Powerjet - wie jetzt????

  • Frage an die experten.


    die forensuche hat leider widersprechende ergebnisse geliefert!


    was macht der PJ nun wirklich? wann und warum wird das gemisch angereichert? bzw welche vor/nachteile hat dieses system?


    reichert der PJ bei erreichen der max drehzahl an, um dem abmagern entgegen zu wirken?
    oder reichert er schon weiter unten an, da beim untertourigen vollgasgeben ein fetteres gemisch benötigt wird?


    beide varianten wurden gepostet. nur welche is korrekt?


    oder stimmen beide? - würde auch irgendwie sinn machen.
    aber warum geb ich dann nicht gleich eine größere HD ohne PJ rein :rolling:

    wenn man nicht die Fresse halten kann... einfach mal Ahnung haben :teufelgri

  • Habe keinen Peil, hatte das aber mal irgendwo im Web auf ner Technik Page zum Powerjet gefunden:


    Bei den heutigen hochdrehenden 2-Taktmotoren gewinnt das Ansprechverhalten im unteren und mittleren Drehzahlbereich immer mehr an Bedeutung. Wenn man einen herkömmlichen, sehr großen Vergaser montiert, hat das einen Nachteil; der Motor läuft im unteren und mittleren Drehzahlbereich zu fett, während er im oberen Drehzahlbereich optimal läuft. - Dagegen kann man beim Power-Jet-System kleinere Hauptdüsen wählen, wobei dann der Motor im unteren und mittleren Drehzahlbereich optimal läuft und im oberen Drehzahlbereich wird dann die ( durch die kleinere Hauptdüse ) fehlende Spritmenge zusätzlich eingespritzt.

  • heisst das nun, dass der PJ nun eher beim betrieb auf langen vollgasetappen von vorteil ist?


    ich mein, wenn ich zb nur crossen geh, geb ich doch nicht so lange vollgas.
    im vergleich dazu, beim feldwegheizen schon eher.


    wenn ich das richtig verstehe, verbindet der PJ nun die vorzüge einer kleinen HD für mehr power bei untertourigem vollgasgeben mit einer großen HD für laaanges vollgasheizen zb aufn feldweg.


    is das richtig?

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  • was bringt es dann für einen vorteil, gegenüber einem herkömmlichen pwk?


    wenn der PJ bei vollgas einspritzt dann könnte ich ja auch gleich ohne PJ und mit größerer HD fahren?
    also so ganz vresteh ich das nicht...



    oder is es wegen der niedrigen strömungsgeschwindigkeit bei untertourigem vollgas? dass der pj dann eben die erforderliche spritmenge liefert, die bei größerer HD und wenig rpm nicht erreicht werden?

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  • Der Wirkungsgrad einer Hauptdüse setzt normallerweise ab ca. 1/4 bis Vollgas ein: Durch das PJ kannst du nun eine kleinere HD wählen womit der Vergaser (im Bereich von 1/4 bis ...was weiß ich ev. 3/4?) optimal laufen würde.
    Die magerere HD mag nun u.U. optimal für den unteren - mittleren Bereich sein, wäre aber zu mager für oben - daher muß das ganze wieder angereichert werden und das tut das PJ.
    Heißt mit PJ; ist ganz einfach eine effektivere Bedüsung möglich (bei theoretisch weniger Spritverbrauch) .

  • schön und gut, deckt sich aber nicht mit dem was der frankst schreibt.


    vom logischen her, würd ich auch eher auch auf deine erklärung tippen.
    kanns auch so nachvollziehen.


    wo gibts denn so nen PJ zum nachrüsten, die müssten es ja genau wissen wie das funzt...

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  • Es gibt verschiedene Volllastanreicherungsvarianten, die als "Power Jet" bezeichnet werden. Ich kenne mit Sicherheit auch nicht alle.


    "Zugeschaltet" werden die Systeme immer lastanbhängig, d. h. ab einer bestimmten Schieberstellung. Das kann entweder mit einer mechanischen Betätigung, ähnlich einer Beschleunigerpumpe oder strömungstechnisch durch Anordnung einer Bohrung oben im Vergaserquerschnitt erfolgen.


    Die mechanische Variante ist im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe nur ein Ventil, das einen zusätzlichen Kraftstoffkanal öffnet. Das System reichert mit zunehmender Strömungsgeschwindigkeit ziemlich linear an.


