VetsMXDN Farleigh Castle 2018

      Hegelvatter schrieb:

      Apropos Amis: Im letzten Jahr hatte es ja etliche Diskussionen um deren Töffs gegeben, da unter anderem moderne, nagelneue Front Ends verbaut waren. Andy Elliott von HVA Factory hat diesmal eine Original-Husky-Gabel reingesteckt:


      Wie gesagt: Die umstrittene Evo-Husky blieb (zum Glück) in Graz.

      Wobei ich Dich enttäuschen muss - die Gabel ist keine Original-Husky. Ich glaube der Andy wird es mir verzeihen, wenn ich das ausplaudere, schließlich kann man das Paket bei ihm kaufen.
      Das ist ne Marzocchi Magnum 45 - die Gabelbeine? Heutzutage kann man viel machen.
      Ich warte noch auf die 43mm-Version ;-)
      Wer nichts weiß muss alles glauben

      blackchen schrieb:

      Für Außenstehende scheint es so
      Wer am meisten Kohle rein haut steht auch auf Treppchen...

      Abgesehen von der Binsenweisheit, dass man im Motorsport einfach Geld braucht, wenn man vorne sein will:
      Wenn Du die Fahrer meinst ja ;-)

      Denen ist es relativ wurscht was da so verbaut ist. Das Ding muss halbwegs gut schieben und federn, dann passt es.
      Grad die US-Boys fahren ja diverse Klassen, hüpfen also von Mopped zu Mopped und natürlich fühlen sie sich relativ wohl oder auch nicht.
      Und man muss bedenken, dass in Farleigh kein Training gibt - 10min Qualifying und der Startplatz fürs Wochenende ist fix.
      Sie hocken drauf man stellt evtl. noch die Fußbremse und die Handhebel ein, das wars.

      Es ist nun mal so, dass im MX der Fahrer zählt. Es stimmt also: Wer gewinnen will braucht Geld um die Fahrer einzukaufen, die schnell sind. Die wollen halt auch übernachten und anreisen.
      Oder man hat so gute Connections, dass sie kostenlos fahren ;-) . Bzw. man kann natürlich auch selber so schnell sein, dass man eine Solo-Klasse gewinnt, dann ist es billig.

      Fürs Motorrad gilt IMHO: Irgendwas von Anfang der 80er, als die Moppeds schon viel Power und lange Federwege hatten, an die Trommelbremsen gewöhnt man sich (wer bremst verliert eh).
      Und das Gerät muss in erster Linie durchhalten. To finish first - you have to finish first. Kaputte Zündungen oder festgegangenen Motoren sind schlimmer als keine verstellbaren Federbeine zu haben.
      Wer nichts weiß muss alles glauben
      Was mir auch auffällt:
      Die luftgekühlten Viertakt-Huskys die ja damals im ernsthaften Motocross nie eine Rolle gespielt haben sind heute auf Augenhöhemit den ganzen Zweitaktern.

      Lags daran daß das damals nie ernsthaft probiert wurde oder sinds die ganzen Modifikationen die man heute so machen kann ?
      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !

      twinshocker schrieb:

      Was mir auch auffällt:
      Die luftgekühlten Viertakt-Huskys die ja damals im ernsthaften Motocross nie eine Rolle gespielt haben sind heute auf Augenhöhe mit den ganzen Zweitaktern.

      Lags daran daß das damals nie ernsthaft probiert wurde oder sinds die ganzen Modifikationen die man heute so machen kann ?

      In dem Fall glaub ich schon, dass da die Modifikationen eine Rolle spielen.

      Die 4T war zu ihrer Zeit fast 20 Kilo schwerer und hatte IMHO so knapp 50PS, nimmt man die Startprozedur beim 4T dazu, dann ist das so ne Sache.
      Natürlich ist man mit einer Maico 490 eher auf der sicheren Seite - die Japaner hatten damals eh schon Monoshock.
      In Italien, wo man ja praktisch alles original haben muss fährt ein Bekannter mit der TC relativ weit vorne mit aber auch er hat AFAIK 570cm³, das hilft schon ein wenig.
      Es ist wie bei den modernen, wenn man die Leistung einigermaßen gleichzieht und sein Mopped gut wartet und beherrscht - Stichwort Ankicken! Dann kann man die Vorteile des 4-Takters ausspielen.
      Die Gabel der Husky soll ja im Vergleich damals schon eher schlecht gewesen sein die Öhlins-federbeine dagegen super.

