Verglaste Kupplungslamellen?

      Verglaste Kupplungslamellen?

      Servus,

      meine Kupplung rutscht aktuell ab dem dritten Gang durch. Habe die dann zerlegt und ausgemessen:

      Lamellen 3,0 mm; 2,90; 2,75; 2,95; 2,90; 3,00; 2,70; 2,70;
      Mindestbelägsstärke laut Werkstattbuch = 2,80 mm

      Drei Stück sind also verschlissen. Die Federn sind noch ok. Habe dann 1,5 mm Unterlegscheiben unter die Federn gelegt und neues Öl rein. Geholfen hat´s leider nichts.

      Nun meine Frage: Könnte es sein dass die Lamellen verglast sind? Wie erkennt man das?

      Gruß
      M@tt

      PS: Eigentlich müsste alles neu also Kupplungskorb außen (starke Rattermarken), Lamellen, Stahlscheiben usw. Gerade ist das Geld leider etwas knapp deshalb versuche ich es so hinzubekommen.
      Wenn eigentlich alles neu muss, dann würde ich (nach und nach, wie es die Finanzen eben zulassen) alles neu machen, sonst wirst du immer nur mit Problemen zu kämpfen haben und nie mit einer Lösung glücklich werden.

      Aber am Besten erst einbauen, wenn du alles beisammen hast, neue Lamellen würde ich nicht mit verzogenen Stahlscheiben und einem kaputten Korb verwenden, das wäre rausgeschmissenes Geld.
      Danke mal für eure Hilfe.

      Werde dann wohl das komplette Paket (Korb, Lamellen, Stahlscheiben usw.) tauschen. Drei Kupplungslamellen hab ich jetzt erst mal bestellt. Am Samstag ist schon Frickenhausen wo ich fahren werde. Bis dahin bekomme ich nichts mehr.

      Gibts was dass ich auf die Schnelle machen kann? Die Beläge der Kupplungslamellen anschleifen oder sowas? Oder die Federn nochmal unterlegen?

      Gruß
      M@tt
      Unter die Federn legen bringt normal leider nix (siehe unten), außer dass sich die Betätigungskräfte zum trennen der Kupplung erhöhen (wird bei 'ner hydraulischen eventuell nicht sehr deutlich spürbar sein), da die Federn halt weiter vorgespannt sind als original.

      Du kannst aber normal die Einstellung am Kupplungskorb anpassen:

      Da sollte zentral eine gekonterte Schraube (eventuell Madenschraube) sitzen, die Du etwas weiter heraus drehen könntest (Kontermutter danach wieder festziehen nicht vergessen!), wodurch die Druckplatte bei nicht betätigtem Hebel durch die Kupplungsfedern weiter Richtung Lamellenpaket gedrückt werden kann. Im Prinzip gleiches Vorgehen, wie bei den ehrwürdigen Seilzugkupplungen, wenn man mit dem Einstellrad am Hebel am Ende war. Bei den hydraulischen merkt man diesen Umstand ja leider nicht, bevor nicht die Kupplung (wie nun bei Deiner geschehen) durchrutscht - es sei denn, man mäße (Ist das tatsächlich der Konjunktiv von messen? :kuck:) öfter nach.



      P.S.:
      Der einfache Konjunktiv der Verben (so ganz ohne die entsprechende Form von werden) wird in der deutschen Sprache einfach zu sehr vernachlässigt und ist deshalb schon beinahe in Vergessenheit geraten oder gar nicht erst bekannt. :teufelgri
      Gruß Dirk


      - - Team GELÄNDESPORT NORDOST - -


      „Es müßte ein brauchbares Mittelding geben zwischen lückenloser Informiertheit und glücklicher Ahnungslosigkeit.“
      (P. Schumacher)

      „Es kommt nicht auf die Anzahl der gelebten Jahre an, sondern auf das, was im Buch der Erinnerungen steht.“
      (Alex Huber)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „don-r-wetter“ ()

      An sowas hab ich noch gar nicht gedacht. Leider gibt es keine Möglichkeit zur Einstellung. Es ist einfach die Druckstange, ein "Pilz/Betätigungskörper", ein Lager und dann die Druckplatte.

