Alles rund um's Fahrwerk

      Carsten_s schrieb:

      Bei eBay sind gebrauchte ca.bj2017' die haben die schwarze Beschichtung !

      Jetzt noch die Frage aller Fragen: eigentlich hin ich sehr zufrieden mit der umgebauten Xplor auf OC kann eine CV Gabel es toppen und macht die Investition Sinn?

      Oder ist das nur Spielerei?


      Den Hauptvorteil der CV sehe ich im ConeValve als Midvalve für die Druckstufe (Oh Wunder).

      Begründung:
      Eine normale (Open Cartridge) Gabel bezieht die Druckstufendämpfung aus dem Basevalve und dem Midvalve.
      Es ist möglich, die gesamte Dämpfung nur durch das Basevalve zu erreichen. Dann ist das Midvalve nur ein Rückschlagventil und muss eben bei schnellen Schlägen viel Öl durchlassen, was ganz gut funktioniert.
      Die Dämpfung rein über das Basevalve ist aber in der Regel etwas hölzern vom Fahrgefühl.
      Deshalb hat es sich durchgesetzt, das Midvalve wesentlich mitdämpfen zu lassen. *)

      Wegen der enormen Ölmengen halten das die Shims aber nicht aus und man verwendet den Trick, ein Rückschlagventil mit weichen Shims zu bauen und den weg zu begrenzen. Dieser Weg wird "Float" genannt. Ist der Float-Weg aufgebraucht biegen sich noch zusätzlich die Shims weg.
      Das Midvalve ist also stark nichtlinear, erst ein Rückschlagventil (ungebremst) und dann doch noch ein Shimventil.
      Wenn du es schaffst, mit dem nichtlinearen (stark progressiv) Midvalve und einem Basevalve kombiniert eine schöne hydraulische Bremskurve zu gestalten geht die Gabel trotzdem recht gut.

      Ein Cone Valve löst diese Problematik technisch sauber. Das Midvalve ist einfach hydraulisch ein schöner Verlauf, bis hin zu höchsten Einfedergeschwindigkeiten.

      Ich brauche es aber nicht, weil es auch anders geht, man kann z.B dem Basevalve durch geeignete kleine Ports das hölzerne aberziehen ;-)

      VG Erhard


      Fußnote:
      *) Ohne Basevalve und nur am midvalve dämpfen geht nicht, da dann am Midvalve Kavitation auftritt, das Basevalve muss immer mindestens ca. 1/3 mitdämpfen zum Druckaufbau in der Cartridge.
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

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      erhard schrieb:


      Ohne Basevalve und nur am midvalve dämpfen geht nicht, da dann am Midvalve Kavitation auftritt, das Basevalve muss immer mindestens ca. 1/3 mitdämpfen zum Druckaufbau in der Cartridge.


      Müßte ich mal wieder in meiner 45 Magnum schauen. Ich glaube, die Druckstufe dämpft nur über das Midvalve (und den Schlitz im Zylinder).

      jeanjean

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      Jeanjean schrieb:



      Müßte ich mal wieder in meiner 45 Magnum schauen. Ich glaube, die Druckstufe dämpft nur über das Midvalve (und den Schlitz im Zylinder).

      jeanjean


      Sorry. :D

      .45 Magnum?
      Dateien
      • magnum.jpg

        (63,87 kB, 3 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Wenn man denkt, ne 500er hat noch Kompression und nicht weiss wie das ist wenn die wirklich Kompression hat
      könnte das sein, das man denkt, die hat noch Kompression, obwohl die in Wirklichkeit nicht wirklich Kompression hat! Zitat: mtec

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      Jeanjean schrieb:

      erhard schrieb:


      Ohne Basevalve und nur am midvalve dämpfen geht nicht, da dann am Midvalve Kavitation auftritt, das Basevalve muss immer mindestens ca. 1/3 mitdämpfen zum Druckaufbau in der Cartridge.


      Müßte ich mal wieder in meiner 45 Magnum schauen. Ich glaube, die Druckstufe dämpft nur über das Midvalve (und den Schlitz im Zylinder).

      jeanjean


      Kenne die Magnum nicht, sie wird aber die Grenzen der Physik nicht ändern können, wonach Drücke <0 nicht erreichbar sind. Bei Vakuum bzw. Dampfdruck des Öles bzw darin gelöster Gase ist Schluß mit Druckerniedrigung, und man erzeugt einen Hohlraum (Kavität).
      Ich gehe von einer modernen Bauweise aus, wo man derlei nicht haben will ;-)

      Die Magnum scheint verzwickt, asymetrische Funktion, irgendwelche Schlitze :rolling: , womöglich wegabhängige Dämpfung wo erst auf dem letzten Wegstück etwas eintaucht bzw. abdichtet usw..
      Wie man - Forum sei Dank- hier sieht:
      Keine Druckstufe Gabel EXC200 1998 ?Marzocchi Magnum?