    Die strömungstechnisch gesteuerte Variante kann linear, progressiv oder degressiv in Abhängigkeit von der Strömungsgeschwindigkeit anreichern. Die Anordnung der Austrittsöffnung des Power-Jet-Kanals bestimmt die Charakteristik. Dell'Orto-Vergaser haben beispielsweise eine degressive Anreicherung, reichern also mit zunehmender Strömungsgeschwindigkeit immer weniger an.


    Der Grund für die unterschiedlichen Nadeldüsensysteme ist das jeweils unterschidliche Strömungsverhalten im Teillastbereich. Der Zweitakter saugt häufiger, dafür aber weniger kräftig als der Viertakter. Beim Viertakter verwendet man im Gegensatz zum Zweitakter Mischrohre. Ein Mischrohr ist eine Nadeldüse, bei der durch eine Luftkorrekturdüse ringsum Luft zum Kraftstoff zugemischt wird. Das Mischrohr, mit dem man beim Viertaktvergaser in Verbindung mit einer Luftkorrekturdüse die Volllastanreicherung beeinflussen kann, ist beim Zweitakter praktisch nicht vorhanden. Daher ist auch das Kraftstoff-Luft-Gemisch bei verschiedenen Strömungsgeschwindigkeiten und gleicher Last (Schieberstellung) unterschiedlich.


    Ohne Mischrohrsystem ist der Teillastbereich etwas zu fett, was durch kleinere Nadel- und Hauptdüsen ausgeglichen wird. Daher muss man dann bei Volllast bei einem solchen Vergaser anreichern, um wieder das richtige Kraftstoff-Luftgemisch zu erreichen. Dazu kommt noch, dass man Motoren bei Volllast im Allgemeinen mit einem um ca. 10-15 % zu fetten Gemisch betreibt, um mehr Leistung und eine bessere Innenkühlung durch den verdampfenden Kraftstoff zu erreichen.

  • Zitat von chris123

    Ohne Mischrohrsystem ist der Teillastbereich etwas zu fett, was durch kleinere Nadel- und Hauptdüsen ausgeglichen wird. Daher muss man dann bei Volllast bei einem solchen Vergaser anreichern, um wieder das richtige Kraftstoff-Luftgemisch zu erreichen. Dazu kommt noch, dass man Motoren bei Volllast im Allgemeinen mit einem um ca. 10-15 % zu fetten Gemisch betreibt, um mehr Leistung und eine bessere Innenkühlung durch den verdampfenden Kraftstoff zu erreichen.



    kann ich denn nicht fetten teillast mit nem anderen konus der nadel ausgleichen?


    so ganz raff i det jetz noch immer ned :verwirrt:


    das hört sich ja fast so an, als würde man ohne einen pj niemals das moped so richtig zum laufen bekommen.

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  • Zitat von v6chri

    das hört sich ja fast so an, als würde man ohne einen pj niemals das moped so richtig zum laufen bekommen.


    Ersetze "ohne einen pj" durch "mit einem Vergaser" und die Aussage ist richtig.:biggrin:


    Das Problem eines Vergasers ist, dass er sowohl bei konstanter Last und Drehzahl als auch bei schnellen Laständerungen bei gleicher Drehzahl und schnellen Drehzahländerungen ohne Laständerung das richtige Kraftstoff-Luft-Gemisch liefern soll. Wenn er in allen Fällen ein perfektes Gemisch liefern soll, braucht man unglaublich viele Korrektursysteme. Deshalb beschränkt man sich auf einen bestimmten Einsatzzweck und kommt dann mit einer erträglichen Anzahl solcher Korrektursysteme aus.


    Der größere Konuswinkel funktioniert bei konstanter Last und Drehzahl. Wenn aber der Fahrer schnell mit dem Gas spielt, ohne dass sich die Drehzahl und damit die Strömungsgeschwindigkeit nennenswert ändert, würde das Gemisch dann zu stark angefettet werden. Wenn der Fahrer mit ruhiger Gashand fährt, ist das Problem geringer.


    Der Trick eines guten Schiebervergasers besteht darin, die Grobabstimmung mit dem Nadeldüsensystem vorzunehemen und dann in den Bereichen, in denen kein befriedigendes Verhalten erzielt wird, mit einem Korrektursystem anzufetten oder abzumagern. Ausgangsbasis der Abstimmung ist dann der Teillastbereich, in dem der Motor sparsam laufen und gut am Gas hängen soll. Dann schaut man, was in den Extrembereichen Leerlauf und Volllast passiert und bastelt noch jeweils ein zusätzliches Düsensystem.

