Clake One Light Clutch "die magische Kupplungsamatur"

      265,- netto
      + Versandkosten
      + Zoll (Entweder waren es für Motorradteile 4 oder 11% das letztes mal aus USA)
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      Bei 30,- Versand, wirst unter 370,- nicht durchkommen.

      twinshocker schrieb:

      Haben die wirklich die Physik überlistet oder hab ich einen Denkfehler ?


      das habe ich mich auch die ganze Zeit gefragt
      mMn kommt ein erheblicher Anteil der Erleichterung durch den sehr langen Hebel

      der damit einhergehende längere Handweg bleibt in Ordnung, da man keinen/kaum Leerweg hat

      ein kleiner Teil durch die )mutmaßlich) hochwertige Bauart mit Kugellagern usw.

      dank des Videos von Freerider350, konnte ich jetzt mal einen Blick reinwerfen
      die Unterstützungsfeder:
      das ist so, als ob man ein Gummiband zwischen Lenkerende und Kupplungshebel spannt (Feder drückt, Gummiband zieht, aber das Prinzip sollte verständlich sein)
      nun zieht man das Gummiband gerade so straff, dass die Kupplung nicht rutscht
      -> das ist die maximal mögliche Unterstützung der Handkraft
      wenn man die Kupplung dann gezogen hat und wieder auslässt, muss die Kupplungsfeder noch die Reibung/hydraulische Verluste etc. überwinden, um den Hebel zurückzubringen
      das wäre so, als ob man die ideal schwächsten Kupplungsfedern die gerade nicht rutschen, einbaut

      das Problem beim Gummiband/Unterstützungsfeder ist die inverse Wirkung
      die Hilfskraft des Gummibandes lässt nach, sobald man die Kupplung zieht

      der ist eigentliche Trick dieses Teils: die Kraft der Hilfsfeder wird über eine Nocke übersetzt
      die starke Vorspannung der Feder wird durch die Nockenform am Anfang "genullt" und am Ende über die Nocke freigegeben :thumbsup:
      Dateien
      Ich war vor diesem Thread auch immer skeptisch:

      Kupplungsqualm schrieb:

      mMn kommt ein erheblicher Anteil der Erleichterung durch den sehr langen Hebel

      Die Hebelübersetzung kann man auch mit einem kleinerem Geberkolben oder mit einem Kupplungshebel, wo der Wirkpunkt näher am Drehpunkt ist. Also ein Kupplungshebel mit kleinerer Hebelübersetzung. Das hab ich mir auch schon selbst gebastelt. Das Problem ist der zur Verfügung stehende Weg. Man muss hierbei den Hebel wirklich bis Anschlag ziehen, damit die Kupplung sauber trennt. Bißerl Weg kann man über einen kürzeren Hebel gewinnen, aber irgendwann ist der zur Verfügung stehende Weg ausgereizt, man kann also die Übersetzung nicht nach Belieben erhöhen.

      Kupplungsqualm schrieb:

      die Unterstützungsfeder:
      das ist so, als ob man ein Gummiband zwischen Lenkerende und Kupplungshebel spa

      Eben nicht ganz, wie Du selbst später schreibst:

      Kupplungsqualm schrieb:

      der ist eigentliche Trick dieses Teils: die Kraft der Hilfsfeder wird über eine Nocke übersetzt
      die starke Vorspannung der Feder wird durch die Nockenform am Anfang "genullt" und am Ende über die Nocke freigegeben

      Das ist das die geniale Idee dahinter: Die kinetische Energie der Hilfsfeder wirkt mit zunehmender Hebelbedienung.
      Bei gelöstem Hebel kein Druck auf die Kupplung, n ur beim Betätigen der Kupplung wirkt die Hilfsfeder gegen die Kupplungsfedern unterstützend.

      Ich habs zwar schonmal am Stand gezogen, aber für mich bleibt noch die Frage, ob sich die Kupplung weiterhin fein dosieren läßt und wie schnell die Kupplung wieder schließt, ob nicht durch den massigen Hebel und der zusätzlichen Mechanik das Ganze zu träge reagiert.
      Wenn man das Geld hat und Probleme seine Kupplung zu ziehen. Warum nicht!
      Scheint qualitativ hochwertig und ausgereift.

      - Die Mechanik macht aus dem Kraft-Weg Diagramm etwas anderes, ähnlich wie die DDS-Kupplung mit der großen Tellerfeder es tun soll, aber effektiver. Anscheinend ist es gut abgestimmt, so dass das Gefühl für den Schleifpunkt der Kupplung nicht verloren geht und am Schluss die gezogene Kupplung viel leichter zu halten ist.

      - Der Hebel kollidiert nicht mit dem Ringfinger, weil er wirklich nach dem Zeigefinger aufhört.

