warmwasserbereitung per wärmepumpe -> nachrüstung wie?

  • Ich hab den Thread nicht gelesen, nur bezogen auf die Überchrift:

    Ich bekam letzte Woche eine neue Pellets-Heizung, inkl. Vorbereitung um später für die Übergangszeit eine Wärmepumpe nach zu rüsten (Komplett Wärmepumpe ging nicht, wegen nur normalen Heizkörpern)


    Für die Förderungen, die es derzeit gibt, braucht man eine sogenannte Energieberatung. Mit dem Berater dies angesprochen, meinte er:
    Mit einer Wärme-Pumpe kauf ich mir eine zweite, komplette Heizung dazu: Besser, wegen höherer Vorlauftemperatur und günstiger: Sonnenkollektoren.

    Von Daikin gibt es mittlerweile Wärmepumpen mit Vorlauf Temperaturen von bis zu 75 Grad

    Damit lassen sich problemlos Standard Heizkörper verwenden

  • Von Daikin gibt es mittlerweile Wärmepumpen mit Vorlauf Temperaturen von bis zu 75 Grad

    Mit welchem Stromanteil bei 0° und darunter?


    K.A. ob Daikin in Österreich vertreten ist, laut allen Installateuren, bei denen ich Angebote einholte, haben davon abgeraten, da der Stromanteil bei unseren Temperaturen im Winter zu hoch wäre.

  • ... eine Wärmepumpe ist ab einem gewissen Delta T eben auch nur eine Elektro Heizung... rein pragmatisch gesehen.


    Es geht doch gar nicht darum, welche Vorlauftemperaturen ich mit einer WP erreichen kann. Es geht doch darum, welche Arbeitszahl ich erreiche. Je höher das Delta T zwischen primärer Energieträger Temperatur und Vorlauftemperatur ist, um so geringer ist die Arbeitszahl der WP. Wenn diese 1 erreicht hat, ist das Verhältnis zwischen investierte elektr. Arbeit und daraus gewonnener th. Arbeit in Parität. Dann kann man sich aber auch die hohen Investitionen in eine WP sparen und über einen Widerstand (Heizstab) die el. Energie in thermische umwandeln.


    Sport frei


    Sven

  • Das ist eben der entscheidende Punkt bei der Wärmepumpe. Viele Hersteller werben damit, dass sie auch hohe "Vorlauf-" sprich Heizwassertemperaturen können. Nicht wenige Häusleeigner schaffen aber auch trotz guter Papierform nur eine schlechte Arbeitszahl. Entscheidend ist eben dieser "Hebel" der aus einer kWh mehrere macht. Man muss kein Physiker sein, um zu verstehen, dass dies besser funzt, wenn Vorlauf- und Außenluftemperatur nicht allzuweit auseinander liegen. Wenn's dumm läuft heizt man praktisch 1:1 mit Strom, was auch nicht gerade billig ist.


    Stand heute kostet z.B. bei uns in der Gegend das Heizöl 1,60€ / Liter das sind aber 10 kWh Energie - was kosten 10 kWh Strom? Man sollte den "Hebel" also gut im Auge haben, wennman sparen will.

  • es soll schon welche geben mit 7 zu 1, aber eben, ganz entscheidende erkannt, die Physik wird keiner überlisten. deswegen, erst alles an dachflächen mit platten zu ballern, egal wo ihr wohnt. und wie lang der winter ist. Pufferspeicher installieren. und dann kommen wir schon recht weit.

  • Genau so hab ich das vor + nen Batteriespeicher als Überbrücker .

    Es kann schon mal passieren das ich die Wegstaben verbuchsele und mich verdrückt auskehre !! :thumbup:

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    Ist der Keil auch noch so klein , muß er in die Nut hinein . Sollte das mal nicht so sein ...... :whistling:  :saint:

  • Pufferspeicher installieren.

    ....

    + nen Batteriespeicher

    .... dazu benötigt man aber Platz - den der ein oder andere schlicht nicht hat....


    bei uns in der Gegend das Heizöl 1,60€ / Liter das sind aber 10 kWh Energie - was kosten 10 kWh Strom?

    naja das wäre jetzt aber zu einfach, weil der theoretische Energiegehalt von Heizöl ist ~ 10kWh/Liter. Dann muss Du aber auch so fair sein und die Verluste davon ab zu rechnen. Da wären z.B. 8% Abgasverlust oder Bereitstellungsverluste durch Abkühlung des Heizwassers z.B. im Speicher oder in Rohrleitungen, wo die Verlustwärme nicht direkt dem Haus zu gute kommt. Wir haben immer mit 20 ... 25% Verlusten gerechnet.

