Motoröl für KTM

  • Tach auch!

    Hallo, vieleicht kann mir jemand weiterhelfen. Kann man auf KTM Motoren bedenkenlos 20w50 Öl vollsynthetisch,welches alle Spezifikationen erfüllt fahren? Laut Handbuch ist höchstens 15w40 erlaubt. Evtl. nur im Sommer oder mit anderen Einränkungen? Die Frage Bezieht sich auf LC4 und EXC Motoren.


    Vielen Dank im vorraus :verwirrt:

  • Hallo


    Heute ist auf den EXC´s 10W50 drauf früher war es das 10W40 was ich auch noch fahre.


    Zitat

    Die Viskositätsangabe teilt sich in zwei Kenngrößen. Die erste Ziffer vor dem W ist die "Winter-Viskosität", also Zähigkeit bei kalten Temperaturen. Je höher diese Ziffer, desto dicker ist das Öl bei tiefen Temperaturen.

    Zitat

    Die Ziffer hinter dem W ist die kinematische Viskosität (oder Sommer Viskosität), die die Zähigkeit bei hohen Temperaturen kennzeichnet. Je größer die Zahl hinter dem W, desro "dickflüssiger" ist das Öl bei 100°C.


    Vielleicht hilft dir das ein wenig

  • Vorsicht mit dem Öl. Es gibt einige die vollsynthetisches Autoöl verwendet haben und anschliessend neue Kupplungslamellen eingebaut haben. Frag im zweifel bei nem KTM Händler an. Die wissen meist welche Spezifikationen das Öl aufweisen muss.

  • Argh, immer diese Ölfragen!


    Das öl sollte hauptsächlich für Nasskupplungen geeignet sein, da Du eine Nasskupplung hast! So!


    Wenn man die Ölsorte wechselt kann es vorkommen dass die Kupplung rutscht.....legt sich aber nach dem dritten Wechsel mit demselben Öl auch!


    Ich bin in der LC4 immer SHELL 10W40 Synth gefahren und hatte nie Probs damit.


    Andere sind andere Öle gefahren und da gings auch.


    20W halt ich aber für den Winter als zu dickflüssig....bleibt länger zäh!

    [SIZE="3"][COLOR="Red"]Und am 7.Tag schuf Gott den 2Takter...und er sah dass es RICHTIG gut war[/COLOR][/SIZE] :love: :teufelgri
    :teufelgri 4 strokes are like tampons.. every pussy has one :teufelgri

  • Tach auch.


    Vielen Dank für eure Antworten. Das Öl muss nicht unbedingt weg,aber ich kann es im Moment sehr günstig kaufen. Bevor ich mit dem Zeug aber teure Experimente mache,frage ich mal an ob das auch was taucht. Ich werde mal beim KTM Händler nachfragen.

  • @ Stefan: Da man ja im Winter ein möglichst dünnflüssiges und im Sommer ein möglichst zähes Öl will: Wäre dann also ein Öl 5W60 das ideale Öl?


    Was ist an der KTM-Empfehlung eigentlich bezahlte Promotion und was ist wirklich notwendig? Empfohlen ist in der Betriebsanleitung meiner EXC das 10W50 von Motorex. Jetzt gibts aber von Motorex (also vom von KTM empfohlenen Lieferanten!) ein 20W60 speziell für KTM-Viertakt-Motoren (siehe http://www.dirtyenduro.at/HTML…ebote/knopper/motorex.pdf )


    Was gilt nu???? Was ist wirklich gut für die Kiste?


    lg


    Roger

    Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?

  • Grundsätzlich sollte die Spreizung klein sein, 5W60 ist schon so groß das es nicht mehr so Scherstabil ist wie 5W50...
    Die Frage ob Ihr 5W braucht stellt sich eh, wenn Ihr Winterfahrer seid werdet Ihr mit 5W40 auch auskommen, im Sommer dann 10W oder 15W....
    Bleibst Du bei einem Ölhersteller beim Wechsel "Sommeröl" zu "Winteröl" besteht auch in der Regel keine Gefahr für Rutschen der Kupplung!


    Was wollt Ihr mit 5W60??? Fahrt Ihr das Öl 30.000Km über 18 Monate in einem 90PS 4Zylinder auf dem Weg zur Arbeit oder warum muss es das "ganze" Jahr abdecken???
    Ihr tut dem Motor "nix" sogar "garnix" gutes mit dem 5W60 !!!

