WEAL Mitglied
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Beiträge von WEAL

    Die gegossenen Nockenwellen vieler Fahrzeuge sind im Bereich der Nocken abgeschreckt nach dem Guß, das gibt dann paar Millimeter Härtetiefe, die aus Stangenmaterial gefertigten Nocken werden einsatzgehärtet, für so eine Nocke eignet sich dann EC80 mit einer Einsatztiefe von mindestens 0,8mm. Ich habe schon viele Nockenwellen abgeändert oder auch aus Gußrohlingen komplett neu angefertigt. Auch EC 80 Nocken laufen erfolgreich in einigen meiner Motoren. Durchgehärtet sind Nockenwellen nicht.

    Ich bin mal vor einigen Jahren in Schweighausen mitgefahren bei den alten Mopeds, da war der Kaspar auch am Start mit einer 250er Maico, vermutlich 79er Modell. Er hatte die kleinen Radnaben von der 125er drin - genau wie das angebotene Motorrad.

    Hat der Motor zwei Nockenwellen? Wenn ja, ist direkt hinter den aufgeschraubten Zahnrädern eine abgeflachte Stelle zu erkennen. Beide Nockenwellen müssen mit ihren Abflachungen genau nach oben stehen bei Kolben im OT, da legst ein Flachmaterial drüber, dann siehst sofort ob da was faul ist. Ist das der Fall, verstellst die Nockenwellen bis die Flächen oben sind und Kolben auf OT. Wenn der Motor einen hydraulischen Kettenspanner hat, liegt hier der Fehler für´s Überspringen der Kette. Ersetz den durch Neuware oder einen mechanisch verstellbaren.
    Falls ein Rad auf der Nocke verdreht sein sollte, Schraube etwas lösen, Zahnrad mit Abzieher etwas unter Spannung setzen und schnell anwärmen, dann sollte es vom Konus runterploppen.
    Falls das ein Motor mit einzelner Nocke ist und keine Markierungen auffindbar, stellst den Kolben auf OT, Nocke auf Überschneidung und dabei den Einlaß ein paar Zehntel (3-5) mehr auf als der Auslaß. Das ergibt dann einen identischen Ventilhub so ca 2 bis 8 Grad vor OT - damit läuft jeder Motor recht gut

    Über eine Form klopfen war mir bisher immer zu schwierig da ich keine Stauch/Streckmaschinen hab. Ich hab alle meine Alutanks, Heckbürzel etc in eine Form aus Beton geklopft. Aus Styropor wurde der Tank vorgeformt (meist am Motorrad damit man auch eine Vorstellung bekommt, wie das Ding nachher passt), dann mit Gips überspachtelt und in die perfekte Form geschliffen. Danach wird das Modell mit übrigem Lack vom Gartenzaun oder Geländer etc mehrfach überstrichen. Das schließt die Poren vom Gips. Dann noch einwachsen mit Sprühwachs und ab in die Blechkiste. Ich hänge meine Tanks immer überkopf in eine Kiste mit rundherum ca 5cm Platz. Da kommt dann noch Hasengitter/Drahtgeflecht rein und danach Beton. Wenns hart ist, wird das Modell entfernt und der Betonabdruck gereinigt und versiegelt mit Parkettlack oder sonstiger Farbe, Epoxydharz geht auch. Das sorgt für eine nicht bröselnde Oberfläche. Dann wird überlegt, in wieviel Teilen die Oberhaut des Tanks zu erstellen ist. Die Bleche werden mit Überlappung zugeschnitten und außerhalb der Form soweit bearbeitet, bis sie ungefähr die richtige Form haben. Dann wird in der Betonform mit Kugelhammer das Blech noch richtig an die Form rangetrieben. Wenn dann die Oberteile fertig sind, heftet man die Blechteile in der Betonform aneinander (Überlappend!). Danach kann dann in der Überlappung mit der Stichsäge durch beide Bleche gesägt werden, das gibt den perfekten Stoß fürs Verschweißen. Mein Eglitank war recht einfach mit zwei Teilen, der Manxtank benötigt drei. Heckbürzel, sofern rundlich, gehen aus einem Stück. Das Alublech (AlMg1) wird ab und zu wieder erwärmt auf ca 200 Grad, das reduziert die Härte, danach läßt sich das Blech besser formen. Nach gewisser Zeit kehrt der alte Zustand zurück und die Tanks sind dann deutlich stabiler als der Aluplunder aus England. Wenn die Tanks poliert werden, schweiße ich die Oberseite von außen und innen da ja außen die Naht weggeschliffen wird.

