nimmer angesprungen, kein Huster, nix.
      Zum Glück nur 50m von der Garage entfernt, konnte abwärts zurück rollen.

      Erster Verdacht und Treffer: Zündkerze Tod.
      Die Kerze hatte ca. 20 bis 30BH drauf. Also doch recht früh gestorben. Letzte Woche noch sauber gelaufen.

      Ich hoffe nur, dass es Zufall war und die Karre jetzt nicht zum Kerzen fressen beginnt. Morgen geht es 2 Tage nach Ungarn, 2 Reservekerzen (+ die neu verbaute Kerze) hab ich mitgenommen.

      Mit der neuen Kerze und dieser Einstellung lief der Motor nun schön und nimmt auch sofortiges Vollgas an.

      Inzwischen ist es schwer zu sagen, ob der STIC damit besser läuft, als original + JD Nadel. Wenn sind die Unterschiede recht subtil (zumindest bei der 2017er KTM)

      Neu

      Irgendwie bekomme ich meinen STIC nicht zu laufen.
      War diese Woche 2 Tage in Ungarn (Trocken, um die 25°, ca. 200m und in Österreich, bei leichtem Regen/Nebel, ca. 12° (zumindest um 09:00 morgens) und 700m Seehöhe:

      In Ungarn mit meiner eigenen 200er HD, N3EJ #3:
      Erster Tank nach ca. 45km leer.........trockener Boden, kein HardEnduro wo das Hinterrad die 3fache Strecke zurück legt.
      Nadel auf Clip #2 umgehängt, war es bißerl besser.
      Trotzdem lief der Motor immer viel zu fett. Roch immer nach unverbrannten Benzin, fühlte sich an, wie mit gezogenem Choke gefahren.

      Zwischenzeitlich hat JD gepostet, dass er in seiner 300er mit 190er HD und die rote Nadel mit 2 Markierungen auf Clip#3 fährt. Das in meinem Vergaser umgebaut und gestern bei den oben genannten Bedienungen gefahren:
      Einerseits fühlte sich der Motor weiterhin überfettet an, trotzdem deutlich weniger Drehmoment. Raucht, nimmt verzögert Gas an und braucht richtig Drehzahl um das gewohnte Drehmoment zu bekommen.
      Die Karre hat wieder gesoffen. Auf nur 28km gestern, fast 2 Tankfüllungen, zumindest über 15l verbraucht (mit ein paar Hängen bleiber und auch paar mal Moped umgefallen, ist schon auch Etwas raus geronnen, trotzdem net normal).

      Das Ganze läuft so grausig, dass kann nicht normal sein.

      Also heute das Moped bißerl weiter zerlegt und diverse Punkte geprüft:
      Als erstes natürlich den STIC Einbau. Viel kann man nicht falsch machen, außer ev. die Dichtungen zwicken (diese ist aber schön eingefräst, die Gefahr ist gering). Nix passiert, ist OK.
      Schwimmerstand ist OK bei ca. 8mm
      Vergaser ist recht neu (schätze um die 50BH), trotzdem Schwimmernadel geprüft (ist dicht), Schwimmer auf Dichtheit (ja).
      VF4 geprüft: Die Membrane haben sich zwar etwas in den Gummi eingearbeitet, aber sind gegen Licht noch dicht.
      Dann auch gleich noch den Kopf gezogen um die Laufbahn anzusehen: Schaut gut aus, wie auch der Kolben durch den Auslasskanal. Aber sehr stark verölt. Kolben hatte eine ca. 1mm dicke Öl und Ruß Schicht. Dürfte neu sein, ließ sich mit einem rauen Tuch reinigen.
      Interessanterweise war der Zylinderkopf 50% (Auslassseite) ebenfalls stark verölt/verrußt, und die andere Seite fast blank (Einlassseite).
      ALS ist auch verölt/verrußt, bewegt sich noch leichtgängig, steckt nicht.

      Schaut Alles normal aus. Zusammen gebaut, jetzt wieder mit original Düsenstock und meinem bekannten JD Setup:
      Läuft, hat wieder Drehmoment, läuft sauber, spricht sauber an.

      Aktuell bin ich ratlos, warum der STIC bei mir überhaupt nicht läuft.
      Benzin Geruch, Rauch, läuft wie mit gezogenem Choke, irgendwie klingt es, als würde das Benzin nicht richtig zerstäubt und verbrannt......