Alles rund um's Fahrwerk

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      Den größten Fehler den ich auf dem Bild sehe, das du die Kurve nicht zulässt bzw. einleitest. Soll heißen der Oberkörper ist zur kurvenäußeren Seite geneigt. So arbeitest du gegen die Schräglage des Mopeds und bekommst nie Fluss rein. Vertikale Linie Motorrad immer vertikale Linie Fahrer. Seitlich versetzt ja, aber immer parallel zueinander. Wenn du in der Kurve aufem Bild schnell durch willst, musst du an der Stelle in der Kurve schon die Kurve eingeleitet haben, sprich schon leichte Schräglage. Das geht natürlich nur mit einem gewissen Speed

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      wuddy-ktm schrieb:

      Den größten Fehler den ich auf dem Bild sehe, das du die Kurve nicht zulässt bzw. einleitest. Soll heißen der Oberkörper ist zur kurvenäußeren Seite geneigt. So arbeitest du gegen die Schräglage des Mopeds und bekommst nie Fluss rein. Vertikale Linie Motorrad immer vertikale Linie Fahrer. Seitlich versetzt ja, aber immer parallel zueinander. Wenn du in der Kurve aufem Bild schnell durch willst, musst du an der Stelle in der Kurve schon die Kurve eingeleitet haben, sprich schon leichte Schräglage. Das geht natürlich nur mit einem gewissen Speed


      Würde sagen, diese Aussage beschreibt die Situation exakt. Versuche schon ewig die Schräglage bei Kurveneinfahrt herzustellen, leider stochere ich meist aber einfach in kleinen Stückchen um den Radius herum...

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      nordsee523 schrieb:

      Hier ein weiteres Leckerchen für die Jury:


      wenn die kurve einen sehr großen Radius hat kann man die sicherlich so fahren !! 8)

      in Relation zum Herrlings schleicht wohl jeder hier unangemessen durch die Kurve 8o
      KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM
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      nordsee523 schrieb:

      Hier ein weiteres Leckerchen für die Jury:




      Ich versuche eine Analyse, bin da aber kein Profi. Das mit dem Kurventraining unter Anleitung wird dir das allermeiste bringen. Mach das asap. statt dich zu quälen. Oder scheiß drauf und fahr deinen Stiefel weil das auch egal ist. Es geht um nix!


      Also trotzdem - Analyse:
      Ich glaube anhand des Fotos zu erkennen, dass das Vorderrad mehr einlenkt, als dem Kurvenradius entspricht. Dabei ist das Motorrad relativ aufrecht. Man hat den Eindruck du versuchst die Links-Kurve zu fahren indem du nach links lenkst.
      Das wird nix!
      Ich erkläre im folgenden zur Vereinfachung nur für die Linkskurve, weil das Foto eine Linkskurve zeigt. (Rechts geht es genauso, nur die Wörter rechts und links müssen passend gewählt werden...)

      In die Schräglage kommt man durch 2 unabhängige Aktionen (es können aber beide kombiniert werden). Beide führen dazu, dass die Reifenauflagepunkte nicht mehr unter dem Schwerpunkt von Fahrer und Motorrad befinden und so eine Schräglage aufgebaut wird, die aber natürlich durch die Fliehkraft auszugleichen ist.

      1. Möglichkeit: Kurzer Lenkimpuls nach rechts. Dadurch sind die Reifen rechts vom Schwerpunkt und das Motorrad kippt nach links. Das solltest du vom Straßenmotorrad kennen. Extrem ausgeführt - einmal Lenker kurz nach rechts reißen und schon fährt man eine Linkskurve. Weniger extrem, den Lenker eine kurze Weile nach rechts drücken, ein wenig Druck genügt. Die Variante Lenkimpuls geht nur, wenn man nicht zu langsam ist.

      2. Möglichkeit: Trial/Enduro Style und immer möglich, selbst bei langsamster Geschwindigkeit:
      Man belastet das Motorrad so lange auf der linken Fußraste, bis der gewünschte Kurvenradius für die Linkskurve erreicht ist. Dabei muss man dem Lenker aber seinen freien Willen lassen und nicht verbissen dagegenhalten. Ist der Radius erreicht, verlagert man seine Belastung nach außen, gerade genug, um die Schräglage nur noch zu halten.

