Alles rund um's Fahrwerk

      Ich würde die CC behalten. Bin persönlich kein Freund der Luftgabel. Kein (getuntes) Setup das ich bis dato fahren durfte war so gut wie diverse (getunte) Setups die ich in CC Gabeln fahren durfte.
      Entweder gibt es wenige Tuner die aus der AER gute Performance rausholen können, oder es liegt an der Gabel an sich das es dort sehr schwierig ist gute Setups zu verbauen.

      "Gut" ist für mich:
      Sauberes Ansprechverhalten
      Weitesgehend Ermüdungsfreies Fahren
      Durchschlagschutz

      Tempo:
      Hobbybruchpilot beim Enduro
      Amateur beim MX
      In Unbrien habe ich ein Holländer getroffen der hatte die AER Gabel verbaut .
      Für solch ein Gelände konnte
      er gar nicht genug Luft ablassen ohne das die Gabel durchsackte.
      Wie es im schnellen Gelände aussieht weiss ich natürlich nicht.
      Nur den Luftdruck sollte man immer im Auge behalten.
      Für mich würde für Enduro auch nur eine Gabel ohne Luftunterstützung in Frage kommen.
      [FONT="Arial Narrow"]Freiheit ist viel mehr als man darf[/FONT].

      [FONT="Arial Narrow"]Ganz Deutschland eine Arschleckerei. Leck dich nach oben[/FONT].:kuck:
      Sehe ich genauso.
      Problem der Luftgabel ist die extrem progressive Dämpfung im Hub. Heißt je weiter sich die Gabel im Federweg befindet, umso straffer wird es. Schafft zwar Durchschlagschutz, ist aber bei kantigen Hindernissen (Bsp Wurzeln) kontraproduktiv und unkomfortabel. Bis hin zum Vorderrad versetzen. Bei einer Spiralfedergabel kommt nur etwas Progression durch die Luftkammer, aber bei weitem nicht so intensiv.
      Finde für klassisches Enduro zu einer CC-Gabel deutlich unterlegen.
      Ja ein bißchen unverständlich ausgedrückt. Auch die Stahlfedern bzw. das Luftpolster sind Bestandteil der Dämpfung. Die hydraulische Dämpfung lässt sich ja weiterhin beliebig anpassen, aber eben nicht federwegabhängig.
      Ich meine die Funktion der Stahlfedern, welche bei der AER das unter Druck stehende Luftvolumen übernimmt. Beim Einfedern wird das Luftvolumen verkleinert, der Druck steigt, nur leider nicht linear wie bei den meisten Stahlfedern, sondern progressiv. Glaube es war halbieren des Volumens = verdoppeln des Druckes. Fährt das Vorderrad über eine Wurzel kommt es schnell in den progressiven Bereich des Federweges. Das fühlt sich auch beim Fahren nicht gut an.
      Ich hab ja durch Entnahme von Öl meine "Wohlfühlluftkammer" erreicht.
      Gabel war jetzt beim Service, die LK wurde festgestellt:

      170 mm =O

      Zuvor hatte ich 40 ml entnommen; was einer LK von 25 mm entspricht.

      D.H. die Gabel war vorher bei LK 145 mm.

      Schon irgendwie Komisch.
      Der Fahrwerker sagt er liefert (ohne abweichenden Kundenwunsch) immer mit 110 mm LK aus.
      Wo ist dann das Öl hingekommen ?
      Beide Holme sind auch identisch gemessen worden.
      Ich hätte dann ja Ölverlust von ca 35 mm LK = 50 ml Öl; während 30 BH und optisch dichter Gabel. ?(

      Darum gings....

      Bermbanger schrieb:

      So bin mal wieder gefahren; hab mal was verändert und getestet.
      Meine Frage ist 8 Wochen her; damit man weiß um was es geht zitiere ich mich selbst:

      #

      Bermbanger schrieb:

      Ich hab mir alles nochmal angeschaut.

      Der Lichte Abstand zwischen Gabelfaust und Dichtlippe sind ca. 303 mm, der Federweg lt. Handbuch 300 mm.
      Davon verwende ich anscheinend immer ! 265 mm.
      Egal ob ich bei Strecken mit Tiefsand nur rumeiere (Fischbach) oder wenn ich auf einem Table leicht ! auf dem Vorderad lande (Walldorf).
      Diese Landung spür ich dann in den Handgelenken.
      Bleibt für mich die Frage wie und wann diese "Reserve" von 35 mm zum Tragen kommt.
      Ich hab mal den Fahrwerker erreicht.
      Er ist der Meinung daß die Luftkammer als Feder erst so richtig zum Tragen kommt wenn die Metallfeder auf Block ist.
      Als "Quick and Dirty Test" hat er mir vorgeschlagen pro Holm mal 50 ml abzusaugen. (Standardbefüllung lt. Handbuch 660ml).
      Einfach nur um zu sehen ob hierdurch weiter eingefedert wird.
      Die Luftkammer ist lt Handbuch 125 mm; abweichend 105 bis 135 mm.
      Auf dem Serviceaufkleber vom Vorbesitzer war 100 mm LK verzeichnet; möglich daß beim letzen Service "versehentlich" dieses Maß übernommen wurde.
      Die Serienfeder ist 4,2 N/mm; z.zt verbaut ist 4,5 N/mm; mit 75 Betriebsstunden.
      Mit der Feder fühl ich mich wohl (83 kg nackig); das Mopped ist gut balanciert , das FW funktioniert für mich.
      Die Gabel arbeitet jedoch mit randvollem Tank besser als mit wenig Sprit.

