2Taktteile Mitglied
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Beiträge von 2Taktteile

    Stimmt so nicht ganz - aber fast, Felix.


    Es gab im Bereich der 50 ccm Straßenmopeds genau ein Modell mit gefederdtem Schaltautomaten: KX5 mit Sachs 50/5 AKF Motor


    Wir sprachen aber vom 125 ccm Motor des Threaderstellers.

    Hallo Leute,


    letztes Wochenende habe ich den GCC Lauf in Goldbach mit meiner Sachs 250 MC bestritten.


    Hat richtig Spaß gemacht! Nur das Fahrwerk sollte etwas überarbeitet werden.


    Aktuell fahre ich eine 35 mm Marzocchi Gabel einer SWM mit langen Standrohren und den originalen Federbeinen (Koni, Bilstein, keine Ahnung).


    Ich brauche eine Gabel die mehr Federweg hat und sich vorzugsweise auch einstellen lässt. Druck- und Zugstufe wäre klasse.

    Auch die Federbeine sollten Einstellbar sein. Die damaligen Hydrocross will ich mir nicht antun.



    Ich liebäugele mit einer langen 38 mm Marzocchi Gabel für die Front. Beim Heck bin ich noch nicht weit mit meinen Gedanken.


    YSS wären toll, nur weiß ich nicht von welchem Modell was passend könnte.


    Fahrergewicht: komplett mit Montur 83 KG

    Vielleicht mit eingelegtem Gang aus dem Schuppen geschoben....

    und das war doch nach anfänglichen Schwierigkeiten top gelungen,bist Super gefahren und die kleine Problemchen haben wir ja schnell gelöst


    einen ausführlicheren Bericht soll Florian oder Erdbeer schreiben da ich nicht so der schreiberling bin aber war lustig :) :D

    Wenn ich hier schon aufgefordert werde einen Bericht zu schreiben, will ich versuchen, dem auch nachzukommen.



    Wie ich zu Beginn des Threads schon geschrieben hatte: Schefflenz war mein Einstieg in den MX Sport. Bis dato war ich lediglich Mofa-Cross-Rennen gefahren.

    Als fahrbaren Untersatz hatte ich mir aus meinem Bestand die Hercules 250 MC herausgepickt. Ich war diese vorab lediglich 10 Minuten gefahren, da sie erst kurz vorm Rennen fertig wurde.


    - ja, dies sollte mir noch zum Verhängnis werden....


    Für mich ging es Sonntags um 5:00 Uhr los und ich war dank wenig Verkehr um 6:45 Uhr am Fahrerlager angekommen. Zahlreiche Wohnmobile und Pavillions waren auf dem großflächigen Areal verteilt und ich fand schnell ein schönes Plätzchen zum Ausladen.


    Nachdem ich meinen Transponder abgeholt und die Fahrzeugabnahme hinter mich gebracht hatte, ging es schon bald mit dem ersten Trainingslauf los. Ich startete in der Gruppe Pre 76, gemeinsam mit den Veteranen und Classic-Fahrern


    Die Strecke war sehr gut präpariert und wurde direkt vor uns noch einmal seeeehr üppig gewässert. Um es uns etwas einfacher zu machen, wurde die Steilauffahrt herausgenommen. Die Sorge war groß, dass die alten Fahrzeuge - oder vielleicht auch Fahrer - nicht raufkommen würden.


    Das Training verlief sehr gut für mich und lernte mein Fahrzeug erstmals kennen. Leistung war ausreichend vorhanden, an der Performance meiner frisch verbauten Marzocchi-Gabel scheiterte es besonders bei den Sprüngen. Nach 15 Minuten Training hatte das Moped eine gewisse "Antriebslosigkeit", denn ich hatte die Kettenspannrolle verloren und die Kette war abgesprungen.


    Ersatz hatte ich als "Greenhorn" keinen dabei. Aber ein gewisser Sidney, der neben mir kampierte, erlaubte es mir, die Spannrolle an seiner Maico zu demontieren. Falls er mitliest : Nochmals vielen lieben Dank.


    Nachdem die neue Spannrolle verbaut war, ging es schon gleich ins Zeittraining - natürlich wurde vorher nochmal ordentlich gewässert. Es wurde meist so gut gewässert, dass man die Fahrer anhand ihres Verschmutzungsgrades in die jeweiligen Klassen einteilen konnte.


