mork Profi Mitglied
  • Mitglied seit 25. Februar 2011

Beiträge von mork

    Interessante, aber auch erschreckende Diskussionen- hab z. B seit gut 30 Jahren tagtäglich beruflich mit Substanzen wie Fentanyl, Ketamin, Rohypnol und Konsorten zu tun und werde immer wieder ueberrascht wie wenig fundiertes Wissen ueber deren Umgang selbst im Medizinbetrieb vorhanden ist. Wenn ich schon wenig Vertrauen in Klinikaerzte, Pflegende +Sanitäter haben kann bin ich nicht sehr optimistisch dass eine weitere Verbreitung + mehr Zugang Sinn macht.

    Sehe da eher Parallelen zu den Diskussionen bzgl Schusswaffen und deren Verfügbarkeit in USA vs Deutschland.....

    Ich habe nicht vorgeschlagen das zeug zu verbreiten sondern wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist die Leute nicht dem Schwarzmarkt zu über lassen. Gerade weil Ärzte das zeug verschreiben entsteht ja in diesem Bereich die Abhängigkeit.

    ja die Holländer haben eine sehr schlechte Lösung gewählt. Sie haben das Geschäft in den Händen von kriminellen gelassen und denen erlaubt unbehelligt Geschäfte zu machen. Das ist verkehrt .

    Deshalb ist Entkriminalisierung nicht die Lösung sondern kontrollierte Legalisierung.

    Und man muss gut unterscheiden zwischen partykonsum und Versorgung von abhängigen.

    LSD, Ketamin ect. sollte in sauberer Form und mit Beratung verfügbar gemacht werden und natürlich zur Behandlung eingesetzt werden dürfen. Aber da tut sich ja zum Glück einiges.


    Und zu den 68ern. Was ist denn damals schlimmes passiert?

    Vor allem hat Nixon und seine Nachfolger und Nachahmer auf der ganzen Welt mit Hilfe des vorwands vom Kampf gegen Drogen den politischen Gegner versucht zu schwächen.

    gib dem ding einen anderen Namen und versuch die Welt ein bisschen mit Wohlwollen zu sehen.


    Soll dein Nachbarn Psychopharmaka bekommen und du nicht, weil du keine brauchst? Ist das dann total ungerecht?

    Wie kommt man auf die Idee, das mit einer Legalisierung die Beschaffungskriminalität sinkt. Der Apotheker will genauso Kohle für die Drogen wie der straßendealer (eher mehr, der Staat will ja auch was haben). Hab ich keine Knette muss ich sie für den nächsten Trip beschaffen.

    Hast Du schon mal den Opa beim klauen erwischt weil er sich sein Rohypnol nicht leisten kann?

    Zum Glück nicht, weil er es auf Rezept bekommt.



    Jetzt hab ich Zeit Dir zu Antworten.

    Wie bei so vielen Themen sind Drogen ein Aufreger Thema. Und wie bei solchen Dingen üblich muss man sehr genau hinschauen und nicht pauschalisieren um zu verstehen. Wer sich nicht mit der Materie ein bisschen beschäftigt will einfache Antworten, wie z.B. Aus den Augen aus dem Sinn aka Verbieten. Dass das nicht hilft sieht man ja an der gescheiterten Drogenpolitik seit Jahrzehnten.

    Dabei lohnt es sich hinzuschauen über was wir da eigentlich reden. Die Einteilung der Substanzen in Droge, Arzneimittel und frei verkäuflicher Ware wie Alkohol ist vollkommen willkürlich und hat vor allem etwas mit Kultur und Ideologie zu tun. Gut zu sehen an einem Herrn Söder der das größte Drogenfestival der Welt in der Landeshauptstadt abfeiert und gleichzeitig keine Macht den Drogen postuliert.

    Man sieht auch dass diese Einteilung nicht anhand der Gefährlichkeit vorgenommen wird. In Apotheken werden sehr viel gefährlichere Substanzen abgegeben als LSD. Z.B. Fentanyl oder etwas harmloser aber auch höllisch süchtig machend DIazepam. Weil diese Substanzen gesellschaftlich nicht so wahrgenommen werden wie sie eigentlich sind, gibt es da Gesellschaftlich keine Schwierigkeiten.


    Worauf ich hinaus will ist nicht das wir unsere Gesellschaft mit Drogen fluten, sondern, dass wir erstens den Menschen die sie konsumieren die Möglichkeit schaffen dies unter sicheren Bedingungen zu tun. Das bedeutet nicht dass man jedem 14jährigen Herion in die Hand drückt sondern dass man süchtigen hilft und damit Kriminalität und gigantische Folgekosten verhindert. Ein Heroinsüchtiger ist im Endefeckt nicht anders als ein Mensch der Psychopharmaka nehmen muss (wobei Opiate oft besser verträglich sind als dass was der Psychologe verschreibt) Das bedeutet jeder der nicht wegen Beschaffungskriminalität und schlechter Ware den Staatshaushalt belastet ist ein Gewinn. Vereinfacht gesagt, es ist billiger und menschlicher und hilft allen. Der Polizeit ,der Justiz , bekämpft die Kartelle, und am allerwichtigsten es hilft den Menschen.

    Portugal hat schon einen ersten Schritt in diese Richtung gemacht und bezeichnet das als großen Erfolg.


