KTM 2018 Zweitakter m. Einspritzung?

      felixxx schrieb:

      So wie ich das kenne werden (beim Diesel) werden die Nadeln durch den Druck bewegt,das E-Ventil macht nur eine Bohrung frei die den Druck auf die Nadel freigibt. Das Schließen folgt dann per Feder.

      IMO muss sich die Nadeldynamik bei Dampfblasen vor Injektor ändern, ob der Injektor Benzindampf oder Benzin sieht kann Nadeldynamisch niemals das gleiche sein


      Das ist richtig für 2000bar Diesel Common Rail. Es ist ein Servosystem, wobei der Aktor nur indirekt die eigentliche Ventilnadel steuert. Übrigens kein Vorteil, sondern Notwendigkeit wegen technischer Schwierigkeiten für einen direkten Antrieb bei den extremen Kräften unter 2000bar.
      Die 3,5bar Saugrohr-Einspritz-Ventile hier sind damit nicht vergleichbare Pfennigartikel.
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

      felixxx schrieb:

      ......... Was ist wenn sich Dampfblasen bilden und deshalb zu wenig eingespritzt wird, es folgt ein abmagern und ZACK FEST. ........


      Ich glaube nicht daß ein Zweitakter so blitzartig reibt oder gar festgeht, soviel Reserven sollten im System schon noch sein.

      Es ist zwar nicht vergleichbar aber ich hatte mal ne Suzuki TM125 (Vorgänger der RM Reihe) auch noch mit Getrenntschmierung da waren manchmal 10mm lange Luftblasen in der transparenten Ölleitung , man konnte wunderbar beobachten wie die Richtung Motor wandern .Das hat dem Motor einfach mal garnix gemacht. Und der luftgekühlte 125 war thermisch sicher höher belastet als ne 300er TPI. Und wir reden hier ja sogar vom Öl und nicht von zu wenig Sprit !

      Anderes Beispiel: Wie lange muss man echt ohne Last mit hoher Drehzahl im Schiebebetrieb bergabfahren , bis der berühmte und vielzitierte Klemmer wirklich auftritt ? Ich denke unter einer Minute geht da nix.
      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !
      Der berühmte Schiebebetrieb Klemmer kommt aus Zeiten als Leute noch mit dem Zweitakter übern Brenner gefahren sind. Und Bremsen schnell von der Aktion überfordert waren. Wenn man dann den ganzen Berg im Schiebebetrieb bergab fährt, dann passiert das schon Mal.
      Life is suffering.

      mork schrieb:

      Ich finde die Diskussion ausgesprochen interessant gerade und erstaunlich sachbezogen und unaufgeregt.
      Die Viskosität und die Art der Ölförderung finde ich schon wert drüber nachzudenken.
      Man kann sich leicht vorstellen dass die Feder ggf zu wenig Zeit hat um das Öl herauszudrücken bzw der Nachlauf langsam ist. Es wäre wirklich interessant zu wissen wie sich die Öle zur Temperatur verhalten. Manches Kettensägenöl zb ist im Winter fest wie Honig.

      also beim Pflanzenöl wars erstaunlich viel-da gabs bei 20 C temperaturunterschied bis zu 10 % Volumenzuwachs- -Jupp fahr den Tankwagen raus-die Sonne scheint-deshalb wird Öl im Grosshandel auch in kg und nicht im Liter gehandelt
      Endlich bedingungsloses Grundeinkommen !
      http://www.kaputnik.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Pustefix1“ ()

      Neu

      Ich lese hier wirklich gern mit und ab und zu überkommt es mich auch mal etwas zu schreiben. Das KTM 2018 etwas neues auf den Markt brachte war super. Das es nun unter bestimmten Umständen anscheinend nicht funktioniert ist leider verdammt kacke. Ich bin wirklich bei jedem der damit Probleme hat. Hab ja selbst ne 250 er TPI aus 18 und hoffe das es mich selbst nicht erwischt. Nichts desto trotz bleibt es jedem selbst überlassen wie er mit der Situation umgeht. Ktm wii
      Erst die zweite Maus bekommt den Käse:biggrin:

      Neu

      Verdammt. Mit dem Handy zu schreiben irgendwie doof. Ich wollte sagen dass es vermutlich KTM wenig an den verkauften Stückzahlen stört was gerade kaputt geht. Wir sind halt wieder ein dankbares Testvolk. Aber die Ursache für die Schäden werden wir hier nicht ermitteln können. Leider. Ich für meinen Teil finde es gut was KTM da hervorgebracht hat auch wenn ich sagen muss dass da noch viel Luft nach oben ist.
      Erst die zweite Maus bekommt den Käse:biggrin:

      Neu

      Latan schrieb:

      sollte im kurbelgehäuse nicht auch immer etwas öl benzin gemisch sein was quasi als notschmierung ne zeit lang hält oder sind die tpi,s so mager u präzise abgestimmt das sich da nix im gehäuse ansammelt ?

      Benzin kannst streichen, aber aufs Öl bezogen, eine gute Frage:
      Siehe diverse Beobachtungen, die Ölschmierung ist magerer abgestimmt. Für die STVO Abgaswerte muss auf unverbranntes COx geachtet werden, dementsprechend mager wird in der STVO Abstimmung auch die Ölschmierung abgestimmt sein.
      Die Frage ist, ob mit dem "normalen" Mapping auch die Ölpumpe anders abgestimmt ist. Wenn ja, ist die Frage, warums so wenig Öl brauchen.

      Neu

      Eine neue Theorie

      Wenn das zweitaktöl pur in den Drosselklappenkörper eingeträufelt wird und die Drosselklappe fast zu ist bei langsamen Bergsteigerreien, dann könnte das Öl nicht mehr mitgerissen werden von dem geringen Luftstrom!
      Beim Vergaser ist es schön mit Benzin gemischt und wird zerstäubt viel leichter im Luftstrom mitgerissen!

      klingt für mich auch für eine plausible Problematik

      Neu

      Das hab ich früher schonmal geschrieben: Bei Gemischschmierung wird's mit dem Treibstoff zerstäubt dem Luftstrom hinzugefügt.
      Dagegen spricht etwas, dass es bei Rollern, etc. seit Jahren funktioniert. Aber auf der Straße wird mit mehr Last gefahren.
      Schwer zu sagen.

      Neu

      Man kann schon in die Gemischbildung eingreifen, wenn man Gemisch fährt.
      Laut Wuddy ist genug Öl im Kurbelgehäuse.
      Dann scheint es ja eher am Brennraum zu hängen.
      Mit 1:150 Gemisch verdopple ich hier sogar die Ölmenge und erzeuge einen Nebel, wie es die Getrenntschmierung gar nicht kann.
      Das gelangt vermutlich auch sogar in den Kurbelbereich, weil die Einspritzung ja nach unten gerichtet ist und im 2T die Spülgasströme sowohl vorwärts als auch rückwärts laufen.
      Das liegt am Konzept Hochleistungszweitakter mit der Resonanzbirne.
      Es lässt sich nicht völlig verhindern, zumindest nicht für alle Drehzahlen, dass Frischgas, das bereits im Brennraum ist von der Resonanzwelle im Auspuffsystem wieder durch die Überströmkanäle zurückgedrückt wird.
      http://www.michu.ch/topic537/story1071.html
      Die bestechende Einfachheit des 2t Prinzips führt zu diesen Ungenauigkeiten und Effekten.
      VG Erhard

      P.S.: Wenn ich hier lese, dass Motoren mit 140Bh top Zylinder Laufbilder haben können, so scheint die Getrenntschmierung nicht grundsätzlich die Ursache einzelner Schäden zu sein. Ich hoffe KTM findet bald die wahre Ursache und stellt es ab.
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/