    "Es gibt Menschen, die ein Stück Land "Mein" nennen, und dieses Land nie gesehen und betreten haben. Die Menschen trachten im Leben nicht danach zu tun, was sie für gut halten, sondern danach, möglichst viele Dinge "Mein" zu nennen."
    Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi

  • Okay.


    Also das 20W60 wär eher ein Öl für Sommer, Hitze, hohe Drehzahl, wenig Geschwindigkeit. Im Oktober/November allerdings lange warmlaufen lassen.


    Das 10W50 wäre ein Allroundöl, nicht so gut halt in der Hitze des Sommers wenn man die Kiste mit Kupplung einen Steilhang raufmartert.

    Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?

  • Viele gute Infos, gebe ich auch noch meinen Senf dazu:


    * mineralische Öle:setzten sich je nach ihrer Struktur aus Paraffinen (Alkanen), Naphthenen (Cycloalkanen) oder Aromaten zusammensetzen
    Falsch ist, dass Mineralöle schwerer sind (wegen der Minerale und so).
    Falsch ist, dass Mineralöle besonders gut für Offroadfahrzeuge geignet sind (wegen der häufigen Bodenproben).


    * Syntheseöle sind z.B. Silikonöle, Polyglykole, Ester-Verbindungen usw.
    Falsch ist dass, Syntheseöle vorwiegend für Laborbedingungen und Hallenveranstaltungen TopTipp sind.


    * Nach fast allen Normen müssen Öle mischbar sein (auch Mineralöl und Syntheseöl). Deshalb ist auch das Ölnachfüllen oder der Wechsel auf andere Ölmarke oder Sorte unkritisch. Der einzige Fall der angeblich Probleme machen soll, ist das Umstellen alter Motoren, die jahrelang mit Mineral gelaufen sind auf hochlegiertes Öl (Öl mit vielen Additiven). Es können in neuen Ölen Additive zur Schmutzlösung oder gegen Ölschlammbildung enthalten sein. Diese lösen in dem alten Motor dann den ganzen Dreck auf einmal, der dann mit umläuft oder in Engstellen oder Filtern/Sieben hängt. Bei so einer Umstellung soll man den Ölwechsel mehrmals stark verkürzt durchführen.
    (Also d´ran denken, wenn man nach 12 Jahren Indien mit der guten XT500 heimkommt und auf modernes Öl umstellt).


    * Viskosität ist die Eigenschaft einer Flüssigkeit, ihrer Verformung einen Widerstand entgegenzusetzen. Praktisch : Öl hat im kalten Zustand eine hohe Viskosität ( Zähflüssigkeit ) und eine niedrige,wenn es heiss ist. Motoröle müssen in kaltem Zustand dünnflüssig genug sein, um schnell an alle Motorteile zu kommen. Andererseits darf der Schmierfilm aber im heißen Zustand nicht abreissen.
    Die Viskositätsangabe wir meist nach der SAE-Norm (Society of American Engineers) gemacht.
    Falsch ist die Interpretation einiger EXC525-Fahrer, dass das die Society of Austrian Engineers sei.
    Einbereichsöle sind für einen Temperaturbereich ausgelegt. SAE 30 ist ausgelegt für 0°C bis +30°C.
    Die heutigen Öle sind ausser einigen Oldtimerölen (nimmt man für seinen BSA A65 Twinshocker bei Classic Enduro) Mehrbereichsöle die einen grossen Temperaturbereich abdecken. Zu grosse Spreizung ist bei den häufigen Ölwechseln nicht so wichtig, weil ja mehrmals im Jahr gewechselt wird.
    20W50 ist z.B. von -10°C bis +50°C geeignet.


    * Zur Verbesserung des Viskositäts-Temperatur-Verhaltens werden Viskositätsindex Verbesserer (öllösliche Polymere) zugegeben. Diese Polymermoleküle sind z. T. im Hochtemperaturbereich riesige Molekülgebilde (Kettenmoleküle oder macro-Moleküle), die dann beim Einwirken von Scherkräften ihre Molekülstruktur ändern bzw. auseinander brechen. Hierdurch tritt ein mehr oder weniger großer Viskositätsverlust auf. Für Sozialpädogen und Nichttechniker: Scheren ist eine Querbeanspruchung und tritt z.B. an bewegten Kanten (in der Ölpumpe, an Kolbenringen...) auf.


