Kupplungshydraulik revidieren - How to

      Kupplungshydraulik revidieren - How to

      Ich hab blöderweise Mineralöl statt Dot 5 in die Brembo Kupplung gefüllt (KTM EXC-F 350 '17)

      Mittlerweile hab ich die Flüssigkeit schon 2x gewechselt, aber die Hydraulik ist leider trotzdem am Arsch - die leckt irgendwo raus, total unfahrbar.

      Welche (Gummi-) Teile kommen mit der Hydraulik in Kontakt? Schätze ich muss oben und unten was austauschen. Was muss ich da tun?
      Das Mineralöl greift die Gummiteile normal nicht so schnell an. Hast du das System schon komplett zerlegt und alles penibel gereinigt?
      Steve-0: "Generell hat die Qualität des Forums in den letzten Jahren sehr stark nachgelassen, vorallem seit die mehrheit der Beiträge von zwei Österreichern getippt werden, die zwar keine Ahnung haben, diese aber besonders aufdringlich und vielfach kundtun."
      Ist es tatsächlich so daß Dichtungen die für Bremsflüssigkeit ausgelegt sind bei einmaligen Kontakt mit Mineralöl sofort im Eimer sind ?
      Oder greift hier einfach wal wieder die "Alles-wechseln-Phobie" um sich ?

      Andersrum kann ich mir das eher vorstellen aber Motoröl ist doch nicht so aggressiv wie Bremsflüssigkeit.
      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !

      twinshocker schrieb:

      Ist es tatsächlich so daß Dichtungen die für Bremsflüssigkeit ausgelegt sind bei einmaligen Kontakt mit Mineralöl sofort im Eimer sind ?
      Oder greift hier einfach wal wieder die "Alles-wechseln-Phobie" um sich ?

      Andersrum kann ich mir das eher vorstellen aber Motoröl ist doch nicht so aggressiv wie Bremsflüssigkeit.


      Ob ob aggressiv oder nicht ist egal,bei den Fliegern gibts sogar mit manchen Dichtungen Probleme,wenn statt AVGAS100LL AVGAS91UL getankt wird
      das problem ist ja auch dass man das öl nur durch wechsel der flüssigkeit nicht komplett rausbekommst.
      und wenn alles auseinander ist zum reinigen kann man auch die dichtungen neu machen.
      und wenn nicht wirste das alles nochmal zerlegen müssen weil die dichtungen dann ein paar wochen später hin sind.
      Das Mineralöl war schon ne ganze Weile drin, ungefähr genau so lange bis die Probleme auftauchten :whistling:

      Danke für die Teilenummern, dann mach ich mich mal mit den Explosionszeichnungen schlau und leg den Töff schon mal auf die Seite. Oder läuft da kein Öl raus wenn ich den Nehmer abschraube? Sorry ich hab den noch nie unten-ohne gesehen :love:

      Gibt's da noch Extras die man verbauen könnte, wenn man alles schon mal auseinander hat? :D

      twinshocker schrieb:

      Ist es tatsächlich so daß Dichtungen die für Bremsflüssigkeit ausgelegt sind bei einmaligen Kontakt mit Mineralöl sofort im Eimer sind ?
      Oder greift hier einfach wal wieder die "Alles-wechseln-Phobie" um sich ?

      Andersrum kann ich mir das eher vorstellen aber Motoröl ist doch nicht so aggressiv wie Bremsflüssigkeit.


      Nein, kurzen Kontakt halten die durchaus aus. Einem Kollegen der von der Husaberg gewohnt war Mineralöl einzufüllen ist das bei der KTM auch passiert. Flüssigkeit war 24 Stunden drinnen, danach wurde alles zerlegt, penibelst gereinigt und wieder zusammengebaut. Fährt noch immer ohne Probleme.

      Wenns länger drinnen ist würde ich auch alles tauschen.
      Steve-0: "Generell hat die Qualität des Forums in den letzten Jahren sehr stark nachgelassen, vorallem seit die mehrheit der Beiträge von zwei Österreichern getippt werden, die zwar keine Ahnung haben, diese aber besonders aufdringlich und vielfach kundtun."

      twinshocker schrieb:

      Ist es tatsächlich so daß Dichtungen die für Bremsflüssigkeit ausgelegt sind bei einmaligen Kontakt mit Mineralöl sofort im Eimer sind ?
      Oder greift hier einfach wal wieder die "Alles-wechseln-Phobie" um sich ?

      Andersrum kann ich mir das eher vorstellen aber Motoröl ist doch nicht so aggressiv wie Bremsflüssigkeit.