    Weiß jemand was Genaues über neue Bestimmungen in Italien? Ist da das Training für Deutsche nur noch mit gültiger Lizenz erlaubt? In Bosisio wurde ich schon letztes Jahr nach "Lizenza" gefragt, konnte aber nach Verweis auf meine diversen AMA und DMSB Lizenzen der vergangenen Jahre doch fahren. Nachdem ich dem Betreiber dann mal geschrieben habe, kam die Antwort, daß das Training nur mit deutscher oder italienischer Lizenz erlaubt ist.
    Cadrezzate hat oder hatte wohl auch in Facebook eine Info drin, daß ab 2020 eine Lizenz nötig sei.
    Ich hab zwar wieder eine Lizenz beantragt, die ist aber noch in Arbeit und am Wochenende könnte man Fahren gehen - wenn klar wäre, was in Italia im Moment gefordert wird oder ausreicht....
    Wäre schön, wenn jeder, der einen Betreiber einer Strecke kennt, Kontakt aufnimmt und dann hier die Strecke und die Voraussetzungen fürs Training reinschreibt.

    Das Prinzip ist so alt wie der Viertaktmotor - solange der Unterbrecher, egal ob mechanisch oder elektronisch, auf der Kurbelwelle sitzt, gibt es eine Aufladung der Spule und dann beim Kontaktöffnen natürlich auch einen Funken. Da beim Überschneidungs-OT der Auslaß noch etwas offen ist während der Einlaß erst zu öffnen beginnt, kann der hier eintreffende Funken auch nichts zünden. Das Abgas ist zündunfähig, Frischgas ist noch nicht in genügender Menge vorhanden. Bei den sehr einfach konstruierten Einzylindern ist der Vorteil dieser Anordnung der wesentlich genauere Zündzeitpunkt da die Variablen des Nockenwellenantriebs und der Wärmeausdehnung keine Rolle spielen, einziger (vernachlässigbarer) Nachteil ist der höhere Energiebedarf. Mehrzylinderspulen (Doppelspule) befeuern immer die zwei Zylinder, die gleichzeitig in der Nähe des OT´s sind - beim einen ist zündfähiges, komprimiertes Gemisch drin mit entsprechender Folge, der andere tut keinen Mucks denn er ist auf Überschneidung.

    Verlängere/verlege den angeschraubten Auftritt nach hinten, nicht das Schmiedeteil schweißen, das wird dann viel seiner Härte verlieren und verformt sich schneller. Hebelverhältnis: kurzer Hebel vor Drehpunkt erfordert mehr Druckkraft für gleiche Bremsleistung - allerdings bei geringerem Hebelweg.

    Mein Kamerad möchte seinen LKW verkaufen, der Sohn fährt Seitenwagen WM und braucht das Womo nicht mehr. Das Ding ist sehr komfortabel ausgestattet, bietet Platz für 2 Gespanne (übereinander mit elektrischer Seilwinde) - auf die Art sollte man auch 4 Solos unterbringen können. Jedenfalls ist alles dran und drin, was man auf dem Rennen braucht oder zur Weltreise. Anfragen bitte an Markus direkt: 017einsvier936siebeneins4 Ich hab etliche Bilder, die schick ich dann an ernsthafte Interessenten. VHB 25000

    Ich hab problemlos meine Zylinderköpfe, Zylinder und Motorgehäuse gießen lassen - mit selbstgeschnitzten Holzmodellen. Zylinder und Köpfe in einer kleinen Gießerei die damals hauptsächlich Hubschrauberteile goß, Motorgehäuse in einer großen Bude, die für Porsche Motorteile gießt. Der alte Gießmeister hat sich gefreut, seinen Lehrlingen zeigen zu können, wie der Handguß mit Holzmodellen früher funktioniert hat!
    Für den Mugenkopf könnte man auch die Brennraumkalotte in die Gußform einsetzen und dann nur die obere Haube draufgießen - es gibt im Motorenbau mehrere Beispiele, wo sowas zuverlässig funktioniert hat.
    Cheers

    wenns zugänglich ist, legst ne Schweißraupe rein. Meistens schrumpft die Raupe denn Ring schon etwas und außerdem könntest eine im Durchmesser passende Scheibe reinheften - da kannst dann draufkloppen.

    eine Tellerfeder wird wieder schwächer wenn sie über den höchsten Druckpunkt bewegt wird. Kann daher gut sein, daß du jetzt mit weniger Vorspannung mehr Handkraft brauchst aber die Feder "sanfter" das Paket unter Druck setzt, d.h. der Schleifbereich wird etwas besser dosierbar.