      Gibt es Bedenken hier mal 50ml pro Hom abzusaugen ?

      Danke und Grüße


      Der Reihe nach:

      1. Wie von Preload empfohlen hab ich die Holme ausgebaut und Öl auslaufen lassen.
      Ich war mal mutig und hab 40 ml pro Holm rausgelassen; Luftkammer aber immer noch unbekannt.
      Rahmenbedingungen: Walldorf /Baden, Strecke gepflegt; Wenig Traffic, also Streckenbedingungen stundenlang gleich.

      Ergebnis: Hurra sie federt ! :P

      Absolut softe Landungen ohne Schläge in die Handgelenke; Kurveninnenbahnen erstmals super einfach (gehört warscheinlich so für ne 250/4T); Speed gestiegen; Sprünge dann weiter; ohne Probleme. Alles dufte !!!
      Schmutzrand sagt: Rest 8 mm; also 295 mm Federweg genutzt.

      Nach 50 Minuten dann mal pro Holm 10 ml Öl zugegeben:
      Sofort festgestellt das die Sache straffer ist ; die Landungen spürte ich plötzlich wieder leicht in den Handgelenken; restliche Fahrbedingungen gleich geblieben.
      In den sandigen Passagen mehr auf als in dem Sand; sicheres Gefühl dadurch.
      Die Sprünge wurden höher aber nicht merklich weiter.
      Schmutzrand war jetzt 13 mm, also weniger eingefedert.
      Weitere 60 Minuten gefahren; Tank teilweise 80 % voll, alles dufte.
      Speed weiter gestiegen ; Kurven rund und Gas am Kurvenausgang -Geil !
      Schmutzrand jetzt wieder nur noch 8 mm; beim Landen leichte Schläge in den Handgelenken.
      Trotzdem bis Trainingsende (110 Minuten Fahrzeit); kein Stress/Schmerz in den Handgelenken.

      An Zug und Druckstufe hab ich mal nichts gemacht; ich wollt´s nicht übertreiben....

      Danke fürs Helfen und Grüße


      P.S. Frezno hat recht: Wenn der Speed steigt werden die FW- Probleme weniger :)

      Yamaha YZ 250 F ´04 Steahly Flywheel Torque Monster 10oz.
      Ducati Hypermotard 1100 ´08 Leider geil !

      Bermbanger schrieb:

      Wo ist dann das Öl hingekommen ?

      Kommt drauf an.
      Wenn beim Zerlegen z.B. die Feder einfach herausgezogen wird, ohne sie komplett abtropfen zu lassen, können da schon mal 20ml Öl mit dranhängen.
      Befindet sich Öl zwischen Innen- und Außenrohr? Wenn ja, sind das auch nochmal so um die 20-30ml Öl Unterschied.
      usw. usf.
      Probleme mit dem Fahrwerk? Fahr' schneller!

      Ich bin Bayer und damit von Haus aus schon mal viel cooler als du.

      frezno schrieb:

      Bermbanger schrieb:

      Wo ist dann das Öl hingekommen ?

      Kommt drauf an.
      Wenn beim Zerlegen z.B. die Feder einfach herausgezogen wird, ohne sie komplett abtropfen zu lassen, können da schon mal 20ml Öl mit dranhängen.
      Befindet sich Öl zwischen Innen- und Außenrohr? Wenn ja, sind das auch nochmal so um die 20-30ml Öl Unterschied.
      usw. usf.


      Keine Ahnung wo da ÖL ist; 2004 ist ja OC.

      Der Fahrwerker sagt: Feder rausgenommen ; gemessen = 170 mm LK.
      Glaube/hoffe nicht daß er geschlabbert hat; ist ja bei einer LK Feststellung kontraproduktiv.
      Er hat auch so jetzt wieder befüllt.
      Zusatzöl hab ich mitgenommen.

      Er findet die Größe der LK auch nicht befremdlich.
      Wäre halt wenig/keine Federwirkung der Luft weil sie nur wenig komprimiert wird. (Vergleich: Zugehaltene Luftpumpe auf den ersten cm).
      Wäre wohl interessamnt ob mit 250 mm Luftkammer die Sache noch weicher wird....

