Abstimmung WP 4860 CC mit Cone Valve

      Abstimmung WP 4860 CC mit Cone Valve

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      Hallo zusammen,

      Ich habe eine "normale" WP-CC Gabel mit verbautem Conevalve System erworben und fahre diese in meiner KTM/HQV 250 SX/TC 2T (2015).
      folgenden 2 Auffälligkeiten:
      - wenn ich über Löcher oder Sprünge ballere ist da ein Gegendruck der mir nicht gefällt, bis die Gabel eintaucht. Mir haut's quasi den Lenker aus der Hand bzw. ich bekomme ultraschnell harte Unterarme.
      - die Zugstufenverstellung ist für mich ohne erkennbare Wirkung


      Die Forumsuche brachte mich nicht weiter...

      Habe jetzt mal alles zerlegt :)
      folgendes Setting fand ich vor:

      Feder 4.4N/mm (Fahrergewicht 90KG), NegFW: 30mm, SAG: 55mm
      Ölmenge: 390ml
      Bladderdruck: 1.2bar

      Basevalve ID6mm:
      1x16 x 0.1 (ja mit Bleed? hab ich noch nie gesehen fährt sich aber gut bzw. ist mir vorne nicht zu tief)
      4x24 x 0.1
      1x16 x 0.1
      4x24 x 0.1
      1x23 x 0.1
      1x22 x 0.1
      1x21 x 0.1
      1x20 x 0.1
      1x19 x 0.1
      1x18 x 0.1
      1x17 x 0.1
      1x16 x 0.1
      1x15 x 0.15
      1x14 x 0.15
      1x13 x 0.15
      1x12 x 0.15
      1x10 x 0.3
      1x22 x 0.25

      Midvalve ID8mm:
      Konus rot
      1x10 x 0.1

      Zug ID6mm:
      3x20 x 0.1 Delta
      1x12 x 0.1
      1x16 x 0.1
      1x15 x 0.1
      1x14 x 0.1
      1x13 x 0.1
      1x12 x 0.1
      1x11 x 0.25
      1x16 x 0.25

      Ich habe leider keine Erfahrung mit der Abstimmung von ConeValves. Wäre super-nett wenn sich hier jemand dazu äußern könnte/möchte...
      Wäre im ersten Schritt so vorgegangen dass ich alle 0.15er im Basevalve durch 0.1 ersetzt hätte.
      Die Zugstufe erscheint mir relativ stramm (für eine 4.4er Feder), hier wäre ich auf Std-WP ohne 15er und 13er zurück.
      Weitere Vorschläge oder Anregungen?

      letzte Frage: Beim Zerlegen viel mir auf das mit montiertem Zugstufenversteller und zugedrehter Zugstufe (Stange ist gekürzt und macht auch die Nadel zu) die Kolbenstange trotzdem nahezu ungedämpft ausfährt. Macht das Conevalve beim Rebound (Lowspeed) komplett zu oder ist das eine Art Bypass?

      vorab DANKE und Grüße an alle Suspension-Nerds :thumb:

      Bilder:
      https://imageshack.com/i/pnP3V2d6j
      https://imageshack.com/i/pmTPWkaFj
      https://imageshack.com/i/pocnO9DLj

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      Ich weiß nicht ob ich dir helfen kann. Habe noch keine Cone-Valve zerlegt oder bin damit gefahren.

      Aber bist du dir sicher das die Gabel nicht eintauchen will? Dein BV ist mit dem 16er Bleed-Shim und dem folgenden 16er Crossover sehr weich abgestimmt. Ich vermute das die Gabel einfach zu weich ist. Ich weiß nicht ab wann das Cone-Valve dämpft, heißt ob es einen Float wie beim normalen Midvalve gibt. Gibt es diesen Float nicht, besteht die Gafahr das dein schwaches BV nicht genügend Gegendruck für das Cone-Valve bietet. Es entsteht Kavitation bzw. es wird mehr Öl durch das BV gepumpt als die Kolbenstange verdrängt, weil der Druck nicht reicht um das Cone-Valve weit genug zu öffnen. Dann fehlt natürlich auch Öl für die Zugstufe und dementsprechend auch die Dämpfung. Für das Cone-Valve gibt es doch auch verschiedene Federraten.

      Ich würde erstmal den Bleed-Shim entfernen und probieren.

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      Hallo wuddy,

      danke für deine Antwort.
      Ich habe meine Conevalvevorspannung gemessen. Aktuel habe ich einen Preload von 0.5mm
      Inwiefern das mit dem Problem zusammen hängt weiß ich leider mangels Erfahrung nicht.
      denke aber hier mal abzugeben ist auch nicht verkehrt. werde auf 0.2mm gehen.

      Dein Vorschlag mit dem Entfernen des Bleeds ist sicherlich gut. Bevor ich das mache würde mich am meisten interessieren was derjenige dabei gedacht hat :rolleyes:?
      werde ich wohl nie erfahren...

      dein Ansatz mit dem zu weichem BAsevalve ist interessant. Da stellst sich mir gleich die Frage ob ein gewisser Fluss durch das Basevalve unabhängig der Kolbenstange nicht normal sein muss?
      Grund: am Midvalve wird deutlich mehr Öl verdrängt als durch die Kolbenstange. Ich vermute das der dadurch entstehende Druck größer 1.2bar im Bladder ist. Wenn dem so wäre dann würde ja immer ertwas Öl duch das Base-Nadelventil fließen?

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      Zur Erklärung:
      Bei den früheren Gabeln gab es keine Mid-Valve Dämpfung (klassisch mit Shim oder wie bei dir mittels Cone-Valve). Für die Druckstufe war allein das BV und für die Zugstufe der Kolben in der Cartrigde verantwortlich. An der Zugstufendämpfung hat sich bis heute nichts geändert. Beim Einfedern öffnet ein Rückschlagventil um freien Ölfluss zu gewährleisten. Wird heute als Float im Mid-Valve bezeichnet. Heißt das Shimpaket kann einen gewissen Bereich abheben um den freien Ölfluss sicherzustellen. In diesem Fall wird aus der Cartrigde nur das Öl verdrängt, welches das Volumen der Kolbenstange entspricht. Wenn jedoch das Rückschlagventil nicht weit genug öffnet, muss vom BV so ein starker Druck aufgebaut werden, dass trotzdem das restliche Öl welches nicht das Volumen der Kolbenstange entspricht, durch den Kolben der Zugstufe gepumpt wird. Geschieht das nicht, entsteht Kavitation bzw. es fehlt Öl auf der Rückseite des Zugstufenkolbens. Ohne Öl keine Dämpfung der Zugstufe. Wenn das Cone-Valve vorgespannt ist, wird von Anfang an mehr Druck benötigt um das Öl umzupumpen. Da ist der Bleedshim aber nicht geeignet, da er einen höheren Druck anfangs verhindert.

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      Blöde Frage, weil auf den Bildern nicht erkennbar:
      Ist bei der CV Einheit eine Feder montiert?

      90 kg Fahrer und 4.4 N/mm Federn hört sich weich an. Man würde grundsätzlich eher 4.6er fahren, obgleich dann auch wieder einige Fahrer mit der CV Gabel weichere bevorzugen. Allerdings hat man da auch ICS Federn und keine Blase wie in dem von dir gemachten Umbau.
      Ergo, ich würde 4.6er montieren.
      390 ml ist auf jeden Fall zu viel.
      Slip on your helmet, twist the throttle and RIDE.
      It doesn't get any better!