      Nach der reinen Lehre und den Angaben der Dichtungshersteller vertragen Produkte, die Bremsflüssigkeit aushalten auch Öl.
      Aber Praxis ist Praxis - so lange keiner einen kontrollierten Feldversuch macht, werden wirs nie ganz 100% sicher wissen. (; :P
      Wer nichts weiß muss alles glauben
      ich weiss leider nicht mehr ob ÖL -> DOT oder DOT -> ÖL !

      ​ist mir auch einmal passiert, das Gummi ist wie ein Hefekuchen aufgegangen und musste alle Teile der Pumpe revidieren !!
      KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM
      KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM
      KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM
      KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM
      KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM
      KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM

      Doc Brown schrieb:

      twinshocker schrieb:

      Ist es tatsächlich so daß Dichtungen die für Bremsflüssigkeit ausgelegt sind bei einmaligen Kontakt mit Mineralöl sofort im Eimer sind ?
      Oder greift hier einfach wal wieder die "Alles-wechseln-Phobie" um sich ?

      Andersrum kann ich mir das eher vorstellen aber Motoröl ist doch nicht so aggressiv wie Bremsflüssigkeit.


      Nein, kurzen Kontakt halten die durchaus aus. Einem Kollegen der von der Husaberg gewohnt war Mineralöl einzufüllen ist das bei der KTM auch passiert. Flüssigkeit war 24 Stunden drinnen, danach wurde alles zerlegt, penibelst gereinigt und wieder zusammengebaut. Fährt noch immer ohne Probleme.

      Wenns länger drinnen ist würde ich auch alles tauschen.


      Ich habe Mal bei einem Ausflug in Rumänien wegen einem beschädigten Nehmerzylinder immer Flüssigkeit nachfüllen müssen und weil sich der Kram in der Motor verkrumelt hat und außerdem nix anderes da war habe ich Motoröl eingefüllt. Schon am selben Abend waren die Dichtungen extrem aufgequollen.
      Life is suffering.

      mork schrieb:

      Doc Brown schrieb:

      twinshocker schrieb:

      Ist es tatsächlich so daß Dichtungen die für Bremsflüssigkeit ausgelegt sind bei einmaligen Kontakt mit Mineralöl sofort im Eimer sind ?
      Oder greift hier einfach wal wieder die "Alles-wechseln-Phobie" um sich ?

      Andersrum kann ich mir das eher vorstellen aber Motoröl ist doch nicht so aggressiv wie Bremsflüssigkeit.


      Nein, kurzen Kontakt halten die durchaus aus. Einem Kollegen der von der Husaberg gewohnt war Mineralöl einzufüllen ist das bei der KTM auch passiert. Flüssigkeit war 24 Stunden drinnen, danach wurde alles zerlegt, penibelst gereinigt und wieder zusammengebaut. Fährt noch immer ohne Probleme.

      Wenns länger drinnen ist würde ich auch alles tauschen.


      Ich habe Mal bei einem Ausflug in Rumänien wegen einem beschädigten Nehmerzylinder immer Flüssigkeit nachfüllen müssen und weil sich der Kram in der Motor verkrumelt hat und außerdem nix anderes da war habe ich Motoröl eingefüllt. Schon am selben Abend waren die Dichtungen extrem aufgequollen.


      Das glaube ich dir, kommt wohl auf die Kombination Öl und Gummimaterial an. Mein Kumpel mit der KTM (vorher Husaberg mit Mineralöl) hat den Fehler erst beim Entlüften bemerkt. Flüssigkeit wird wohl so 10 bis 20 Minuten drin gewesen sein. Er hat sofort alles zerlegt und wirklich penibel gereinigt (natürlich auch die Leitungen) und fährt seither (das war 2015 in Kroatien) noch immer ohne Probleme. Hätte aber wie du sagst auch schief gehen können.
      Steve-0: "Generell hat die Qualität des Forums in den letzten Jahren sehr stark nachgelassen, vorallem seit die mehrheit der Beiträge von zwei Österreichern getippt werden, die zwar keine Ahnung haben, diese aber besonders aufdringlich und vielfach kundtun."

      twinshocker schrieb:

      Ist es tatsächlich so daß Dichtungen die für Bremsflüssigkeit ausgelegt sind bei einmaligen Kontakt mit Mineralöl sofort im Eimer sind ?
      Oder greift hier einfach wal wieder die "Alles-wechseln-Phobie" um sich ?

      Andersrum kann ich mir das eher vorstellen aber Motoröl ist doch nicht so aggressiv wie Bremsflüssigkeit.


      Ja.
      Wenn man die Armatur zerlegt und die Dichtung mit Sprühöl einspritzt, quillt die innerhalb von Sekunden auf und ist unbrauchbar.
      Ist sie noch eingebaut, wird es vlt. noch kurzzeitig funktionieren, auch wenn die Dichtung schon aufgequollen ist.
      Gruß engl

      Ich und Du, Müllers Kuh, Müllers Esel...