Speichen schleifen am Bremsattel!

  • Hallo,


    Ich habe an meiner 04er Husa FS650e das Problem, das am Vorderrad die Speichen mir den Bremssattel abhobeln :mecker: . Montiert ist der Standard 6-Kolben-Sattel. Das Problem hab ich auch erst seitdem auf meine Vorderradnabe ein neuer Felgenring gespeicht wurde.
    Muss das Vorderrad evtl aussermittig gespeicht werden, sodass mehr Platz zwischen Speichen und bremssattel entsteht :verwirrt: Aber ich sehe keinen Grund dafür, da das Vorderrad genau mittig zwischen den beiden Gabelschützern läuft.
    Das Rad dreht sich so beim drehen mit der Hand auch ohne schleifgeräusche, die Speichen selbst haben aber fast keinen Abstand zum Bremssattel.
    Oder kann es daran liegen, das die Speichen nicht fest genug sind, sodass sich der Felgenring geringfügig axial verschieben kann, während der Fahrt?
    Ich weiß da nicht wirklich, was zu tun ist und irgendwann kann ich dann nichtmehr bremsen, weil ein loch im Sattel ist und die bremsflüssigkeit ausläuft.
    Ich mach nachher nochn Bild, falls die Beschreibung nicht ausreichend ist.

    • Offizieller Beitrag


    Wie ist es denn mit neuen Bremsbelägen ?


    Wenn die Verschlissen sind wandert der Sattel ja nach innen und es kann dadurch zu den Berührungen kommen.

  • Zitat

    Wie ist es denn mit neuen Bremsbelägen ?


    Wenn die Verschlissen sind wandert der Sattel ja nach innen und es kann dadurch zu den Berührungen kommen.


    Der Sattel wandert nicht, da es ein Festsattel ist. Es handelt sich ja, wie sicher zu erkennen ist um eine Supermoto. Die Scheibe ist schwimmend.
    Also kann ich hier bezüglich der Position des Bremssattel nichts durch z.b. neue Beläge vernändern.

  • wenn die neue felge die gleichen masse hat wie die alte, hat der speichenheini scheisse gebaut und die felge nicht wie vorher eingespeicht.
    also reklamieren, mit dem rad zu fahren ist lebendsgefährlich!

  • Für reklamationen ist es denke ich mal zu spät, da ich das Rad schon letztes jahr habe machen lassen. Da ist mir allerdings noch nichts aufgefallen. Aber versuchen kann ichs ja mal.
    Das Rad muss sich iregendwie langsam aber sicher immer weiter in die Richtung verschieben, weil vorher ja nichts war. :verwirrt:
    Wird das Rad nun aussermitte gespeicht? Hat da jemand zufällig maße?

  • vielleicht sind auch nur die speichen zu locker,bzw haben sich nach den ersten fahrten gesetzt und das rad arbeitet jetzt zuviel und schleift deshalb.


    ist dir richtige felge drinnen?hat sie normal evtl 16,5" und jetzt ist ne 17" drinnen?(habe keine ahnung was ne straßen husa serienmäßig hat,im rennsport wird oft 16,5" verwendet) bei ner 17" stehen die speichen etwas gerader,deshalb wirds evtl etwas enger.


    wenn das ok ist dann mess mal nach ob die bremsscheibe mittig im bremssattel ist.wenn sie etwas zu weit links steht kannst du das ganze rad mit distanzscheiben etwas nach rechts rücken.viell langt das dann schon.


    ob es lebensgefährlich ist oder nicht kommt drauf an wieviel die speichen schleifen.sowas gibt es öfters.

  • Lebensgefährlich wird es spätestens dann, wenn sich der Bremssattel soweit aufgelöst hat, das es "Lochfraß" gibt und die Bremsflüssigkeit auflaufen kann (keine Bremswirkung mehr).
    Wäre es vielleicht eine Lösung (natürlich mit vorher-nachher-messungen) nur die rechte seite der Speichen nach zu ziehen, sodass ich das Rad weiter nach rechts bekomme.
    Das Problem dabei wäre nur, das da nicht viel geht, da der speichenwinkel doch recht spitz ist. Lösen sich dadaruch die speichen der linken seite?
    Mit distanzscheiben komme ich wahrscheinlich nicht weiter, da ich dann wohl einen versatz in die Bremsscheibe und in den Bremssattel (beim Sattel entweder auch scheiben unterlegen oder scheiben auf der Achse unterbringen) bringen muss.
    Ich geh jetzt mal davon aus, das die bremsscheibe mittig im Sattel läuft, aber ich werde das nochmal kontrollieren.

