Neu hier und erster Ausflug nach Bilstain

      Neu hier und erster Ausflug nach Bilstain

      Hallo zusammen,

      nachdem ich hier schon ne ganze Weile still mitlese, hab ich mich jetzt doch mal angemeldet. Ich komme aus der Nähe von Trier, bin 38 Jahre alt und habe mir letztes Jahr endlich den lang gehegten Traum vom Mopedfahren erfüllt, Führerschein gemacht und mir ne DRZ400S geholt.

      Fahre hier in der Gegend Landstraßen, Stecken zwischen 10km (Arbeit) u 100km (WE) und sammle erste „Gelände“-Erfahrungen auf Feld- und Weinbergswegen.

      Für Anfang Mai hab ich mich zu einem Einsteigerkurs in Bilstain angemeldet. Einerseits freu ich mich schon wie’n kleines Kind auf den Lehrgang, andererseits hab ich auch bisschen „Muffen“ ob ich (als kompletter Noob) da nicht völlig abkacke und lieber erstmal noch etwas Fahrpraxis gesammelt hätte. Ich hab schon so ziemlich alles an Beiträgen gelesen um rauszufinden, was mich dort erwartet. Irgendwelche Tipps, welche Basics ich vorher vielleicht noch etwas üben sollte? Versuch mich gerade noch an den einfacheren Fahrübungen in der Ebene (Schritttempo, Slalom schnell und langsam, Bremsen, Ausweichen, … im Sitzen und im Stehen).

      Geplant ist, schon einen Tag vorher anzureisen (auf eigener Achse, sind knapp 150km), dann 2 Tage bei Stefan den Kurs zu besuchen (mit meinem eigenen Möp) und noch 2 Tage Urlaub in der Gegend dran zu hängen. Wenn ihr Tipps habt, was man sich dort unbedingt mal ansehen bzw. wo man unbedingt hinfahren sollte, nur raus damit. Nach den 2 Tagen Training bin ich wahrscheinlich eh platt und brauch dringend Urlaub. :) Irgendwelche Vorschläge zu (bezahlbaren) Unterkünften (Hostel, BnB) in der Nähe?

      Und: was nehm ich am besten für Reifen? Brauch eh neue, da die Mefo Explorer, die bei Kauf drauf waren, auch langsam fällig sind. Dachte (als Kompromiss) an die TKC80. Klar, gibt mit Sicherheit bessere, aber ich will auf eine gewisse Langlebigkeit und Sicherheit auch auf nassen Straßen nicht verzichten. Reichen die zumindest für den Anfang in einfacherem Gelände? Oder gehen die gar nicht? Alternativen?

      Werkzeug/ Ersatzteile? Da ich -wie gesagt- auf dem Möp anreise, möchte ich mein Gepäck auf ein Minimum beschränken. Also Bordwerkzeug, evtl. Ersatzhebel und Pannenspray? Hoffen, dass es meine Suzi nicht direkt beim 1. Mal zerlegt und bisschen Werkzeug/ Pannenhilfe sollte zur Not ja auch vor Ort verfügbar sein.

      Schutzausrüstung fürs Gelände hab ich auch langsam zusammen: Crosshelm mit Brille, Protektorenweste, Knieschützer. Ne leichtere Endurojacke und -hose fehlen noch und meine superbequemen Trialstiefel werd ich vielleicht auch besser mal durch „richtige“ Endurostiefel ersetzen.

      Sonst noch was, was ich vergessen habe oder berücksichtigen sollte?
      Und entschuldigt bitte diverse dumme oder naive Fragen ich bin echt noch ziemlich neu in diesem Bereich und das ist mein 1. Moped- Lehrgang bzw. -urlaub.

      Stadt-Land-Fluss schrieb:


      Und entschuldigt bitte diverse dumme oder naive Fragen ich bin echt noch ziemlich neu in diesem Bereich und das ist mein 1. Moped- Lehrgang bzw. -urlaub.


