Holgar Mitglied
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Beiträge von Holgar

    Leider nicht so schön wie Eure, aber fahren tun die trotzdem geil!

    Hab inzwischen nur noch die blaue Twinshock, da steckt ein DT175MX Motor drin. Macht Laune!

    Das sind zwei bildschöne Mopeds und es sollte mich wundern, wenn sie in deiner Hand nicht mindestens 3 PS mehr als die anderen haben und laufen wie eine 1.

    Wie gesagt, mein Händler kann keine CDs mehr verkaufen, weil er keine hat. Das geht nur noch über print.ktm.com. Ich erwarte von einem Händler auch nicht, dass er einen CD Verleih aufmacht, sondern, dass der Hersteller dafür Sorge trägt, dass die Fahrer ihre Premium Fahrzeuge anständig warten und reparieren können und nach dem Kauf eines Motorrades nicht erst Benutzerkonten anlegen und Widersprüche schreiben müssen.

    Ich habe versucht für eine EXC-F 350 Bj. 2022 die Reparaturanleitung zu kaufen; also die Dokumentation, die man bis 2020 beim Kauf des Fahrzeuges fertig gedruckt dazubekam.

    Die Händler bekommen weder das Heftchen noch eine CD zur Weitergabe an die Kunden. Nicht mal ein simpler download wird angeboten.

    An die Reparaturanleitungen mit den Teilelisten kommt man nur noch über die print.ktm.com Seite. Und dort auch nur, wenn man die Hosen runterlässt und ein Kundenkonto anlegt und den Werbemaßnahmen zustimmt, denen man danach in Schriftform widersprechen kann.

    Was soll das?

    So ein Vorgehen finde ich sehr ärgerlich und kundenfeindlich.

    Ich habe das Gitter auch hinter die offene Endkappe geschraubt und außer minimalem Leistungsverlust keine Nachteile bemerkt. Die Lautstärke wird damit angenehm bedämpft.

    Offen ist das Mapping sehr fett, das sieht man am Gitter besser als bei der offenen Endkappe.


    Die S3 Schalthebelverlegung finde ich nicht gut gemacht. Das Material ist billig und verbiegt schnell. Dann funktioniert die Schaltung nicht mehr. Verbauten Rahmenschutz muss man hinten ausschneiden, damit der hintere Arm überhaupt genug Bewegungsfreiheit hat. Die Gleitlagerung am Drehpunkt ist nicht gut abgedichtet und braucht häufig wasserfestes Fett, damit sie beweglich bleibt und etwas langsamer verschleißt. Wenn sie ganz hin ist, werde ich sie nicht wieder kaufen.

    Hört sich doch sehr gut an. Was hast du zwecks TÜV umgebaut?

    Ich musste den Auslieferungszustand incl. Drosselung, Kennzeichenwinkel und -beleuchtung wieder herstellen, weil ich wegen zu hohem CO durchgefallen war. Am Wochenende geht's zum Endurotraining auf ein Trial Vereinsgelände. Da macht es nichts, dass das neue Heck mit Schild noch nicht fertig ist.

    Klar sind die unterwegs, es gibt nur nichts neues zu berichten. Das Ding ist einfach problemlos und gut. Ich war zuletzt auf der ligurischen Grenzkammstraße, auf dem Fahnenberg am Sommeiller und einigen Bergen in der Gegend, eine Woche lm kroatischen Hinterland und bin super glücklich mit der 4ride. Nervig war nur die Zurückrüstung für den TÜV und dass der Maxxis Trailmax schneller Luft verliert dass der Dunlop.

    Zu weiche Federn mit straffer Dämpfung auszugleichen ist nicht so sinnvoll, wenn man ein sensibeles Fahrwerk haben möchte. 1/3 Durchhang passt schon als Faustregel. Wichtig ist, dass das Moped bei Belastung in neutraler Fahrposition vorn und hinten gleichmäßig einfedert.