  • mit dem speichen festziehen meinte ich nicht um das ganze rad rüberzuziehen,sonder damit es nicht mehr so viel arbeitet,d,h, sich bei kurvenfahrten usw verwindet (was in nem gwissen grad nromal ist,ist der sinn eines speichenrades)


  • Miss noch mal ganz genau vom Felgen Rand an jeder Seite zur Mitte des Gabelholmes,und ich meine GENAU weil es sich ja nur um 1-2 mm handelt.
    Loese auch mal alle Gabel Befestigungs Schrauben und mach sicher das beide Holme absolut parallel laufen.
    Hast Du Achsen Spacer vertauscht(falls die andere breiten haben).
    Gruss Helmut.

  • Erstmal vielen Dank für die Antworten...


    So... ich habe eben mal am motorrad ein bisschen rumgemessen und gebastelt.
    Ich habe folgendes festgestellt: Die Bremsscheibe lief nicht genau mittig in der Bremszange. Differenz lag so zwischen 1,5 und 2mm zu weit links.
    Es war auch nur eine Speiche für die Berührung zuständig, welche auch nicht wie alle anderen, an der dahinter liegenden speiche im kreuz anlag. Das hab ich durch einige Hammerschläge korrigiert (ich weiß, hört sich etwas grob an :biggrin: ).
    Die Distanzen auf der achse habe ich ebenfalls vermessen und bin zu dem ergebnis gekommen, das beide gleich sind, somit konnte ich ein vertauschen ausschließen :rolling: .
    Ich habe das Problem jetzt durch unterlegen eines 1,8mm dicken Kupferrings (zwischen gabelfaust und "Spacer") gelöst, womit ich das Rad weiter nach rechts, die Bremsscheibe in die mitte des Sattels und die Speichen weiter weg vom Sattel bekommen habe.


    Beachtlich finde ich die Tatsache, das man selbst durch umspeichen o.ä. die lage der Bremsscheibe im Sattel nicht ändert, sondern diese Lage fest durch die Achsdistanzen vorgegeben wird. Also hieße das, dass das Problem eigentlich schon "ab Werk" besteht. Durch das umspeichen ist der geringe Abstand wahrscheinlich nur durch einen minimal geringeren Abstand der Speichen hervor gekommen :mecker: .
    Soll ich denn jetzt die Speichen nochmal nachziehen, oder kann ich die so lassen, weil ich gehe ja mal davon aus, das die Firma beim einpeichen die Speichen entspr. fest gezogen hat und das so ausreicht. Denn wie oben geschrieben ist das ja normal, dass das Rad ein wenig "arbeitet".

  • wenn du einfach so eine "beilagscheibe" reinlegst, dann laufen vermutlich deine beiden gabelrohre nicht mehr exakt parallel und deine gabel spricht nicht mehr so fein an.
    dann erhöht sich auch der verschleiß an den gabelbuchsen.


    zumindest rein theoretisch.
    die praxis wird es weisen.

  • Zitat von emmi

    wenn du einfach so eine "beilagscheibe" reinlegst, dann laufen vermutlich deine beiden gabelrohre nicht mehr exakt parallel und deine gabel spricht nicht mehr so fein an.
    dann erhöht sich auch der verschleiß an den gabelbuchsen.


    zumindest rein theoretisch.
    die praxis wird es weisen.



    du veränderst nur die lage des rades da die rechte seite deiner achse "flexibel" geklemmt wird.hat also nix mit den gabelholmen zu tun

  • Zitat von Rennspritpapst

    du veränderst nur die lage des rades da die rechte seite deiner achse "flexibel" geklemmt wird.hat also nix mit den gabelholmen zu tun


    Korrekt.


    Helmut.

  • Zitat von Rennspritpapst

    du veränderst nur die lage des rades da die rechte seite deiner achse "flexibel" geklemmt wird.hat also nix mit den gabelholmen zu tun


    ok, danke,
    denkfehler

  • Zitat

    Das Problem hab ich auch erst seitdem auf meine Vorderradnabe ein neuer Felgenring gespeicht wurde.


    Ich denke hier liegt der wahre Grund Deines Problems. Ist der neue Felgenring identisch mit dem alten (Anordnung der Punzung, Löcher identisch gebohrt)? Ich würd mal versuchen die Speichung mit einem anderen Originalrad zu vergleichen - auch da gibt´s verschiedene Anordnungsmöglichkeiten. Jetzt im Nachhinein einfach die Scheibe im Sattel mittels einer zusätzlichen Beilagscheibe zu versetzen um den Speichen Luft zu verschaffen halte ich für Pfusch - mit der alten Felge hat doch alles gepaßt und genau so und nicht anders muß es auch wieder passen.


    Gruß
    Stocki

  • Die alte und die neue Felge sind komplett identisch. auch die Speichenanordnung ist gleich. Ich kann mir deshalb auch nicht erklären, warum hierbei die Speichen schleifen, oder zumindest eine. Ich konnte nämlich nur an einer speichen Schleifspuren entdecken, welche ich bereits wie oben schon geschrieben wieder in die richtige Position gerbacht habe.
    Ich hab das Problem jetzt mit dem Ring gelöst und das ergebnis ist, was die jetzige position der Bremsscheibe im Sattel angeht, perfekt.
    Die Gabel kann ich, wie oben shcon richtig beschrieben nicht verpsannen o.ä. durch diese Maßnahmen, da es der rechten Gablefaust egal ist, an welcher stelle sie die Achse klemmt.


    Hier nochmal nen paar Bilder:
    Hier sieht man die Scheuerstelle am Bremssattel:
    DSC00027.JPG


    Hier sieht man die jetzige Lage der Bremsscheibe auf den Floatern und meinen Kupferring:
    DSC00029.JPG


    Und hier sieht man die Lage der Bremsscheibe im Sattel (Die Scheibe steht genau in der mitte, nur auf dem Foto ist der eindruck so, als wäre das nicht der fall. Schlechter blickwinkel):
    DSC00032.JPG

  • Mal ne dumme Frage. Hast du die Achse von der richtigen Seite eingesteckt? Und weitgenug durchgeschoben? Sofern das vertauschen vom Durchmesser her überhaupt möglich ist.

  • ... Ein Vertauschen der Seiten der Achse ist nicht möglich, da eine Seite Klemmfaust 26mm und die andere Seite irgendwas größeres...


    Aber wie gesagt: Problem hat sich erstmal erledigt. Ich melde mich nochmal, wenns nicht funktioniert hat, aber das weiß ich erst nach ein paar Testfahrten.
    Vielen Dank nochmal! :biggrin:

  • Ich "glaube" auf Deinem ersten Bild erkennen zu können, daß die Felge völlig falsch eingespeicht wurde. Die Punzung ist abwechselnd nach links, dann wieder nach rechts versetzt. Die Speichen einer nach rechts versetzten Punzung müssen bei einer Original-BEHR-Felge und KTM-Nabe (Husaberg ab 00´) immer zur linken Nabenseite verlaufen, die einer nach links versetzten Punzung immer zur rechten Nabenseite - das wurde an Deinem Rad soweit ich das erkennen kann zumindest teilweise nicht beachtet.
    Auf Deinem letzten Bild meine ich schon erkennen zu können, daß die Bremsscheibe jetzt zu weit rechts läuft - die Kolben der linken Bremssattelseite sind jedenfalls jetzt deutlich zu sehen. Das ist sicherlich jetzt nicht weiter tragisch, kann aber beim nächsten Belagwechsel zu Problemen führen.


    Gruß
    Stocki

  • Die Bremsscheibe saß zur zeit des Fotos zu weit rechts, da ich die kolben zwecks des Radeinbaus ein bisschen reingedrückt habe. nach dem betätigen der bremspumpe sind sie dann in dieser stellung stehen geblieben. wenn die bremsscheibe komplett mittig sein soll, muss ich vielleicht noch mit meiner beilagscheibendicke von 1,8 auf 1,5mm oder so gehen, aber erstmal schauen.
    vorher war die Bremsscheibe ja viel zu weit links im Sattel. Das merk ich dann spätestens wie schon gesagt beim einbau neuer beläge.
    Zu den Speichen nochmal: die Punzungen zeigen alle auch in die tatsächliche Speichenrintung, also Löcher die nach links zeigen beinhalten auch speichen, welche an die linke nabenseite gehen.
    Ich habe zwar mal gehört, das Supermotofelgen über kreuz gespeicht werden, um so mehr platz für die Bremszange zu bekommen, also das heißt: punzungen, die rechts von der Felgenmitte liegen, zeigen nach links und enthalten dann logischerweise auch nach links führende Speichen.
    Aber hierbei ist es nicht so: die Punzungen links von der Felgenmitte zeigen auch nach links und die Speichen führen auch an die linke Nabenseite. :verwirrt:

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