      - jede Zusatzmechanik (Nocke, Feder etc.) bringt natürlich Reibung ins System (=Hysterese), das ist nicht vorteilhaft für die Kupplungskonntrolle, aber anscheinend konnte man es im verträglichen Rahmen halten und die Vorteile überwiegen.

      Ich habe eigentlich meine Kupplung gut im Griff, aber nach langer Fahrzeit im schwierigen Gelände könnte es sinnvoll werden. Dann wird auch mein Kupplungsfinger langsam müde. Armpump denke ich verhindert es nicht, wenn es vom verkrampften Fahren kommt.


      VG Erhard
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/
      zu thema Bedienbarkeit und Dosierbarkeit:

      Gerade dieses "spielen" mit der kupplung oder besser gesagt arbeiten mit der kupplung in technischen passagen geht um ein vielfaches besser von meinem empfinden her.

      Wenn ich mich durch ein bachbett quäle oder einfach technisch fahre bediene ich die kupplung ja nicht binär. es ist ja nicht nur 0/1, an/aus wie auch immer man es nennen möchte.

      es ist ja eher der fall dass man die kupplung schlagartig kommen lässt, wieder zürck an de schleifpunkt, nochmal nachsetzen und dann wieder ganz trennt. usw.
      Und das die ganze zeit mit der kraft die vom hebel entgegen der kraft vom finger wirkt.
      Um so weniger kraft nun meinem finger entgegenwirkt, desto schneller und präziser kann ich die lage des hebels mit meinem finger verändern.
      eine hohe kraft die ich mit meinem finger überwinden muss macht die sache nur träge und auch eine "schwerer" hebel der gerade nach außen schnellt lässt sich nicht so einfach verzögern oder gar in der bewegungsrichtung ändern als ein "leichter" hebel.
      Nichts anderes als massenträgheit

      Ich habe leider kein vergleich mehr zum orginal und ich weiß nicht wie viel davon an der kupplung im motor abhängt aber bis jetzt habe ich wenige bikes gefunde bei denen es sich gleich schön angefühlt hat. Mit der clake lässt sich die kupplung bedienen wie ein chirurg sein skalpell im griff hat.
      Ich habe dann auch schon ab und an mein bike getauscht weil sich mitfahrer beklagen "das geht nicht. Da kommt man nicht hoch" Dann setzte ich mich auf das moped und die kupplung ist so schwammig und schlecht zu dosieren dass ich mich dann nicht mehr wundere über solche kommentare.

      Das einzige wo ich aber auch sehr erfreut war über eine gut ansprechende kupplung waren neue 17er und 18 exc modelle. da geht das zwar schwerer aber man kann wenigstens sauber damit arbeiten.
      (Ja es gibt mit sicherheit noch viele viele bikes wo das gut geht. ich habe nur nicht die möglichkeit alles zu fahren und zu testen was ich gerne hätte. geht halt nur das was die kumpels fahren.)
      Ich denke mal es gibt auch eine zu leichte Kupplungs oder Bremsbedienung, wo ohne Gegenkraft man nicht mehr so recht weis, wie stark man eigentlich zieht.
      Also muss es da eher so eine Art goldene Mitte geben.
      Viele Kupplungen gehen aber wesentlich schwerer als diese "goldene Mitte", oder man muss gut trainiert sein.
      Ganz einfach weil die Anpresskraft der Reibscheiben halt irgendwie erzeugt werden muss. Da ist die Clarke Mechanik eben eine clevere Verbesserung.
      Aber kostet eben Geld.
      Mit dem Geld kann ich auch öfter frische Reifen aufziehen auch das hilft...
      Am Schluss muss jeder selber seine Prioritäten setzen.

      VG Erhard

      P.S.:
      Beim Auto gibt es dazu aktive Systeme für Lenkung und Bremskraftverstärkung, wahrscheinlich auch Kupplung (nicht an meinem Auto) damit der Mensch weniger Bedienkraft hat.
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

      Heretic schrieb:

      hat schon mal jemand das probiert? http://www.midwestme.com/products.html#Clutch

      Jup, hab ich dran und einige Kollegen hier. Feine Sache. Nicht nur die Betätigungskraft taugt mir, sondern auch der flache Querschnitt des Hebels. Gibts auch mindestens einen Thread hier im Forum dazu.

      Wenns den Bremshebel für Nissin gäbe, würde ich den MME Bremshebel auch anbauen.