  • Zitat von chris123

    Der größere Konuswinkel funktioniert bei konstanter Last und Drehzahl. Wenn aber der Fahrer schnell mit dem Gas spielt, ohne dass sich die Drehzahl und damit die Strömungsgeschwindigkeit nennenswert ändert, würde das Gemisch dann zu stark angefettet werden. Wenn der Fahrer mit ruhiger Gashand fährt, ist das Problem geringer.


    du meinst:
    (ohne PJ)
    wenn ich jetzt zb bei 3000rpm plötzlich vollgas gebe, dann fettet das gemisch zu stark an, denn ich hab ja eine relativ große HD drin damit ich auch hochtourig fahren kann.


    mit dem PJ kann ich eine kleinere HD reingeben, um beim aufreissen nicht zu sehr anzufetten. jedoch kann ich mit der kleinen HD ja nicht lange vollgas fahren, da der motor dann ja viel zu schnell zu mager läuft - darum kommt nun der PJ ins spiel...


    is das nun richtig?

    wenn man nicht die Fresse halten kann... einfach mal Ahnung haben :teufelgri

  • Zitat von chris123


    Der Trick eines guten Schiebervergasers besteht darin, die Grobabstimmung mit dem Nadeldüsensystem vorzunehemen und dann in den Bereichen, in denen kein befriedigendes Verhalten erzielt wird, mit einem Korrektursystem anzufetten oder abzumagern. Ausgangsbasis der Abstimmung ist dann der Teillastbereich, in dem der Motor sparsam laufen und gut am Gas hängen soll. Dann schaut man, was in den Extrembereichen Leerlauf und Volllast passiert und bastelt noch jeweils ein zusätzliches Düsensystem.


    wie is das gemeint?
    welcher vergaser hat denn schon solche korrektursysteme?
    zumindest bei offroad?


    der PWK vergaser zb wird ja von fast allen herstellern verwendet - hat aber meist kein korrektursystem wie den PJ.

    wenn man nicht die Fresse halten kann... einfach mal Ahnung haben :teufelgri

  • Zitat von v6chri

    du meinst:
    (ohne PJ)
    wenn ich jetzt zb bei 3000rpm plötzlich vollgas gebe, dann fettet das gemisch zu stark an, denn ich hab ja eine relativ große HD drin damit ich auch hochtourig fahren kann.


    mit dem PJ kann ich eine kleinere HD reingeben, um beim aufreissen nicht zu sehr anzufetten. jedoch kann ich mit der kleinen HD ja nicht lange vollgas fahren, da der motor dann ja viel zu schnell zu mager läuft - darum kommt nun der PJ ins spiel...


    is das nun richtig?


    Nein, Du denkst genau falschrum. Der Motor braucht mehr Sprit (oder eine größere HD), in dem Moment, wo Du aus niedrigen Drehzahlen den Hahn voll aufreiss (um z.B. aus einer Kurve rauszubeschleunigen). Das ist die Situation auf ner MX Bahn, wo die Karre am meisten leisten muss. Auf der Geraden im fünften/Vollgas/Höchstdrehzahl braucht man keine große Hauptdüse (es sei denn Deine Zielgerade ist 16 Kilometer lang oder Du fährs Wüstenrennen)

  • Zitat von FrankSt

    Nein, Du denkst genau falschrum. Der Motor braucht mehr Sprit (oder eine größere HD), in dem Moment, wo Du aus niedrigen Drehzahlen den Hahn voll aufreiss (um z.B. aus einer Kurve rauszubeschleunigen). Das ist die Situation auf ner MX Bahn, wo die Karre am meisten leisten muss. Auf der Geraden im fünften/Vollgas/Höchstdrehzahl braucht man keine große Hauptdüse (es sei denn Deine Zielgerade ist 16 Kilometer lang oder Du fährs Wüstenrennen)


    ok! jetzt hats pling gemacht!


    wenn ich zb eine 170er HD reingeb und dann bescheiden aus ecken rauskomm, ist sie bei niederen touren zu mager.
    geb ich jetzt eine 180er rein, dann gehts aus ecken besser raus, jedoch is sie dann hochtourig zu fett! und genau das löst der PJ mit der kleinen HD.
    jetzt hab ichs!

    wenn man nicht die Fresse halten kann... einfach mal Ahnung haben :teufelgri

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