Alles rund um's Fahrwerk

      wuddy-ktm schrieb:

      Ich habe ja schon öfter erwähnt das der neue Kunststofftrennkolben sich schwer bewegen lässt. ..........


      Das ist dann nicht soo gut. Ist dann aber kein Problem vom Konzept "Trennkolben" sondern von dieser speziellen Ausführung.

      Woran liegts? Leichte Presspassung? Verkanten sehe ich nur, wenn Du den Kolben manuell bewegst und dabei aussermittig drückst. Geht der auch schwer wenn ihn man etwas schmiert? Falls der ohne Dichtring schon schwer geht, würde ich den nacharbeiten. Im Betrieb dehnt sich Kunststoff stärker aus, als der Alu Zylinder, daher müsste im kalten Zustand deutlich Spiel da sein. Ein paar Zehntel Millimeter mindestens
      (Wärmedehnung Polyamid oder POM ca. 100ppm/°C*100°C*44mm=0,44mm, Wärmedehnung Aluminium 23ppm/°C*100°C*44mm=0,1mm )

      VG Erhard
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/
      Okay, also eine umgedrehte CC Gabel.
      Stellt sich die Frage, warum man das machen sollte.

      Eine CC Gabel muss ja irgendwie den aufgebauten Druck in der Cart durch Öleinschluss durch die Außenkammer wieder los werden können.
      Das ist am einfachsten, wenn die Ausgleichskammer oben ist.
      Andererseits ist ein Hauptgrund für Öleinschluss durch das umgedrehte Design eig. eliminiert; wobei ich nicht glaube, dass gar kein Öleinschluss mehr stattfindet.
      Wie gleicht dieses System also aus?
      Slip on your helmet, twist the throttle and RIDE.
      It doesn't get any better!
      Sieht aus als wäre unten eine Kammer, mit Feder(8) zum Druck aufbauen und beweglichem Kolben (2). Der Kolben braucht 2 Dichtungen weil er auf einer Stange läuft, dei das Basevalve trägt. Einsteller für Basevalve/Midvalve fehlen, oder sind nicht gezeichnet. Einsteller für Basevalve integrieren scheint mir mit erhöhtem Aufwand verbunden.
      Wird schon seinen Grund haben, dass gängige Systeme andersrum sind. Diese ganzen Varianten überlegt man sich normal vorher und wählt dann die günstigste aus.
      VG Erhard
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

      erhard schrieb:

      wuddy-ktm schrieb:

      Ich habe ja schon öfter erwähnt das der neue Kunststofftrennkolben sich schwer bewegen lässt. ..........


      Das ist dann nicht soo gut. Ist dann aber kein Problem vom Konzept "Trennkolben" sondern von dieser speziellen Ausführung.

      Woran liegts? Leichte Presspassung? Verkanten sehe ich nur, wenn Du den Kolben manuell bewegst und dabei aussermittig drückst. Geht der auch schwer wenn ihn man etwas schmiert? Falls der ohne Dichtring schon schwer geht, würde ich den nacharbeiten. Im Betrieb dehnt sich Kunststoff stärker aus, als der Alu Zylinder, daher müsste im kalten Zustand deutlich Spiel da sein. Ein paar Zehntel Millimeter mindestens
      (Wärmedehnung Polyamid oder POM ca. 100ppm/°C*100°C*44mm=0,44mm, Wärmedehnung Aluminium 23ppm/°C*100°C*44mm=0,1mm )

      VG Erhard


      Nur zur Ergänzung:

      Habe den Trennkolben und Ausgleichsbehälter vermessen, da ich einen liegen habe.
      Durchmesser: Ausgleichbehälter 52,00 mm
      Trennkolben 51,70 mm
      Also könnte es durchaus sein das bei Betriebstemperatur ein Verkanten ausbleibt nach Erhards Schilderung über die Wärmedehnung. Finde es trotzdem nicht optimal.

      Außerdem führte ich einen kleinen Versuch durch. Mit Hilfe einer Küchenwaage und einer großen Nuss (welche plan auf den Trennkolben aufliegt) ermittelte ich das Losbrechmoment des Trennkolbens. Ein Verkanten ist hierbei natürlich auch nicht ausgeschlossen. Bis der Kolben sich bewegte, bedarf es 2,5 kg (= 24,5 N). Die Alukolben waren definitiv besser.

      Jeanjean schrieb:

      ...mal was anderes, um euch auf anderen Ideen zu bringen...

      Bin Heute auch folgendes gestoßen. Fand ich interessant, mit der ICS-Kammer ganz unten.


      jeanjean


      Technisch sehe ich da kein Problem. Ich denke aber der Grund warum die meisten CC-Gabeln anders herum aufgebaut sind liegt darin, dass der Anteil der ungefederten Masse so gering wie möglich gehalten werden will. Es macht schon einen Unterschied ob nur die Kolbenstange mitfedert oder die Ölkammer. Beim Stoßdämpfer ist es genauso.

      Jeanjean schrieb:

      Wenn baugleich mit den roten Husqvarna, kannst du dein Glück beim KTM-Händler um die Ecke versuchen.
      Als neuer Eigentümer hat KTM die Ersatzteilversorgung für die roten HVAs übernommen.