    * Zusätze oder Additive sind öllösliche Stoffe, die das Öl durch chemische und/oder physikalische Wirkung verändern (auf bestimmte Eigenschaften trimmen = verbessern. Die Menge der Zusätze variert von 5% bis 25%.
    Es sollen z.B. folgende werden Eigenschaften verbessert werden:
    Oxidationsstabilität (heistt Öl korrodiert sozusagen)
    EP-Wirkung (heisst Extreme Pressure und hilft vielleicht an statisch beanspruchten Motorteilen wie Druckstangen-Auflagepunkten der Mopedkupplung)
    Schaumbildung (damit´s am Ölschauglas nicht wie in der Waschmaschine aussieht)
    Anti-Schlammbildung: hatten wir oben schon.
    Reibungsmindernde Additive (Molybdän, Sulfate, Teflon usw.) sind besonders nett. Die sind in Automotoren dazu gedacht, Reibung, Verschleiss und den Spritverbrauch zu reduzieren. Funktioniert in BMWs oder Geräten mit Trockenkupplung im Motorenteil auch gut. Wäre also eine Empfehlung für Simo Kirssi auf HP2 oder für eine umgebaute Hill-Climbing-Harley. Für 99% der 4T-Enduros mit Nasskupplung ist das schlecht, weil das zu Rutschen führt. Das gibt sich logischerweise auch nach mehrmaligem Wechsel mit gleichem Öl nicht. Empfohlen wird deshalb Öl nach Norm JASO MA (ohne reibungsminderende Additive).

    * Ölnormen bzw. Spezifikationen: Damit sind wir beim Kernpunkt. Man darf nicht nur glauben, was die Händler empfehlen, sondern kann auf der Packung prüfen, ob das stimmt. Gängigste Normen sind API (AMERICAN PETROLEUM INSTITUTE).
    S steht für Service Class (kann man sich aber besseer merken mit Spark Ignition=Benziner) und C steht für Commercial Class (Merkbrücke: Compression Ignition=Diesel) und damit sind niedrig belastete Truck-Motoren gemeint.
    Der zweite Buchstabe definiert die Qualität (hier nur für S):
    • SA: Unlegierte Öle
    • SB: Öle mit Zusätzen für den Alterungsschutz und Antiverschleiß-Additiven
    • SC: Öle dieser Klasse deckten 1964-67 die Anforderungen der amerikanischen Motorenhersteller ab
    • SD: Für US-Fahrzeuge der Baujahre 1968-71
    • SE: Verbessertes SD für die Baujahre 1972 bis ca. 1980
    • SF: Verbesserter Schutz gegen Oxidation, Verschleiß, Ablagerungen und Korrosion entsprechend den Anforderungen der US-Motorenhersteller ab 1980
    • SG: Seit März 1988 gültig mit erhöhten Anforderungen bezüglich Alterung und Kaltschlamm
    • SH: Seit 1993 gültig. SH-Öle müssen die vorgeschriebenen unterschiedlichen Testprozeduren unter strengen, kontrollierten Bedingungen bestehen
    • SJ: Seit 1996 gültig. Gegenüber SH geringerer Phosphorgehalt, geringere Verdampfungsneigung, höhere Alterungsstabilität
    SH schaffen viele der JASO MA-Öle ohne Leichtlaufadditive dann kaum noch.
    Also für den 4T-Offroader ein Öl nach JASO MA mit möglichst hoher API S-Spezifikation suchen.
    Wenn auf dem Öl noch geignet für Turbomotore steht, weisst das darauf hin, dass das Öl für hohe Temperaturen taugt. Die Wellenlagerung des Turboladers (von Autos) hängt normalerweise am Motorölkreislauf und wird damit geschmiert und gekühlt. Das sieht man dann aber meist auch an der API Klasse und der Viskosität diese Öls. Falsch ist dass das, bei einer Suzi DR mit SACS (Ölkühlung) den Motorschaden verhindert, wenn wenn man stundenlang im Schlamm festsitzt und rummöhrt.


    Das war jetzt hoffentlich nicht zu viel.
    Sind zwar etwas von der Anfangs gestellten Frage abgekommen aber ich atte mich mal informiert, weil mir die ganzen gewinnorientierten Vorschriften der Händler auf den Keks und den Geldbeutel gegangen sind.

