Bernie Profi Mitglied
  • Mitglied seit 27. März 2001
  • Letzte Aktivität:

Beiträge von Bernie

    Dem einen Händler musste ich den Unterschied von Mineralöl und Hydraulikflüssigkeit für die Bremse erklären. Dem anderen grad mal komplett, wie ne Gabel aufgebaut ist und wie sie funktioniert. Was es mit Compression und Rebound auf sich hat. Das einzige, was die können, ist Datenblätter ablesen. Wenn du denen dann aber ne Frage stellst, die darüber hinausgeht, gucken die einen an wie ne Kuh, wenn’s blitzt.

    Carsten_s


    yep, das auch. Seit dem das Thema Fahrrad und insbesondere eBike boomt wie verrückt, sitzen die Händler ja auf nem unfassbar hohen Ross. Die schieben die Bikes nur noch durch. Gewisse Grundanpassungen kommen überhaupt nicht mehr vor.


    Für unsereins kein Problem. Aber wenn ich da bspw. an meine Schwester denke, die sich vor nem halben Jahr ein eBike rausgelassen und gar keine Ahnung hat, finde ich diese Vorgehensweise von den Händlern mehr als fragwürdig. Hab ihr übers Telefon geholfen die Sitzhöhe und Sattelposition, die Armaturen den Luftdruck der Reifen und näherungsweise den Sag ihrer Luftgabel richtig einzustellen Support vom Händler komplett Fehlanzeige.

    Ja das meinte ich auch. Die Ausstattungen sind ab nem gewissen Level auf einem ähnlichen Niveau. Aber klar, das Grundlayout des jeweiligen Bikes macht dann schon den Unterschied. So war ja auch bei mir der Testride auf dem Stevens gleich so, dass ich mir dachte, das passt wie der sprichwörtlich Turnschuh.

    Danke dir Carsten. Ich denke, am Ende des Tages tun sich die Bikes in der Liga ja nicht viel und können alle richtig was. Das sind dann letztlich Feinheiten. Ich habe mich von Anfang an auf dem Stevens sehr wohl gefühlt. Anscheinend passt die Geometrie gut zu mir.


    Urspünglich war ich so ein wenig auf den Shimano EP8 Motor festgelegt. Der Bosch hat mich dann aber doch mehr überzeugt. Aber wie gesagt, m.E. jammern auf sehr hohem Niveau.

    Nach nunmehr knapp 9 Jahren Abstinenz auf der Enduro in Feld, Wald und Flur (die langjährigen User hier kennen die Hintergründe) lässt es mich doch nicht los und ich habe mir wieder was an Bord geholt um über Stock und Stein ins Gemüse zu fahren.


    Stevens E-Inception AM 8.7.1 GTF, u.a. mit der neuesten und sportlichsten Ausbaustufe des Bosch CX Motors (Performance Line), fest im Vollcarbon Rahmen verbauter 750 Wh Akku, Fox Float Performance Fahrwerk, via Funk ansprechbare SRAM GX AXS Schaltung etc.


    Hier mal zunächst eine Vorschau, das Bike bekomme ich kurzfristig.


    023E6434-FAB1-439C-8F04-F502EAAFE2F7.jpeg

    KTM muss echt was machen, genau so in den USA. Jacobi war echt mega stark, richtig gut!


    Ansonsten, super Rennen gewesen, Lommel ist schon der Hammer!

    Ich habe es schon mehrfach, mehrheitlich im MotoGP Kontext gesagt. Beirer macht als Gesamtverantwortlicher für das Pierer Motorsport Engagement zunehmend eine mehr als fragliche Personalpolitik.

    Moin Stephan,


    grds. stimme ich dir voll und ganz zu. Was das Motorradfahren, oder besser Offroadfahren anbetrifft, verhält es sich bei mir gleichwohl so: Ich saß mehrere Monate im Rollstuhl. Ich hatte einen steifen rechten Ellenbogen (bin Rechtshänder). D.h. ich konnte mir weder mit rechts die Zähne putzen, ein Bier trinken oder den Hintern abwischen. Ich musste lernen das alles mit links zu machen. Mein Oberschenkelknochen ist sukzessive abgestorben und in sich zusammengesakt. Kein Arzt der Welt kann mir sagen, wie stabil meine linke Hüfte (das, was noch da ist) und mein linker Ellenbogen ist. 1/3 meines Gesichtsschädels besteht aus Titanplättchen, das rechte Auge liegt auf einem Titannetz, damit es nicht in den Schädel absakt etc.


    Sowas will ich nicht mehr erleben und ich bin meinem Körper, dem lieben Gott und der modernen Chirurgie dankbar, für den Status, den ich habe. Man muss wissen, wann Schluß ist. Der Punkt ist bei mir definitiv erreicht. Insofern gilt stets: safety first. Es gibt nicht wenige Menschen in meinem Umfeld, die mich für völlig bescheuert halten, weil ich wieder Motorrad fahre.


    Und weißt du, was extrem schwer ist? Etwas zu finden, was einem eine ähnliche Freude bereitet, wie in meinem Fall das Endurofahren. Da wird es extrem dünn.

    Der ein oder andere wird es wissen. Ich hatte 2013 einen sehr folgenschweren Sturz beim Endurofahren. Im Herbst 2020 hatte ich meine vorerst letzte OP, die in direktem Zusammenhang mit meinem Sturz stand. OP Nummer 15 hat mir eine neue Hüfte beschert. Ich habe bleibende körperliche Beeinträchtigungen und einen Schwerbehindertenausweis mit einem Grad der Behinderung i.H.v. 80.


    Natürlich habe ich das Endurofahren aufgegeben. Und natürlich fehlt es mir sehr. Vor gut einem Jahr habe ich mir eine 990 Adventure gekauft. Auch mit der Idee damit mal so ein bisschen TET o.ä. zu fahren. Werde ich vielleicht auch mal machen. Aber wenn ich mir vor Augen führe, was es bedeutet, mit nem rund 220 Kilo Bomber offroad zu fahren - im Vergleich zu ner leichten Sportenduro (ich fuhr damals zuletzt eine 200 EXC) - bekomme ich doch ernsthafte Zweifel.


    Ich ertappe mich immer wieder dabei die Kleinanzeigenportale nach einer 150 EXC oder einer 250 EXC-F zu durchforsten. Allerdings wäre es in meinem Falle mehr als unklug wieder auf die Enduro zu steigen. Der Preis, den ich bezahlt habe, war einfach zu hoch. Jedem, der die Liebe und Leidenschaft für diesen Sport entwickelt hat, und ihn noch ausüben kann, dem möchte ich zurufen: Mache es solange es irgendwie geht. Ich beneide jeden, der noch Enduro oder MX fahren kann.


    Cheers