preload Profi Mitglied
  • Mitglied seit 9. November 2005

Beiträge von preload

    Hallo Erhard,

    es war kein "Seitenhieb" von mir. Man muss sich nicht immer gleich angegriffen fühlen; auch nicht im sensiblen Jahr 2021 ;)
    Jeder der glaubt ohne theoretische Grundlagen gute Ergebnisse erzielen zu können (egal in welchem Bereich) wird wsl. in vielen Fällen schnell eines besseren belehrt oder lebt weiterhin in seiner Traumwelt.


    Mir geht es grundsätzlich eher darum, dass hier oftmals in 3-4 Sätzen Urteile über Komponenten und Sachverhalte abgegeben werden, mit denen sich eine nicht unerhebliche Anzahl von Leuten, die die Teile nicht nur von Fotos und Texten kennen, beschäftigen.
    Nur weil etwas "theoretisch so sein müsste", heißt es noch lange nicht, dass es in der Praxis dann auch so ist.
    Das ist nur eine allgemeine Anmerkung, ich möchte dir damit nirgends Kritik anheften.

    Ohne alles gelesen zu haben mal Hinweis:


    Im SX, oder auch allgemein im wirklichen Profibereich (also nicht da, wo sich jeder alles theoretisch herleiten kann, sondern da wo selbst langjährige Entwickler testen müssen um Ergebnisse zu bekommen), ist das "Losbrechmoment" (welches der gemeine Hobbyhonk im der Garage durch rumdrücken auf Lenker/Tank/Sitzbank/Fußraster testet) ein sehr weit untergeordnetes Thema. Es geht im SX hauptsächlich um Durchschlagfestigkeit.

    Ein Profi macht auch nach 10 min rumgurken auf der Strecke nicht sein FW dafür verantwortlich, dass er seine sonst teigigen Arme vor lauter Armpump nicht mehr wiedererkennt. :P

    Zunächst wäre zu klären ob die Gabel auch wirklich aus einem 08er Modell ist.
    Der Gabelkappe nach müsste das eine Gabel aus einem 05er Modell sein; damals eine eher eigensinnige Gabelvariante. Die erste CC Gabel von KYB, die im Jahr drauf auch gleich wieder eingestampft wurde.
    Diese Gabel hatte ein paar Eigenheiten, u.a. auch im Gabelfuß/Innenrohr.
    Demnach wäre ich vorsichtig damit andere, gebrauchte Teile zu kaufen. Es kann dann durchaus sein, dass die nicht passen.


    Wie es scheint gibt es aber selbst bei KYB OEM keine Rohre mehr für diese Gabel. Zu dem Zeitpunkt wurden ja immer die Rohre mit den Füßen verkauft.


    Bleibt dir letztlich nur das neu Verchromen, sieht ja nach einer sauberen Sache aus und ist preislich ok.
    Du hast nur dann das "Problem" den Fuß unbeschadet vom Gabelrohr zu bekommen, was bei KYB Gabeln im Allgemeinen und bei einem älteren Modell im Speziellen, oftmals kein leichtes Unterfangen ist.

    Meine Aussage war:
    "Wenn es meine Gabel wäre, würde ich es polieren und dann gucken ob es hält. Ich kann das Rohr aber auch selbst tauschen wann immer es mir beliebt. Als Fahrer musst du dir überlegen, ob du das Risiko eingehen willst, dass du die Gabel evtl. nochmal ausbauen und wohin bringen musst oder ob du das Geld für ein neues Rohr ausgibst und dann einfach weißt, dass es passt."


    99% meiner Kunden wählen Option 2.


    Im Übrigen werde ich mich jetzt aber nicht zu jeder Kleinigkeit und jedem Wehwechen hier äußern ;)

    Es gibt ein Bulletin von KTM seit letzter Woche zum Thema Ölversorgung.


    In kurz:
    Es gibt ein anderes Ölmapping für Kunden, die mehr Schmierung benötigen.
    Es ist von einem "Lastprofil" die Rede, kA ob das ausgelesen werden kann. Wird wohl für Xtreme Enduro Fahrer eher uninteressant sein, aber evtl. im XC Bereich ein Thema.
    Vllt. sollte man mal einen Händler dazu kontaktieren.