      Willkommen im Gelände und im Forum hier.
      Also ich habe keine dummen oder naiven Fragen in Deinem Post gefunden. Alles nachvollziehbar.
      Paar Tipps in Kürze:
      • Mit FIM Enduro Reifen machst Du m.E. alles richtig. Im Gelände Top, auf der Strasse mit etwas Gefühl gut fahrbar.
      • Kürzere Übersetzung hilft im Gelände ungemein und schont die Kupplung. Da Du aber auf eigener Achse längere Anfahrt hast, müsstest Du ggf. vor Ort umbauen...... = mehr Gepäck, mehr Gewicht. KFZ + Anhänger lohnt sich immer. (Bin ganz früher zu div. Rennen auch auf eigener Achse angereist. Ist wirklich suboptimal)
      • Ersatzhebel mitnehmen. Zündkerze und Kabelbinder schaden auch nie. Falls keine Endlos Kette, Clipschloss einpacken.
      • Vor Ort Spiegel und Blinker abmontieren. Oder Kunsstoffklappspiegel (Acerbis o.ä.) verwenden.
      • Damit Dir keiner den Scheinwerfer einschießt, Scheinwerferschutz basteln. Zur Not tuts auch mehrlagig Blisterfolie mit Tape dran pappen.
      • Stabile Enduro-/Cross-Stiefel sind unbedingt zu empfehlen. Bänder im Fuß sind schnell lädiert und auch ein Knöchel freut sich über Protektion.
      • Pannenspray hatte ich früher auch mit. Geholfen hat es nie. Ersatzschlauch/Flickzeug + Montierhebel + Luftdruckpatronen sind besser.
      So, hoffe etwas geholfen zu haben und wünsch Dir viel Spaß/Erfolg.

      Grüße
      Antihunter
      *** Es ist viel einfacher, einen Furz einzufangen und grün anzumalen, als einen toleranten deutschen Jäger zu finden :whistling: ***

      Unsere "Freunde":
      http://data6.blog.de/media/364/4122364_6f718627f7_l.jpeg
      Moin,

      erstmal herzlich willkommen hier und "nein" deine Fragen sind für einen Neuling weder naiv noch dumm.

      Zu Bilstein kann ich dir nichts sagen, dort war ich auch noch nie.
      Von dem TKC80 halte ich gar nicht, der taugt vielelicht für Schotter und das war es. Als einen guten Allrounder, der auchmal auf der Straße funktioniert, empfand ich zu LC4-Zeiten immer den Michelin T63 oder den Pirelli MT21.
      Alles Andere hat der "Antihunter" schon geschrieben.

      Ach ja, und je früher man einen vernünftigen Lehrgang besucht umso besser. Dann braucht man später nicht so lange um selbst beigebrachtes "Falsches" wieder raus zu bekommen.

      Gruß
      Jens
      Cu Schrammi
      Danke für das herzliche Willkommen und die schnellen Antworten.

      Ersatzhebel, Zündkerze, Kabelbinder und Ersatzschlauch kommen auf die Gepäckliste.

      Scheinwerferschutz klingt sinnvoll. Spiegel kommen ab. Bei den Blinkern bin ich noch am Überlegen, ganz ab (die Elektrik evtl. vorher mit Steckverbindern ausrüsten – plug ‘n play) oder nur losschrauben und am Rahmen/ an der Gabel festtapen.

      Mit den Crossstiefeln hast du wahrscheinlich recht. Die sind zwar nicht sonderlich bequem wenn ich auch mal ein paar Schritte gehen möchte, aber klar, mit kaputtem Fuß geht es sich noch schlechter. Dann werden’s wahrscheinlich die Gaerne Fastback oder SG10, mal schauen.

      Ja,… die Reifenfrage. Hab mich da auch schon durch verschiedene Threads und Foren gewühlt, die T63 und MT21 wären tatsächlich meine anderen beiden Alternativen. Die Aussagen bezüglich Gripsicherheit auf der (nassen) Straße divergieren allerdings ziemlich.