    Sehr dreckig: 1. Gruppe Veteranen, Classic, Pre 76

    Dreckig: Pre 83

    Staubig: Twinshock, Youngtimer


    Im Zeittraining konnte ich mir nach 10 Minuten den 3. Platz erkämpfen. Ich beschloss eine kurze Verschnaufpause zu machen, um dann nochmal meine Rundenzeit zu verbessern. Daraus wurde leider nix, da sich das Sachs Triebwerk "komisch" anhörte und auch das Standgas sehr hoch war.


    Ich ließ von einer besseren Rundenzeit ab, und beschloss den Fehler zu suchen.


    Anscheinend fiel ich mit einem blauen Motorrad unter den vielen anderen Farben sehr auf und hatte schnell zehn Schaulustige unter meinem Pavillion stehen, als ich schwitzend bei der Fehleranalyse war. Viele versuchten mir mit Tipps und Ratschlägen zu helfen. Mit dabei waren auch Trailero (Martin), sowie Erdbeer (Petr) und sein Kollege (Steffen) auch ein weiterer Martin kam dazu. Dies war die einzig mir bekannte Person, da wir uns bei einem Fahrtechniklehrgang kennen gelernt hatten.


    Die anderen Protagonisten waren mir außerhalb vom Forum oder Whatsapp fremd. Was dann geschah, hatte ich so noch nicht erlebt. So eine enorme Hilfsbereitschaft hätte ich nie für möglich gehalten. Meine plötzlich Mechaniker kümmerten sich um meinen Boliden. Sie organisierten fehlendes Werkzeug oder Ersatzteile, schraubten und reparierten. Trailero hatte die zündende Idee - die Zündung hat sich verstellt. Trotz Messuhr zog er es vor, die Sellettra Zündung mit bloßen Händen, nach Gefühl, einzustellen.


    Kurz vor dem ersten Rennen wurde die Kiste fertig und ich betätigte den Kickstarter,als dieser nach hinten überklappte und somit unnütz war. Anschieben war angesagt! Hoffentlich ging mir der Motor nirgends aus....


    Am Vorstart ging mir der Motor aus.

    Hinter dem Startgatter ging mir der Motor aus.

    5 Sekunden vor Startschuss ging mir der Motor aus.


    Ein "tolles" Gefühl :(


    Als ich dann endlich ins Renngeschehen eingreifen konnte, hangelte ich mich langsam durch das Fahrerfeld und machte Platz um Platz gut. Meine Mechaniker hatten sich an strategischen Punkten an der Strecke verteilt und peitschten mich nach vorne. Ich hatte mir den 2. Platz hinter Franz Baur erkämpft, als direkt bei Start/Ziel die Kette riss und sich um den Motorblock wickelte.


    - Feierabend! Letzter Platz!


    "Baut ihr die Kette ab, ich schau mir erst noch die Pre 83 an, und dann schauen wir nochmal nach dem Vergaser" so Trailero.


    Ersatzkette hatte ich keine dabei

    Kettenschloss hatte ich keines dabei

    Und Kaltmetall, um das Loch im Motorblock zu flicken hatte ich.... keines dabei.


    Mit meinem Mofa, welches ich für weitere Wege dabei hatte, wurde ein Streckenposten (welcher ein Motorradladen hat) von seinem Dienst abgezogen. Dieser schnappte sich das Mofa und brachte uns die Teile. Verbaut war es schneller, als die defekte Kette aus dem Block herauszuoperieren, aber kurz vorm Start hatte ich wieder Vortrieb und der Vergaser war auch nochmals nachjustiert worden.


    Diesmal klappte es besser, ich kam am Start einigermaßen weg und schaffte es diesmal bis ins Ziel. Mit Platz zwei war ich ganz zufrieden, denn ich konnte manche alten Haudegen überholen, welche für die Profis unter euch bekannt sind. Da ich noch sehr neu in dieser Szene bin, kannte ich niemanden und musste somit auch vor niemandem Respekt haben :)


    In der Gesamtplatzierung wurde ich 3, was weniger an meiner Perfomance sondern eher am überschaubaren Teilnehmerfeld von 4 Startern in meiner Klasse lag.


    Ich war dennoch sehr zufrieden, "meine" Mechaniker auch!


    Nun geht es ans Reparieren, denn der nächste Renneinsatz steht in Goldbach schon an.