preload Profi Mitglied
  • Mitglied seit 9. November 2005

Beiträge von preload

    Die ganze Gabel zu tauschen ist manchmal sinnvoll; in dem Fall aber nicht.


    Grundsätzlich kann man eine große Diskussion über die Vor- und Nachteile der Luftgabeln aufmachen und es wird für beide Seite nachvollziehbare Argumente geben. Letztlich ist es eine sehr subjektive Entscheidung, welches System für einen passend ist.
    Dennoch ist die Tendenz, dass Hobbyfahrer eher Stahlfedergabelfans sind. Das hat aber keine Aussagekraft bzgl. "Unfallgefahr" oder Performance der Luftgabeln.


    In deinem Fall würde ich einfach mal einen großen Service machen lassen beim Fahrwerk und dann fahren ;)
    Wenn du nicht überzeugt bist von der Luftlösung, gibt es vers. Möglichkeiten die Gabel auf eine Stahlfedergabel umzubauen; je nach Geldbeutel.

    Jo, aber der eig. Grund warum das passiert ist, dass der Springguide nicht ganz nach unten geschraubt wurde bevor die Kappe auf die Kolbenstange montiert wurde.
    Ist in der Top3 der "Gabel machen ist kein Hexenwerk" ;)


    Die Kappe wird dann zu weit oben gekondert und der Dorn läuft beim Verstellen ins Leere uns springt aus dem Gewinde.

    Okay, danke für deine Gedanken. Die Vibrationssache wäre für mich jetzt nachvollziehbar!


    Hab bisher noch keinen Kontakt zum Händler gesucht, da ersten für eine Kulanzabwicklung eh zu weit weg und zweitens keine Lust drauf das Moped durch die Gegend zu Karren und Fahrausfälle zu haben.

    Ölstand wird über einen Schwimmer gemessen und ich hab noch nix gehört, daß die Ölstandskontrolllampe sonst noch etwas anderes anzeigen würde.


    Kannst du "genug Öl drin" definieren - sieht man den Stand im Behälter? Ist das "länger Vollgas" immer unter den gleichen Bedingungen - also Ebene oder Steilhang, Straße ...?


    Michael


    Länger Voll Definition:
    Ich halte den Gashahn auf ganz offener Position für längere Zeit (min. 5 Sekunden).
    In meinem Habitat gibt es keine Steilhänge, wo man so lange Vollgas per dieser Definition halten kann.
    Es tritt z.B. bei Verbindungsetappen auf Feldwegen auf, wenn man über eine frisch gemähte Wiese (welche einem selbst gehört) mit Senken und leichten Anstiegen "ballert" aber auch z.B. bei einem Beschleunigungsvergleich auf frisch geteerter Straße (über 500m lang).


    Ich weiß nicht ob man den Stand im Behälter sieht, aber jedes Mal als ich dachte, ich müsste mal auffüllen, lies sich weniger als 50 ml einfüllen, bevor der Tank voll war.
    Ich kann wie gesagt mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass es NICHT an zu wenig Öl liegt und das Leuchten der Lampe nicht mit Schräglagen des Mopeds zu tun hat, sondern eben genau an solche Vollgaspassagen gekoppelt ist.

    ... jegliche Diskussionen über die Änderungen von dyn. Durchhang sind im Grunde sinnbefreit, weil diese Messung viel zu vielen Störvariablen unterliegt, deswegen


    Zitat

    ... und letztlich ist das Messen nur das Festlegen eines Startpunktes für weiteres Feintuning...


    Wer das verstanden hat, ist einem besseren Fahrwerk einen großen Schritt näher gekommen.

    Also ich denke die Federwirkung des Drucks im Ausgleichsbehälter kann man getrost vernachlässigen.
    Die 12 oder 14 bar die da auf die Fläche der Kolbenstange wirken sind doch ein Fliegenschiss im Vergleich zur Stahlfeder


    In der Praxis ist die Messung des dyn. Durchhangs eh mit Vorsicht zu genießen.


    In jedem Fall hat der Druck im Ausgleichsbehälter aber Einfluss auf das Federverhalten; aber das Dämpfungsverhalten natürlich auch, aber das ist nicht das Thema hier.
    Dies lässt sich nicht nur messen, sondern auch ertesten.


    Bei Dämpfern mit Trennkolben macht selbst der Stand des Kolbens einen großen Unterschied, der tuningwirksam verwendet werden kann.