      Dankeee!!! Ich werde berichten. : )
      Moin,
      also mit dem Training bei Stefan hast du, glaube ich, schon mal eine gute Wahl getroffen. Dazu da auf Achse anreisen würde ich hingegen nicht empfehlen und mit dem TKC 80 wirst du da überhaupt keinen Spaß haben sobald es auch nur etwas feucht dort ist. Da macht dir der Reifen das leben noch extra schwer.
      Ich würde wenn du wirklich auf Achse anreist einen FIM reifen wie einen Metzler Six Days montieren, wobei der für die Straße eigentlich zu schade ist. Hat aber Zulassung und Taugt mit abgesenkten Luftdruck auch angefahren noch brauchbar. Baue auf alle Fälle auch dicke Schläuche ein und keine Normalen Dünnen, da hast du zu schnell einen Platten, gerade in Bilstain bei den ganzen Steinen und Kanten.
      Wegen einer Unterkunft würde ich mal den Stefan fragen, es gibt auf dem Gelände recht einfache Zimmer und sollte auch in der Umgebung das eine oder andere geben.
      Anständige Stiefel und Protecktoren solltest du auf alle fälle haben. Ich habe mal in Bilstain herausgefunden das meine Knieschützer etwas kurz sind und gerne mal aus den Stiefeln rutschen. Seit dem weiß ich wo in Aachen das Klinikum ist.
      Das mit dem auf Achse anreisen würde ich mir gut überlegen, die Reifen leiden unnötig auf der Straße und du must schauen wie du die ganzen Klamotten unter bekommst. Dann ist der ganze kram für die Straße im Gelände unnötiger Ballast und geht nur kaputt. Was zum nächsten Problem führt, was machst du wenn du durch einen dummen Zufall etwas am Moped kaputt machst bei einem Sturz was du nicht als Ersatz dabei hast und auch nicht in der Nähe bekommst. Wie kommst du nachhause wie Reparierst du das Moped dort.

      Wie auch immer, viel spaß im Gelände.
      MFG MS
      ps bin bekennender Warmduscher ;-)
      pss schlecht schreiben konnte ich schon immer gut :)
      Moin,

      also als solch ein kompletter Einsteiger ist Bilstain schon extrem. Aber keine Angst, natürlich gibt es für Anfänger fahrbare Bereiche und Stefan macht das natürlich auch gut. ein Großteil der dort vorhandenen Wege wird aber vom Schwierigkeitsgrad eine Herausforderung werden. Die Devise ist dort möglichst leichtes/wendiges Mopped ohne viel Straßenzubehör dran was kaputt gehen kann und je kürzer die Übersetzung desto besser. Mit deiner Straßenübersetzung (denke ich mal) wirst du da kaum über den 2. Gang hinauskommen. Aber wie gesagt! Keine Angst, wenn Stefan ein Anfänger Training gibt wirst du auch so deinen Spass haben und er hat ja (meine ich) auch immer ein paar Moppeds mit wo man mal gucken kann was mit denen geht. Frag ihn sonst einfach selber.

      Langsamfahrübungen mit 1-2 Fingern an Kuppung und Bremse sind immer gut. Hindernisse/Baumstämme überfahren??? Kommt bestimmt auch dran. Immer steiler werdende Auffahrten mit stehenbleiben und wenden auch.....

      Viel Spass!! Kai
      Oh je… oO Ich hab Angst. ^^

      Aaalso:

      Anreise:
      Mir bleibt (zumindest momentan) nur die Anreise auf eigener Achse übrig, da ich weder ein Auto, noch ein Transporter mein Eigen nenne. Ich hatte auch schon darüber nachgedacht, für Bilstain ein Leihmoped zu nehmen, auch um mal was anderes zu testen und Schäden an meinem eigenen Möp zu vermeiden. Hab mich dann dagegen entschieden, weil ich gerne das Handling mit meinem Möp lernen möchte. (Außerdem hatte Stefan gestern, als ich gebucht habe, nur noch 2 Beta RR450 übrig und ob dass das Richtige ist für den Anfang?)

      Reifen und so:
      Dicke Schläuche sind klar. Reichen die mittleren (2,5mm) oder lieber die ganz fetten 4mm? Reifenhalter hab ich drin. Was die Reifen betrifft, muss ich mich dann wohl noch bissel einlesen, aber Straßenzulassung ist schon mal ein Muss. Btw: Ich hab 3 Wochen nach Bilstain noch ein normales Fahrsicherheitstraining gebucht, vermute mal aufgrund eurer Antworten, dass ich dann vorher nochmal wechseln muss und da nicht mit Crossreifen auftauchen kann. (Wär dann wohl auch der richtige Zeitpunkt, selber Reifenwechseln zu lernen.) Übersetzung muss ich mir dann mittelfristig eh Gedanken machen. Aber ich weiß, dass mein Moped sowieso nur ne Kompromisslösung ist im Vergleich zu „richtigen“ Enduros.