      Man macht sich das Leben halt leichter, wenn man statt dem alten Dello nen Keihin FCR nimmt und statt der Husky-Gabel ne 43er Showa aus ner späten XR, da brauchts kein großes Know-How, die funzen einfach ziemlich gut ohne viel Abstimmungsaufwand.

      Wie erfolgreich war eigentlich die Husky CR 500? - ist ja ein ganz schön rauhbauziges Fuhrwerk.
      Wer nichts weiß muss alles glauben

      610er schrieb:

      ............

      Wie erfolgreich war eigentlich die Husky CR 500? - ist ja ein ganz schön rauhbauziges Fuhrwerk.


      Die fuhren in der WM glaub ich blos ein paar Schweden, in Deutschland auch nicht sehr verbreitet.

      Es gibt übrigens ein Video von der 500 WM in Namur wo die aus dem Wald auf die Hochebene ins gerade springen mit Zeitlupenaufnahmen.
      Da sieht man wie es die Husky-Stahlschwingen beim Landen hinten gut und gerne 2-3cm durchbiegt, was bei geeignetem Material ja kein Problem ist.
      Sieht echt geil aus, ich finds nur nicht mehr.
      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !

      twinshocker schrieb:

      Es gibt übrigens ein Video von der 500 WM in Namur wo die aus dem Wald auf die Hochebene ins gerade springen mit Zeitlupenaufnahmen.
      Da sieht man wie es die Husky-Stahlschwingen beim Landen hinten gut und gerne 2-3cm durchbiegt, was bei geeignetem Material ja kein Problem ist.
      Sieht echt geil aus, ich finds nur nicht mehr.

      Ich glaub den Video haben wir hier schon mal gepostet und diskutiert. Ich bleib bei meiner These, dass es ein Film-Effekt ist, das Gleiche wie wenn man vor seinen Augen einen Bleistift "wedelt".
      Der sieht dann auch aus als würde er sich verbiegen. Die Schwinge ist stabil, da seh ich keinerlei Probleme. Auch die neuen Rahmen aus Holland werden mit Stahlschwinge genau wie die originalen gebaut.
      Natürlich hat eine Alu-Vierkant-Schwinge bessere Werte aber da ist die Nachfrage bisher sehr gering.
      Den Rahmen aus Holland gibts auch mit geteiltem Brustrohr, analog der späteren 2T-Twinshock-Rahmen, der soll steifer sein aber auch da gilt:
      Der Fahrer muss es erstmal merken. ;-)
      Wer nichts weiß muss alles glauben
      Mag sein.
      Allerdings ist die Husky-Stahlschwinge eine der wenigen die keine Knotenbleche und nix hat. Definierte Verformungen im elastischen Bereich sind ja im Maschinenbau nix ungewöhnliches, Stichwort Kranausleger oder Flugzeugtragfläche. Wer weiss schon was den schwedischen Hirnen da in den langen Winternächten alles so entsprungen ist..... ^^
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      Zumindest aus dem Supermoto weiß ich, dass Serienrahmen an der Schwingenaufnahme gezielt geschwächt wurden um der Schwinge mehr Flex zu gestatten.
      Vielleicht war es ja eine bewusste Entscheidung und es ist sogar besser :P

      Seitlich ist sie nicht besonders stabil aber das kann wie gesagt ein Vorteil sein.
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      husky430cr schrieb:

      #500:Ist da die Rahmenstrebe oben am Tankrahmenrohr abgerissen??? oder optische Täuschung, den am 1. Bild andere Seite sieht man die ordentliche Schweissnaht.

      Ja, sieht in der Tat auf dem Foto so aus. Habe nochmal bei den anderen Bildern geschaut, da kann man es leider auch nicht besser erkennen. Die Fotos habe ich übrigens am Freitag gemacht, also vor der tech. Abnahme. D.h., der wär so niemals zugelassen worden und mir wäre es beim Knipsen vermutlci auch aufgefallen. Und wie gesagt: Der ist Samstag/Sonntag mit dem Ding auf P2 geprescht. Mit nem Schlabberrahmen eher nicht vorstellbar. Sieht auf dem Bild aber auch wirklich komisch aus. Dabei haben die Briten doch so auf die Sahne gehauen, dass sie die wahren Schweißkünstler wären...
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