      Bin gespannt auf die erste Fahrt...
      Yamaha YZ 250 F ´04 Steahly Flywheel Torque Monster 10oz.
      Ducati Hypermotard 1100 ´08 Leider geil !

      Bermbanger schrieb:

      Wäre wohl interessamnt ob mit 250 mm Luftkammer die Sache noch weicher wird....

      da fällste auf die Fresse :P

      Im Ernst:
      Hersteller geben eine Spanne für die Höhe Luftkammer an. In diesem Bereich kannst du dich mir der Füllmenge spielen.
      Alles, was diesen Bereich unter- oder überschreitet wird grenzwertig bis gefährlich.
      Ist die Luftkammer zu gering (zu viel Öl in der Gabel), verschenkst du Federweg und die Gabel wird sehr schnell sehr progressiv.
      Ist die Luftkammer zu groß (= zu wenig Öl in der Gabel) fängt sie relativ schnell an Luft zu saugen und das Öl beginnt zu schäumen = Verlust der Dämpfung.
      Probleme mit dem Fahrwerk? Fahr' schneller!

      Ich bin Bayer und damit von Haus aus schon mal viel cooler als du.
      Wird irgendwie immer komischer.

      Chronologisch:
      1. Yamaha sagt: 125 mm LK ; abweichend 105 -135 .
      2. Ich kaufe 2009 ein gepflegtes gebrauchtes Bike( ca 30 BH) mit dichter Gabel, Fahrwerk einmal überarbeitet (Pro Action in England) ;Aufkleber vom Vorbesitzer: 100 mm LK.
      (Vorbesitzer kenne ich nicht; Maschine kam über einen deutschen Händler aus England)
      3.Ich fahre damit ( meine erste Cross) und finde es gut.
      4. Ich gebts zum Service; hole ab , fahre damit, ich find´s immer noch gut.
      (Fahrwerker sagt heute er hat damals (vor 30 Std/5 Jahren) 110 mm LK gemacht.
      5. Ich spiele an Druck und Zugstufe, finde was passendes und werde etwas zügiger.
      Ich finds jetzt (weitere Sprünge) am Ende hart und stelle fest daß bei 265 mm Federweg immer Schluss ist (Staubrand)
      6. Ich entnehme 40 ml ÖL und werde zügiger,alles passtjetzt perfekt.
      7. Ich geb die Gabel zum Service und es werden 170 mm LK festgestellt.
      (Bei Punkt 5 warens dann 145 mm LK).

      Bleibt die Frage:
      Wie kann ich mit unüblich großer LK bei Sprüngen wie ich sie vorher nie soweit geschafft habe so soft landen ?

      (Die Feder ist mit 4,5 N/mm bezeichnet, ich hab 83 kg ohne Kleider mit geschnittenen Haaren) :)


      Grüße
      Yamaha YZ 250 F ´04 Steahly Flywheel Torque Monster 10oz.
      Ducati Hypermotard 1100 ´08 Leider geil !
      Bastelstunde, Jugend forscht:
      Nachdem meine Gabel jetzt bei Service mit 170mm LK befüllt wurde hat mich natürlich das Ganze in ml interessiert.
      (Lt. Handbuch sind 125 mm LK = 660 ml Öl.)
      Also M5 Entlüfterschraube raus; Kopfstand.
      Zuerst kamen 300 ml gepullert; nach einigem Schütteln nochmals 250 = 550ml.
      Wieder eingefüllt, fertig.
      Beim zweiten Holm hab´ich nur die ersten 300 ml raus gekriegt; danach nix mehr.
      Das Innenleben ist lt. Teileliste beidseitig identisch; KYB 48 aus 2004; Open Cartridge.
      1. Frage: Muss ich an Zug und Druckstufensteller was tun um das Auslaufen des Öls zu begünstigen ?
      2. Frage: Muss ich nach Wiederbefüllung durch die Entlüfterbohrung irgendwelche "Veitstänze" mit der Gabel machen vor dem ersten Einsatz ?

      Danke und Grüße
      Yamaha YZ 250 F ´04 Steahly Flywheel Torque Monster 10oz.
      Ducati Hypermotard 1100 ´08 Leider geil !
      Schön das du neugierig bist, aber diese Vorgehensweise ist für die "Katz"...
      zu 1. Klicker voll auf (- Minus )
      zu 2. die Cartridge muss sich erst wieder füllen, paar mal Einfedern sollte reichen

      Aber wie gesagt, ohne die Gabel zu zerlegen, reinigen und dann wieder mit Öl befüllen und Luftkammer messen, ist die Messung viel zu ungenau. Erstens bleibt überall Öl haften und zweitens bekommst die Cartridge niemals richtig leer.
      OK Wuddy, danke Dir !
      Sowas dachte ich mir schon, klingt eigentlich gut.
      Ich war so erstaunt über die massive Luftkammer von 170 mm daß ich einfach mal wissen wollte wieviel von den 660ml bei 125 mm LK (Ausgangsempfehlung im Handbuch) jetzt wohl drinne sind.