      Unterkunft:
      Während des Lehrgangs werde ich mir auf dem Gelände ein Zimmer nehmen für eine Nacht. Nur wegen der 2 Tage Urlaub, die ich dranhängen wollte, bin ich noch am gucken. Und ich hoffe mal, dass ich die 2 Tage nicht damit verbringen muss, zu überlegen, wie ich „Krüppel“ oder mein zerstörtes Möp dann wieder nach Hause kommen. oO

      Fahrübungen:
      Langsamfahren ist im Programm, Vorderrad anliften muss ich noch üben, klappt noch nicht so gut. Und Manövrieren auf Auf- und Abfahrten: da macht mir ehrlich gesagt die große Beinfreiheit (d. h. meine kurzen Beinchen) etwas das Leben schwer. Mit 1,68m sind halt trotz abgepolsterter Sitzbank etc. die Füße oft etwas zu weit vom Boden weg.
      Ei, keine Angst!! Du machst nur das was du kannst und willst. Und bei nem Anfängertraining kannst du dir das Möp -normalweise- nicht so zerstören das du nicht mehr nach Hause kommst (ADAC?, dann kannst du ja sagen du wärst auf der Straße hingefallen....). wenn dann gehen Blinker und Anbauschutzblech/ Nummernschildhalter o.ä. drauf, aber das kann/sollte man vorher halt abbauen, im Extremfall Lenker.....

      Grundsätzlich taucht hier die Frage auf: Welchen Schwerpunkt habe ich bei der Nutzung meiner Enduro (Straße/ Leichtes Gelände/ Gelände/ Gelände extrem). Da kannst du hier Stundenlang die verschiedensten Meinungen drüber lesen was wie und wo. Und es gibt keine allgemein gültigen Aussagen!

      Wie gesagt gibt es m.E. eine kleine Diskrepanz zwischen deiner stärker straßentauglich ausgelegten Enduro und dem normalerweise für Extremere Fahrereien ausgelegte Bilstain. Aber wie gesagt zum trainieren gibt es da alles!!

      Meine Meinung und das ist eben nur meine ganz persönliche: hätte ich mir, wenn du mit deinem Mopped unterwegs sein willst, eher ne geführte Überlandtour ausgesucht so à la Thomas mit seinen http://www.endurofunten.de/ Und wenn es ums erlernen fahrtechnischen Könnens geht eher sowas wie Elmar mit seiner http://trialschule.de/ Dort ist immer Leihmopped und Klamotten mit drin zu günstigen Kursen und Elmar fängt auch bei Null an!

      Aber nicht falsch verstehen, Stefan macht das mit seinen Anfängern genau so gut und er wird einen guten Kurs auf dem Level der Teilnehmer bieten. Wirklich Problematisch ist der Reifen, weil wie hier schon geschrieben ist Bilstain hauptsächlich Lehmboden und wenn ihr das Pech habt das es vorher geregnet hat ist dort sofort Glibber. Mir persönlich reichen die 2,5mm Schläuche völlig, fahre aber auch nicht schnell sondern eher Trail bzw. Trial mäßig. Luftdruck hinten unter 1bar und vorn höchsten knapp drüber und ich würde mindestens einen Stollen (FIM) Reifen nehmen Michelin AC10 ist recht günstig und Straßenzugelassen und hält auch ne Weile auf Strasse, Fahrverhalten natürlich à la Stolle (weis grad gar nicht ob der FIM hat, wäre bei dir aber auch egal du wills ja keine Wettbewerbe fahren, oder?)

      Greets Kai
      Hey, super, so viel Input. : )

      Ach ja, bevor ihr euch fragt, was genau ich mit der Zette vorhabe, wo ich (fahr- und geländetechnisch) hin will, etc.
      Also erstmal halbwegs fahren lernen, onroad und offroad. Mein (jetziges) Interesse liegt eher im Bereich Enduro(-wandern), mittelfristig vielleicht irgendwann mal ne geführte Tour, Roadbook-Tour oder sogar mal irgendwann ne Rallye mitfahren (natürlich nur für den Spaß und ohne größere Ambitionen).

