Reifentips für EXC 400 (2002), für IGE ?

  • meiner Meinung gehört auf eine Enduro vorn sowieso ein Reifen drauf, der vor allem für tiefe, schmierige Böden taugt. Vorne halten die Reifen eh ziemlich lang und sind auch billiger. Auf harten Böden taugt sowieso jeder Reifen, nur ist unter Umständen der Verschleiss ein wenig hoch.


    Aber statt in einen zweiten Radsatz zu investieren, würd ich lieber für jedes rennen einen neuen Satz Reifen aufziehen, im idealfall mit Mousse statt Schlauch. Ein frischer Reifen ist (fast) immer besser als ein gammeliger Spezialreifen. Und auch da: lieber einen Reifen, der besser für weiche Böden ist, montieren und einen höheren Verschleiss riskieren, als einen 1000 Meilen Reifen mit Kondition zu kompensieren.


    liebe gruesse, Martin

  • Ich tendiere nach diesen vielen Beiträgen und sehr anregenden Diskussionen (Danke !!!) dazu, mir komplett MT 32 zu montieren und bei wirklichen harten Böden dann ggf. hinten umzurüsten. Entweder auf meine jetzige Serienbereifung Bridgestone oder ich leiste mir noch mal einen Mefo Stone Master oder so etwas.


    Mein Fazit lautet eigentlich wie folgt:


    1.) Die IGE Strecken in Deutschland (natürlich kenne ich nicht alle) bestehen meistens aus erweiterten Crosspisten, die dann irgendwo in den Wald oder auf Felder ausgedehnt werden.


    2.) Demzufolge zwar bei langer Trockenheit fester Boden, aber noch lange kein heftiger Schotter oder Felsen á la Pyrenäen, weshalb einem auch bei etwas weicherer Mischung nicht gleich die Stollen um die Ohren fliegen.


    3.) Wahrscheinlichkeit für Sch... Wetter und damit eher weiche Böden in diesem unseren Lande sowieso eher hoch.


    4.) Guter (weicherer) Reifen vorn bei feuchten/weichen/matschigen Verhältnissen wichtiger für sicheres und zügiges Fahren, als hinten.


    5.) Verschleiß bei weicherem Reifen vorn eh nicht so hoch wie hinten, wo die Beschleunigungskräfte wirken.


    6.) Etwas höherer Gesamtverschleiß kann meines Erachtens in Kauf genommen werden, denn längere Lebensdauer der Reifen kompensiert nicht den Frust bei feuchten Böden permanent auf der Schnauze zu liegen.


    Das war doch mal eine echt interessante Diskussion. Natürlich kann jeder auch andere Schlüsse daraus ziehen. Ich denke für meine Ansprüche muß es nicht unbedingt sein, bei jedem Rennen mit 3 Satz Spezialreifen aufzutauchen und wild rumzuwechseln ( .... und dann fängt es kurz vor dem Rennen in Strömen an zu schütten und ich beiße vor Wut in den Lenker). Ob eine Reifenpaarung 1 Saison hält oder ob ich bei 2 Saisons 3 Sätze Reifen verschleisse, ist auf die vielen Monate gerechnet auch nicht das Riesending. Vielleicht lehrt die Erfahrung dann in diesem Jahr auch etwas anderes und ich muß die Strategie doch überdenken. Mal schaun.


    Jedenfalls vielen Dank für die zahlreichen Beiträge !


    Gruß,


    Skywalker

  • Wenn man natürlich einen Reifen sucht, der alles kann, wundern mich solche Aussagen nicht...
    Ansonsten kann ich dem ED660/661 ein gutes Zeugnis ausstellen. Auf harten oder felsigen Böden bietet er gute Traktion und - noch viel wichtiger - sehr gute Seitenführung mit weichem Grenzbereich.
    Was ich persönlich nicht verstehe sind die ständigen Lobeshymnen auf den Stoneking oder wie das Teil jetzt eben heisst. Ausser Traktion im Neuzustand hat das Ding doch nichts zu bieten, oder? Doch - schlagartiges Abreissen der Seitenführung im Drift. Sehr angenehm!! Naja, ist halt dem Preis entsprechend, mehr kann man da wohl nicht verlangen...