    Zum Beispiel LSD: Der Aufbau von Toleranz gegen die Substanz bedeutet, dass man nichts mehr spürt am Zweiten Tag oder extrem viel nehmen muss. In der Praxis führt das dazu dass LSD nicht wie andere Drogen wie z.B. Speed funktioniert. Nebenbei gibt es eine Statistik nach der ca 10% der US-Amerikaner schon mindestens ein Mal im Leben LSD konsumiert haben. Ich will LSD nicht verharmlosen, sondern in den Kontext setzen zu Substanzen wie oben erwähnt z.B. Fentanyl was verkauft wird und allein in den USA im letzten Jahr über 100000 Tote verursacht hat!

    wikipedia zur NZZ:


    Die NZZ erfreut sich seitdem steigender Sympathie in der politischen Rechten in Deutschland.[48] So beschrieb im Juli 2019 der ehemalige Präsident des deutschen Bundesamts für Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen die Zeitung in einem Tweet als «Westfernsehen»,[49][50] wovon sich die NZZ distanzierte.[51] Ebenfalls distanzierte sie sich von einem Aufruf der AfD-Politikerin Beatrix von Storch, sich bei der NZZ auf ein Volontariat zu bewerben.[52]

    Ich seh es anders rum: würde niemand Stoff verticken dann gäbe es auch keine Junkies.

    was du da vorschlägst ist gängige Politik und seit Nixon unter dem Namen War on Drugs bekannt. Das funktioniert genauso gut wie jeder Versuch von Prohibition. Nämlich gar nicht.

    Das sieht man z.b. gut an LSD. Wie viele Menschenleben wurden dank des Verbots gerettet? Vermutlich keines. Das zeug ist nicht tödlich, macht nicht abhängig und ist noch nicht mal giftig für Leber ect.

    Es ist aber seit den 60ern bekannt dass es hervorragend hilft in der Therapie von Alkoholsucht. Und wie viele alkoholkranke sind seit den 60ern gestorben?


    Anders ausgedrückt. Der Mensch braucht und will Drogen aller Art. Der Umgang damit muss man lernen genauso wie mopedfahren. Und dann muss man auch lernen auf welche Mopeds man sich besser nicht setzen sollte und von wem man keine kaufen sollte.

    Deshalb ist es gut das Mopeds Standarte erfüllen müssen und legal gebaut werden.

    DDann vielleicht anders:


    Bin ich schuld an dem was die Treuhand im Osten verbrochen hat? Nein bin ich nicht. Habe ich eine Verantwortung mich dafür zu interessieren welche folgen das bis heute hat und wie Menschen darunter leiden und mich zu kümmern dass die Politik dem Rechnung trägt? Na klaro!

    Ich wüsste nicht welchen aktiven Teil jeder einzelne davon trägt.

    Da liegt vermutlich der Hund begraben. Vieles wird über die Zeit vergessen und davon kommt sowas.

    Kleines Beispiel: Mein Opa hat im Krieg fleißig Leute z.B. in Griechenland ermordet und dabei mitgeholfen wie dass Deutschland einen gigantische Summe Geld von den Griechen bekommen hat ebenso wie alle Ernten ect.

    Habe ich daran Schuld. Nein. Aber ich habe eine Verantwortung für dass was damals geschehen ist, weil dieses Land immer noch davon Profitiert.

    Daher muss Deutschland und ich als Inhaber eines deutschen Passes mich mit sowas auseinandersetzen. Damit sich am Ende Geschichte nicht wiederholt und die Welt ein besserer Ort wird.

    Gerade DIESE Jobs braucht kein Mensch. In anderen Ländern steht darauf die Todesstrafe. Zurecht wie ich finde.


    Neulich im Krankenhaus das Gegenteil. Arzt, wahrscheinlich Osteuropäer. Schlechtes Deutsch. Man konnte ihn gerade so verstehen. Ich nenn es mal Pfleger: schwarz, Rastas, akzentfreies Deutsch, nett zuvorkommend und freundlich. Da sag ich mal herzlich willkommen. Willkommen in D. Willkommen im Spiel. War wirklich ein netter Kerl. Wenn nur alle so wären.

    Ich arbeite auch gelegentlich mit einem Nigerianer zusammen . Auch ein durchaus feiner Kerl. Früher hatte er noch ein paar Landsleute mit dabei. Die waren aber schon sehr grenzwertig. Ich habe zu ihm gesagt wenn er weiterhin kommen möchte soll er seine Gefolgschaft lassen wo der Pfeffer wächst ansonsten braucht er auch nicht mehr kommen. Er sagte: kein Thema. Mach ich, denn die gehen mir sowieso auf die Nerven. Seither kommt er alleine und alles ist schick👍🏻

    Diese jobs werden offensichtlich gebraucht. Und zwar z.b. von euren Club Besuchern. Die waren vermutlich katholisch und hießen Christian.


    Aber abgesehen davon: wenn man das nicht will dann muss man den Leuten eine Arbeitserlaubnis geben. Ich bin davon ausgegangen dass es allgemein bekannt ist dass Asylbewerber nur extrem schwer eine Arbeitserlaubnis bekommen.

    Niemand hat Bock auf solche Jobs.


    Und es sind trotzdem Ausnahmen die sowas machen.

    Wer nicht fragt warum manche Dinge sind wie sie sind wird meist die falschen Schlüsse ziehen.


    Im Winter fahren die meisten Leute mit Winterreifen. Nun passieren die meisten Unfälle im Winter also auf Winterreifen. Ganz klar also dass die reifen schuld sind.


    Wenn man den Asylbewerbern verbietet zu arbeiten sind die natürlich die die illegale Jobs machen.