Rally Bike Anfängerfragen

      Zurück von der Bosnia Rallye, siehe Bosnia Rally, Roadbook Training Camp

      Moped und der ganze Aufbau hat wieder tadellos funktioniert. Die Abstützung des RB-Trägers auf der Lichtmaske, diesmal fix verbunden, nimmt die ganzen Vibrationen heraus. Läßt sich deutlich besser ablesen.
      Auch sind wieder bei zumindest 2 RB-Trägern die Bleche abvibriert. Flach, weit nach vorne gedreht, kommt wohl zuviel Hebel auf die normale Befestigung.

      Einzig, am 2. Tag hab ich es auf der Straße etwas übertrieben (zuerst ca. 12km am Schotter mit 130, dann nochmal 15km Straße, ziemlich Vollgas dahin). Die letzte 60km dahin gehoppelt (laut Kumpel hat das Hinterrad vom Boden abgehoben ;-) ), aber Reifen blieb bis zum Schluss auf der Felge.
      Das Mousse war zwar schon gebraucht, trotzdem werde ich wohl in Zukunft das Michelin Rallye Mousse fahren.

      Der X-Grip HulkyBoy ist genial: Dämpft durch das Volumen auch grobe Felsenkanten weg, läuft sehr ruhig, sehr guter Grip und Vertrauen ins Vorderrad auch bei losem Schotter und bin mit einem Reifen die 1100km durchgefahren. Nix eingerissen. Weniger Profil ja, aber bis zum Schluss guter Grip.

      Der DirtDigger ist auch in Hard weniger empfehlenswert. Bin auf die 1100km 2 Reifen runter gefahren (IMHO wirkt es auf den Fotos weniger weit abgefahren, als in Natura). Hat aber X-Grip vorher schon gemeint, dass der Reifen für Rallye zuviel Negativ Anteil hat und nicht lange halten wird.

      Die 350er hat mir beim Rallye fahren ganz gut gefallen (besser als beim Enduro fahren) und es macht schon zwischendurch Spaß, hohe Drehzahlen auszunutzen.
      Trotzdem, insgesamt ist die 450er schon die angenehmere Wahl. Mit 14/52 fährt man das Meiste mit angenehm niedrigen Drehzahlen.
      Auf alle Fälle die richtige Entscheidung (auch weil mir die 450er auch beim Enduro besser gefällt).

      Verbrauch: Mit der 350er bin ich ca. 20km pro Liter gekommen, mit der 450er ca. 18km, also ca. 10% mehr Verbrauch, weniger Reichweite. Also bis zu 220km Reichweite mit dem 12l Tank.
      Ein Kollege mit einer 500er, fuhr 13/52, hat nochmal ca. 10% Mehrverbrauch.
      Dateien
      Ja, gibt immer wieder Unbelehrbare. Empfehlenswert auf keinem Fall.
      Man ist, auf Schotter und auf der flotten Seite, mehrere 100km unterwegs. Auf diese Länge ist ein Platten früher oder später so gut wie sicher, selbst wenn man aufpaßt.
      Ich tu´s mal hier rein, vielleicht isses für Rallye- Fahrer interessant:

      Eine Sitzbank mit seitlichen Rippen.
      Die Idee: Mopped mit den Beinen leichter klemmen, Arme und Hände auch mal entlasten.



      Der Link .

      http://www.corbin.com/ktm/ktmexc17mxc.shtml


      Grüße
      Yamaha YZ 250 F ´04 Steahly Flywheel Torque Monster 10oz.
      Ducati Hypermotard 1100 ´08 Leider geil !
      Außer Mopedfahren kann man dort wohl nicht viel anstellen, aber dafür ist es genial.

      Ne, natürlich fuhren wir Rallye Tracks. Vergleichbar mit der grünen Runde und Discovery bei der KRKA. Eher sogar noch etwas einfacher, da feinerer Schotter und mehr Erde.
      Aber auch so geniale Abschnitte dabei. z.B. gings mal 16km !!! einen gröberen Schotterweg auf 1600m hoch.

      Zum Endurofahren gäbe es auch genügend Möglichkeiten. Das Imperial Enduro in Tomislavgrad ist nicht weit weg, bzw. sind wir auch durch Tomislavgrad gefahren.
      http://www.endurogrip-bosnien.com/ bietet in der Gegend Touren an.

      Vorne die fette Walze ist sicher träger. Einerseits durch die Masse, andererseits wird das Moped vorne 10 bis 15mm höher. Müßte man zum Ausgleich die Gabel weiter durchstecken (solange noch genügend Federweg übrig bleibt, ohne dass das Vorderrad unter der Brücke klemmt), um zumindest die Geometrieänderung zu kompensieren.

