Enduristen unter sich???

  • Hello


    Es scheint immer mehr in Mode zu kommen Motocrosser von Endurorennen auszuladen.


    z. B.: Der Schalko Cup, wo sie den Typenschein sehen wollen
    MAC Cup: Wo man mit Rücklicht antreten:( muss



    Für was soll dass gut sein. OK, Lärm. Aber das lässt sich mit einer simplen DB Vorschrift regeln. Fährt einfach jeder mit Endurotopf.


    Aber für was soll ich einen Typenschein brauchen??? und bringt das Rücklicht was ausser das es kaputt wird:verwirrt:
    Als nächstes wird man bei der technischen Abnahme ein §57 Pickerl machen müssen.


    Habts ihr eine Ahnung was das soll??

  • Zitat

    Original geschrieben von Madwolf
    Aber für was soll ich einen Typenschein brauchen???


    Vielleicht einfachere Bewilligung? Versicherung?

    :teufelgri Enduro wird erst richtig lustig, wenn der Spaß aufhört :teufelgri

  • beim rimato cup darf man ohne weiters mit einer cross mitfahren, frag mich auch für was man einen typenschein bei den enduro rennen braucht.... :verwirrt:

  • Hi Twinshocker


    Kann schon sein das wirs nicht wissen, ich habe jedenfalls noch keinen Enduromäßigen Unterschied gemerkt zu den letzten 5 Jahren, wo ich auf EXCs angetreten bin, bis auf den einen, dass die Motocross-Geräte ohne immensen Fahrwerks invest halbwegs schnell zu bewegen sind.


    Was ist jetzt ein Endurorennen???


    lg

    • Offizieller Beitrag

    Naja ein Endurorennen im klassischen Sinn ist eigentlich eine Geländefahrt die auch mal über eine öffentliche Strasse führt. Bei euch z.B. die Enduro ÖM , bei uns die Enduro DM und Pokalläufe.Daher müssen die Kisten angemeldet und verkehrstüchtig sein.
    Viele andere Rennen die oft als Endurorennen bezeichnet werden (GCC , IGE , diverse 3- oder 4-Stundenrennen ) sind eigentlich was anderes weil die Rundenlänge kleiner ist und nur auf abgesperrtem Gelände gefahren wird.Sowas wird Schalko und MAC Cup wohl auch sein . Dort bräuchte man eigentlich keine Lampenmaske usw aber es wird halt oft noch verlangt um den "Enduromäßigen " Charakter zu erhalten:biggrin:


    Gruß Twin

  • @twins
    das kann es nicht sein (meiner Meinung nach). Das würde bedeuten, dass unsere Enduro's bei den Rennen auch wirklich "strassenverkehrsordnungsgemäß" unterwegs sind, sprich: gedrosselt, Spiegel, Licht, Verbandspäckchen, Pickerl,...


    l.g.Martin

    • Offizieller Beitrag

    Rein theoretisch ist das so.
    Der Motorrad-Geländesport wurde ja ursprünglich als "Zuverlässigkeitsfahrt" bezeichnet , da sind sie oft sogar auf eigener Achse zum Rennen gefahren.
    Daß das meiste von dem Strassenverkehrsgeraffel bei Wettbewerben abmontiert werden kann finde ich ja auch OK aber zumindest eine Zulassung , funzende Beleuchtung usw. ist bei diesen Rennen nach wie vor nötig.


    Gruß Twin.

  • Zitat

    aber zumindest eine Zulassung , funzende Beleuchtung usw.


    Wenn ich da an die technische Abnahme beim Granitbeißer Enduro denke.... :biggrin:

    :teufelgri Enduro wird erst richtig lustig, wenn der Spaß aufhört :teufelgri

  • Zitat

    Original geschrieben von twinshocker
    Rein theoretisch ist das so.
    Der Motorrad-Geländesport wurde ja ursprünglich als "Zuverlässigkeitsfahrt" bezeichnet , da sind sie oft sogar auf eigener Achse zum Rennen gefahren.
    Daß das meiste von dem Strassenverkehrsgeraffel bei Wettbewerben abmontiert werden kann finde ich ja auch OK aber zumindest eine Zulassung , funzende Beleuchtung usw. ist bei diesen Rennen nach wie vor nötig.


    Gruß Twin.


    OK, für die Rennen bei der Staatsmeisterschaft oder für die Rallies seh ich das auch ein. Aber um der Enduromäßigen Charakter zu bewahren brauchts nach meinem Verständnis keine Zulassung.
    Licht müsste reichen.
    Ich habe noch keinen gesehen der mit dem Bewerbsbike selbst anreist (ausser am Erzberg)
    Und Strasse habe ich auch noch bei einer Veranstaltung überquert.


    Aber da die technischen Abnahmen sowieso unseriös sind, werde ichs vermutlich
    mit einem leicht adaptierten Zulassungsschein probieren. Mal schauen


    Gruß Wolle

  • Hi,


    twinshock hat schon recht, wenn er davon schreibt, dass das keine Endurorennen im eigentlichen Sinn sind. Endurorennen entwickelten sich aus den sog. "Geländezuverlässigkeitsfahrten", wo bestimmte vorgegebene Zeiten einzuhalten waren/sind und Beschleunigungstest zu absolvieren waren, erst im Laufe der Zeit haben sich sog. Sonderprüfungen eingeschlichen und das, wovon ihr hier schreibt sind "Schwindligkeitsrennen", bei denen es darum geht 720 Runden in 3 Stunden zu absolvieren. Klassische Enduroläufe weisen Rundenlängen von 80km und mehr auf und das Gelände ist dem Fahrer somit nicht vertraut. Doch möglichst viel Kohle mit möglichst wenig Aufwand lässt sich einfach am besten in einer Schottergrube machen, doch auch die Behörden und die Grundbesitzverhältnisse machen eine Durchführung eines klassischen Endurolaufes heutzutage nur mehr sehr schwer möglich - dann gehts eben ab in den Osten (Enduro-ÖM-Läufe finden schon in Rumänien statt :mecker: ) usw...
    Dass diverse Cups ins Leben gerufen werden, ist natürlich auch im Interesse diverser Motorradhersteller, die ja auch schön langsam die Lage erkennen, dass sich Geländemotorräder besser verkaufen lassen, wenn man diese auch im Gelände bewegen darf.


    Für die hier zitierten "Enduro"läufe sehe ich auch keine Notwendigkeit einer Lichtanlage oder ähnliches, dafür gibts ja jetzt die Crosscountry-Modelle von KTM. Nur damit jetzt kein falsches Bild meiner Meinung entsteht: Ich bin natürlich auch froh, dass es diese Cups und sonstige Lizenzfreie Cups gibt, denn da kann man wenigstens getrost wieder mal den Hahn umdrehen und den aufgestauten Druck ablassen :grr:


    sg


    Michi

  • Zitat

    Original geschrieben von twinshocker
    Ihr wißt scheinbar alle miteinander nicht was ein Endurorennen ist oder?


    Gruß Twin


    Es ist schon klar, daß viele von diesen Cups nicht mehr viel mit dem Urgedanken " Enduro " zu tun hat !


    Aber heutzutage muß man in unserem Land schon froh sein wenn man überhaupt irgendwo fahren kann.
    Und da sind solche Veranstaltungen sicher nicht schlecht.


    M.f.G

  • Hi


    Bin bis jetzt sehr wenige richtige Endurorennen mitgefahren und habe glaub ich aus diesem Grund auch schon vergessen was unter richtigen Endurorennen gemeint ist.


    Ich bin aber auch vollkommen für diese 720 Runden Rennen in der Gegend. finde da auch keinen wesentlichen Unterschied zu einem richtigen Enduro. Z.B. bei Hacki oder in Aspang uvm.


    Nichtsdestotrotz werde ich die Endurogschicht heuer mal mit der SX angehen. Habe da jetzt auch kein schlechtes Gewissen mehr den Veranstalter zu bescheissen.


    Ausserdem kann ichs kaum noch erwarten bis endlich dieser sch..ss Schnee schmilzt.
    Hab mich auch schon in freudiger Erwartung fürs Hasenjagd Enduro angemeldet.


    Also, hoff ma dass bald wärmer wird


    lg

  • Zitat

    Original geschrieben von Madwolf
    finde da auch keinen wesentlichen Unterschied zu einem richtigen Enduro. Z.B. bei Hacki oder in Aspang uvm.



    Lunz ist vom Gelände her noch Enduro vom Feinsten.


    Was bedeutet Enduro ?
    Der Begriff „Enduro" ist in den letzten Jahren zu einem Allerweltsslogan geworden, mit dem in der motorsportlichen Zweiradszene alles mögliche etikettiert wird.
    Genau betrachtet, ist er aber nichts anderes als die moderne Bezeichnung für den klassischen Motorradgeländesport, der sich wieder großer Beliebtheit erfreut.


    Dieser Zusammenhang erschließt sich eigentlich schon durch den Ursprung des Wortes:
    Enduro kommt aus dem Spanischen & läßt sich etwa mit hartmachen, ertragen, erdulden übersetzen. Damit sind die wichtigsten Stichworte gefallen, denn laut international üblicher Definition ist Enduro eine Motorsportdisziplin, bei der „die Zuverlässigkeit der Motorräder und das Können der Fahrer" geprüft werden sollen.
    Auf die Akteure warten konditionszehrende Langstreckendistanzen zwischen 150 & 300 Kilometer pro Wettkampftag !


    Das Fahrzeug Enduro ist im wesentlichen nichts anderes als eine Motocrossmaschine welche serienmäßig mit einer Lichtanlage ausgestattet ist. Die Maschinen sind für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen, d.h. betriebs- und verkehrssicher, ordnungsgemäß Haftpflicht versichert, und geprüft. Selbstverständlich ist die Fahrzeugkarakteristik dem Endurosport angepasst.


    Daraus ergibt sich, dass sogenannte Reiseenduros und Mehrzylindermaschinen als Enduros begriffsmäßig eigentlich fehl am Platz sind. Diese Art Motorrad gehört eher in den Bereich Tourenmotorrad oder eventuell noch in den Rallyebereich. Um diese Bereiche zu umschreiben oder näher zu bestimmen wurden im Laufe der Zeit Begriffe wie "Hard-Enduro", "Soft-Enduro" oder ähnliches geschaffen.


    Das Wort „Enduro“ steht aber nach wie vor für die nachfolgende Beschreibung des Motorrad-Offroadsports:


    Endurofahren ist eine Querfeldeinrallye mit Prüfungen, die die Spreu vom Weizen trennen. Insofern ist es gar nicht so einfach, eine allgemein und für alle Zeiten gültige Definition des Reglements zu geben. Bei Enduroveranstalungen gilt es eine bestimmte Strecke in einer vorgegebenen Sollzeit zu bewältigen. Ihre Einhaltung wird durch Zeitkontrollen überwacht. Diese Zeiten sind so ausgelegt, dass ein Fahrer, der sich nicht verfährt, oder der eine technische Panne hat, sie gut einhalten kann.


    Zumeist gibt es A und B-Zeiten, die je nach Wetterlage verlangt werden. Klar, dass bei Regen die Zeiten nicht denen bei Trockenheit entsprechen können. Die Entscheidung an sich fällt dann in einer sogenannten Sonderprüfung. Im Gegensatz zum Moto-Cross darf aber vorher nicht trainiert werden. Auch liegen Start und Ziel meist nicht zusammen. Gefahren werden Ein- bzw Zweitagesveranstalungen.
    Bei der Mannschaftsmeisterschaft, den „Six-Days“ sind es, wie der Name schon sagt, sechs Tage und zwischen 1200 und 1600km.
    Im Endurosport gibt es hohe Starterzahlen mit oft über 300 Teilnehmern. Da man immer neues Terrain befährt, ist es ratsam, nie an die absolute Grenze des fahrerischen Könnens zu gehen, da immer mit Eventualitäten in Form von Hindernissen aller Art gerechnet werden muss.


    Die Krone des Geländesports war und ist nach wie vor die Sechs-Tage Fahrt (Six-Days). Sie ist in erster Linie ein Mannschaftswettbeweb.
    Gewinner des Wettbewerbs ist die Mannschaft, bestehend aus 6 Fahrern, von denen die meisten den Wettbewerb beenden.
    Die erste ISDE - Veranstaltung wurde bereits 1913 auf Anregung eines englischen Fahrrad- und Motorradproduzenten als Prüfung der Zuverlässigkeit von Maschinen und Fahrern veranstaltet.


    Bei einem Motocross- Rennen ist die Wertung relativ einfach. Alle fahren zusammen los, und die Wertung erfolgt nach dem Zieleinlauf der Akteure.
    Ganz anders sieht das bei einer Enduroveranstaltung aus. Da ist der, den man als Zuschauer als ersten zu sehen bekommt, nicht unbedingt der Tabellenführer. Die Fahrer haben nämlich je nach Art der Veranstaltung ganz verschiedene Startzeiten und Zeitvorgaben.
    Sogar der Fahrer selbst bekommt wenig vom Verlauf der Gesamtlage mit. Er muss sich darauf konzentrieren, seine Zeitvorgaben genau einzuhalten und pünktlich an den dafür vorgesehenen Kontrollstellen abzustempeln bzw diese zu passieren.


    Bei Pannen am Motorrad, die vor Ort zu reparieren sind, können diese Zeiten knapp werden, oder man kommt zu spät an die Kontrolle. In diesem Fall gibt es Strafpunkte, die man bis zum bitteren Ende behält. Die wiegen so schwer dass auch die besten Sonderprüfungszeiten dieses Manko nicht mehr wettmachen können.
    Hält die Maschine und ist der Fahrer konditionell fit genug, stellen die Zeiten zwischen den einzelnen Kontrollpunkten keine Probleme dar, so dass sich die Veranstaltung bei den jeweiligen Sonderprüfungen entscheidet.


    Verfahren kann man sich natürlich auch, sollte aber durch die Art der Beschilderung (genormte Schilder) nicht vorkommen. Trotzdem gab es schon schwere Unfälle und Zusammenstöße von Fahrern weil sich jemand verfahren hat und in der falschen Richtung unterwegs war.


    Heute werden aus Gründen des Naturschutzes die ganz tollen Strecken der früheren Jahre querfeldein oft nicht mehr genehmigt. Selbst im motorsportfreundlichen Italien wird es immer schwerer Enduroevents genehmigt zu bekommen.
    Trotzdem gibt es immer noch eine Menge Möglichkeiten diesen Sport auszuüben. Besonders beliebt sind die sogenannten „Mehrstunden-Endurorennen“. Hier beträgt die Streckenlänge bis zu ca 40 km. Wer in einer bestimmten Zeitvorgabe wie beispielsweise 3, 6 oder 10 Stunden die meisten Runden gefahren ist, gewinnt das Rennen. Bei Rundengleichstand zählt die Zeit der letzten Runde.


    Der Start erfolg meist als Massenstart bei dem auf Kommando alle Fahrer gleichzeitig in die Strecke starten.
    Mit dem eigentlichen Reglement des Endurosports haben diese Veranstaltungen eigentlich nichts zu tun. Die Streckenführungen sind aber nach wie vor interessant und anspruchsvoll.
    Viele Starter sind heutzutage schon froh wenn sie überhaupt noch irgendwo ausgiebig Endurofahren konnen. Und solche Veranstaltungen bieten die beste Möglichkeit dazu.


    Quelle: www.enduro-austria.at

  • Zitat

    Original geschrieben von M.C
    Lunz ist vom Gelände her noch Enduro vom Feinsten.


    Stimmt. Bin ganz deiner Meinung. Vor allem der 1. Steilhang beim Hacki ist des allergeilste.


    Aber gibts bei uns eigentlich Rennen mit faden Gelände. Obwohl da kein richtiges "Enduro-Rennen" dabei ist.


    Also ich glaub da haben wirs in unserer Gegend verdammt gut erwischt


    Gruß

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