      Ich denke mal du solltest ein wenig auf der ebenen Wiese oder festem Untergrund üben, bis es sich nicht mehr komisch anfühlt.

      Noch eine Tatsache: Zu jeder Kurve passt eine bestimmte Schräglage am besten, weil dann der Reifen genau diese Kurve fährt. Das Problem ist nur - die Geschwindigkeit passt nicht unbedingt. In engen Kurven ist es so, dass das Motorrad mehr geneigt werden muss, als die Fliehkraft hergibt. (Das gilt für viele Offroad Kurven, die nicht sehr schnell gefahren werden, oder Anlieger aufweisen.)
      In dem Fall (engere Kurve, Geschwindigkeit mässig) muss der Fahrer sich nach außen lehnen, sonst fällt die Fuhre zur Kurveninnenseite hin um. Wie macht man das? Arm kurveninnen strecken! Raste aussen belasten, eventuell ein bischen aussermittig sitzen usw..

      Auf deinem Foto lehnst du dich null nach aussen. Folge das Motorrad ist für die Kurve zu aufrecht. Deshalb musst du stärker einlenken um den Kurvenradius zu halten und das Vorderrad "pflügt" nach aussen. Das ist unsicher und fühlt sich auch so an.

      Also - bring dein Motorrad mehr in Schräglage!

      VG Erhard

      Deshalb: Enge Kurven üben und dabei das Motorrad drücken. Du selbst hängst dich auf die Aussenseite.
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „erhard“ ()

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      Heretic schrieb:

      Ich wollte gerade fragen welche Strecke das ist. Da müsste ich auch mal hin damit ich mir richtig die Karten legen kann.


      Das erste Bild entstand in Langeln, das zweite in Tensfeld.

      Vielen Dank Erhard. Ich würde sagen, treffend meine Probleme mit einem Blick erkannt und eine tolle Erklärung des Sachverhalts "Kurve fahren". Mit nach aussen lehnen meinst Du auf der Sitzbankkante sitzen, aber der Körper ist dennoch in Kurvenrichtung geneigt?

      Kaum zu glauben, dass es mir immer noch so schwer fällt einfach und simpel eine 250f um eine Kurve zu bringen. Es heisst von allen Seiten immer: Die fahren sich wie Fahrräder....

      Morgen geht es wieder nach Langeln, ich hoffe der Streckenchef hat morgen etwas Geduld und nimmt sich meinem Unvermögen an.

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      wenn man den inneren ellenbogen durchstreckt und am scheitelpunkt der kurve zug auf die kette gibt, macht das motorrad es fast von alleine, die richtige blickführung vorrausgesetzt....

      zwischen tensfeld und langeln liegt elstorf, da soll es am wochenende wohl hingehen, vielleicht sieht man sich :thumb: #282
      Gruß Jens

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      Jeanjean schrieb:

      wenn ich manchmal ein bisschen zu schnell in der Kurve hereinfahre drücke ich den Lenker fest mit der innenliegende Hand herunter.
      So bekomme ich auch mehr Schräglage un kann einen engen Radius fahren, ohne aus der Kurve heraus zu fliegen.

      jeanjean


      So habe ich das bevor ich MX fuhr und noch auf Asphalt unterwegs war auch immer gemacht. Einfach voll den Lenker drücken. Innenliegende Seite beherzt weg drücken. Im Gelände treffe ich den richtigen Zeitpunkt aber nicht, oder ich denke ich treffe ihn nicht weil ich meine ich müsste genau diesen Punkt der Rille erwischen und genau den Hubbel, Loch, Welle, Stein nicht überfahren. Onroad ist grob gesagt jeder Quadratmeter gleich, außer feuchtes Bitumen oder stark ausgewaschener Asphalt ist der Belag total berechenbar. Ich fahre seit etwa 6 Jahren nichtmehr auf der Straße und investiere seitdem fast alle Kapazitäten (Zeit, Geld, Sport, Fitness, Ernährung, mentales usw..) in Motocross, so langsam darf der Funke für gleichmäßige Kurven überspringen - finde ich.