      Steve-o schrieb:

      schlecht:
      DV_8_7044145_01_4c_DE_20120823150542.jpg

      besser:
      Knipex-Crimpzange-Isolierte-Kabelschuhe-Isolierte-Steckverbinder-Isolierte-Stossverbinder-0.5-bis-6.jpg

      Schlecht:
      crimp_verbinder.jpg

      besser:
      41C2wVDB1mL._SL500_AC_SS350_.jpg

      wer unbedingt…


      ich Kram das mal raus ... wirklich klasse die Lötverbinder!

      und mit heissluftfön „idiotensicher“!

      :thumbsup: Danke für den Tip.
      Dateien
      Die ich von Amazon bestellt hab, funktionieren auch äußerst schlecht. Dachte für Notreparaturen, aber ne, da ist den Draht zu verzwirbeln noch besser.

      roland.k schrieb:

      Lötstellen brechen irgendwann. Crimpverbindungen sind für Offroadbikes besser

      Die ersten ~ 3600km Rallye Einsatz hat meine Löterei gehalten ;-)

      Aynchel schrieb:

      da nehme ich Wago 221 er

      Beim Moped?
      Hm, in der Haustechnik, klar, verwend ich hier ebenfalls. Aber am Moped wäre ich noch nicht auf die Idee gekommen. Hätte bedenken, dass die Masse der Wago Klemmen unter Vibrationen zu stark an den feinen Kabeln rütteln/ziehen. Dann lieber verzwirben.

      Jetzt konnte/musste ich auch mein Licht bei Finsternis testen: Die billigen Scheinwerfer von Amazon reichen locker aus. Zumindest um mit brauchbarem Tempo den Tag fertig zu fahren. Auch im Gelände ist die Ausleuchtung locker ausreichend.

      @Tankxx, wegen Deinen 950er ADV Überlegungen:
      Mein Kumpel ist diesmal das erstemal mit seiner 690er + RallyRaid Umbau gefahren. Generell erstaunlich, wie gut das Teil auch im schwierigeren Gelände klettert. D.h. auch bei, für Rallye, technischen Strecken klettert die 690er sehr gut. Bei den schnellen Passagen liegt die 690er etwas souveräner, bietet mehr Sitzkomfort. Dafür hat er wahrscheinlich einen etwas längeren Bremsweg und einen höheren Reifen Verschleiß. Reißt doch schneller durch.
      Verflucht hat er den Becher aber öfters beim Umdrehen. Der Einschlag ist geringer, nicht so einfach, das Hinterrad rüber rutschen zu lassen.
      Und wahrscheinlich ist die 690er anstrengender zu fahren. Normal ist er fitter als ich. Aber diesmal bin ich ihn ziemlich leer gefahren.

      Also, das ist jetzt "nur" eine 690er, und selbst hier, würd ich eher sagen: Fürn Anfang etwas möglichst leichtes.
      Ja ich versteh das mit den dicken Geräten.. aber ich bin zumeist bei Veranstaltungen mit relativ wenig Rennambitionen unterwegs und nehm mir die Zeit die ich brauch.. Platzierungen interessieren mich eher kaum.. und ich hab halt schon oft über 950er Kandidaten gelesen, die trotzdem viel Spaß an der Sache hatten.. und mein Platz in der Garage ist limitiert.. ich find die 9x0er einfach gut.. da ich auch gern längere Tagestouren von 600+ km fahre, wäre das Gerät ein schöner Kompromiss.. bin jetzt seit ein paar Jahren mit ner uralten RD07 unterwegs und hab viel Spass damit in leichtem Gelände.. 200+ Kg sind schon ordentlich Gewicht was man durch die Gegend wuchtet.. aber die KTM ist um Längen handlicher als mein afrikanisches Pferd..

      690 Ist ne richtig feine Kiste.. aber nicht auf Asphalt und längeren Strecken.. und für ne fette GS bin ich noch 30 Jahre zu jung..

      Aber wie gesagt.. ich DENK mir das Projekt gerade schön.. das braucht auch seine Zeit..
      ...et muss solange jut jehn, bisset bessa wird...
      Ich schaffe auch keine vorderen Platzierungen und fahr einfach mein Tempo (Wo ich mich noch sicher fühle, aber trotzdem Spaß hab).
      Darum geht's auch nicht. Auf langen Touren ist so ne 2 Zylinder sicher fein. Wahrscheinlich auch auf Rallyes, mit langen, schnellen Pisten (Keine Ahnung, ob und welche dies in Europa sind). Ich kann jetzt nur von Kroatien und Bosnien erzählen: Da wird nicht zig KM in eine Richtung gefahren, sondern alle paar 100m sind Abzweiger und Kurven im Roadbook. Um auf die Tageslänge zu kommen, wird eine ziemlich verschachtelte Strecke zusammen gestellt.
      Zumindest die Croatia ist sicher anstrengender mit einer fetten Karre. Bosnien ist weniger eng, aber auch da wollte ich nix größeres als die Husky.
      Und dann kommen die vielen kleineren Verfahrer dazu. Pro Tag sind einige male Umdrehen auf einem engen Weg angesagt. Das könnte man umgehen, durch Auswahl von GPS-Rallyes.

