Montesa 4Ride - Erfahrungen

      Fassbrause Extrem schrieb:

      Sorrrrrry, muss mich für meine vorherige Post entschuldigen (har har)

      Hier etwas Ernsthafteres zum Thema, hab ich eben gefunden:




      Warum? War ok. Punkt ist, daß sich schon einige Kollegas aus dem Umfeld das Teil ansehen.
      Vorallem die mit den kurzen Beinen. Und ja, unbelastet ist die Höhe eine wichtige Kenngröße,
      die mich nur nicht interessiert weil ich sie belastet fahre.

      Merci,
      Circa
      Erfahrung mit den Umbauten

      1) Auspuff. Der originale Cota-Auspuff ist leer im Vergleich zu dem von der M4R. Im ersten Aufschlag war sie damit noch nicht lauter als mit originalem Endtopf. Vielleicht etwas. Antritt war schon besser als vorher.
      2) Krümmer. Auch hier das Originalteil von der Cota verbaut. Es hat keinen Vordämpfer oder was immer das dicke Teil darstellt. Damit wird die M4R wesentlich giftiger und gibt erstaunlich mehr Dampf wenn es aufwärts geht, oder man kurz Dampf braucht für einen Stein.
      3) Einfacher Zugang zum Luftfilter: Noch die Schrauben durch Imbus ersetzen und er ist im Nu gewechselt. Es ist eine Freude! Abdeckung mit einem groben Gitter, dann kann auch wieder der Spritbeutel hinein.

      Zusammenfassung: Empfehlenswerte Umbauten! Am Schluß lauter, aber wesentlich mehr Drehmoment. Ich denke, nur der Profi sieht die Veränderungen gegen die originale M4R.

      Näheres wenn wir wieder in den Bergen sind. Ich hatte am WoEnde eine FE 350 in der Hand, auch nicht schwer, aber sowas von ungelenk. Und mein 2013er KTM EXCF-350 Eisenschwein. Schwer und ungelenk. Allerdings macht der Antritt doch Spaß.

      Lieber Gruß,
      Circa.

      circa schrieb:

      Und ja, unbelastet ist die Höhe eine wichtige Kenngröße,
      die mich nur nicht interessiert weil ich sie belastet fahre.

      Wenn man fährt, ist die Sitzhöhe generell nicht so wichtig.
      Zum Vergleichen ist es einfacher unbelastet zu messen.
      Wahrscheinlich auch deshalb wird immer dieses Maß angeführt.
      Weiters ist die Sitzbankhöhe vor allem beim Auf und Absteigen, beim "Tretroller fahren" wichtig, wodurch das Moped zum Teil entlastet wird.

      Btw: Sind diese 3cm Differenz noch im Soll-Bereich des dyn. Durchhangs?
      Selbst die 84cm sind nicht besonders wenig, die 87cm sind höher als ne normale EXC mit dyn. DH auf die empfohlenen 100mm.
      Toller Erfahrungsbericht,hab ja auch schon mit dem Gedanken gespielt eine 4ride an zu schaffen .Allerdings wenn das Startverhalten im heissen Zustand sich so kapriziös gestaltet sehe ich lieber wieder davon ab.Nach Beta Alp 200 möchte ich nicht mehr auf Knöpfchen verzichten.Gerade im Enduroeinsatz zerstört nix so schnell die Kondition (eines wenig trainierten Hobbyfahrers) wie das kicken ohne Ergebnis .Zwei drei Tritte auch "laageunabhängig" machen ja nix aber nach zehn bie fünfzehn Kicker ohne Ergebniss hat man schnell die Schnauze voll ha ha,zu dem kostet es viel Zeit und die mühsam erfahrene Position ist schnell wieder dahinn. leistung ist für mich vollkomen ausreichend nur das Fahrwerk der 4ride macht mich neidisch als Alp Reiter.

      Auf einem engen hard Enduro kurs ohne lange Geraden kann ein Profi mit einer 4ride locker die Konkurrenz auf herkömmlichen Gerät in Schach halten.Wollte ich erst auch nicht glauben bis ich das Video hier gesehen hatte!

      Ab Minute 5.58 macht dem Mario (Sherco) der Takahisa auf der 4Ride das überholen ganz schön schwer!
      Wer die Wahrheit sagt braucht ein schnelles Pferd!
      Meine 4ride springt immer auf den ersten oder zweiten Tritt an, -egal wie heiß oder kalt. Wenn ich sie durch einen Fahrfehler abgewürgt habe, trete ich den Kicker dreimal bewusst langsam mit Vollgas durch und beim vierten Tritt normal ohne Gas, dann läuft sie wieder. Immer. Wobei das Treten eher ruhig und gleichmäßig erfolgen soll; -nicht mit Schmackes, wie bei anderen Mopeds. Ganz wichtig ist es, nicht den Gasgriff aufzudrehen. Am besten beim Start loslassen. Die Motorsteuerung funktioniert wunderbar.
      Wo ein Moped ist, ist auch ein Weg.
      Schlechtes Startverhalten ist bei diesem Motor oft auf falsche Standgaseinstellung zurückzuführen
      ...du hast mir mein Orange verpatzt,
      hast mir einen schwarzen Fleck gekratzt,
      in mein Orange...
      [SIZE="1"](Wilfried Scheutz)[/SIZE]
      Die 4ride fahre ich jetzt seit zwei Jahren; Zeit für ein Resümee.
      Über die Jahre sind meine Enduros immer kleiner geworden. Die letzte Vollwert Enduro, KTM 250 EXC, verkaufte ich als ich intensiver begann Trial zu fahren. Danach holte ich die 4ride, die ich für den bestmöglichen Mix zwischen Trial und Enduro halte.
      Als meine beiden Trialmopeds defekt waren, konnten ich einen Clubtrial mit der 4ride mitfahren und Spaß haben. Die Bewegungsfreiheit ist wegen Tank und Sitzbank deutlich eingeschränkt und das Fahrwerk etwas höher. Bock macht das trotzdem. Die Übersetzung hatte ich dafür auf 9/42 geändert.