      Ok, vielleicht war die Entscheidung mit Bilstain ‘n Schnellschuss und nicht der klügste Einstieg, aber ich denke mal, dümmer wird man nicht dadurch und irgendwas wird schon hängen bleiben (also außer Schlamm). : )

      Sollte ich merken, dass die Zette und ich überhaupt nicht zusammen passen, gibt’s dann halt was anderes und die Tendenz geht ja angeblich auch zum Zweitmoped. ;-) Aber die nächsten 1-2 Jahre und zum Üben bzw. rausfinden was ich will und was mir liegt ist, sie bestimmt nicht soo verkehrt. Hoffe einfach mal, der Stefan fängt mit relativ anfängergerechten Sachen an (ich mein: ist ja schließlich der Anfängerkurs, oder?).

      Und zur Not Auslandsschutzbrief, irgendwie werd ich schon zurückkommen. (Auch wenn ich das natürlich nicht unbedingt austesten möchte.

      @xr4_99
      Danke für die Links. Guck ich mir nachher mal in Ruhe an, sieht interessant aus. Aber auch bei ner geführten Tour will ich halt nicht die ganze Gruppe durch mein nicht vorhandenes Fahrkönnen aufhalten.

      Deine Idee mit „Sag, es wär auf der Straße passiert“ erinnert mich an den blöden Witz, wo zwei Polizisten einen Unfall vor dem Gymnasium aufnehmen sollen: „Sag mal, wie schreibt man eigentlich ‚Gymnasium‘?“ – „Ähh… keine Ahnung. Komm, wir schieben die Karre einfach vor die Post.“ : )

      Martin Kemmeter schrieb:

      Mach Dich nicht verrückt und hab Spaß! Mein erster Kontakt zu Bilstain war vor zehn Jahren der Versuch, als Anfänger ein 4-Stunden-Enduro mitzufahren - DAS war dämlich :)


      Moin,
      nee nicht Dämlich, nur extrem mutig.
      Aber es stimmt schon nicht verrückt machen und einfach spaß haben.
      Früher sind die Leute wohl zum teil auf Achse zu den Rennen gefahren, haben vor Ort eventuell noch Reifen gewechselt die sie auf dem Moped auch mitgenommen hatten und sind dann das Rennen gefahren und im Anschluss wieder nachhause. Mit entsprechender Einstellung geht das bestimmt, ob das dann richtig spaß macht ist was anderes.
      Wenn ich überlege, dann habe ich noch kein Moped im Gelände so zerlegt das man damit nicht noch irgendwie fahren konnte. Wenn das nicht mehr ging war es entweder ein Motorschaden oder ein Unfall und das nicht im Gelände. Das eine oder andere mal war der Fahrer auch kaputter wie das Moped.
      Bilstain ist auch als Anfänger nicht schlecht, da kann man gleich mit der Herausforderung wachsen und seine Grenzen erfahren.
      Was ich vom Stefan bis jetzt gesehen habe war das er sich recht gut auf die Teilnehmer und ihr können einstellt.
      Ich habe zwar selber bei ihm noch nie ein Training gemacht, bin aber die eine oder andere Runde mal so mit ihm in Bilstain unterwegs gewesen. Oder habe ihn mal mit einer Gruppe beobachtet.
      Nach meiner Meinung weiß er wie er Leuten die Technik beibringen kann und muss.
      MFG MS
      ps bin bekennender Warmduscher ;-)
      pss schlecht schreiben konnte ich schon immer gut :)
      Hallo Stadt-Land-Fluss,

      zu allererst: Mach Dich nicht verrückt. Wie einige hier beschrieben haben gibt es ausreichend flache und wirklich machbare Wege, die Forstwegen ähneln. Meine weiteren Tips als Stichpunkte:

      - Falls Du die Möglichkeit hast, übe Bergauf- und Bergabfahren mit richtiger Gewichtsverteilung via Oberkörper,
      das ist wichtiger, als das Vorderrad liften zu können, das kommt später irgendwann...