      Heretic schrieb:

      hat schon mal jemand das probiert? http://www.midwestme.com/products.html#Clutch


      Dann lieber die Armatur so weit möglich nach innen schieben und Hebel aussen bedienen.
      So wie das Prinzip aussieht, drückt der Geberstift dadurch schräg in den Geberkolben und verschleißt die Kolbenwand. Von mehr Reibung mal abgesehen.
      Funktioniert zunächst, aber produziert womöglich Schaden langfristig. Ausserdem wird der Bedienweg länger.
      Eine Vulgärlösung!
      Das finde ich schlecht.
      Saubere Alternative: Andere Hydraulikübersetzung . falls es da Anbieter gbt. Ist aber auch nicht smart, weil mehr Bedienweg.
      VG Erhard

      P.S.: Aber der Kettensägenhalter auf der Seite ist cool :yeah:
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

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      erhard schrieb:

      Heretic schrieb:

      hat schon mal jemand das probiert? http://www.midwestme.com/products.html#Clutch


      Dann lieber die Armatur so weit möglich nach innen schieben und Hebel aussen bedienen.
      So wie das Prinzip aussieht, drückt der Geberstift dadurch schräg in den Geberkolben und verschleißt die Kolbenwand. Von mehr Reibung mal abgesehen.
      Funktioniert zunächst, aber produziert womöglich Schaden langfristig. Ausserdem wird der Bedienweg länger.
      Eine Vulgärlösung!
      Das finde ich schlecht.

      Sorry, aber hier urteilst du, ohne den Hebel ausprobiert zu haben.
      Der vermeintlich längere Bedienweg ist nicht spürbar und wirkt sich nicht aus.
      Selbst wenn die Kinematik gleich wie beim Originalhebel wäre, würde ich mir den Hebel wegen dem angenehmeren Querschnitt und dem schlankeren Ende (im Vergleich zum Kugelkopf) anbauen.

      TheBlackOne schrieb:

      Heretic schrieb:

      hat schon mal jemand das probiert? http://www.midwestme.com/products.html#Clutch

      Jup, hab ich dran und einige Kollegen hier. Feine Sache. Nicht nur die Betätigungskraft taugt mir, sondern auch der flache Querschnitt des Hebels. Gibts auch mindestens einen Thread hier im Forum dazu.

      Wenns den Bremshebel für Nissin gäbe, würde ich den MME Bremshebel auch anbauen.

      An der Bremse gibts doch zumindest Armaturen mit anderen Kolbendurchmessern.
      Oder bau halt eine Brembo Armatur an Deine Nissin Bremse. Hab ich gemacht, weil die Nissin-Armatur von meiner 2008 GasGas mies war.
      Später kam ich drauf, dass man die ganze Bremse hätte tauschen können, da die Aufnahmen am Gabelfuß ident sind...

      VG Erhard
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

      TheBlackOne schrieb:

      ......
      Sorry, aber hier urteilst du, ohne den Hebel ausprobiert zu haben.
      Der vermeintlich längere Bedienweg ist nicht spürbar und wirkt sich nicht aus.
      Selbst wenn die Kinematik gleich wie beim Originalhebel wäre, würde ich mir den Hebel wegen dem angenehmeren Querschnitt und dem schlankeren Ende (im Vergleich zum Kugelkopf) anbauen.


      Das glaube ich Dir sofort, dass die Hebelkräfte abnehmen ist gar nicht das Thema.
      Das und der für dich angenehmere Querschnitt mal ausgenommen - es ist und bleibt ein quer Drücken in den Kolben. Das ist ingenieursmässig Mist.
      Man könnte das so bauen, wenn man die Materialien auf die Querbeanspruchung auslegt. Das ist hier sicher nicht der Fall.

      Nur meine Meinung. Habe mal ein Motorrad gebraucht gekauft wo der Vorbesitzer mehrere so "clevere Lösungen" hatte. Ich habs dann ausgebadet, weil Verschleiß an Stellen, wo es normal nicht sein kann.

      VG Erhard
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

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      erhard schrieb:


      So wie das Prinzip aussieht, drückt der Geberstift dadurch schräg in den Geberkolben und verschleißt die Kolbenwand.

      prinzip nicht verstanden.
      der abstand drehachse-geberstift ist gleich zum original. und dadurch dass die geberstiftaufnahme einer kreisbahn folgt gibt es immer, bis auf eine hebelposition, eine querkraft auf den kolben. beim original sogar mehr als beim mw-hebel da beim mw-hebel nur der kleinere radius bis zum gelenkpunkt der geberstiftaufnahme wirkt.
      Ah... :thumbsup: nun ist es verständlich....
      Aber müsste sich bei dem Drehpunkt nicht der Druckstift verdrehen bzw. verkanten wenn eine Betätigung erfolgt?
      Bringt es wirklich Vorteile (außer Form vielleicht), wenn ich den originalen weiter nach innen verschiebe und den Griff außen betätige, kommt das nicht auf das Gleiche hinaus???