      Wenn der KTM Händler auch Husqvarna Händler ist stimmt die Info,
      ansonsten kann nur der Husqvarna Händler die "Red" und damit Sachs Teile bestellen.
      Es passt auch viel von den älteren Öhlins Dämpfern, zb. der O-Ring vom Trennkolben.
      Weiter kann man bei den älteren Sachs das Zugstufen Ventil von Öhlins verwenden,
      dies verbessert die Funktion ungemein.
      TEUBER-MOTORSPORT
      Ich suche für eine 14er Beta 300 Factory. Ich weiß nicht ob es Baugleich mit den roten Husky's ist. Brauche ein Service-Kit mit allen Laufbuchsen und Abdichtungen. Ebenfalls suche ich für die Gabel ein Service-Kit. Ist eine Marzocchi 48 CC. Wenn ich das über Beta order sind fast 300 € fällig, inkl. dem Service-Kit für den ICS-Kolben.
      Für WP beispielsweise bekomme ich alle Teile einzeln, auch über Zubehörhändler. Vielleicht kennt ja jemand eine Adresse außer den Beta-Händler....

      P.S. Teile für Öhlins zu bekommen finde ich genauso kompliziert....
      Versuch erst gar nicht für Sachs was zu bekommen. Schade um die verplemperte Zeit. Besorg dir aus dem Zubehörhandel einen passenden Dichtkopf. Ich hab auch noch einiges lagernd.
      Probleme mit dem Fahrwerk? Fahr' schneller!

      Ich bin Bayer und damit von Haus aus schon mal viel cooler als du.
      Danke für eure Antworten.
      Dann werde ich den Dämpfer erstmal zerlegen und schauen ob es eventuell passende Gleitbuchsen im Zubehör gibt. Schwierig wird's natürlich bei den O-Ringen am Ausgleichskolben, aber mal schauen.
      Zu der Shiver 48 CC. Ich habe noch ein Service-Kit (Buchsen+Siris) für eine 48er WP-Gabel. Das müsste doch passen, oder? Die Gabel hat ca. 250 h runter. War vor ca. 100h beim Service in einer seriösen Fahrwerksfirma. Alle alten ausgetauschten Teile wurden mit zurück geschickt. Aber vom ICS-System war nichts dabei. Ist der Serviceintervall der Gleitbuchsen größer als für die der Tauch-/Standrohrkombination? Die Kräfte wirke ja nur vertikal und der zurück gelegte Weg der Auf- und Abbewegung ist nur ca. 1/7 des Gabelhubes, somit ist der Verschleiß sicherlich weniger.
      Ich habe mal eine andere Frage.

      Ich habe ein Zubehör Dämpfer in meine Enduro verbaut. Dass es nicht direkt passt, war mir klar.

      Wie üblich Durchhang als Kontrolle gemessen:
      Vorspannung komplett auf:
      Statisch 15mm; dynamisch 100

      Also angenommen, dass die Feder zu hart ist für mein Motorrad. Weichere Feder bestellt und verbaut.

      Bei dynamischen Durchhang von 100mm ist der statische Durchhang nur 10mm

      Federvorspannung verringert und heraus kamen Werte von 20mm zu 110mm.

      Noch weichere Feder macht ja kaum Sinn. Was kann das sein? Ist die Dämpfung irgendwo komplett falsch für mein Motorrad?
      Kommentar kann Spuren von Ironie enthalten.
      Die Dämpfung hat keinen Einfluss auf den Durchhang.

      Viele Fahrer nehmen die Durchhangswerte als in Sein gemeiselte Werte wahr.
      Ganz oft lassen sich die Werte aber nie erreichen. Je nach Modell und Einsatzzweck müssen ja vers. Federn benutzt werden; da kann es also auch nicht immer passen.
      Beispiel:
      17-19 EXC 300 OEM Federn 4,2 // 60-63-66
      Diese Federnpaarung passt dann für Fahrer zwischen 75 und 85 kg und Enduroeinsatz.
      Wenn der gleiche Fahrer aber XC/MX mit dem Bike fährt, würde ein versierter Tuner die Federraten höher wählen auf 4,4 und 63-66-69, bei gleichem Fahrergewicht.
      Die Grundwerte für den Durchhang im Handbuch sind aber ja immer gleich angegeben.
      Ergo können die auch nicht immer passen.
      Bei anderen Modellen ist es durch die Rahmen/Umlenkungsgeometrie oft nicht möglich die angegeben Werte zu erreichen.
      Außerdem wird es schwerer die Werte zu erreichen, je weiter man sich von der OEM Federrate entfernt, also bei sehr schweren oder sehr leichten Fahrern.

      Best Practice:
      Man wählt die Federrate nach Gewicht und Einssatzzweck, stellt den dyn. Durchhang ein und testet von dieser Einsteller 2 Umdrehungen mehr Vorspannung und 2 Umdrehungen weniger Vorspannung. So sieht man in welche Richtung der eigene Sweetspot liegt.
      Die Angabe "Durchhang passt" ist zwar für viele beruhigend, in der Realität muss aber auch hier getestet werden, damit man das Maximum raus holen kann.
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      Priester schrieb:


      Federvorspannung verringert und heraus kamen Werte von 20mm zu 110mm.
      Noch weichere Feder macht ja kaum Sinn. Was kann das sein?

      Dreh 10mm runter dann bist du bei 10/100mm
      Wenn du den statischen Durchhang um einen Wert x änderst, dann ändert sich auch der dynamische Durchhang (fast genau) um diesen Wert x und vice versa.
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      Ich bin Bayer und damit von Haus aus schon mal viel cooler als du.