600ccm Erfahrungen

      600ccm Erfahrungen

      Hallo liebe Community,

      ich habe vor einiger Zeit mal einen Thread erstellt bezüglich des Kaufs einer Enduro. Dabei habe ich viel gelernt und meine Ansprüche und Vorlieben haben sich etwas gewandelt. Nun habe ich konkretere Vorstellungen und habe zwecks Übersichtlichkeit einen neuen Thread erstellt.

      Ich habe nun für mich festgestellt, dass ich vorraussichtlich zu 70% auf der Straße unterwegs sein werde, und die Maschine auch zweckmäßig verwenden will für längere Strecken (auch mit Gepäck) und dergleichen. Wenn ich am Wochenende Zeit habe würde ich dann zwar schon die heimischen Wald- und Schotterwege unsicher machen, möchte aber da den Fokus nicht setzen. Ich bin bereit Abstriche bei der Agilität (Gewicht) und Geländegängigkeit zugunsten der Leistung und Straßentauglichkeit zu machen.

      Da bei meinem alten Beitrag sehr viele und wirre Kaufempfehlungen und Erfahrungen zu unterschiedlichen Endurotypen getroffen wurden, möchte ich jetzt nochmal eine konkretere Frage stellen:


      Welche Enduro mit den oben stehenden Anforderungen und im Bereich 600-650ccm / 35kw (bin noch a2 begrenzt) könnt ihr mir empfehlen? Kostenpunkt: höchstens 2000 Tacken.


      Da ich gerne jetzt gebrauchte Modelle probefahren möchte, habe ich im Internet gestöbert und bin oft auf die Kawasaki KLR 650 (c) gestoßen. (Allein 4 verfügbar in Stuttgart und Umgebung auf mobile.de unter 2000€) Was haltet Ihr davon?
      Auch wurden mir Honda Modelle öfter empfohlen.


      Ich freue mich auf eure Antworten
      Liebe Grüße
      ich muss das spontan an TT 600 denken.
      die hat wenigstens noch ein brauchbares fahrwerk.

      oder die 750 supertenere. die geht gut voran.

      wenn du dich von der vorstellung "ab und an mal feldweg" löst,
      kommen auch funmoppeds wie die TDM 850 oder alle sonstigen
      tourer in frage.
      You have to have the courage to sustain the situation that frightens you.

      Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
      Stefan Geiger
      Die KLR ist schon ein wenig arg schwer irhendwas über 180kg, da würde ich die KLX 650 C bevorzugen, deutlich leichter und ein paar Pferde mehr. Wobei ich den Aufwand mit dem wassergekühlten Motor bei gleichzeitig wenig Leistung nie verstanden habe.

      Bin selbst noch gelegentlich auf einer der guten alten XT 600 unterwegs - macht schon noch tierisch Spaß aber man ist im Verkehr nicht mehr ganz so vorn dabei wie 1985, als ein Auto noch meist 50PS hatte. Und die neueren TTs sind spürbar zäher. Die schickste und geländegängiste, die "R" mag zudem nicht so leicht anspringen, wie man das von den alten XT-Motoren gewohnt ist.

      Die Dual-Huskys sind zwar moderner und potenter, aber auch schwerer zu finden, das sie sich nicht so wahnsinnig gut verkauft haben, außerdem zu 2/3 als SuMo.

      Wenn man sich mit der Optik (kleine Verkleidung) anfreunden kann: Honda Domiator (NX 650) Die stehen in der Regel gut im Futter, sind billig und haltbar.
      Wer nichts weiß muss alles glauben
      Hallo Beaearnt,

      war viele Jahre mit meiner TT600 Belgarda glücklich. Gabs auch mit E-Start, war auch nicht schlecht und nur minimal schwerer. Alles möglich von Urlaubstour bis Wettbewerbe in der Serienklasse. Auch als Tipp die Suzuki DR 650 SE, hatte das modernere Motorkonzept, Gewicht bei 165kg (Vergleich Dominator,KLR ca. 180kg) und auch alles machbar, dazu Laufleistungen jenseits von 70 000km möglich, sehr zuverlässig. Mit der KLX hab ich keine Erfahrungen, aber ist bestimmt auch gutn ur eben etwas schwerer und das Motorkonzept fast so alt wie die XT.
      Honda würde ich die XR 650 L empfehlen, auch alles machbar und robust ohne Ende.
      Ansosnten KTM LC4 mit E-Start (die Kicker waren früher manchmal zickig), die ordentliche Leistung mit teilweise über 50PS kommt bei dir aber noch nicht zum Tragen, aber das Fahrwerk ist super, nur die ganze Fuhre ziemlicher Klotz.
      Damit ist die Auswahl riesig und bis 2000 was brauchbares zu finden. Bei viel Straße wäre mein Favorit die DR 650, danach die Dominator. Bei ordentlicher Geländenutzung würde ich mir wieder ne TT holen, die Belgarda der 2.Generation, mit Kickstarter in rot/weiß - nur so ausm Bauch raus...

      Gruß Crawlers
      stimmt DR 650 SE habbich ganz vergessen - gutes Mopped - Die XR650L ist ja quasi eine XR mit Dominator-Motor, best of both worlds, aber halt auch ziemlich selten, außerdem dürfte sie evtl. knapp an der 0,2kW/Kilo scheitern.
      Wer nichts weiß muss alles glauben
      @ Beaearnt

      XR 650 L

      MZ Baghira 660

      von den Klr's würd ich abraten.
      Erst...wenn Du unter Deiner Geliebtgehassten im Dreck kriechend Deinen Rotzschleim von den Lippen leckst...weisst Du ,dass Du lebst.

