Obsolet Mitglied
  • Mitglied seit 27. Mai 2010
  • Letzte Aktivität:

Beiträge von Obsolet

    ...wie schön ist der Ostblock und was für tolle Motorräder könnten wir bauen, wenn wir nicht so pleite wären.

    Ich bin zwar ein "Wessi" aber zu dieser Aussage stehe ich zu 100 Prozent.

    Was haben die Kameraden hinter dem Eisernen Vorhang mit ihren Möglichkeiten für tolle Motorräder geschaffen und damit sensationelle Resultate erzielt.

    Und um wie viel trauriger ist es, dass von all dem überhaupt nichts geblieben ist.

    Letzeres gilt leider für das gesamte Deutschland und schmerzt mich hinter meiner Maico-Brille um so mehr.

    Um es auf den Punkt zu bringen: Die Husqvarna CR 125 war ein bildhübsches Motorrad. Zu mehr war sie nicht in der Lage.

    Der Jose hat mit Kampfpreisen versucht sie los zu werden. Was nicht gelungen ist weil unterm fahrenden Volk eigentlich jeder über die Luftpumpe Bescheid wusste.

    ist doch das Cantilever-System, das Yamaha Ende der '70er in den DT250/400MX hatte

    http://www.dt400mx.de/fotos/ede/10140001.jpg

    Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Der Fritz Kramer hat sich seine Lösung mit der Dreiecksschwinge und den Federbeinen unter dem Tank vor der Yamaha-Konstruktion mit dem Monolever ausgedacht.

    Grundsätzlich hat seine Konstruktion fahrwerkseitig mindestens genau so gut funktioniert wie die Idee von Yamaha.

    Es gab nur zwei Probleme mit der Kramer-Lösung:

    Das eine Problem lag darin, dass für die Airbox mit Luftfilter und die Luftführung des Ansaugkanals zu wenig Platz vorhanden war. Da waren die beiden Bilstein-Federbeine im Weg, die der Christoph Specht beigesteuert hat.

    Das andere Problem war die fehlende Kühlung der unter dem Tank im Tunnel liegenden Federbeine. Wegen der waagrechten Position der Federbeine konnten auch nur Gasdruckdämpfer verwendet werden, die aber im Rennbetrieb trotzdem überhitzten und in der Dämpferwirkung nachließen.

    Okay, dann waren sie also Brüder.

    Besser als über die Familienverhältnisse kann ich mich aber erinnern, dass der Franz Haaf in der Zeit, als er als Vertragsfahrer in der Trial-DM für den SWM-Importeur METI startete, auch eine auf SWM umgestrickte Kramer Enduro mit Rotax-Motor fuhr. Vielleicht ist das seine Reliquie, denn das Bauen, Umbauen, Hinundherbauen war immer ein Thema beim Franz.

    Der damalige METI-Chef weilt doch auch irgendwie hier in der Szene, vielleicht kann der Licht ins Dunkel bringen.

    Es hat zwei Haaf Brüder gegeben.

    Einer ( Franz) war sehr erfolgreich im Trial auf SWM, war ein unterstützter Fahrer vom SWM Importeur .

    Sehr wahrscheinlich, daß jemand SWM Teile zu Hause liegen hat.

    Uwe Haaf ist schon 1980 eine 350er SWM gefahren im GS.

    Wenn ich mich richtig entsinne waren die beiden Haafs aber keine Brüder

    Hallo Peter,


    auch dir ein gesundes neues! Kannst ja mal bei der MC und bei der GS die Zähne vorn und hinten zählen ;) , aber nur wenn du Lust hast. Luftfilter war bei mir keiner drin, deshalb die Frage. Ich glaub ich muss mal mit nach Novegro.


    Heute hab ich mal die Gabel zerlegt. Tauchrohre scheinen Magnesium oder Magn-Legierung zu sein, sehr leicht. Eine kleine Feder direkt unter dem Verschlußstopfen ist gebrochen, alle O-Ring eckig und alles komplett versifft. War aber trotzdem noch Druck drauf.

    Im Gabelstopfen unterhalb der gebrochenen Feder sollte sich am Ende des Sackloches noch die zugehörige kleine Ventilkugel befinden, die von der Feder beaufschlagt wird. Ist die denn noch da?

    Die Tiefschnee-Schneemobile von Lynx haben als Modellnamen auch Boondocker. Also der gleiche "Fehler". Scheint aber niemanden zu jucken, einfach weil die Dinger erste Sahne sind.

    Da sehe ich keinen Widerspruch. Stammt nicht die Zielgruppe derer, die damit rumtollt, ohnehin aus dem Reich der Schrate?

    Ist die "Boondocker" einfach nur in USA so genannt worden oder ist an der auch was anders ?

    Ja die Hercules Geländemaschinen hatten in den USA die Typenbezeichnung Boondocker und hießen dort auch nicht Hercules sondern DKW.

    Die Amis konnten mit dem Begriff Geländesport nichts anfangen, zumal da auch noch ein Malefiz Umlaut drin war.

    Also wurden die Hercules GS-Modelle zu DKW Boondockern, wobei ich nicht weiß, welch Unglücklicher auf diese Idee kam.

    Die Übersetzung von Boondocker ins Deutsche ist m. E. wenig schmeichelhaft und kann unverfänglich gerade noch so eben als einfacher Naturbursche interpretiert werden.

    In Wirklichkeit wird damit aber umgangssprachlich ein verwirrter ahnungsloser Waldläufer beschrieben.

    Schrat halt.

    Ich sag mal so:

    Für diejenigen, die wie ich und andere früher so etwas mal bewegt haben oder die Historiker, die sich noch daran erinnern können, dass der Müller Lenz mit so einem Ackerfahrgerät 1960 Deutscher Geländemeister in der 175er Klasse wurde und der Lippl Hans in der 100er Klasse noch dazu, ist das schon noch etwas besonderes.

    Das Fahrverhalten des Schwingenfahrwerks ist halt sehr "speziell", weil die Schwinggabel mit ihrem mickrigen Federweg beim Bremsen aufsteigt und sich die Federung verhärtet. Es ist halt ein Fahren wie vor dem Krieg

    Aber der Zustand der angebotenen Mumie lässt mich erschauern. Und wenn ich noch an das Sachs-Ziehlkeilgeschloddel denke erspare ich mir besser den Rest ...

    Das wird schon werden mit der Eröffnung, da ist mir nicht bange. Es ist ja jetzt schon wunderbar geworden.


    Aber ein Anliegen zu den herrlichen Schwarzweißbildern aus den 60er Jahren habe ich noch:


    Benennt bitte bitte auf den Fotos die abgebildeten Fahrer, sonst geht in Bälde das noch vorhandene Wissen um die darin dokumentierte Geländesportszene komplett verloren.


    Ich gehöre ja zur älteren Generation, aber außer dem Manfred Sensburg, dem Lorenz Specht und dem gerade vor Kurzem verstorbenen Gernot Leister habe ich da auch schon niemanden mehr erkannt.


    Ergänzt also bitte die Bilder mit den Namen der verdienten Sportkameraden bevor es zu spät ist!