Gehäusehälften untereinander tauschen??

  • Ich hab zwar keine Ahnung aber davon ne ganze Menge. Ne, folgendes meinen KAtihändler ist beim verpressen der KW- Lager an meine Moped die eine Gehäusehälfte geplatzt. Hat ne neue Hälfte verbaut und fertig. Was da messtechnisch beachtet oder getan werden muß keine Ahnung.

    Seit 12.07.2008 W E L T R E K O R D M I T I N H A B E R !!!!]
    Im Zweifelsfall- Vollgas!!- Wenn`s dich dann runterhaut, schaut es wenigstens gut aus.

  • Dann war meine erste Vermutung ja doch richtig und ich kann doch aus zweimal Schrott einmal ein funktionstüchtiges zusammenwürfeln. Ich werd dann bei nichtgelinden oder schnellen sterben des Motors wieder Bericht erstatten!!!:biggrin:

  • Zitat von casicool

    und wenn man nicht nach gewisser zeit den verschleiss der werkzeuge nachstellt sind ruck zuck toleranzen vorhanden



    Ahso, ihr stellt also Toleranzen durch Werkzeugverschleiß her?:teufelgri


    scherz..


    Natürlich verschleißen die Werkzeuge überall, aber das weis man mittlerweile ja zu genüge und man kennt auch die Zeitpunkte wann man ein Werkzeug tauschen sollte, weil man sonst eben aus der Toleranz raus kommt...
    Deswegen ist das absolut kein Problem.


    Zitat von casicool

    anschläge vom werkstück und da kannste sehr wohl abweichen und die kombination aus beiden kann sich auffallend auswirken


    Natürlich, sieht man ja an dem Foto mit dem Versatz, was ich gezeigt habe.




    Zitat von casicool

    achso wir suchen noch so einen pfiffigen CNC bediener .....:kuck:


    Wer tut das momentan nicht..



    Ich mach aber Fräsarbeit wenn überhaupt nurnoch vom Büro aus ;)

  • Thema Gussbearbeitung.
    solche Lagersitze haben ne Toleranz. zb. H7 , H8 usw....in dieser Toleranz muss der Bearbeiter sich bewegen. Ne H7 Bohrung muss je nach Größe der Bohrung ein kleines Übermass haben . Dies liegt im 1/100 Bereich. Je kleiner die Bohrung desto enger wird die Toleranz. Einheitswelle - Einheitsbohrung. Ist alles genormt.


    So`n Gussteil wird mittels angegossenen Erstaufnahmen (Anschläge) in eine Vorrichtung im BAZ (Bearbeitungszentrum) eingelegt.
    Mittels nem 2,5D Programm wird die Bearbeitungsstrategie festgelegt. - Taschen fräsen , Gewindbohrungen , Sacklöcher , usw......
    Bei der Bearbeitung zuschauen bringt nicht viel. Die Maschinen arbeiten meist mit innengekühlten Werkzeugen . Durch den Fräser wird Kühlschmierstoff mit ca. 80 Bar gedrückt. Wenn die Maschine also arbeitet , dann kannst vor lauter Wasser nix mehr sehen.


    Werkzeugverschleiss wird mittels Laservermessung in der Maschine vermessen.
    Dabei fährt der rotierende Fräser an ein Lasermessgerät , dieses misst den Durchmesser und die Länge des Werkzeuges.
    Noch genauer gehts mit nem externen Werkzeugvoreinstellgerät.


    Nach dem Bearbeiten werden nur noch Stichprobenmessungen vorgenommen.
    Nicht jedes Bearbeitetes Gussteil wird also vermessen.


    Moderne BAZ haben je nach Einsatzart bis zu 7 gesteuerte Achsen. - Da geht was !


    Meiner Meinung nach werden solch einfache Gehäusehälften (meist hergestellt im Sandgußverfahren) einzeln bearbeitet. Das ist auf modernen BAZ überhaupt kein Problem. Von der Wiederholgenauigkeit liegen gute Maschinen (DMG , Hermle ,) bei nem Arbeitsbereich von ca. 1500 x 1000 mm bei ca. 1/1000 mm.
    Die Positioniergenauigkeit bei ca. 3-5/1000 mm. Es geht natürlich noch genauer , dies lässt sich der Maschinenhersteller allerdings gut honorieren.


    Gruß
    Fonsi

    "Wer nichts Neues ausprobiert , landet immer auf der gleichen Stelle"


    ---Jan Boklöv , Erfinder des V-Stils---

  • bin auch der Meinung, daß die paarweise Verwendung hauptsächlich den Geldbeutel des Herstellers füllt; allerdings muß der Herst auch die Garantie für das Zeugs geben und da glaub ich schon, daß er keine zusamengewürfelten Motoren will.

  • Zitat von Fonsi

    ...



    Zerspaner?
    Kann dir nur zustimmen, war mir aber zu blöd son langen Post zu schreiben ;)
    Wir ham an einer Gildemeister gearbeitet, die ist auch genau genung :) aber da wurden die Werkzeuge noch ganz normal mit Bohremulsion von ausen gekühlt.
    Werkzeuge wurden auch nicht immer vor jedem Bearbeiten vermessen, aber wurde halt recht genau vorgebohrt, und dann mit na Reibahle durch...Hat für die LKW-Motorren wohl gereicht ;)

  • Zitat von DasMatti

    Zerspaner?
    Kann dir nur zustimmen, war mir aber zu blöd son langen Post zu schreiben ;)
    Wir ham an einer Gildemeister gearbeitet, die ist auch genau genung :) aber da wurden die Werkzeuge noch ganz normal mit Bohremulsion von ausen gekühlt.
    Werkzeuge wurden auch nicht immer vor jedem Bearbeiten vermessen, aber wurde halt recht genau vorgebohrt, und dann mit na Reibahle durch...Hat für die LKW-Motorren wohl gereicht ;)


    So was ähnliches. ......Nennt sich Modellbauer. Wie machen für Gießereien die Werkzeuge. 5-Achs fräsen usw.....
    Ich bin eigtl. nur für die Konstruktion zuständig (CATIA V5) . Wenns mal pressiert steh ich aber auch noch an ner Fräsmaschine.
    Durch meinen Job komm ich auch mit Gussbearbeitung in Berührung. Wir machen auch abundan mal ne Bearbeitungsvorrichtung.


    Gruß
    Fonsi

    "Wer nichts Neues ausprobiert , landet immer auf der gleichen Stelle"


    ---Jan Boklöv , Erfinder des V-Stils---

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