    Dann kostet Dich die kWh aus Heizöl 0,193€ die bei Strom mindestens 0,3€ eher 0,45€.

    Deshalb ja Wärmepumpe. Mit einer Jahresarbeitszahl zwischen 3 und 4 bist Du halt im "positiven" Bereich, weil Dich dann die kWh th. um die 0,1€/kWh kostet.


    Hoffe das ist verständlich dargestellt von mir.


    Sport frei


    Sven

  • ... dazu benötigt man aber Platz - den der ein oder andere schlicht nicht hat....

    Den hab ich aber zu genüge . Und so nen moderner Batteriespeicher ist nun auch nicht wirklich groß so lange du keine alten Staplerbatterie nimmst .

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  • Moin,

    genau es gibt schon lange Wärmepumpen die hohe Temperaturen können, nur können auch die nicht die Physik überlisten und man hat früher oder später eine Strom Heizung. Zusätzlich kommt bei außen aufgestellten Geräten, noch die Energie für den frostschutz und das auftauen dazu.

    Auch muss man mal schauen bei was für Temperaturen die hohen AZ versprochen werden. Bei A7/28 sieht fast jede WP gut aus. Bei A0/55 wird es mit Sicherheit schlecht. Bei minus draußen und noch höheren VL Temperaturen wird es dann richtig schlecht und mit dem Strom direkt zu Heizen wäre günstiger.

    Es bleibt dabei die WP lebt davon das sie so wenig Temperatur wie möglich bereitstellen muss. Wie gesagt am Ende ist das alles Physik und die ist für alle gleich. Auch wenn manche das nicht glauben und meine das es da so Sprünge wie bei SW gibt.

    MFG MS
    ps bin bekennender Warmduscher ;)
    pss schlecht schreiben konnte ich schon immer gut :)

  • es soll schon welche geben mit 7 zu 1, aber eben, ganz entscheidende erkannt, die Physik wird keiner überlisten. deswegen, erst alles an dachflächen mit platten zu ballern, egal wo ihr wohnt. und wie lang der winter ist. Pufferspeicher installieren. und dann kommen wir schon recht weit.

    7:1 ist völlig unrealistisch. Rein von der Physik her wären bei typischen Temperaturunterschieden in unseren Breiten gute 6 möglich aber dann dürfte es keinerlei Reibungs und sonstige Verluste geben. Am Ende zählt nur die Jahrsarbeitszahl, also was übers Jahr im Schnitt aus einer kWh Strom rauszuholen ist. Manche behaupten sie kommen fast auf 4 aber dann ist das keine kalte Gegend. Ich will keinesfalls der Ölheizung das Wort reden aber im schlecht oder wenig gedämmten Altbau sind Wärmepumpen nicht das gelbe vom Ei. Im Neubau ist das ohnehin Standard - zumindest bei mir in der Gegend. Für kalte Tage einen Holzofen dazu und Du hast es sehr gemütlich.


    Wir setzen auf ein Wärmenetz mit 100 Anschlüssen und einer Holzhackschnitzel-Heizzentrale, damit können viele Altbauten ölfrei werden. Viel Aufwand, viel Arbeit, heute war Spatenstich.

  • Weiss nicht ob ich das scho Mal verlinkt hab, aber zu Wärmepumpen im Altbau gibt es hervorragende Videos:

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    Wir haben zwei Luft-Luft WP hier am Laufen, ich weiss allerdings gar nicht, ob ich da die JAZ rauskriegen könnte.

  • 7zu1 meinte neulich den Branchen Kollege und ich hatte verstanden, Viessmann. Kann aber auch, was logisch wäre, geprahlt von den Herstellern sein..

    Klaro, das platzproblem. Da muss man halt zusammen Rücken. Für mich nicht schwierig, lebe ja an 2,5 Tagen in der Woche schon auf 24qm mit 3 Leuten. Vor über 100jahren war's auch nicht anders.

    Notfalls über eingebuddelte erdspeicher nachdenken.