      Grüße

      P.S. Ich hab ja den "von/bis Bereich" des Handbuches (105- 135mm) somit verlasssen und fliege lt. Frezno deshalb vielleicht auf die Fresse :D
      Bilder von den Verletzungen sind Ehrensache !
      Yamaha YZ 250 F ´04 Steahly Flywheel Torque Monster 10oz.
      Ducati Hypermotard 1100 ´08 Leider geil !

      Bermbanger schrieb:

      und fliege lt. Frezno deshalb vielleicht auf die Fresse :D
      Bilder von den Verletzungen sind Ehrensache !

      Das war bildlich gesprochen - aber sollte es dann wirklich so enden sind Bilder werden natürlich herzlich willkommen 8o

      Zu den ungleichen Ölmengen:
      Ich zitiere wuddy 'es ist für die Katz'
      Es bleib Öl, mal mehr, mal weniger in der (offenen) Kartusche zurück. Merkst du spätestens dann, wenn du die Gabel mal zerlegst und dann mit der Kolbenstange pumpst.

      Zur Ölmenge, resp. Luftkammer:
      Eine vom Hersteller angegeben Ölmenge ist, außer bei eine CC Gabel, fast immer nur ein ein Anhaltspunkt.
      Wirklich maßgeblich ist die Luftkammer.
      Und für die Luftkammer wird eine Unter- und Obergrenze festgelegt. Klar kann man sich außerhalb dieser Grenzen bewegen, wird aber um so problematischer, je weiter man sich davon entfernt.
      Ist die Luftkammer zu klein, merkst du es sehr schnell.
      Ist sie jedoch zu groß, kann es dauern (je nach Menge des Öls), bis es sich drastisch(er) auswirkt.
      Das Öl schabbelt ja beim Fahren in der ganzen Gabel rum und sammelt sich nicht nur gemütlich im unteren Bereich, wie bei einer ruhenden Gabel.
      Dadurch besteht früher oder später bei zu wenig Öl die Gefahr, dass statt Öl Luft angesaugt wird. Und wenn das der Fall ist, merkst du dann den daraus entstehenden Verlust der Dämpfung sehr deutlich.
      Und wenn das nicht der Fall ist, besteht noch immer die Möglichkeit, dass du irgendwann mal gnadenlos durchschlägst (also nicht du, sondern die Gabel). Auch nicht so prickelnd...
      Probleme mit dem Fahrwerk? Fahr' schneller!

      Ich bin Bayer und damit von Haus aus schon mal viel cooler als du.
      Moin zusammen!
      Kommt es von der Geometrie eigentlich aufs gleiche raus wenn man die Gabel durchschiebt oder den Durchhang am Federbein verringert?
      In der Theorie sollte sich die Änderung zB im Sand ja eigentlich identisch verhalten.
      Einziger Unterschied wäre die Änderung durch mehr oder weniger Vorspannung am Dämpfer. Korrekt?

      Gruß
      Wenn du damit den Geradeauslauf verbessern willst, sind beide Möglichkeiten umsetzbar. Jedoch veränderst mit der Vorspannung nicht nur die Geometrie, sondern auch die dynamischen Eigenschaften des Fahrwerks. Im Sand beispielsweise ist ein straffes ( langsames) Fahrwerk vorteilhaft, da der Sand von sich aus genügend dämpft. Der Negativfederweg ( dynamischer Durchhang) fördert die schnelle Rückführung des Vorderrades auf den Boden nach einem Schlag. Im Sand allerdings ist ein großer Negativfederweg nicht gewollt, da zum einen die Sandwellen meistens wesentlich höher sind als der Negativfederweg und somit wenig Effekt aufweist und zum anderen Positivfederweg verloren geht. Dieser ist aber gerade wichtig um große Sandwellen zu bewältigen. Auch wenn ein Vorspannen die Feder nicht härter macht, vergrößert es die Dämpfung über den gesamten Federweg. Wenn eine 60 N/mm Feder 2mm mehr vorgespannt wird, sind es 120 N mehr Dämpfung ab dem ersten Millimeter Federweg. Vom Fahrgefühl her kann ein Fahrwerk gar nicht straff genug sein im Sand. Umso weniger das Fahrwerk arbeitet (da bei jedem Einfeder- und Ausfedervorgang sich die Geometrie drastisch ändert), umso sicherer und kalkulierbarer fühlt sich das Moped an.