      - Lerne die Druckpunkte beider Bremsen bei Langsamfahrt kennen sowie den Kupplungspunkt.

      - übe das Einklemmen des Mopeds zwischen den Knien im Stehen sowie das einlegen des Mopeds in sehr langsam gefahrene Kurven. Durch die Knie drückst du die Maschine während des Lenkens dorthin,
      wo Du sie hinhaben willst. Das befreit Deinen Oberkörper von unnötigen Verspannungen aufgrund Angst/Respekt vor dem Gelände.
      Üben kannst Du das, indem Du langsam um Bäume etc. fährst und dabei sogar Ästen ausweichst.

      - versuche trotz Konzentration und Bergauf-/Bergabfahrt die Hände nicht zu sehr zu verkrampfen, das wird eins der Haupt-Probleme an dem Tag sein.
      Ist einfach gesagt, weiss ich, aber versuch Dich zu entspannen. Hände zwar fest am Lenker, aber nicht krampfen. Pump in den Armen raubt Dir die letzten Kräfte!

      - Meide große oder bei Feuchtigkeit glitschige Steine. Nimm fürs Erste die Fahrrinnen dazwischen, wenns geht.

      - Nimm Dir eiweißhaltige Snacks und viel zu trinken mit. Energie brauchst Du schnell auf...

      - Und das wichtigste: Hab Spaß und genieß den Tag! Verlange nicht zu viel von Dir.


      PS: zu Deinem Anreise-Problem. Ist es für Dich finanziell/praktisch möglich, einen kleinen Transporter irgendwo zu mieten?
      Die bekommt man doch bereits für 29,-€/Tag. Für das Geld würde ich mir nicht die Fahrt von Trier nach Limburg antun, das sind gut 150km.

      Residieren/Urlaub: Wenn Du schonmal da bist, schau Dir die Altstadt von Eupen in Belgien an, und natürlich Aachen. Sowohl Altstadt, als auch Umland (Eifel) ist sehr toll. Auch der Rursee ist ein beliebtes Ausflugsziel, speziell jetzt für Biker. Pass aber auf, sind auch spinner unterwegs, wirst Du aber aus der Eifel bei Dir kennen...
      Wenn Du Zeit hast, schau Dir unser 3-Länder-Eck an, dort wo B, NL und D zusammenkommen. Eine Entdeckung wartet auf Dich, denn eigentlich kamen hier mal 4 Länder zusammen :)
      Esse irgendwo an einer gut besuchten Pommesbude belgische Fritten und nimm aus Aachen ein paar Printer (Öcher Printen) mit.
      Wenn Du schonal in der Nähe bist, kannst du nach Inden fahren und dort ein Brankohle-Baggerloch anschauen, der mittlerweile ein See ist.
      Oder gleich live ein Loch an der A61 nähe Grevenbroich.
      In die andere Richtung ist Maastricht zum Flanieren sehr toll.

      Wünsche Dir wahnsinnig viel Spaß und viele gute Erfahrungen!!!
      Gruß, Dako
      Hast du dich auch ins DRZ Forum eingelesen? Da sind ne Menge gute Tipps für dein Bike.
      Das wichtigste was mir grad einfällt sind die Casesaver. (Motorschutz an den Deckeln aus z.B. Alu mit hitzefestem Silikonkleber ankleben)
      Diese sind bei der DRZ unbedingt nötig da sonst nach einem Umkipper der rechte oder linke Motordeckel im Eimer sein können.

      Sowas:
      http://www.ebay.com/itm/CFC-OFFROAD-ENGINE-ARMOR-DRZ400-KLX400-All-Years-case-guards-No-Logo-/121926450650?hash=item1c6361fdda:g:yfAAAOSwcBhWWHpm&vxp=mtr

      Ein großer Motorschutz an der Unterseite ist auch sehr sinnvoll. Der Stutzen der Wasserpumpe rechts an dem der Kühlerschlauch weg geht ist auch gefährdet.

      Gruß
      M@tt

      Stadt-Land-Fluss schrieb:

      Oh je… oO Ich hab Angst


      Willkommen hier, keine Angst, alles richtig gemacht bisher!

