Seitendeckel YZ 125 1977 noch zu retten?

  • Hallo Gemeinde,


    habe bei E-Bay USA vom "virtuellen" Schrotthändler einen Seitendeckel von einer 1977'er
    Yamaha ergattert, (Kupplungsseite). Es war schon von vorneherein klar dass der Deckel
    mitgenommen und angefressen war. Der Preis der Ware, (die Hälfte des Portopreises als Budget Versand und damit auch noch Mehrwehrt und Steuerfrei), war einen Versuch wert.


    Nun isser endlich da, (6 Wochen später), allerdings nach ersten Grobreinigung stell ich mir jetzt gerade die Frage ob sich weiteres dran Arbeiten noch lohnt:


    Zur Illustration der probleme erst mal ein Bild von vorn:


    Ein Bild von hinten, (da scheint sich irgendwann vor langer Zeit die Kupplung zerlegt zu haben):


    Korrosionsfraß gibt es leider jede Menge im unteren Bereich:



    Und ein paar Risse, (geflickt), sind auch noch vorhanden):



    Was soll ich damit machen:


    1. an die Wand nageln / wegschmeissen / entsorgen, ... und weiter suchen?


    2. Reparatur mit Knetmetall


    3. Reparatur mit Lumiweld


    4. Zur Reparatur an einen Spezialisten, ich kenne nur keinen.


    Ich vergaß wofür ich den Deckel benötige:


    Ist als Ersatz für den Deckel meiner Yamaha TY gedacht. Die TY hat noch das Autolube
    system, dass ich abklemmen möchte, die Ausbeulung im Gehäusedeckel bzw. zusätzlichen Platz brauche ich nicht mehr. Statt des TY Deckels kann man auch den obigen verwenden.


    Originaldeckel Kupplungseitig:


    Leider sind die Deckel einzeln nur noch ganz selten zu bekommen, daher würde ich schon einiges an Zeit und Geld investieren wollen um entweder den obigen zu reparieren oder nach einen weiteren Ersatz zu suchen.


    Hat hierzu einer eine Empfehlung?


    Kann jemand einen Reparaturbetrieb oder Schweißer empfehlen der einen solchen malträtierten Magnesiumdeckel wieder richten kann?

    • Offizieller Beitrag

    Ich würde den sauber entfetten, mit Zweikomponenten Flüssigmetall jeweils von innen und aussen flicken so daß das Zeug zusammenfliesst , drüberschleifen und lackieren.


    Ein Versuch ists wert, ich fahr bei der Husky seit Jahren mit einem so geflickten Deckel.

  • Ich würde den sauber entfetten, mit Zweikomponenten Flüssigmetall jeweils von innen und aussen flicken so daß das Zeug zusammenfliesst , drüberschleifen und lackieren.


    Ein Versuch ists wert, ich fahr bei der Husky seit Jahren mit einem so geflickten Deckel.


    Welchen Zweikomponenten Flüssigmetallkleber hast Du denn dazu verwendet?


    Meine bisherigen Erfahrungen mit dem flüsigen Kleber sind nicht ganz so gut was die "Nachbehandlung" angeht.


    Der Kleber, "Loctite ... (Name mir gerade entfallen), klebt zwar super gut, wird jedoch nicht 100% hart. Damit ist mir mit dem Zeug was ich habe ein weiteres Schleifen und Nachlackieren schwierig bis unmöglich gewesen.


    Ich persönlich habe bisher immer Metallknete verwendet, damit soger herausgebrochene Stege wieder repariert.


    Vorher:


    Nachher:


    Ein bisschen Schiss habe ich noch wegen dem Magnesium, das Zeug gammelt wirklich extrem leicht,
    bereits nach dem Abwischen mit Aceton bildet sich binnen weniger Augenblicke wieder weißer Staub.


    Ich würde daher vorher alle "kariösen" Stellen mit dem Dremel wegfräsen und erst dann mit Kaltmetall- Flüssig oder als Knete die Stellen reparieren.


    Dananch bekäme der Deckel auch innenseitig eine Beschichtung mit Motorlack, (R.H. Lacke).


    Soweit OK der Verfahrensweg?

  • http://www.nabsluck.de/


    Kann ich nur empfehlen, wenn du ihn schweissen lassen willst.


    Grüße Falk



    Habe mir gerade die Seite angesehen, sieht ja perfekt aus, eventuell eine Kostenfrage,
    wenn dann würde ich den Deckel "ganzheitlich" bearbeiten lassen.


    Also schliessen der Risse im Schweissverfahren und die partiell erforderliche Rekonstruktion der unteren Deckelflanke.


    Vielen Dank schon einmal, ich hoffe nicht dass das super teuer wird?
    (evtl. kann ich ja für ihn Vorarbeiten am Deckel erledigen?)

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