    Idna

  • Hallo !


    Bin auch ED660/661 gefahren. Für Allround nicht so schlecht. Auch guter Grip auf der Straße.
    Naßes Graß, Laub geht ab 0.9 Bar auch so halbwegs.


    Fahre jetzt EF-06 / C-02 StoneKing jeweils soft.
    Der Vorderreifen ist deutlich Besser
    Der Hinterreifen fährt sich ähnlich wie der ED660.
    Durch die weichere Mischung auch bei niedrigen Temperaturen Grip
    Fahre Allround damit, ist OK für Hobbyfahrer die nicht wechseln wollen und nicht auf Zeit fahren.
    Aber extrem günstig VR: 38€, VH 50€ (soviel wie der EDD HR)
    Und längere Stollen


    Ich werde aber alles mal durchtesten:
    EF-05
    MT 32 & S12 (wenn Kohle übrig)
    (vom S12 war mein Händler total begestert, mal schaun)


    Servus, Martin

    :teufelgri Enduro wird erst richtig lustig, wenn der Spaß aufhört :teufelgri

  • Also ich habe vor zwei Monaten für nen S12 Hinterreifen DM 110,- oder 115,- bezahlt, beim Michael Heutz in Köln. Einen Barum oder Mefo gibt es auch nicht wesentlich unter 100 (wenn überhaupt), da kann ich das Sparargument nicht so richtig nachvollziehen, zumal die Michelin wesentlich länger halten.
    Wie Markus Rumpf immer sagt: Warum Barum???

  • MT83: Bin ich auf MZ Baghira gefahren. War nicht zufrieden. Kaum mehr Gripp wie MT21, weder auf weichem (Sandigen) Boden noch auf felsigem.
    Ein Kumpel auf einer 610er Husky ist von dem Reifen aber begeistert. Könnte an dem Gewicht der Baghira liegen. Vielleicht taucht er auf Sportenduros ganz gut.


    Viele empfehlen MT18 als Allrounder. Hat jemand einen Unterschied (beim Fahren) zwischen MT18 und MT18 HeavyDuty gemerkt?


    Ich hätte ersteren sonst auf die Sportenduro und letzteren auf die Baghira aufgezogen??


    Edi

  • Zitat

    Original erstellt von FrankSt:
    Also ich habe vor zwei Monaten für nen S12 Hinterreifen DM 110,- oder 115,- bezahlt, beim Michael Heutz in Köln. Einen Barum oder Mefo gibt es auch nicht wesentlich unter 100 (wenn überhaupt), da kann ich das Sparargument nicht so richtig nachvollziehen, zumal die Michelin wesentlich länger halten.
    Wie Markus Rumpf immer sagt: Warum Barum???


    Stimmt schon. Ich bekomme den S 12 VR auch für 65 EUR incl. Montage beim Reifenhändler.
    Leider hat der aber nicht viel Ahnung (weder von Enduroreifen, noch wie man die halbwegs richtig montiert!!)!
    Apropos Ahnung vom montieren:
    Ein Kumpel hat sich auf Sardinien mal nen
    MT 83 HR montieren lassen. Der Insulaner hat ungelogen keine 5 Minuten fürs komplette wechseln gebraucht!! Waansinn!


    Grüße
    MICH

  • Zitat

    Original erstellt von MICH:

    Apropos Ahnung vom montieren:
    Ein Kumpel hat sich auf Sardinien mal nen
    MT 83 HR montieren lassen. Der Insulaner hat ungelogen keine 5 Minuten fürs komplette wechseln gebraucht!! Waansinn! (...)


    unglaubelich, hat der dem eine ak47 an den kopf gehalten? bei uns dauerts alleine 5min bis der mechaniker das bier weggestellt hat und das moped findet!


    ciao, schmOKk


    p.s.: das reifenwechseln werd ich noch ein wenig trainieren muessen!

    ciao,
    schmOKk aka gilbert
    ********************
    Sagt sie zu ihrem neuen Bekannten: "Ich weiß gar nicht, was meine
    Freundinnen an Dir so faszinierend finden?"
    Er lächelte nur und leckte sich langsam über die Augenbrauen...