      Immerhin habe ich es im Laufe des letzten Jahres geschafft meine Kondition auf dem Bike deutlich zu verbessern und bin auch den längeren Sprüngen näher gekommen. 30m Table sind es zwar noch nicht, aber 25m kann ich bei guten Bedingungen springen. 30min - 45min auf dem Langelner Sand kann ich auch fahren. Zwar nicht überschnell, siehe Kurvenproblematik, aber viele steigen nach 10-15 Minuten wieder völlig entkräftet vom Bike ab und machen Pause. Wie ich übrigens die Jahre von Ende 2013 bis Mitte 2018 auch. Nun fehlt doch eigentlich nur noch das Kurvenglück.

      :)

      Noch 2 Bilder die VIELLEICHT noch etwas Hoffnung machen?

      Allen einen schönen Abend!
      Dateien
      save the vinyl.

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      nordsee523 schrieb:




      Vielen Dank Erhard. Ich würde sagen, treffend meine Probleme mit einem Blick erkannt und eine tolle Erklärung des Sachverhalts "Kurve fahren". Mit nach aussen lehnen meinst Du auf der Sitzbankkante sitzen, aber der Körper ist dennoch in Kurvenrichtung geneigt?

      an.


      Ich denke Erhard meinte sowas in dieser richtung

      https://photos.app.goo.gl/EUKdPzfcqDyEW6347
      KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Carsten_s“ ()

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      Aber mal unter uns:
      30-45 Minuten im Sand "rumzugurken" bringt dir nix wenn du schneller werden willst. Um Kondition aufzubauen oder auch als Vorbereitunbg für Rennen ist das OK.
      Aber wenns um die vielzitierte Grundschnelligkeit und Kurventechnik geht würde ich lieber kürzer fahren und dabei konzentriert an dem Thema arbeiten.
      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !

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      Carsten_s schrieb:

      nordsee523 schrieb:




      Vielen Dank Erhard. Ich würde sagen, treffend meine Probleme mit einem Blick erkannt und eine tolle Erklärung des Sachverhalts "Kurve fahren". Mit nach aussen lehnen meinst Du auf der Sitzbankkante sitzen, aber der Körper ist dennoch in Kurvenrichtung geneigt?

      an.


      Ich denke Erhard meinte sowas in dieser richtung

      https://photos.app.goo.gl/EUKdPzfcqDyEW6347


      Ja genau, prima Foto. Der Körper ist nach aussen gelehnt, bezüglich der Kurvenkraft, die sich aus Schwerkraft und Fliehkraft zusammensetzt. Und das Motorrad lehnt dafür nach innen. Man sieht richtig, wie schön die Bewegung des Reifens zur Kurve passt.
      Der Körper des Fahrers ist in der Regel eher nicht nach außen gelehnt, wenn man sich auf die Senkrechte bezieht, also nur die Schwerkraft. Aber auch das kommt vor, aber eher im Trialsport. Hier werden Kurven zum Teil so langsam gefahren, dass keine nennenswerte Fliehkraft auftritt. Dennoch wird das Motorrad stark geneigt, denn nur so rollt der Reifen entlang der Kurve oder zieht sogar noch nach innen.

      Ich hatte auch so meine Schwierigkeiten zu kapieren, wie ein Motorrad tickt. Bin erst spät zum Motorrad gekommen und vorher viel Mountainbike gefahren. Das ist ein Riesenunterschied, denn ein Motorrad hat viel mehr eigene Eigenschaften als ein Fahrrad.
      Das liegt am Gewicht und den viel größeren rotierenden Massen, breitere Reifen.
      Daher ist auch viel mehr/andere Arbeit vom Fahrer nötig, damit das Motorrad in der Kurve seine ideale Linie findet.
      Wenn dann alles passt, fühlt es sich dafür genial an.

      VG Erhard

      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

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      Shark250 schrieb:

      wenn man den inneren ellenbogen durchstreckt und am scheitelpunkt der kurve zug auf die kette gibt, macht das motorrad es fast von alleine, die richtige blickführung vorrausgesetzt....
      zwischen tensfeld und langeln liegt elstorf, da soll es am wochenende wohl hingehen, vielleicht sieht man sich :thumb: #282


      War vergangenen Samstag in Elstorf. Ist wieder sehr gut befahrbar und war gut abgetrocknet. Kommenden Samstag wollen wir wie es aussieht auch hin.

      Dann könntest Dir mein Kurvendilemma mal in natura ansehen.