      Im Alltag fahre ich die Standard Übersetzung. Ein Freund, obwohl größer und schwerer als ich, hat sie auf 10/38 verlängert und fährt gern schneller als ich.
      Die Spreizung des Getriebes ist weniger weit als bei anderen Enduros, sodass man keinen langen Gang oben hat. Daher muss man sich einen passenden Kompromiss suchen.

      Die Montesa hat deutlich weniger Leistung als Sportenduros, was sich beim Geradeausheizen auf Wegen und im Tiefsand bemerkbar macht. Sonst vermisse ich Leistung nicht, denn alles andere kann die 4ride meines Erachtens besser als eine reine Enduro.
      Hänge fahren ist keine Herausforderung mit der 4ride. Wo die Enduros kreischend wühlen, fährt man mit niedriger Drehzahl, dank fantastischer Traktion, einfach hoch.
      Mit kurzbeinigen 178cm bei 74kg komme ich locker mit den Füßen auf den Boden; Försterwende auf dem Hinterrad gelingt mir mit der 4ride erstmals sicher. Das ganze Motorrad ist leicht und zierlich und mit wenig Kraft zu bewegen.
      Das Fahrwerk ist gut einstellbar und der Motor ein Gedicht. Er lässt sich perfekt dosieren, hat ab Standgas ausreichend Kraft und ploppt nicht aus. Das Fahren ist wenig kräftezehrend, aber eher adrenalinarm. Das Glücksgefühl beim Gasaufreißen bleibt einem gegenüber der EXC verwehrt. Dafür kann man den ganzen Tag konzentriert fahren und auch nach Stunden noch mit Leichtigkeit über umgekippte Bäume oder Gräben hüpfen oder durchs Unterholz zirkeln.

      Der 4,4l Tankinhalt reicht für etwa 90km. Die 1,5l Flasche unter der Sitzbank habe ich erst einmal benötigt, da wir meist Kleinklein fahren und keine weiten Strecken.

      Der Lufi ist klein, sitzt tief und ist schnell schmutzig, sodass man sich den Weg von oben zur regelmäßigen Wartung freisägen muss. Eine Klappe für den Zugang zum Lufi gibt es inzwischen von S3. Die stellen auch eine Schalthebelverlegung her, die den Hebel von trialmäßig vorne auf motorradüblich hinten zur Raste verlegt. Die funktioniert, muss aber gelegentlich gereinigt und gefettet werden. Mein Hebel hatte nach 200km gefressen und der Schalthebel ging nicht mehr runter.

      Für mich und meine Bedürfnisse passt dieses Motorrad ideal. Der Motor ist langjährig erprobt, pflegeleicht und haltbar und gut genug für Toni Bou. Ich hatte noch auf keiner anderen Enduro so viel Spaß und freue mich bei jeder Ausfahrt über die Perfektion dieses Motorrades. Alles funktioniert spielerisch leicht und Grenzen setzt nur das eigene Fahrkönnen.
      Wo ein Moped ist, ist auch ein Weg.
      Hallo,

      auf der Suche nach einer "Wander-Enduro" bin ich auf dieses Forum gestoßen. Die Montesa 4ride würde mir gut gefallen. Leider gibt es keinen Händler in der Nähe. Bevor ich jetzt weitere Schritte unternehme, wie sieht es mit den Kundendiensten aus? Normale Intervalle z.B. alle 6000km oder auch nach ein paar Betriebsstunden, wie bei der KTM Freeride.

      Im voraus danke.

      Gruß Carlo

      carlo93 schrieb:

      Hallo,
      auf der Suche nach einer "Wander-Enduro" bin ich auf dieses Forum gestoßen. Die Montesa 4ride würde mir gut gefallen. Leider gibt es keinen Händler in der Nähe. Bevor ich jetzt weitere Schritte unternehme, wie sieht es mit den Kundendiensten aus? Normale Intervalle z.B. alle 6000km oder auch nach ein paar Betriebsstunden, wie bei der KTM Freeride.
      Im voraus danke.
      Gruß Carlo


      Wende dich an Günter Hofmann in Ziegelerden/Kronach, da bist du damit in Besten Händen !
      https://www.trialsport-hofmann.de/index.php/8-news

      Wenn es unbedingt Nürnberg sein muss, dann kannst du auch mal beim Erli anfragen ...
      http://www.enduroladen.de/index1.htm
      das ist ja die Crux, Nürnberg ist 75km entfernt, Kronach ??. Wenn die Montesa 4ride keine vernüftigen Wartungsintervalle hat, z.B. alle 6000km, sondern vielleicht alle 10 Betriebsstunden, dann muß ich mein Vorhaben vorzeitig beenden. Im Netz habe ich diesbezüglich keine Informationen gefunden.

      Gruß Carlo

      carlo93 schrieb:

      danke, wenn ich jetzt noch einen Händler in der Nähe finde, könnte es etwas werden. :)

      Gruß Carlo
      Die Montesa 4Ride wird auch von Honda vertrieben, so weit weg vom Schuß kann man doch gar nicht wohnen, das man keinen Hondahändler in der nähe hat ! Siehe Onlinekatalog Hondamotorräder > Cross & Trial > ......

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „4ttrial“ ()