  • Zitat

    Original erstellt von MICH:
    Der Insulaner hat ungelogen keine 5 Minuten fürs komplette wechseln gebraucht!! Waansinn!

    Schaut euch einmal einen Enduro-WM-Lauf an, die Cracks brauchen teilweise 3 Minuten mit Ein- und Ausbau fürs Mouse-wechseln!


    Da wird in 15 Minuten vorn und hinten gewechselt, dann ist aber noch so viel Zeit das der Lufi gewechselt wird, Kette gesprayt, Dreck abkratzen...


    Was die in den 15 Minuten wechseln ist unnormal. Bei den 125gern zu den Six-Days haben manche (Werks-)Fahrer schon den Kolben in 15 Minuten komplett gewechselt, Anders Eriksson hat z.B. schon einmal das gesamte Heck gewechselt und mein Bruder hat zu den Six-Days 98 den Vergaser und die Zündung in 15 Minuten gewechselt. Bei solchen Aktionen stehen aber auch genug Leute rum, die richtig Ahnung haben, und man brauch kein Werkzeug vom Boden aufheben, das halten die schon fast auf die Schraube (es dürfen ja nur die Fahrer selber schrauben). Solltet Ihr euch mal anschauen.


    MfG Stefan

  • ...klar sind die Jungs fit!!


    Aber der Kollege auf Sardinien war erstens alleine, zweitens bezweifle ich stark, dass er schon mal live eine Enduro WM o.ä. überhaupt gesehen hat (OK, kann mich natürlich auch täuschen!??!) und drittens stand er keineswegs unter irgendwelchem Zeitdruck!!


    Trotzdem schön zu wissen, was dein Bruder so alles kann !?!


    GRTX
    MICH

  • Nun mal ein weiteres Reifenpaar:


    Wie bewertet ihr diese Kombination im Vergleich zu den Cross-Reifen ?
    Ich finde diese Reifen sind schon sehr ideal fuer Matsch und nasse Wiese:


    Vorn: MCE 2
    Hinten: Sixdays 3 (FIM-Zulassung)

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    Original erstellt von Jens:
    Nun mal ein weiteres Reifenpaar:


    Wie bewertet ihr diese Kombination im Vergleich zu den Cross-Reifen ?
    Ich finde diese Reifen sind schon sehr ideal fuer Matsch und nasse Wiese:


    Vorn: MCE 2
    Hinten: Sixdays 3 (FIM-Zulassung)


    MCE2 kenne ich nicht, aber ein Motocross-Reifen für weichen Boden ist jedem FIM-Reifen schon allein aufgrund der größeren Stollenhöhe vorzuziehen. Der Sixdays 3 ist zwar ein sehr guter FIM-Reifen, aber eben nur FIM (=13mm Stollenhöhe).

  • Zitat

    Original erstellt von Martin aus at:
    schmOKk
    Ich auch, mach ma mal einen Workschop ?


    Servus, Martin


    einen 1000 ccm workshop mit anschliessendem felgenvergewaltigen? aber ob uns der martin f da wirklich seine vordere flege anvertrauen wird..!


    soll sich dann keiner wundern, wenn statt eines reifenhalters eine halbe bierdose reingeschraubt wird!


    ciao,
    schmOKk

    ciao,
    schmOKk aka gilbert
    ********************
    Sagt sie zu ihrem neuen Bekannten: "Ich weiß gar nicht, was meine
    Freundinnen an Dir so faszinierend finden?"
    Er lächelte nur und leckte sich langsam über die Augenbrauen...

  • Zitat

    Wie bewertet ihr diese Kombination im Vergleich zu den Cross-Reifen ?
    Ich finde diese Reifen sind schon sehr ideal fuer Matsch und nasse Wiese:


    Hatte ich auch schon drauf (hab aber weniger Erfahrung).Mein Eindruck ist nicht schlecht, nur der Vorderreifen könnte besser halten (Seitenführung).Wenn FIM dann MT83 PRO oder MICH COMP.


    Ansonsten S12, oder MT32 (weil höher).



    Michael

    Setze Dich an den Fluß und warte, bis die Leichen deiner Feinde vorbeischwimmen !

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