Getriebeproblem/Schaltbarkeit TE/EXC 300

  • Hallo,


    an meiner Husaberg TE300/2011 hab ich das Problem, daß bei heißem Motor sich das Herunterschalten (mit und ohne Kupplung) in den ersten Gängen etwas schwierig gestaltet. Zuweilen kann ich überhaupt nicht mehr (oder sehr widerwillig) z.B von 3 in 2 oder von 2 in 1 Schalten. Ich dachte mir das liegt am Getriebeöl und hatte nun die vorgeschriebene Menge 10W60 eingefüllt, jedoch hat sich das Problem gestern wieder gezeigt.


    Bei normalen Umständen funktioniert alles prima, nur eben bei extremen Beanspruchungen (ständige steile Tiefsandauffahrten über längere Zeit) in denen der Antrieb stark beansprucht wird, fällt das extrem auf.


    Der Motor hat gerade mal 75 Stunden drauf :(
    Laut Vorbesitzer sind die Kuplungslamellen bei 55 Stunden gewechselt.


    Hat mir wer einen Tipp?


    Grüße


    Roland

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  • Hi,


    generell sind mir beim KTM Getriebe aus der Vergangenheit zwei Dinge bekannt, die das Schalten erschweren können, jetzt mal wirklich große Defekte aussen vor.


    Entweder hat sich früher gern mal die Schraube #16 gelockert, dann geht aber meist nicht mehr viel oder bei mir hatte sich die Feder #9 gesetzt.


    [Quelle: http://www.ktmworld.com]


    KTM - Freude am Schrauben :biggrin:


    Wenn es zum Ingenieur nicht reicht, kannst du immer noch Arzt werden :teufelgri

  • Hallo,


    was mich wundert ist, dass das Problem nur dann auftritt, wenn die Kiste richtig heiss wird und ansonsten das getriebe wie butter schaltet. Mit dem 10W60 sollte doch die Viskosität zumindest allerfeinst sein ... Solche Probleme kenne ich von Maschinen, welche zu wenig Öl drin haben und irgendwann ist das so heiß, dass die Passungen zu eng sind und das Ganze schwerer geht. Im Getriebe sind jedoch die vorgeschriebenen 800ml drin ... Kann es sein, dass das daran liegt, dass die Kiste erst sehr wenige (75) Betriebsstunden drauf hat und erst einlaufen muss?


    Oh man, ich hab keine Lust den Motor zu öffnen :dk:


    Grüße


    Roland

  • Ich hatte bei der 300er Bj. 2010 anfänglich das Problem, dass sich das Getriebe generell bescheidener schalten hat lassen, als bei meiner 400er. Das Problem war aber eher das Hochschalten. Das ging so bis ca. 30 oder 40 Bh. Meine hat jetzt auch so um die 80 Bh und
    das hat sich eigentlich gelegt.


    Das mit der Feder trat bei der 400er auf, auch mit einer Austauschfeder. Dann hab ich die
    Feder einfach mal ordentlich auseinander gezogen und danach keine Problem mehr. Die "Gabel" #8 kommt dann nicht mehr so ordentlich in die Schaltkulisse #15 und verkantet sich.
    Da hatte ich ähnliche Phänomene, wie du sie beschreibst. Aber auch eher beim Hochschalten. Runter ging immer und wenn ich meine 85 kg Lebendgewicht auf den Hebel stellen muss ;)


    Bei der 300er hatte ich die Feder vor kurzem mal überprüft, das Problem mit "schlechtem" Federstahl scheint wohl behoben zu sein. Das Teil war äusserst straff.


    Leider müsstest du dafür den großen Kupplungsdeckel abmontieren. Ohne Not möcht ich das auch nicht machen.

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  • Hallo,


    ich konnte heute bei einer ausgiebigen Ferkelei noch weiter das Problem eingrenzen. Wenn ich runterschalte, dann kommt der Schalthebel nicht mehr wirklich zügig in die Ursprungsstellung zurück. Teilweise bleibt er unten auf halbem Weg hängen und dann kann ich erst wieder runterschalten, nachdem ich den Schalthebel etwas hoch ziehe. Mir scheint da ist die Rückholfeder gebrochen ...
    Ist das die Feder 14? Wie komm ich da am einfachsten ran?


    Grüße


    Roland

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  • Das kann gut sein. Müsste auch von der Feder #14 her kommen.


    Ich kann es dir nur von meiner 400er her beschreiben, dürfte aber ziemlich ähnlich sein.