    Hat aber ja wohl aus bereits diskutierten Gründen nichts mit dem hier beschriebenen Fehler zu tun.


    Weiter unten steht aber folgendes:
    "Sollte es an TPI Modellen zu wiederholten Motorschäden aufgrund von Mangelschmierung kommen empfiehlt KTM auf den gedämpften Öltank vom MJ 21 umzurüsten. Dieser ist besser entkoppelt und verhindert so Fehlanzeigen des Ölstandsgebers."


    Evtl. hat das was mit unserem "Fehler" zu tun.
    21er sind ja jetzt schon ein paar unterwegs, bitte mal Vollgas fahren liebe Leute und berichten ;)

    Komischerweise halten die Wave Springs in MTB Gabeln auch ohne Probleme.


    Die Enzo Sub Tanks sind für OC Gabeln immer eine schöne Sache, weil man der eig. strikt wegabhängigen Komponente der Luftfeder eine geschwindigkeitsabhängige Note verleiht.
    Bei CC Gabeln ist der Effekt weniger stark.
    Blöd nur, dass sie auch innen entsprechend Platz brauchen und WP da in den Gabelkappen ja die axiale Lagerung hat. Da muss man so oder so ein bisschen rumarbeiten.

    Die Gabeln sind extrem leicht weil eben beide Rohre aus Alu sind, dementsprechend beschichtet.

    Die halten natürlich nicht so lange und sind empfindlicher gegen Schläge . Sie werden sicher regelmässig getauscht was bei einem Werksmotorrad ja egal ist.

    Ansonsten wird da natürlich viel probiert und getestet sowohl für das nächste Serienbike als auch wenn der Fahrer ganz spezielle Vorstellun gen hat. Insofern sind da sicher einige handgeschnitzte Teile drin.


    Die Internas sind im wesentlichen gleich mit den für alle kaufbaren Cone Valve Gabeln. Es sind einzig die Außenrohre, die den wirklichen Unterschied machen und damit entsprechende Änderungen, der Internas verlangen.


    Die Mär, dass in "Werksfahrwerken" geheime Technologien stecken, die den Magic Carpet Ride für jeden Josef McGoon bereiten ist zwar immer wieder eine schöne Ausrede, in der Realität einfach nicht so gegeben.


    Die 52er Rohre sind einfach steifer. Ob und wo genau das dann wirklich Vorteile bringt steht auf einem anderen Blatt.
    Eins ist aber wie immer sicher: Das Marketing funktioniert ;)

    Ist identisch mit 2020.
    Die entsprechenden "Unzulänglichkeiten", die starkes Bremstauchen, nervöse Front, Durchschlagen und viel Nutzung des Federwegs bei schnellen/harten Schlägen begünstigen sind immer noch so vorhanden wie von 17-20.


    Ich hab das hier mal zusammengefasst mit vers. Lösungsansätzen. Wenn es als "unlautere Werbung" gesehen wird, bitte einfach löschen...
    https://flowsuspension.de/ktmexcfahrwerk

    Als Ersteller hier nochmal mein Update:

    Nachdem ich das hier gelesen habe, habe ich genau nichts gemacht.
    Ich weiß nicht ob das Problem "von selbst verschwunden ist" oder ich in den letzten Monaten weniger lang auf Volllast unterwegs war, aber die Lampe hat nicht mehr aufgeleuchtet.


    Dennoch ist es wohl ein verbreitetes Problem wie es scheint. Allerdings wohl auch ohne wirklich technischen Mangel dahinter...

    Ich glaube Schlusi meinte woran es denn im Endeffekt technisch liegt und das würde mich auch interessieren.

    Präzise Aussen- und Innendurchmesser fertigen, Teile rundschleifen , hartverchromen oder beschichten ist ja heutzutage echt kein Problem und dieses Knowhow ist ja bei WP todsicher auch vorhanden.

    Also kanns im Endeffekt wirklich eine Kostenfrage sein ?