      Lehrgang beim Stefan ist gut zum Einstieg, geht auch in Bilstain.
      TKC geht in Bilstain wirklich nur, wenn gut Profil drauf und wenn es trocken ist.
      Bei 150 KM Anreise wüsste ich aber nicht, ob insgesamt FIM - Reifen die bessere Wahl sind.
      Zwecks Übernachten würd ich nachfragen, ob Du nicht komplett dableiben kannst.


      Martin Kemmeter schrieb:

      Mach Dich nicht verrückt und hab Spaß! Mein erster Kontakt zu Bilstain war vor zehn Jahren der Versuch, als Anfänger ein 4-Stunden-Enduro mitzufahren - DAS war dämlich


      Reschbeggt, sehr optimistisch! ;-)
      Neuerdings halt ohne Signatur .... muß mir erst was neues überlegen.
      Vieleicht findet sich hier, nebenan, im DRZ Forum oder über den Stefan jemand aus Deiner Gegend, der auch da ist und Dich mitnehmen kann?

      Ach ja, und wenn Du nicht grad der durchtrainierte Sportler bist, würde ich überlegen, die zwei weiteren Tage vorher dranzuhängen. denn nach dem Trainig hast Du sonst nen ordentlichen Muskelkater ;-)
      Neuerdings halt ohne Signatur .... muß mir erst was neues überlegen.
      Hey, danke für die vielen wertvollen Tipps! :thumbsup:


      @Martin Kemmeter: Respekt! Wenn schon, dann richtig. xD


      @Michael S: Hehe gefällt mir irgendwie, die Einstellung.


      @Drako125: Super Trainingstipps, danke. Hab ich ja noch ein paar Wochen Zeit zum Üben. ^^

      Was die Anreise betrifft, die sehe ich eigentlich als Teil des Urlaubs. Ist doch ne schöne Gegend. Natürlich keine Autobahn. Habe genug Zeit eingeplant (Anreise am Vortag). Und wenn zwischendrin der Hintern wehtut oder ich sonstwie ne Pause brauche, dann wird eben Pause gemacht. Proviant und Wasser besorg ich vor Ort, dann brauch ich das schon mal nicht mitzuschleppen.

      Eigentlich plane ich dieses Jahr noch ne größere Fahrt mit der DRZ, nach Belgien oder Holland Richtung Meer. Da wirds Zeit, dass sich die Zette und mein Sitzfleisch schon mal an etwas längere Etappen gewöhnen. Aber Transporter ist keine so schlechte Idee, gerade wenn ich mal mehr Gepäck mitnehmen will oder muss, werde ich mir definitiv im Hinterkopf behalten.

      Deine Ausflugstipps klingen ja spannend. :) Schon mal über eine Karriere als Fremdenführer oder Reiseschriftsteller nachgedacht? ;-)


      @Matt: Ja, danke. In DRZ-Forum bin ich auch aktiv.

      Stimmt, die Casesaver. *gegendenkopfklatsch* Hätte ich fast wieder vergessen. Dabei hab ich mir schon längst welche besorgt, incl. Silikon. War nur übern Winter zu kalt, den Kram zu verarbeiten. Dann wirds jetzt höchste Zeit die zu montieren.

      Motorschutz muss ich mal genau schauen, welchen ich drauf (bzw. drunter) hab, der war beim Kauf schon dran.


      @lange-koeln: Ja, das Reifenproblem, da ist es wieder. Echt schwierig, da nen brauchbaren Kompromiss zu finden. Aber ich hoffe echt auf gutes Wetter und trocken. Auch wegen der Anreise und den folgenden beiden Urlaubstagen. Urlaub ist schon eingereicht. Passt halt super mit dem Brückentag (Feiertag in RLP) und dem WE. Will Mi anreisen, Do/Fr ist der Lehrgang, Sa/So relaxen, So mittag zurück und Mo noch zu Hause, um mein Möp und mich gesund zu pflegen. ;-) Zwar schon Sportler, aber das wird mir bei den ganzen (noch) ungewohnten Bewegungsabläufen auch nur bedingt helfen, da mache ich mir keine Illusionen. Dann werden die zwei weiteren Tage eben wellness-orientiert verbracht und ich werde die beühmten belgischen Spas besuchen. ;-)

      Wegen Unterkunft muss ich mal schauen. Wenn ich nix finde, bleibe ich wirklich auf dem Gelände. Ansonsten irgendwas in der Nähe, wo es schön ist (--> danke, Drako); hatte aber nicht vor, noch viel zu fahren, dazu werde ich wahrscheinlich auch zu müde sein. Also entweder bisschen Landschaft gucken, Füße in nen See hängen oder Stadtbummel.