  • Tip aus der Werkstatt: in LC4 und exc 4T kommt immer shell 10W40 ultra4 rein!
    War früher von ktm empfohlen (bevor motor ex die ösis sponsorte:teufelgri ). Insiderkreisen zufolge soll das shell öl sogar die bessere qualität haben. Daher: never change a running system!

  • ...... SH schaffen viele der JASO MA-Öle ohne Leichtlaufadditive dann kaum noch. Also für den 4T-Offroader ein Öl nach JASO MA mit möglichst hoher API S-Spezifikation suchen.



    Da gäbe es u.a. bei P... ein teilsynthetisches Leichtlauföl SAE 10W40 mit JASO MA / API SG für 19,95€ / 5L
    oder
    ein vollsynthetisches Motoröl SAE 5W50 mit JASO MA / API SG/SM/SY
    für 27,95€ / 5L (mit dem Hinweis auf minimale Reibungsverluste).


    Will das mal jemand eine Saison testen und dann hier berichten??

  • ..bei shell gabs diese punkte aktion, bei jedem tanken gabs welche - diese habe ich dann mit moped shell-öl 10/w40 eingelöst :teufelgri


    jetzt habe ich mir mal einen kanister von louis gekauft
    Motorenöl PROCYCLE SAE 10W-50:


    Vollsynthetisches Motorenöl.
    Entspricht: JASO T903 MA, API SL-CF, ACEA A3/B3.
    Für bessere Beschleunigungswerte.
    Weniger Reibung.
    Längere Lebensdauer des Motors.
    Entwickelt und abgefüllt von einem namhaften deutschen Öl-Hersteller.


    vom preis absolut interessant gegenüber den teuren marken-ölen die man beim händler kaufen kann !!


    Preis:
    26,95 für 4 L :glotz:


    kupplung rutscht nicht, also taugt was ;)

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  • Ich nehm die Soße von Gericke für die SXC:


    4-Takt-Vollsynthese, 5 Liter
    vollsynthetisches 4-Takt-Hochleistungs-Motorenöl für Rennsport und gnadenlosen Straßeneinsatz
    die thermische Formulierung sorgt für höchste Motorleistung bei wesentlich verbesserter Schmierfilmsicherheit
    4Takt-Vollsynthese 10W50
    Spezifikation API SG JASO MA
    Inhalt: 5 Liter (Grundpreis: 1 Liter = € 5,39)



    € 24,95

  • Zitat von casicool

    API SL


    Heißt das das Zeug ist sooo gut daß es in der Qualität noch über der von Funtomas genannten Spitzenstufe SJ ist?


    Funtomas: Vielen Dank für die superfein aufbereitete Abhandlung! Wenn wir also wirklich gefahrlos das Öl von Louis und Gericke einfüllen können ersparen wir uns schöne Summen ... Wen Du mal in Österreich wo mitfährst melde Dich, ein Getränk steht!

    Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?

  • Das S steht hier für 4T Motoröl und der zweite Buchstabe für die Qualität. Je höher desto besser.;)

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    • Offizieller Beitrag


    Moin
    Hättest du das Zeug im Angebot gekauft hättest du nur 19,95 bezahlt ;)


    Ich Fahre das Zeug auch schon seit mindestens einem Jahr. Bis jetzt kann ich nichts negatives feststellen. Wenn ich richtig überlege, ist mir mit Motorex bei der 01 das Nockenwellen Lager Fliegen gegangen und bei der 05 die Kontermutter der Einlas Ventil Einstellung, Zufall :verwirrt: ;)

    MFG MS
    ps bin bekennender Warmduscher ;)
    pss schlecht schreiben konnte ich schon immer gut :)

  • Zitat von Michael S

    Moin
    Hättest du das Zeug im Angebot gekauft hättest du nur 19,95 bezahlt ;)


    Ich Fahre das Zeug auch schon seit mindestens einem Jahr. Bis jetzt kann ich nichts negatives feststellen. Wenn ich richtig überlege, ist mir mit Motorex bei der 01 das Nockenwellen Lager Fliegen gegangen und bei der 05 die Kontermutter der Einlas Ventil Einstellung, Zufall :verwirrt: ;)


    habe ich sogar :D


    der o.g. text ist mal schnell von der HP rauskopiert ;)

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