      Um zu wissen ob die Druckplatte weiter in Richtung Lamellenpaket wandern kann muss ich erst mal wieder zerlgen. Falls sie keinen Weg mehr machen kann bringen die Unterlagen der Federn wirklich überhaupt nix. :(

      Vielleicht wandert die Druckplatte inkl. Druckstange beim Verschleißen der Lamellen weiter Richtung Kupplungsnehmer bis die da ansteht. Interessant wär zu wissen wieviel Spiel/Weg beim Neuzustand der kompletten Kupplung vorhanden ist. Der Innene Kupplungskorb und die Druckplatte verschleißen ja auch. (Anlagefläche der äußeren und inneren Kupplungslamelle)

      Gruß
      M@tt

      M@tt schrieb:

      .........
      Gibts was dass ich auf die Schnelle machen kann? Die Beläge der Kupplungslamellen anschleifen oder sowas? Oder die Federn nochmal unterlegen?
      .........


      Schleifpaper auf eine Glasplatte legen und die Reibscheiben mit einer 8er-förmigen Bewegung drüberbewegen bis sie etwas angeschliffen sind
      Stahlscheiben sandstrahlen.

      Das sollte für Frickenhausen halten
      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !

      don-r-wetter schrieb:


      P.S.:
      Der einfache Konjunktiv der Verben (so ganz ohne die entsprechende Form von werden) wird in der deutschen Sprache einfach zu sehr vernachlässigt und ist deshalb schon beinahe in Vergessenheit geraten oder gar nicht erst bekannt. :teufelgri


      Das wäre eventuell so wenn es nicht solche Koniferen wie dich gäbe die sich darob kümmerten
      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !
      wenn deine Beläge verglast sind (siehst normalerweise wenn du sie ausgebaut hast), dann war große Hitzewirkung auf den Belägen - da bist evtl. mit sehr viel Kupplung gefahren.

      Das Material ist durch die Hitze entsprechend geschwächt, mit der Gefahr daß es bricht. Laß da mal einen Blick vom Fachmann drauf werfen. Vom Maß her sollten deine Beläge noch gehen, evtl. hats dir auch die Zwischenscheiben durchgeheizt/weggeschliffen - mess die auch mal durch.

      ... und vorsicht mit den Scheiben aus dem Zubehör, hab da mal schlechte Erfahrungen gemacht weil die zu scharfkanntig waren, was dem Kupplungskorb nicht gut getan hat - soll aber auch gute geben - aber die sind dann nicht mehr wirklich billiger als original
      Wenn´s wos h'ot - nimmst an Dro'ht
      Dann werd ich die Reibscheiben mal mit 400er Schleifpapier bearbeiten. Hab im Betrieb zwar eine Sandstrahlanlage aber danach sind die Scheiben Wellblech, also lass ich dass lieber.

      Optisch sehen die Reibscheiben und Stahlscheiben aus wie immer. Stahlscheiben sind auch nicht verfärbt. Es sind die originalen drin. Werde trotzdem mal nachmessen.

      Gruß
      M@tt

      twinshocker schrieb:

      Das wäre eventuell so wenn es nicht solche Koniferen wie dich gäbe die sich darob kümmerten


      @twin

      Ich hoffe, Du hast mich nicht absichtlich zu den Nadelhölzern gezählt ... ich bin zwar nicht ganz nadelfrei (zumindest eine hab' ich :kuck: :teufelgri ) aber so alt, dass ich holzig und verharzt dastehe, bin ich nun wirklich noch nicht. :biggrin:

      Aber Koryphäe kannst Du im Zusammenhang mit meiner Wenigkeit auch nicht wirklich meinen, das klänge deutlich zu hoch gegriffen und entspräche mitnichten der Realität ... :zunge:
      Gruß Dirk


      - - Team GELÄNDESPORT NORDOST - -


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      Hab die Ursache gefunden denke ich.

      Die Druckplatte kann aktuell nicht weiter richtung Kapplungspaket wandern da der Druckpilz schon an der Welle ansteht. Auf dem ersten Foto zwar nicht jedoch bei montierter Druckplatte. (Druckpilz kann auch mit der Hand ganz reingedrückt werden)

      Dazu hab ich die letzte Reibscheibe mit 2,7 mm entfernt und zwischen Druckplatte + Stahlscheibe gemessen. (im montierten Zustand) Es sind ca. + - 2,7 mm.

      Für Frickenhausen hab ich eine neue Reibscheibe (3,0 mm) die ich noch hatte eingebaut. Hat funktioniert und Frickenhausen, übrigens eine top Strecke, war gerettet.

      Federn vorspannen war also umsonst.




      Gruß
      M@tt