Steve-o Profi Mitglied
  • Mitglied seit 3. April 2003

Beiträge von Steve-o

    Es ist wohl so das aus dem Rohöl in erster Linie Benzin und Diesel zu gleichen Teilen hergestellt wird


    Achtung Halbwissen:
    Ganz so ist es nicht. Das Rohöl wird verdampft und es entsteht zu bestimmten Teilen Benzin / Kerosin / Diesel.
    Aus den Resten davon wird Schmieröl hergestellt.


    Und die Preisschwankungen haben in den seltensten Fällen tatsächlich mit der Herstellung oder technischen Zusammenhängen zu tun. Zu 90% Spekulationsgedöns am Rohstoffmarkt / Angebot & Nachfrage



    Schön erklärt:

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    Jet Fuel hat schlechtere Schmiereigenschaften als Diesel. Einen gewöhnlichen Dieselmotor würdest du damit killen (bzw die ESP.)

    Es gibt Diesel (Kolben) Flugmotoren, die auch für Jet Fuel zugelassen sind.

    Anfänger, Amateure, Hobbyisten, Profis, brauchen verschiedene Streckenanforderungen

    Deswegen gibt's zB. in Dorno und mittlerweile auch an anderen Orten in Italien einen "easy track" und eine schnelle Strecke mit großen Sprüngen.


    Was weder Amateure, noch Hobbys oder Profis brauchen sind über Wochen ungepflegte und kaputtgefahrene Strecken. Die sind nämlich einfach nur gefährlich (für jeden). Und auf Hartbodenstrecken bleibt häufig noch genau eine fahrbare Spur übrig, die sich dann Profis (oder möchtegern Profis) mit Anfängern teilen...

    Und eine über Wochen kaputtgefahrene Strecke hat nichts vergleichbares mit dem Streckenverschleiß nach einem Rennwochenende... (und meiner Meinung nach hat ersteres NICHTS positives, außer mehr Freizeit zum Biertrinken für den Streckenwart...)

    wo man 1x mit m Bulldog drüberrumpelt und die Piste ist wie aus m Vorzeige-Katalog.

    Das ist nirgends auf der Welt so.


    Die einen geben sich Mühe und machen es möglich, die anderen finden Ausreden.

    Gerne genommen zum Beispiel: "Diesel zu teuer / das geht ja bei unserem Boden garnicht / der Streckenwart ist 1965 Inter-DM gefahren / den Bagger kann oder darf niemand außer XY fahren / die Maschinen verschleißen zu sehr wenn man damit fährt / zu trocken / zu nass / falsche Mondphase"

    Übrigens - total super Pisten formen keine Top Fahrer!


    Sieht man ja in den USA. Trainieren das ganze Jahr auf Top Strecken mit guten Bedingungen und die MX Szene in den USA ist ja so ziemlich am unteren Ende der Fahnenstange im weltweiten vergleich....
    Ebenso die Italienische MX Meisterschaft.


    Das ist immer wieder ein gern genommenes Argument für Leute, die eine mangelhafte oder stümperhafte Streckenpflege rechtfertigen oder schönreden wollen. Oder Vereine, die einfach nicht in der Lage sind, eine Strecke zeitgemäß herzurichten.


    Ich behaupte mal:
    Um fahren zu lernen und schnell zu werden, hilft eine "Autobahnstrecke" wie eine italienische, frisch gepflegte Strecke am frühen Morgen mehr als jeder deutsche Single-trail Acker.

    Auf einer frischen, top gepflegten Strecke muss man auf einmal Bremspunkte setzen, sich darauf konzentrieren diese wieder zu treffen. Linienwahl in der Kurve mal selbst in die Hand nehmen, statt der einen 8 Wochen alten Rille hinterher zu fahren.

    Man kann wesentlich länger am Stück fahren und kommt dadurch erst mal in Routinen, um sich auf Körperhaltung, richtiges Bremsen und Beschleunigen zu konzentrieren.


    Also ich habe auf top gepflegten Strecken nicht nur 100 mal mehr Spaß als auf dem typischen Vereinsacker, ich habe auch ein vielfaches gelernt und an Speed dazu gewonnen. Und das ganze mit wesentlich geringerem Verletzungsrisiko. Und nur durch diese gewonnene Routine sind mir schlecht gepflegte Strecken danach wesentlich leichter gefallen und "gefährliche" Stellen und Situationen weniger gefährlich geworden...


    Zum Glück haben das einige Vereine im Umkreis erkannt und bieten mittlerweile auch gute Streckenpflege. Und zu den anderen muss man ja nicht hin fahren.

    Für nen Anfänger in Bayern macht ein Allrounder für mittleren Boden schon den meisten Sinn. Kann er überall fahren, und den Supergrip je nach Verhältnissen braucht er eh noch nicht.


    "mittlerer Boden" ist in Deutschland leider Irreführend, und führt viele Leute auf eine falsche Fährte.


    "mittlerer Boden" in Deutschland ist im Rest der Welt "Hartboden" und ich hatte (ausgenommen Sandstrecken) die größten "aha" Erlebnisse mit Hartbodenreifen.

    Das Öl verschleißt (theoretisch). Die Molekülketten gehen "mechanisch" kaputt und das Öl verliert damit Schmierfähigkeit.


    Theoretisch.


    Der Abrieb der Kupplung ist vielleicht auch nicht so toll für die Gleitlagerungen der Nockenwelle oder die des unteren Pleullagers.

    Ich hab mich aus solchen Strukturen entfernt, das Arbeiten in größeren Firmen oder Konzernen war nichts für mich.


    Das von mir beschriebene trifft auf (üblicherweise nicht inhabergeführte) Unternehmen mit >100 Leuten zu. Je größer umso schlimmer.


    Wenn man zusieht wie in einem Maschinenbau Unternehmen die Q Abteilung in der Anzahl der Mitarbeiter die Konstruktion & Entwicklung überholt, ist es höchste Zeit zu gehen....

    Das ist ein Teufelskreis - siehe Arbeitssicherheit oder Arbeitsanweisungen.

    Je präziser ein Prozess beschrieben wird, desto mehr fühlt sich der entsprechende Arbeiter bevormundet und sucht entweder absichtlich die Lücke im System "um denen da oben eins auszuwischen" oder aber weil die Leute einfach verblöden, wenn kein Mitdenken mehr gefordert wird.

    Ich hab neulich im Radio einen Satz gehört:


    "Der Bitcoin ist immer soviel wert wie der nächste bereit ist dafür zu bezahlen "

    Das ist so nicht mehr ganz richtig. BC kann man mittlerweile zum tagesaktuellen Kurs gegen echte Waren tauschen (Lieferando, Tesla, bald Paypal....)


    PS: Leider habe ich für meine das Kennwort vergessen... ^^