    Du baust den Schalthebel #31weg.
    Dann den Kupplungsdeckel runter (den großen).
    Anschließend Kupplungkorb ausbauen.
    Dann kannst du die Achse #5 herausziehen (von der Kupplungsseite her).
    Da sollte dann hoffentlich alles dranhängen.


    Anschschließend "in umgekehrter Reihenfolge" alles wieder zusammenbauen.


    So hab ich es zumindest mal hinbekommen.


    Ich hatte damals das Moped auf die "linke" Seite gelegt.


    Gruß


    Andy

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  • Glaub ich nicht. Ohne feder 14 kommt der schalthebel garnicht mehr zurueck. Da klemmt irgendwas bei deinem Mopped wenn es temperatur abhaengig ist.
    Bei mir brach mal die 23. Aber , wenn ich mich richtig erinnere, passt das nicht zu deinem Fehlerbild.
    Viel Glück


  • Hi,


    war eben noch in der Garage. Im kalten Zustand springt der Schalthebel ohne jeglichen Probleme wieder in die Grundstellung zurück, so dass es wohl wirklich ein thermisches Problem ist .... Shit ... 72 Stunden drauf :(


    Grüße


    Roland


  • Das widerum ist eher unwahrscheinlich, wenn die Feder gebrochen ist kommt nichts mehr zurück, egal ob warm oder kalt. Ob eine Feder im kalten Zustand etwas mehr "Spannkraft" hat und im warmen weniger, kann ich nicht sagen.


    Aber irgendwie wirst du ohnehin nicht drum herumkommen, zumindest den Kupplungsdeckel abzubauen und mal nach dem rechten (oder auch nach dem linken :) ) zu schaun.
    Man sieht dort den Mechanismus dann eigentlich recht gut.


    So schön es ja von der Geräuchentwicklung her ist, dass sie den Kupplungskorb jetzt (wieder) verschraubt haben, so wartungsfreundlich war jedoch die Variante mit dem Segering bei meiner 400er. D.h. zum Kupplungskorb abschrauben musst du dir Gedanken über einen "Gegenhalter" machen. Die russische Methode geb ich jetzt hier mal nicht zum besten :biggrin:

    KTM - Freude am Schrauben :biggrin:


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  • Hi,


    ich befürchte auch, dass alles nichts hilft. er Deckel muss ab und die Lager, Federn, Wellen geprüft werden. Eventuell hat die Welle auch einen Schlag abbekommen, die Nadellager defekt .... So ist das ja ein Kaffeesatzlesen ...


    Gegenhalter? Lass mich bitte nicht Dumm sterben!
    Schlagschrauber :kuck:


    Grüße


    Roland

  • Hi,


    der Kupplungskorb ist festgeschraubt. Um die Schraube zu lösen musst du irgenwie
    den Korb "festhalten", sonst dreht er sich munter mit. Dafür gibt es von KTM einen Gegenhalter. Damit hälst du den Kupplungskorb und mit der Ratsche löst du die Schraube. Kenn ich von meiner Suzi her auch.


    Da ich bei der Suzi nie nen Gegenhalter hatte, hab ich nen Lappen in die Zahnräder und diese somit blockiert. Bei KTM steht da aber was von 90 Nm oder in der Größenordnung. Das erscheint mir für die "Methode" verdammt viel.


    Bei der 400er war der Korb nur auf die verzahnte Welle geschoben und mit nem Segering "fixiert".


    Vielleicht kann uns hier einer weiterhelfen, hinsichtlich einer Methode zum "Schraube öffnen" ohne Gegenhalter. Vielleicht kostet er aber auch gar nicht so viel.


    Sowas in der Art:


    http://www.louis.de/index.php?…rtnr_gr&artnr_gr=10003617



    [Quelle: http://www.louis.de]

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    Einmal editiert, zuletzt von heinzelmann ()

  • tach Roland


    zum Öffnen würde ich auch den Schlagschrauber nehmen
    wenn du keinen hast kauf dir einen, es rentiert sich
    für deinen Bedarf lang so ne Chinajuckel


    zB sowas


    zum Zumachen brauchts trotzdem den Gegenhalter für den Dremo
    der oben gezeigte vom Louis ist iO, hab ich auch im Einsatz

  • Hi,


    danke für Eure Tipps :)
    Einen Schlagschrauber hab ich. Ein guter Kumpel ist Produktmanager bei Berner :biggrin:


    Sowie ich Zeit/Lust hab ....


    Grüße


    Roland

  • Hallo,


    die ganzen Schaltwellenkleinteile sind nun nebst Federn getauscht und nun geht das wieder.
    Matterialkosten ca. 30 €, Arbeitszeit 3h.


    Grüße


    Roland

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