      Potemkinn heisst jetzt Peripeter.-)

      " Ihr seid doch nicht mehr normal."
      Matteo Salvini zur EU.
      Ein Kumpel verkauft seine Husqvarna 610 mit glatten 48 A2 Ps :thumbsup: Das Ding springt immer, wirklich immer an und hat durch den Hubraum ganz gut Power (zum Neidisch werden).
      Schaut gut aus und hat alle STvO Sachen dran, braucht aber Tüv neu.
      Reifen sind aber Geländereifen drauf.
      Er möchte 1,700,- und ich zu meiner Person finde das Teil :thumbsup: und fahre sie (wenn ich mal darf) sehr gern und das auch im Gelände (Feldwege/Wald).
      Hammer Optik durch 2ESD hinten. :thumbsup:

      0160/4725829 bei Interesse.
      MfG
      Dirk
      Beta RR300 2014
      Die DR 650 SE (Sp46) dürfte wohl tatsächlich am ehesten zu Deinem Fahrprofil passen......insbesondere wenn Du keine Lust auf Schraubereiexzesse hast und einen super zu fahrenden Motor willst. Den Suzi Einzylinder fahre ich lieber wie den 660er Yamaha Motor mit Einspritzung...läuft runder, weicher und zieht besser durch. Absolut ne Empfehlung. Sollte aber die Sp46 sein mit beschichtetem Zylinder. Die davor machen auch Spass, werden aber nicht die Kilometerleistung haben.
      Hallo greenflsh,

      Die Husqvarna darf man mit dem A2 nicht offen fahren.
      Die müsste bei 48PS mindestens 175kg wiegen - da ist die Dual weit drunter und die normale TE 610 sowieso.
      Beim A2 Führerschein ist ein Mindest-Leistungsgewicht vorgegeben und da fallen die meisten halbwegs sportlichen Enduros raus, weil die einfach zu leicht sind, reine Sportenduros (wenn offen gefahren oder eingetragen) sowieso.
      Passend (mit voller Leistung) sind oft nur Straßenenduros wie XT 660, etc..

      DR 650 SE wird tatsächlich oft unterschätzt. Fahrwerk ist zwar recht weich, aber mit ein paar anderen Federn in den Griff zu bekommen, dann die Übersetzung bisl kürzer... damit läst sich erstaunlich viel anfangen. Dazu absolute Zuverlässigkeit und Komfort auf Straßenetappen.

      Gruß Crawlers
      vielen lieben Dank für die vielen Antworten. Damit habe ich jetzt ein Pool von einigen Fahrzeugen und kann versuchen diese in meiner Umgebung zu finden:

      Honda XR 600 / XR 650 L
      Yamaha TT 600 / XT 600
      Kawasaki KLX 650 C
      und die beste Empfehlung bisher:
      Suzuki DR 650 SE


      Ich habe diese Woche einen Termin mit einer Yamaha XT 600 K (3TB) mit EZ06/1993

      Habt ihr mir generell Tipps was bei der Besichtigung von Enduros die Knackpunkte sind? Was sollte ich dabei beachten?

      liebe Grüße

      beaearnt schrieb:




      Ich habe diese Woche einen Termin mit einer Yamaha XT 600 K (3TB) mit EZ06/1993

      Habt ihr mir generell Tipps was bei der Besichtigung von Enduros die Knackpunkte sind? Was sollte ich dabei beachten?



      Von der 3 tb würd ich auch abraten. Die hat zwar einen zuverlässigen , langlebigen Motor aber auch seltsam kantige Vorderradfelgen , welche zusammen mit der dünneren Gabel für einen unruhigen Geradeauslauf sorgt. Die besten XT 600 waren die 89er.

      Beim Gebrauchtkauf :

      optik noch eingermassen ok?

      Motorgeräusch noch Gesund?

      Alle gänge durchschalten bei Probefahrt.

      Rahmen ok?

      Lenkkopflager noch ok.

      Bremsscheibendurchmesser noch genügend?

      Kettenkit noch gut oder schon Sägezahn? Kette darf sich nicht vom Zahnkranz nach hinten ziehen lassen.
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      ich hatte die xt 600 e (3uw) aus bj 90.

      hab da rund 40 tkm auf den motor geschruppt und die lief ohne irgend welche
      mucken oder macken. die drossel lässt sich einfach durch tausch des einen ansaugstutzen
      entfernen bzw. wieder einbauen (je nach bedarf).

      war ich an der karre gruselig fand, war das fahrwerk! das war schon damals lausig, das war ein echter
      rückschritt zu den vorgängern. klar, dass relativ bald gabel und federbein der alten karre da
      ihren weg rein gefunden haben.

      obacht: der auspuff ist tragendes rahmenteil ! wenn der gammelt, ist ein neuer fällig.
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      Stefan Geiger
      hallo! ich hoffe dass das hier noch jemand liest :D

      Mir wurde jetzt zwar ein wenig von der xt600 3tb abgeraten, ich frage mich jetzt aber ob ich als Enduro Anfänger stark merken werde, dass das Fahrwerk nicht so toll ist bei diesem Modell. Dass der Motor langlebig sein soll habe ich öfter gehört und das ist mir auch sehr wichtig.

      Ich habe auch ein super preisgünstiges Angebot bei mir um die Ecke gefunden und besichtigt. Die Maschine steht sehr gut da für 1994BJ und ist total gepflegt. Mir würde die sehr gut gefallen, ich habe aber etwas bedenken wegen der Meinungen zum Fahrwerk...

      Was sagt ihr dazu?
      @beaearnt

      Fahrwerke kann man verbessern, im Falle einer xt 600 aus den neunzigern würde ich die oiginal gegen Progressive Gabelfedern (ca. 100 Euro) tauschen.

      Das Vorderrad gegen eins von Modellen bis 89 tauschen.(abklären ob es passt). Gebraucht auch ca. 100 Euro.
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