Ventile aus Zylinderkopf ausbauen, Tip!

  • Hi
    Wollte hier mal ne Tip weitergeben den ich glaub ich mal irgend wann in meiner Ausbildung aufgefasst hab...!
    Also ich musste die Simmerringe auf den Ventilen wechseln heißt also Ventile raus, alles sauber machen und Ventile mit neuen Simmerringen nochmal rein...
    Der Trick ist den Zylinderkopf einfach unter die Standbohrmaschine zu legen dort kann mal prima mit dem Hebel und ner Schraube im Spannfutter die Federn runter drücken um dann die Keile raus zu nehmen.


    Na ja ich dachte ich zumindest... aber da die Schraube nur auf einen Punkt oben drückt verkeilt sich das Ventil !
    Also hab ich mir mal eben nen Aufsatz gebaut den ich dann in die Bohrmaschine spannen kann!

    Ist einfach n Rest Gewindestange mit ner aufgesägten U-Scheibe und drunter noch n kleiner Bolzen als Anschlag damit das Teil nicht über das Ventil rutscht.
    Damit hat das Ganze dann bedeutend besser funktioniert!


    Dieses Ergebniss hatte ich danach...

    Ich kann nur empfehlen immer nen magnetischen Schraubenzieher dabei liegen zu haben denn die Keile fliegen mal leicht weg...!


    Ich hab ja Freitags abends nicht besseres zu tun.

  • naja, besser ist es den ventilteller zu unterbauen zb mit einem holzklötzchen so dass das ventil senkrecht steht.
    so wie du das machst drückst du schräg auf den schaft und wenn die keile sehr fest sitzen ist das nicht so toll.
    wärest nicht der erste der sich schaft oder teller minimal krumm drückt. :zunge:

  • Man kann auch den Zylinderkopf drauf lassen um die Ventilschaftdichtungen zu tauschen !


    Da setzt die Kurbelwelle auf den Zeitpunkt da wo ventile geschlossen sind gibst Druckluft auf den Zylinder (Kerzenloch mit Kompressor)
    Dann mit Hebel und so ein ähnliches Werkzeuch die Federn zusammendrücken
    Keilchen raus Feder raus. Ventilschaftdichtung mit Zange raus,
    Dann kommt so ein hütchen über die Ventilkeilnuten und dann schiebst du die Dichtungen drauf.


    Feder drauf Teller drauf zusammendrücken Keile rein fertig.


    Gruss MArcus

  • wenn man gut im stahlbiegen ist, kann man sich aus nem dünnen flachstahl und dem schweissbrenner ne art bügel biegen, den man links und rechts in den gewinden festschraubt.
    und auf höhe der federteller dann eine M8 er stellschraube integriert, mit der im im passenden winkel auf die federteller drücke.

    Wenn man denkt, ne 500er hat noch Kompression und nicht weiss wie das ist wenn die wirklich Kompression hat
    könnte das sein, das man denkt, die hat noch Kompression, obwohl die in Wirklichkeit nicht wirklich Kompression hat! Zitat: mtec

  • wenn der kopf schon unten ist und der freundliche motoreninstandsetzer
    ums eck das ventil-werkzeug ums verrecken nicht ausleihen will,
    dann geht das auch ganz einfach mit einer schraubzwinge und ner
    aufgeflexten nuss.
    nur die ventilkeile wieder reinsetzen ist etwas *hust* fummelig.


    ich zahle hier für "ventilschaftichtungen setzen und ventile einschleifen"
    beim motorenbauer 20.- auf die faust (bei nem moppedkopf), wenns
    nicht eilig ist und der das im vorbeigehen mitmachen kann.


    dafür mach mich mir nicht die finger dreckig....

    You have to have the courage to sustain the situation that frightens you.


    Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
    Stefan Geiger

  • Um diesen alternden Thread mit einer weiteren Erkenntniss zu erweitern tu ich auch mal meine Methode kund.
    Mein Kopf von der EXC 525 war runter um den Kolben zu wechseln und die frisch geschändete Laufbuchse zu honen, also bot es sich auch an die im Dichtungssatz enthaltenen Ventilschaftdichtungen zu verbauen.
    Da ich weder um Spezialwerkzeug noch um einen eigenen Mechaniker zur vorgerückten Stunde verfüge hab ich es selber in die Hand genommen und bin zu guten Resultaten gekommen.


    1. Man unterlege den Kopf mit Stoff damit weder Tisch noch Ventile Schaden erleiden. Am Besten die Ventile bzw Brennraum extra unterlegen damit die Ventile in den Stoff drücken und nicht schräg aufschlagen.
    2. Nuss plan auf die Federteller setzen und mit einem Hämmerchen einen kurzen knackigen Schlag drauf. Die Keile springen raus - viel Spass beim suchen.
    3. Federn, Teller und Keile zusammen in Sicherheit bringen und die Ventile nach unten rausziehen. Alte Schaftdichtung vorsichtig raushebeln und wech damit.
    4. Sitz, Kanal und Ventil sichtprüfen und reinigen. Ruß runterkratzen aber vorsicht mit Schaft und Sitz!! Nicht mit Schmirgelpapier rangehen.
    5. Neue Ventilschaftdichtung innen eingeölt auf Sitz drücken. Ventil von unten in den Schaft schieben.
    6. Kopf wieder wie oben mit Stoff unterlegen. Federn und Teller einsetzen, Keile von oben leicht eindrücken damit sie nicht einfach wegflutschen.
    7. Kopf so schräg stellen das die Ventile gerade nach oben stehen
    8. Jetzt kommts: Mit einer möglichst großen Nuss auf den Teller aufsetzen und mit Kraft drücken. Etwas dabei rühren das die Keile in die Nut rutschen können. Wie gesagt: ETWAS!
    8a. Die Nuss kann richtig in den Handballen drücken, also die goldene Kreditkarte vom Hausdrachen dazwischen und schon ist das deutlich angenehmer.


    Wie gesagt, ich hab so innerhalb von 2Std die Ventile ausgebaut, gereinigt und eingebaut. Wobei reinigen das bei weitem Aufwendigste war.

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    Wenn die Scheiße bis zum Hals steht, sollte man den Kopf nicht hängen lassen.

  • Das funktioniert einwandfrei. Das haben wir in den 70ern noch standardmäßig so bei Opel gemacht. Statt einem Hämmerchen nimmt man aber besser ein 1-kg-Fäustel. Damit hat man einen 8-Ventiler schneller komplett "entkeilt" als man den Ventilniederhalter an einem Ventil angesetzt hat.

    Das Einsetzen haben wir immer zu zweit gemacht: Einer drückt mit einem Krähenfußschlüssel oder einem seitlich offenen Rohrsteckschlüssel den Teller runter und der andere fummelt die Keile rein.

  • dazu eignen sich besonders die kleinen fingerchen von einem
    dreijährigen.


    :biggrin::biggrin:


    okay, spässken gemacht.

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    Stefan Geiger

  • Und die Keile fliegen von dem Hammerschlag sicher raus ? :glotz:



    Yes Sire,
    war der Schlag deutlich zu schwach passiert nichts
    war er etwas zu schwach bleibt ein Keil drin und verkantet
    war er schön knackig springen Beide raus.
    Wenn einer verkantet, einfach wie beim einsetzen der Keile beschrieben, eine Nuss aufsetzen, drücken und leicht rühren, er rutsch dann raus.

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    Wenn die Scheiße bis zum Hals steht, sollte man den Kopf nicht hängen lassen.

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