      Schon klar, wenns nur 1-2 Events im Jahr fahren wirst, dann wirst dafür nicht allzuviel investieren wollen, bzw. mit dem Bike auch andere Bereiche abdecken wollen.
      Außer der kommenden 790er ADV (natürlich ne Budgetfrage), wäre ev. die 950er SuperEnduro eine Option. Der Veranstalter der Trainings in Biograd fährt solch eine. Er ist recht "ausgewachsen", knappe 190 und 120kg, trotzdem erstaunlich wo er damit überall hoch und durchfährt. Bzw. auch bergab. Wenn mans gewohnt ist, kann man damit wohl sehr schön fahren. Mit etwas Tuning hat er diese auf 180kg runter gebracht. Kaum schwerer als die 690er mit RallyeRaid Umbau (welche aber größere Tanks und doppelte Reichweite hat).

      Letztendlich ist Alles ein Kompromiss. Trotzdem meine Empfehlung nach dem ersten Jahr ist halt: Möglichst leicht, ne umgebaute Sportenduro ist für die Veranstaltungen halbwegs in der Nähe IMHO optimal.

      Tankxx schrieb:

      Ja ich versteh das mit den dicken Geräten.. aber ich bin zumeist bei Veranstaltungen mit relativ wenig Rennambitionen unterwegs und nehm mir die Zeit die ich brauch.. Platzierungen interessieren mich eher kaum.. und ich hab halt schon oft über 950er Kandidaten gelesen, die trotzdem viel Spaß an der Sache hatten.. und mein Platz in der Garage ist limitiert.. ich find die 9x0er einfach gut.. da ich auch gern längere Tagestouren von 600+ km fahre, wäre das Gerät ein schöner Kompromiss.. bin jetzt seit ein paar Jahren mit ner uralten RD07 unterwegs und hab viel Spass damit in leichtem Gelände.. 200+ Kg sind schon ordentlich Gewicht was man durch die Gegend wuchtet.. aber die KTM ist um Längen handlicher als mein afrikanisches Pferd..

      690 Ist ne richtig feine Kiste.. aber nicht auf Asphalt und längeren Strecken.. und für ne fette GS bin ich noch 30 Jahre zu jung..

      Aber wie gesagt.. ich DENK mir das Projekt gerade schön.. das braucht auch seine Zeit..


      Wie kommst Du darauf dass ne 690´er auf langen Strecken nichts ist? Ich hab da eine Kahedo-Sitzbank drauf und bin schon > 700km am Tag mit durchschnittlich 140 km/h auf der Autobahn gefahren. War auch nicht unbequemer als meine Straßenmotorräder. Man muss ja nicht mit der originalen Sitzbank fahren! Bin damit auch schon üble Skipisten hoch, bei der die Sportendurofahrer auch ihre Probleme hatten. Ein echtes Universalgerät. Die 950 oder moderner sind viel zu behäbig, zu schwer und im harten Gelände kostet das ungemein Kraft. Es gibt allerdings spezialisten, welche auch damit richtig schnell sind ... Im technischen Gelände ist da jedoch schnell Ende.

      Grüße Roland
      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!
      Will keinen extra Thread eröffnen, bißerl paßt es hier zum Thema:
      Hier ein paar Eindrücke vom Rallye Training letzte Woche. Das sind alte Tracks der Croatia Rallye. Wie man sieht, ist es nicht immer 120+ Pistenheizerei:
      https://www.mrcjustforfun.com/2018/10/28/2018-10-25-28-roadbooktraining-biograd/
      https://www.mrcjustforfun.com/alben/2018/2018-10/
      Hallo Mankra,

      sehr interessant deine Ausführungen hier!
      Ich bin gerade dabei, eine 570 Rally aufzubauen. Jeden Tag trudelt ein neues Paket ein. Man hat ja sonst nichts zu tun über den Winter :D

      Als grobes Ziel habe ich geplant 2020 in der Wüste auf einer Düne zu stehen - ob bei der Touareg oder Sahara Desert Challenge kommt auf meine Vorbereitung an.
      Je nachdem wie weit ich mit dem Bike komme, könnte ich mir vorstellen bei der Croatia Rally oder einer Veranstaltung dann Ende 2018 teilzunehmen.

      Aktuell finde ich es noch schwierig, gesammelte Infos über Rallyveranstaltungen zu bekommen. Aber wie es aussieht ist dieser Thread die ultimative Quelle!


      Gruß Chris