    Die 4ride fahre ich jetzt seit zwei Jahren; Zeit für ein Resümee.
    Über die Jahre sind meine Enduros immer kleiner geworden. Die letzte Vollwert Enduro, KTM 250 EXC, verkaufte ich als ich intensiver begann Trial zu fahren. Danach holte ich die 4ride, die ich für den bestmöglichen Mix zwischen Trial und Enduro halte.
    Als meine beiden Trialmopeds defekt waren, konnten ich einen Clubtrial mit der 4ride mitfahren und Spaß haben. Die Bewegungsfreiheit ist wegen Tank und Sitzbank deutlich eingeschränkt und das Fahrwerk etwas höher. Bock macht das trotzdem. Die Übersetzung hatte ich dafür auf 9/42 geändert.


    Im Alltag fahre ich die Standard Übersetzung. Ein Freund, obwohl größer und schwerer als ich, hat sie auf 10/38 verlängert und fährt gern schneller als ich.
    Die Spreizung des Getriebes ist weniger weit als bei anderen Enduros, sodass man keinen langen Gang oben hat. Daher muss man sich einen passenden Kompromiss suchen.


    Die Montesa hat deutlich weniger Leistung als Sportenduros, was sich beim Geradeausheizen auf Wegen und im Tiefsand bemerkbar macht. Sonst vermisse ich Leistung nicht, denn alles andere kann die 4ride meines Erachtens besser als eine reine Enduro.
    Hänge fahren ist keine Herausforderung mit der 4ride. Wo die Enduros kreischend wühlen, fährt man mit niedriger Drehzahl, dank fantastischer Traktion, einfach hoch.
    Mit kurzbeinigen 178cm bei 74kg komme ich locker mit den Füßen auf den Boden; Försterwende auf dem Hinterrad gelingt mir mit der 4ride erstmals sicher. Das ganze Motorrad ist leicht und zierlich und mit wenig Kraft zu bewegen.
    Das Fahrwerk ist gut einstellbar und der Motor ein Gedicht. Er lässt sich perfekt dosieren, hat ab Standgas ausreichend Kraft und ploppt nicht aus. Das Fahren ist wenig kräftezehrend, aber eher adrenalinarm. Das Glücksgefühl beim Gasaufreißen bleibt einem gegenüber der EXC verwehrt. Dafür kann man den ganzen Tag konzentriert fahren und auch nach Stunden noch mit Leichtigkeit über umgekippte Bäume oder Gräben hüpfen oder durchs Unterholz zirkeln.


    Der 4,4l Tankinhalt reicht für etwa 90km. Die 1,5l Flasche unter der Sitzbank habe ich erst einmal benötigt, da wir meist Kleinklein fahren und keine weiten Strecken.


    Der Lufi ist klein, sitzt tief und ist schnell schmutzig, sodass man sich den Weg von oben zur regelmäßigen Wartung freisägen muss. Eine Klappe für den Zugang zum Lufi gibt es inzwischen von S3. Die stellen auch eine Schalthebelverlegung her, die den Hebel von trialmäßig vorne auf motorradüblich hinten zur Raste verlegt. Die funktioniert, muss aber gelegentlich gereinigt und gefettet werden. Mein Hebel hatte nach 200km gefressen und der Schalthebel ging nicht mehr runter.


    Für mich und meine Bedürfnisse passt dieses Motorrad ideal. Der Motor ist langjährig erprobt, pflegeleicht und haltbar und gut genug für Toni Bou. Ich hatte noch auf keiner anderen Enduro so viel Spaß und freue mich bei jeder Ausfahrt über die Perfektion dieses Motorrades. Alles funktioniert spielerisch leicht und Grenzen setzt nur das eigene Fahrkönnen.

    Meine 4ride springt immer auf den ersten oder zweiten Tritt an, -egal wie heiß oder kalt. Wenn ich sie durch einen Fahrfehler abgewürgt habe, trete ich den Kicker dreimal bewusst langsam mit Vollgas durch und beim vierten Tritt normal ohne Gas, dann läuft sie wieder. Immer. Wobei das Treten eher ruhig und gleichmäßig erfolgen soll; -nicht mit Schmackes, wie bei anderen Mopeds. Ganz wichtig ist es, nicht den Gasgriff aufzudrehen. Am besten beim Start loslassen. Die Motorsteuerung funktioniert wunderbar.