    WP/KTM wissen natürlich wie man gute Gabeln/Fahrwerke baut. Die Außenrohre bzw. die "Hardware" an sich ist seit der Umverlagerung der Produktion nach Österreich gleichbleibend auf einem sehr hohem Niveau.
    KYB und Showa wird da oft in Foren/Fahrerlagern nachgesagt sie seien die besten, aber z.B. hat es WP noch nicht zusammengebracht angerostet Innenrohre auszuliefern (KYB schon, seit Jahren) und WP hat auch keine Probleme mit den Beschichtungen der Außenrohre (Showa schon).
    Auch die immer wieder gern genannten "Toleranzen" sind aktuell bei keinem Hersteller ein Problem; außer bei den KXF Showa Gabeln und natürlich SACHS (aber die haben noch viel mehr Probleme...).


    Letztlich ist eine große Frage ob die von WP angebotenen Aftermarket Lösungen aka ConeValve Gabel und TRAX Dämpfer wirklich eine Verbesserung darstellen. Das Marketing funktioniert in dem Bereich natürlich auch sehr effektiv, deswegen meinen viele diese Komponenten seien die besten. Rein bezogen auf die Hardware sind die Teile auch sehr gut gebaut; besser als OEM? In Details ja, in der Summe? Schwer zu quantifizieren.
    Was aber unbestritten festgehalten werden kann: Das Verhalten des ConeValve Dämpfungsverlaufs und des TRAX Dämpfers ist nicht jedermanns Sache. Gerade die CV Gabel braucht einen Fahrer, der das Potential auch wirklich Nutzen kann. Rumrollen ist das nicht, das Teil will gefahren werden.
    Es ist aber auch so, dass viele unterstützte Fahrer zwar die CV Gabel verbaut haben, jedoch die MV Einheit, welche eben charakteristisch für die Namensgebung ist, durch ein konventionelles MidValve ausgetauscht haben. Ebenso wird der Trax Mechanismus bei vielen wirkungslos gemacht, sodass der Dämpfer wie ein "normaler" Dämpfer arbeitet.


    Wer sich jetzt als Opfer eine Fahrwerksverschwörung sieht:
    Beide Merkmale der WP Aftermarketkomponenten sind ganz einfach Teil des Setups und unterliegen damit einer stark subjektiven Wahrnehmung.



    Kostenrechnisch ist eine CC Gabel ala KYB CC oder WP ConeValve oder Showa CC natürlich bei weitem teurer zu fertigen als eine OC Gabel, welche dann auch noch als Splitdesign ohne BaseValve Adjuster auskommen möchte, wie sie WP als sog. XPLOR Gabel ausliefert. Das hat nichts mit technischen Fertigungsprozessen ala drehen/fräsen/beschichten zu tun, sondern mit dem Aufbau der Gabel, die verwendeten Teile und deren Komplixität bei der Montage.


    Letztlich ist es auch so, dass eine OC GAbel für den Heimanwender viel einfacher zu warten ist. Eine OC Gabel hat natürlichgemäß immer einen softeren anfänglichen Bereich und besitzt weniger Teile, die bei Wartungsstau zu Problemen führen können.
    Daher kann man schon auch sagen, dass die Gabeln grundsätzlich für den Ottonormal-Verbraucher nicht die schlechteste Wahl sind.
    Leider geraten aber schwere und/oder schnellere Fahrer mit den Komponenten sehr schnell an die Grenzen der Komfortzone und ein Tuning (egal welcher Art) ist meistens unumgänglich.
    Da kommt man wieder an die allseits bekannte Frage: Ist es möglich ein Fahrwerk zu bauen, das allen Fahrern gleich gut taugt.
    Antwort: Nein. Egal was ein Hersteller macht, es gibt immer Fahrergruppen, die das Setup nicht mögen.


    Aus der Sicht des Geldbeutels ist es dann aber leider schon eher frustrierend wenn man z.B. jetzt aktuell eine neue Husky für knappe 10k kauft und dann noch zw. 500 und XXXX Euro ins Fahrwerk investieren muss, damit man damit wirklich auch Renneinsätze fahren kann....

    Ja, ich hab es an anderer Stelle schonmal geschrieben; ich hab auch schonmal ein Jahr mit Wave springs gearbeitet und genau dieselbe Erfahrung gemacht, dass die Wavesprings früher oder später brechen...