    Das sind praktisch ertestete Fakten, keine Matheaufgaben ;)

    Der Stickstoffdruck ist eine wegabhängige Komponente, damit ein Federmedium und hat folglich grundsätzlich Einfluss auf den Durchhang.
    Für dich als Fahrer ist das aber nicht relevant. Du stellst einfach mittels der Federvorspannung die Charakteristik so ein, dass sie dir gefällt.

    Mit Wave Springs hab ich schon vor 5 Jahren sehr lange getestet zusammen mit zwei Kollegen in Europa.
    Langzeiterfahrung war, dass die brechen. Hab vers. Hersteller durchprobiert, die halten den Betrieb in der Gabel dauerhaft nicht stand.
    VRS ist auch weg von Wave Springs beim Pro Valve und hatjetzt Spiralfedern. Ist halt blöd; Spiralfedern brauchen mehr Platz und öffnen damit eine Packung Probleme, die meist nur durch Verwendung von eigenen, angepassten Teilen lösbar sind; sofern genug Platz ist.


    Bin gespannt ob die bei dir halten.


    Ist möglich, aber meistens ist der Anschluss nicht so einfach. Manchmal sind Autoventile (Schrader Ventil) verbaut. Wird aber nix bringen. Der Gasverlust hat ja einen Grund. Da ist was defekt und gehört repariert. Der preload (aka Flow suspension) will dir auch sagen, das da am besten Stickstoff reingehört. Luft geht zwar auch problemlos, ist aber verpönt. Stickstoff hat sich im Bereich dieser Stoßdämpfer durchgesetzt.
    10bar muss nicht stimmen, für verschiedene Dämpfer gibts unterschiedliche Druckvorgaben.


    VG Erhard


    Nein, es geht vorallem drum, dass man zu Befüllen des Schraderventils ein spezielles no-loss Adapaterstück braucht. Mit einem normalen Schraderanschluss gibt man 10 bar drauf, zieht ihn runter und hat noch 4-6 drin.


    Bzgl. Luft kann man nicht verkaufen:
    Keine Sorge, so altes "Glump" nehme ich eh nicht mehr an. Ich hätte aber natürlich neue Platinfelgen für meinen Lambo von der Stickstofffüllung bestellt.
    Beim jährlichen Fahrwerkerkongress hätten wir uns dann wieder kaputt gelacht, wie viel wir alle mit Stickstofffüllungen verdienen.
    Natürlich bei Schalentierchen und Schaumwein; Suspension Tuner Lifestyle.

    Auf jeden Fall zerlegen und sauber machen.
    Gerade die Luftcarts sind extrem anfällig für Abrieb und funktionieren um einiges besser, wenn sie zerlegt, gesäubert und frisch montiert sind.

    Tja, da sagt mir meine Berufserfahrung halt was anderes. Modellbildung und Simulation ist praktisch unerlässlich heutzutage. Was solls - die Methode ist auch egal, funktionieren muss es. Jeder wie er kann!
    Aber die Erfahrung versagt sofort, wenn sich das Prinzip ändert. Mit der 4CS hatten alle Tuner [1] erstmal lange zu kämpfen, bis die Erfahrung da war[2]. Mit der X-plor das selbe [3]. Mit ein wenig Rechnen wärs schneller gegangen ist meine Überzeugung [4].


    Theory without practice cannot survive
    and dies as quickly as it lives.
    Leonardo da Vinci (1452–1519)


    VG Erhard


    1. Aha, du kennst also alle Tuner
    2. Die Erfahrung ist: Scheiß Gabel, war schon recht schnell klar. Man muss sich nur mal angucken wie viele Dichtflächen die Cartridge hat und wie viele Bleedholes das Teil hat.
    3. War es das?
    4. Dafür, dass du dich als so objektiven Rechner darstellst, sind deine definiten Aussagen gespickt mit Annahmen, zu denen du nicht im entferntesten valide Daten haben kannst...


    Grundsätzlich:
    Ich arbeite auch mit Dynos; nicht grundsätzlich, aber wenn es Sinn macht.
    Wann es Sinn macht ist eine persönliche Entscheidung; für den einen macht es immer Sinn, für den anderen nur in Ausnahmefällen.
    Restackor habe ich anfangs mal benutzt, als ich noch recht grün hinter den Ohren war, um mir grundsätzliche Dinge zu erklären.


    Letztlich ist die Arbeit eines Fahrwerkstuners nicht auf "ein funktionierendes Setup, das theoretisch begründbar ist" zu reduzieren.
    Da eben sehr viel persönliche Präferenz dabei ist, kann man den Berruf vllt. sogar eher mit einer künstlerischen Tätigkeit vergleichen.