      Muss ja nicht mein letzter Ausflug in die Gegend gewesen sein. Wenn ich irgendwann mal bisschen fahren kann und das Gelände in Bilstain gesehen habe, würde ich vielleicht auch einfach so mal hinfahren um Spaß zu haben. Gleichgesinnte (Anfänger oder sehr geduldige Fahrer) wären natürlich super und dann findet sich vielleicht auch ne Fahrgemeinschaft.

      xr4_99 schrieb:

      also als solch ein kompletter Einsteiger ist Bilstain schon extrem [...] Hindernisse/Baumstämme überfahren??? Kommt bestimmt auch dran. Immer steiler werdende Auffahrten mit stehenbleiben und wenden auch.....


      Sorry, aber ich muss wiedersprechen. Einsteigerkurs bei Stefan in Bilstain ist nix mit extrem. Das allermeiste findet im Flachen auf Schotter statt, eine der ersten Uebungen ist "Moped richtig aufheben". Im Hang sicher stehenbleiben und wieder runterkommen kommt dran, langsames Fahren und Fahruebungen im Flachen auch.
      Immer steiler werdende Auffahrten und vor allem (!) Baumstämme werden nicht drankommen, Stefan macht das nicht mal in jedem Fortgeschrittenen-Kurs.

      Ich habe den Einsteigerkurs dort mit meiner dicken Tenere gemacht. Bei uns in der Gruppe war auch jemand mit einer fetten DR Big, der hat das alles mitgefahren, ohne grosse Probleme.

      Stefans Ensteigerkurs in Bilstain ist gerade fuer Anfänger genau das richtige. Wenn du nicht auf eigene Faust an einem anderen Tag im Gelände herumfahren willst, wirst du dir mir hoher Warscheinlichkeit auch wenig bis gar nichts am Moped kaputtmachen.

      So kann man sich die Uebungen im Flachen vorstellen:



      Das ist die Abschlussfahrt am letzten Tag. Je nach Gruppengrösse und -stärke teilt er die Gruppe auf, und macht eine einfachere und eine schwierigere Tour. Das Video zeigt die schwierigere:

      P.S.: Gruesse in die Region, ich stamme aus Konz :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „TheBlackOne“ ()

      Hallo Black One!

      Danke für deine moralische Unterstützung, das hilft mir schon mal ein gutes Stück weiter einzuschätzen worauf ich mich einlasse. :)
      Darf ich fragen, ob du und der Kollege mit der Big vorher schon viel Geländeerfahrung hatten? Bist du damals auch schon die EXC und die RR (die in deinem Profil stehen) gefahren?

      Schönes Video. Gefällt mir gut, wie der Stefan(?) da am Abhang jedem einzelnen Fahrer Hilfestellung gibt.

      Und ihr habt ja recht, Ich mache mir wahrscheinlich viel zu viel Stress. ^^
      Noch 5 Wochen! Freu mich schon :)

      Grüße zurück von der Mosel (;
      Der Kollege mit der DR Big ist vorher nur Asphalt gefahren, da dann aber wohl auch schonmal Rennstrecke. Ich selbst hatte ein wenig Geländeerfahrung, aber nicht so viel. Meine Freundin war mit einer DR350 dabei, die hatte ein wenig mit ner F650GS Erfahrung, aber nur sehr wenig. Es waren einige totale Anfänger dabei.
      Der Einsteigerkurs ist für Anfänger gedacht, mach dich nicht verrückt.

      Die Beta RR oder die KTM hatte ich damals noch nicht, die kamen später.

      Das auf dem Video ist Stefans Sohn, er selbst hat die einfachere Abschlusstour geleitet.