      Obwohl auch heute die Gabeln genau genommen stark weg-abhängige Dämpfung haben - da wo der Hydrostop zu arbeiten beginnt ;-)

      VG Erhard
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      Da ist kein Widerspruch.
      Hab nicht gesagt, ob die Magnum gut oder schlecht ist. Das könnte ich auch gar nicht, kenne weder die Konstruktion der diversen Varianten und bin auch nie eine gefahren.
      Echt überlegen wird sie wohl nicht sein, denn Qualität setzt sich durch. Wo sind die Konversionskits für neue Maschinen? ;-)

      VG Erhard
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      Meiner Meinung nach ist ne gut abgestimmte 45er Magnum ist nach wie vor ne top Endurogabel. Vor allem flext die etwas mehr was oft von Vorteil ist. Ich denke einige der Probleme die ihr hier seitenlang hydraulisch lösen wollt würden nicht so stark auftreten wenn die Upside down Gabeln nicht so stocksteif wären.

      Die 50er Marzochhi hatte ich immer als etwas bockig in Erinnerung.
      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !

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      Die Magnum Druckstufe-Dämpfung ist stark wegabhängig (Dämpferrohr-Dämpfung durch den Schlitz) und ein bisschen Geschwindigkeitsabhängig (hat auch shims).

      Kavitation gibt es denke ich nicht, weil sie ja Nachfüll-Durchgänge in der Kartusche (am Zylinder) hat. Deswegen kann die Druckstufe keine Dämpfung in Zugrichtung erzeugen (und umgekehrt).

      Die Bodenventile haben lediglich ein Rückschlagventil zum Nachfüllen der Kartusche in Zugrichtung, und schließen in Druckrichtung vollständig.

      Zum Endurowandern ist sie bestimmt gut. Für schnelle Fahrer wahrscheinlich überholt. Wobei Leute wie Shane Watts oder Stefan Merriman auch mit so eine Gabel sauschnell wäre...


      jeanjean

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      twinshocker schrieb:

      Meiner Meinung nach ist ne gut abgestimmte 45er Magnum ist nach wie vor ne top Endurogabel. Vor allem flext die etwas mehr was oft von Vorteil ist. Ich denke einige der Probleme die ihr hier seitenlang hydraulisch lösen wollt würden nicht so stark auftreten wenn die Upside down Gabeln nicht so stocksteif wären.

      Die 50er Marzochhi hatte ich immer als etwas bockig in Erinnerung.


      Klar,
      eine gut abgestimmte Gabel ist immer was feines, egal ob OC, CC, CV (und X-Plor, wenn man das X-Plor spezifische ausbaut) usw. ;-)

      Die Art wie heutzutage gefahren wird ist aber ein wenig anders, viel mehr künstliche Hindernisse. Und der Effekt dass man in der Erinnerung das positive bewahrt könnte die Einschätzung auch verfälschen.
      Lustig wäre daher mal eine Magnum in ein modernes Mopped zu stecken ;-)

      VG Erhard
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

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      Heretic schrieb:

      Ich glaube die wird in der Blindverkostung einigen gefallen. Problem wird es in der härteren Gangart geben. Das können aktuelle sicherlich besser.

      stimmt. die 45er Magnum ist mE eine der besten Gabeln für Endurowandern etc. Wenn es jedoch schnell wird, werden Defizite erkennbar. Twin sagte es ja auch schon und genausoisses.
      Probleme mit dem Fahrwerk? Fahr' schneller!

      Ich bin Bayer und damit von Haus aus schon mal viel cooler als du.

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      frezno schrieb:

      Heretic schrieb:

      Ich glaube die wird in der Blindverkostung einigen gefallen. Problem wird es in der härteren Gangart geben. Das können aktuelle sicherlich besser.

      stimmt. die 45er Magnum ist mE eine der besten Gabeln für Endurowandern etc. Wenn es jedoch schnell wird, werden Defizite erkennbar. Twin sagte es ja auch schon und genausoisses.

      Für diese Zielgruppe hat KTM uns die X-Plor Gabel geschenkt. Merkmale wie angebohrte Cartridge und - WICHTIG! - Placeboeinsteller von oben sind zu finden ;-)

      VG Erhard
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      Faris schrieb:

      Wenn man was am Fahrwerk machen lassen will dann sollte man schauen, dass man wirklich auch alles eintragen lässt denn man muss auch wirklich alles eingetragen haben.
      Ich persönlich habe unterschiedliche Informationen gefunden wenn es um das Tuning geht und vor allem auch wenn es um das eintragen der ganzen Sachen geht.

      Ich persönlich habe den XXXXXXXX gefunden der mir den Wagen auch noch mal begutachtet hat. Damit war ich auch zu 100% zufrieden.

      Wie siehts aus bei dir ?


      eingetragen ? Hä - :suse: