Motoröl für KTM

  • Warum kaufe ich dann das teure Castrol Formula RS 4T ??


    Hat zwar "nur" 41€ gekostet ist aber noch lange keine 28€!!!


    Ist das Louis kram so gut wie das Castrol oder Shell. Die Bezeichnungen sind zwar ähnlich aber nicht gleich. Wer weis was die bedeuten wenn da noch ein paar Zahlen (T903, bzw. SL-CF) dabei stehen?!?!?!


    Will damit aber nicht sagen, dass teuer immer besser sein muss!!

    "the beautiful and the innocent have nothing to fear but time"
    "Zufriedenheit ist der Tod jeder Entwicklung"

  • Zitat von Kinski

    Ich fahr das vollsyntetische Zeugs von Polo auf meiner 620 schon ewig. Habe nie Probleme gehabt.
    Sollte bei der 625 genauso Problemlos sein, oder ? :verwirrt:


    ne, geht nur bei der 620er :rolling:



    :teufelgri :teufelgri :teufelgri


    NA KLAR !!! :biggrin:

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  • warum du das kaufst ??? bist halt dem marketing auf dem leim gegangen :teufelgri


    wie oben schon sehr ausführlich beschrieben gibts NORMEN die für eine gewisse qualität einstehen und entsprechende eigenschaften haben also ist das doch egal wie der hersteller heißt da das günstige öl die entsprechende eigentschaft hat !!!


    polo, louis und gerricke sind alles händler, keiner davon stellt sein öl selbst her...kaufen in grossen mengen bei einem "Markenhersteller" zu und lassen es in ihrer eigenen Verpackung abfüllen.......also haste eigentlich ein "marken-öl" in anderer verpackung !!!

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  • Naja, ob dann auch die gleichen Additive und Stabilisatoren drin sind?
    Aber das Argument mit den Normklassen stimmt natürlich. Mehr verlangt KTM ja auch nicht.


    Na dann kauf ich doch das nächste mal auch das billige!!

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  • Zitat von BjoGo11

    Na dann kauf ich doch das nächste mal auch das billige!!


    Ich glaube dieser Thread ist revolutionär, Funtomas hat ein Manifest verfaßt daß in seinen Auswirkungen Spuren hinterlassen wird (oder Getriebeschäden).

    Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?

  • Das Louis Eigenöl wurde bis vor kurzem jedenfalls bei Castrol mit abgefüllt(konnte man auch daran erkennen weils auch rot war)... von wem es jetzt abgefüllt wird weiss ich nich...


    das Polo Öl kommt wird schon seit längemr vom FUCHS SILKOLENE abgefüllt(steht auch im Katalog drin)


    ich schätze das Gericke Öl wird dann auch Fuchs sein weil Polo und Gericke eigentlich das selbe sind...

  • Jo, habe ich auch schon so gehört mit dem Fuchs bei Gericke und Polo.


    Ich hab bei Götz das "free xxx"-Öl (deren Eigenmarke) gekauft. Die hauen das mit Sonderpreis raus, ging scheinbar nicht so gut. Auf der Flasche ist das "Putoline"-Logo eingestanzt, ist also auch ein extern abgefülltes Markenöl.


    Hab's noch nicht im Moped, aber wird bestimmt auch seinen Dienst tun.

  • Ich glaube da braucht’s insider Informationen. Ob wirklich das gleiche drin ist weis man ja nicht. Die Basis wird gleich sein ob da die Additive und Stabilisatoren mit rein kommen? Das wird sicher ein nicht zu vernachlässigender Kostenfaktor sein an dem man leicht sparen kann. Gewinnmaximierung ist alles heutzutage, verschenkt wird da nichts.

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  • Zitat von Wanderdüne

    Das Louis Eigenöl wurde bis vor kurzem jedenfalls bei Castrol mit abgefüllt(konnte man auch daran erkennen weils auch rot war)... von
    wem es jetzt abgefüllt wird weiss ich nich...



    Das Louis-Öl ist von Putoline, zumindest wenn man nach dem Sicherheitsdatenblatt geht...

  • Hallo Roger, danke für das Getränkeangebot. Komme mehrmals im Jahr durch A(Wien) auf dem Weg nach RO. Melde mich ev. Juni!


    Das Statement mit den Getriebschäden verstehe ich aber nicht.
    Ich fahre seit Jahren günstige Öle mit guter Spezifikation (DR600 bis 98.000km, LC4 auf 30.000km, EXC...) und habe keine Probleme mit Getriebe. Das Getriebe braucht eigentlich relativ zähes Öl, damit der Schmierfilm an den Zahnflanken, die unter hohem Druck (siehe Wheelie-Fahren) in Kontakt sind nicht durchgedrückt wird. Da wäre dann ein 0W30 Öl logischerweise nicht so gut => also lieber zäheres Öl und behutsam Warmfahren.
    Deshalb sind alle Enduromotoren mit einem Kreislauf für Motor und Gertriebe von der Schmierung her ein Kompromiss.
    Habe noch eine maschienbautechnische Abhandlung über Schmierung gelesen, nach der das A+O die Filterung ist. Die Micropartikel (aus dem Abrieb) walzen sich in die Oberflächen (z.B. Wälzlagerringe, Zahnrad-Zahnflanken usw.) ein, was später weitere Bauteilschäden und Ausfälle verursacht. In derartigen Untersuchungen wird auf die Wichtigkeit der Filterung und Reinheit des Öles für die Systemlebensdauer verwiesen.
    Bei KTM hat man das wohl auch erkannt als man auf das System der 2 Filter umgestellt hat. Ich kenne aber Leute, die Filter selten wechseln oder nicht mal den Ölpeilstab bzw. Einfüllschraube vor dem Herausdrehen reiningen, aber beim Öl eine Glaubensdiskussion beginnen. Das passt sicher nicht zusammen. Noch ein Tipp aus der Chopper-Scene (auch wenn´s wehtut): Vor dem Ölwechsel z.B. beim Warmlaufen einen starken Magnet auf den Ölfilter legen. Lässt sich bei den LC4-Modellen mit Filter vorne am Rahmen gut umsetzten,dann bleiben die umlaufenden magentisierbaren Partikel im Filter hängen.

  • Ein FILTER ist genug!!!


    Und ÖL kauft man in Andorra. teures, für billiges Geld, ab besten gleich ganz viel dann hat man noch welches wenn man nach 5 Jahren mal wieder welches braucht.


    kannst schon Rumänisch????

  • Zitat von Funtomas


    Das Statement mit den Getriebschäden verstehe ich aber nicht.


    Mußt Du auch nicht, sollte ein Scherz sein.


    Deine auführliche Info wird vielen Leuten viel Geld sparen, war echt toll.
    Interessant wäre jetzt noch ob die Nachbau-Filter die es übers Internet gibt schlechter sind als die KTM-Originalteile. In der EXC-Betriebsanleitung wird ausdrücklich davor gewarnt Nachbau-Filter zu verwenden.


    CU


    Roger

    Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?

  • Also ich denke auch bei den Filtern, dass man keine Originalteile braucht. Dennoch achte ich auf "Marken", kaufe Mann- oder Champion- oder Twin-Air-Filter und gut is. Und ich wechsel ohnehin nur jedes 2. Mal den Filter.


    Wo oben das Stichwort "Warmfahren" fällt, das wollte ich schon länger mal fragen und fällt mir hier wieder ein: Dass man nicht sofort das Gas aufreisst is klar, auf der Strasse oder bei der Feierabend-Feldwegrunde sowieso.
    Aber auf der Cross-Strecke z.B. hab ich schon jedesmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich nur 1 oder 2 Runden ein wenig ruhiger rumfahre und sogar dabei schon mehr Gas gebe, als ich's auf der Straße tun würde. Kann ja nicht auf der Strecke oder bei nem IGE-Lauf erst ne halbe Stunde warmtuckern. Warmlaufen im Stand soll ja auch wieder nicht gut sein für den Motor, von daher scheidet das auch aus.


    Also: Wie fahrt ihr eure Mopeds auf einer abgesperrten Strecke warm, wenn 5 km langsames Warmtuckern im unteren bis mittleren Bereich ausfallen müssen?

  • ..warmfahren:


    auf der crosspiste erst ein oder zwei runden gemässigt fahren UND DANN feuer :biggrin:


    beim IGE lauf z.B.: bevor du dein bock in die box schiebst, warmlaufen lassen, kühlt dann zwar auch runter.....aber nicht so weit wie vorher garnicht gefahren ;)

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  • Zitat von Funtomas


    Der zweite Buchstabe definiert die Qualität (hier nur für S):
    • SJ: Seit 1996 gültig. Gegenüber SH geringerer Phosphorgehalt, geringere Verdampfungsneigung, höhere Alterungsstabilität
    SH schaffen viele der JASO MA-Öle ohne Leichtlaufadditive dann kaum noch.



    Was mich wundert ist daß Funtomas schreibt "SH schaffen viele der JASO MA-Öle kaum noch" und dann hat ausgerechnet das Billig-Öl von Louis api SL, also Klassen besser ... Ist das wirklich einer der seltenen Fälle wo Besseres auch billiger ist?

    Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?

  • ölfilter werden traditionellerweise von aussen nach innen durchströmt.
    Da hilft dann der magnet auch nicht weiter. Was in der kartusche drinnen ist bleibt auch so drinnen.



    Viele markenöle werden von wenigen herstellern produziert.
    Wer einen gaschromatographen hätte, dem würden die augen über gehen was alles ident ist.


    Das ging schon mal so weit, daß der reseller den hersteller aufgekauft hätte.
    Hersteller hats gerafft, verhindert und nun die preise gewaltig raufgesetzt (so um 35% - ist trotzdem immer noch so ziemlich günstig, eines der wenigen vollsynthetischen PKW-5W40 um knapp 5€/l)



    Zitat eines hauptberuflichen Ölexperten (Sterndocktor):


    In 4T-Motorrädern altern die Öle nicht etwa deshalb schneller, weil diese weniger Additive enthielten (der Additiv-Anteil beträgt hier zwischen 15 u. 30%, genauso wie bei PKW-Ölen auch; nur bei 2T-Ölen ist der generell deutlich niedriger, u. zwar bei 2 bis max. 5%). Sondern weil die meisten Motorad-Motoren das Öl sehr viel stärker beanspruchen. Bei manchen sogar um den Faktor 4 (gegenüber einem durchschnittlichen PKW-Motor). Und genau deshalb sind hier die Intervalle entsprechend kürzer.


    4T-Motoradöle unterscheiden sich vom Ölaufbau her auch nicht viel von den PKW-Ölen. Nur Reibwertverminderer können hier nicht (bzw. nicht in der gleichen Menge) eingesetzt werden, weil sonst die Ölbad-Kupplungen durchrutschen würden. Sonst besteht da aber kein grundsätzlicher Unterschied. Alle anderen Additiv-Arten (auch solche welche die Öl-Oxydation hinaus zögern) kommen aber natürlich auch hier zum Einsatz. Warum sollte man hier grundsätzlich weniger Additive einsetzen?!
    (...)
    Würde eins der folgenden nehmen. Sind alle vier sehr gute vollsynthetische. Würde wohl das v. LM nehmen, da es beim Kaltstart etwas dünnflüssiger, u. bei hohen Öltemp. die gleiche Visko wie die anderen hat! Mit den anderen würdest Du aber auch nichts falsch machen. Evtl. den Preis entscheiden lassen!


    * Racing Synth 4T 10W-50 HD v. Liqui Moly
    * Mobil 1 Racing 4T 15W-50
    * Silkolene PRO 4 SX 15W-50 (von Fuchs Petrolub)
    * Shell Advance Ultra 4 15W-50


    "Synthetik"-Öl ist mittlerweile ein Überbegriff, zu dem (fälschlicherweise) auch die Hydrocrack (HC)-Öle gezählt werden! Bei Fuchs ist es genauso wie bei den anderen Anbietern auch. Nur wenn ausdrücklich VOLL-synthetisch drauf steht, ist es auch ein ECHTES Synthetiköl. U. nicht nur ein HC-Öl, welches eine kleine Synthetik-Komponente enthält. Aus der PKW (Titan)-Serie von Fuchs Petrolub, kenne ich z. B. vier, welche wirklich vollsynth., also 100% Synthetik sind! Das aufgeführte aus der Zweirad-Serie ist auch ein vollsynth.
    (...)
    Was die Ester betrifft, so gibt es hier rund 5.000 verschiedene. Für den Einsatz in PKW-Ölen sind davon aber nur ganz wenige überhaupt geeignet. Hauptsächlich bestehen vollsynth. Grundölmischungen aber aus synth. PAOs. Bestimmte synth. Ester werden dagegen manchmal nur als kleine Komponente beigemischt, um das Öl bei sehr hohen Temp. noch etwas mehr zu stabilisieren, falls die Anforderungen an dieses das erfordern. Wie bei hochwertigen, vollsynth. mit sehr breitem Visko-Bereich (0W-40 o. 5W-50).


    Vom Ester-Motul V300 (also das/eines der öle welche ester nicht nur in homöophatischen mengen beinhaltet) hällt der Sterndocktor wenig, weil die sehr einseitig ausgelegt sind. Ester greifen Dichtungswerkstoffe an (RME-Thematik beim diesel!), das öl enthält kaum detergentien, korrosionsinhibitoren und blablabla, kurz ein reines rennöl.

  • moin zusammen,


    ich hab mir in meine sxc nen neuen gebrauchten motor eingebaut und dann castrol superbike 4t rs (oder so) 10w-50 eingefüllt und nun rutscht die kupplung!? liegt das an castrol oder ist die kupplung fertig??? auf meinen anderen moppeds hab ich mit dem öl keine probs!? hat wer ne idee?

  • Zitat von silentbob

    moin zusammen,


    ich hab mir in meine sxc nen neuen gebrauchten motor eingebaut und dann castrol superbike 4t rs (oder so) 10w-50 eingefüllt und nun rutscht die kupplung!? liegt das an castrol oder ist die kupplung fertig??? auf meinen anderen moppeds hab ich mit dem öl keine probs!? hat wer ne idee?


    Hatte mich auch mal mit Castrat vergriffen, prompt eine rutschend Kupplung. Lösung: Öl raus, evt spülen, Shell rein. Fertig.

    grüsse

    ogz
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    It's life Jim, but not as we know it.
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  • Kann sein das in dem Motor vorher nen anderes Öl drinne war. Einfach noch 1-2 mal(in kurzen Intervallen) wechseln und dann sollte das aufhören (wenns am Öl liegt). Hatten schon mehrere hier im Forum!!

  • In Kurzform:
    Für Motoren mit Ölbadkupplungen sollte es die JASO-MA erfüllen.


    In der Summe aller Eigenschaften sind vollsynthetische Öle die besten, dann kommen die teilsynthetischen (HC=Hydrocracköle oder auch Mischungen aus Mineral- und Synthetik-Ölen), dann die Mineralöle.


    Die Zahl vor dem W sollte so niedrig wie möglich sein, um nach dem (Kalt-)Start ein möglichst schnelles Durchölen des Motors zu gewährleisten.


    Die Zahl hinter dem W sollte so niedrig wie möglich sein, wenn es nicht auf Verschleißschutz, sondern auf Leistung ankommt. Sie sollte so hoch wie möglich sein, wenn es auf hohen Verschleißschutz ankommt.


    Übliche, universell verwendbare Öle haben heute Viskositäten wie 10W40 oder 10W50.



    Etwas spezieller:
    Je größer der HTHS-Wert (Viskosität bei sehr hohen Temperaturen), desto besser ist der Verschleißschutz bei hohen Temperaturen. Je niedriger der HTHS-Wert, desto höher ist die Leistung und desto geringer ist der Kraftstoffverbrauch.


    API-Klassifikationen sind für europäische Verhältnisse und Motorräder wenig aussagekräftig. Trotzdem ist ein API-SJ besser als ein API-SH, weil die Verdampfungsverluste (Ölverbrauch) geringer sind.


    Bei den ACEA-Spezifikationen sind A2, A3 oder A4 besser für hochbelastete Motren geeignet als A1 oder A5, weil letztgenannte einen abgesenkten HTHS-Wert haben.


    Sogenannte Ester-Öle (Motul-Racing-Öl) sind für einen Dauereinsatz üblicherweise nicht geeignet, weil sie kaum oder gar keine Additive enthalten, die für den Dauereinsatz notwendig sind. Das liegt aber nicht an dem Ester-Anteil, sondern daran, dass die entsprechenden Additve nicht enthalten sind.


    Ein sehr gutes Mineralöl kann qualitativ hochwertiger sein als ein Synthetiköl, prinzipbedingt sind Mineralöle aber nicht so langzeitstabil wie Synthetiköle, weil Mineralölen sehr hohe Anteile an Additiven beigemischt werden müssen, um ähnliche Eigenschaften zu haben, wie ein Synthetiköl. Diese Additive werden schneller zerstört als die Struktur des Synthetiköls. Das Synthetiköl eines Herstellers wird deshalb immer die insgesamt besseren Eigenschaften haben, als ein Mineralöl des selben Herstellers. Ein Synthetiköl ist in der Herstellung deutlich teurer als ein Mineral- oder Hydrocracköl.


    Ob eine Kupplung rutscht oder nicht, hat nichts mit Synthetik- oder Mineralöl oder der Viskosität zu tun, sondern mit dem Reibwert an der Kupplung. Hat das Öl die JASO-MA-Spezifikation, bekommt man bei allen Kupplungen ausreichende Reibwerte. Rutscht die Kupplung trotzdem durch, sind entweder die Reibscheiben verschlissen oder die Anpresskraft der Federn ist zu gering. Technisch macht es keinen Sinn, dann ein Öl zu verwenden, das einen höheren Reibwert hat (=schlechter schmiert), sondern man sollte die Reibscheiben oder Federn wechseln.


    Synthetik- und Mineralöle lassen sich problemlos miteinander mischen. Teilsynthetische Öle sind manchmal nichts anderes als eine Mischung aus beiden. Jedes Synthetiköl enthält einen Anteil von bis zu 10 % Mineralöl. Ist der Anteil größer, darf es nicht mehr vollsynthetisch genannt werden (gilt nur in Deutschland). Hydrocracköle werden manchmal mit der Bezeichnung "auf Synthesebasis" beschrieben. Das bedeutet nicht, dass es sich um Synthetiköle handelt.


    Grundsätzlich sollte man sich an die Herstellerempfehlung halten. Wenn diese Empfehlung älter als 5 Jahre ist, ist sie weitestgehend wertlos, weil sich die Öle (bei gleichem Namen) in einem solchen Zeitraum schon zu stark geändert haben können, bzw. neue Öle auf dem Markt sind.


    Welches Öl für einen bestimmten Motor das beste ist, weiß niemand. Auch nicht der Motorhersteller, weil er nicht alle Öle testen kann und weil es auch darauf ankommt, welche Eigenschaften des Öls einem wichtig sind.


    Motoren laufen auch ohne Öl erstaunlich lange. Mit Öl laufen sie länger, mit einem sehr guten Öl laufen sie nicht unbedingt länger als mit einem sehr schlechten.

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