    Das mit der holzhackschnitzel kleinst Fernwärme Anlage hab ich neulich erlesen. Und mein Kumpel oben in grabenstetten erzählte auch von dem Thema.

    Hat was, für die kalten Gegenden. 2014 war das in grabenstetten mal mein kältester rohbau.....

  • Moin,

    Das Video ist wirklich nicht schlecht und zeigt einiges was bewusst oft anders dargestellt wird.

    Ich wäre genau wie der recht überrascht gewesen wenn die WP auf einmal im Altbau und mit Heizkörper gut funktioniert.

    Mein Vater hat die komplette Förderung mitgenommen und es tatsächlich mit Heizkörper gemacht. Allerdings sind die alle jetzt neu und gegen welche mit Gebläse ausgetauscht und zum Teil noch zusätzlich welche dazu gekommen. So kommt es glaube ich rechnerisch mit 45°C als VL Temperatur hin. Bei den alten war die Anlage die in den 70er Jahren als 90/70 Anlage gebaut wurde aber durch die überdimensioniert Heizkörper die früher oft gemacht wurde so bei 75/ 60. Nach Dämmung der Fassade hat dann so 70/55 gepasst jetzt ist das Dach auch noch neu und mittlerweile auch noch eine PV drauf.

    Aber trotz der ganzen Förderung steckt da etliches an Geld drin was man auch erstmal haben muss.

    Man kommt also immer wieder an den Punkt das man sich das Energiesparen durch besser Anlagen und Gebäude erstmal leisten können muss.

    Sorry das ich jetzt etwas von der eigenen Frage abgedriftet bin.

    MFG MS
    ps bin bekennender Warmduscher ;)
    pss schlecht schreiben konnte ich schon immer gut :)

  • Macht doch nix. Klasse beschrieben, danke Michael.

    Ich mein, evtl. musst du dir ja auch die 10000 statt 1000€ gas rechnung leisten können.

    Uns ist halt auch jahrzehnte was vorgegaukelt worden. Und energie, ging ja auch nicht gross anders, bezogen wir von dem grossen.

    jetzt muss sich der Immobilien markt noch dahin gehend regeln, das Immo s ohne eigenen Kraftwerk dann nix mehr wert sind.

    es bleibt spannend.

  • Moin ich frage mal hier rein und zwar gehts um die Solar Verkabelung . Die Platten selber haben ja schon Kabel dran . Ich brauche dann ja noch Kabel von den Platten zum Wechselrichter . Da gibts auch so schöne online Rechner die einem sagen welcher Querschnitt erforderlich ist . Bei 5 verschiedenen Rechner bekomm ich aber 7 Meinungen ... :/ ;)

    Dann gibts wieder so Aussagen wie Typische Solarkabel weisen einen Querschnitt um 4 mm² auf, bei größeren Anlagen auch 6 mm². Der Querschnitt vor dem Wechselrichter fällt in der Regel etwas kleiner aus . Laut dem Rechner hier wirds immer dicker bis so dick was gar keiner anbietet .... :/ =O || Ich blicke da nicht mehr durch . https://www.amumot-shop.de/rechner/solarkabel-querschnitt

    In meinem Fall werden immer 50 KW Platten zusammen in Reihe auf den Wechselrichter geklemmt . Die Kabellänge von den Platten zum Wechselrichter ca. 15 Meter .

    Laut Tante Google sind da Kabel bis 50 Meter keine Seltenheit , die müßten dann ja Armdick sein .


    Die Kabellage an der bereits verbaute Anlage vom " Profi " hat an den Platten 4qmm und zum Wechselrichter das ist nicht dicker und auch wenigstens 15 m lang , steht leider nix drauf bzw auf dem Stück was in den Wechselrichter geht .

    Es kann schon mal passieren das ich die Wegstaben verbuchsele und mich verdrückt auskehre !! :thumbup:

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  • 50kW Platten in einer Reihe? Das wären 100 Stück 500Wp Module, stimmt das?


    Hast du mal die genaue Bezeichnung der Module?


    Edit: Der Rechner ist primär für Solarmodule für Camper etc gemacht und rechnet mit sehr niedrigen Spannungen. Ich hab mal ein beliebiges 500 Wp Modul rausgesucht, das hat 42,8 Vmpp. Im Rechner dann 85 als Zellenanzahl eingetragen, dann kommt unten die entsprechende Spannung raus, das passt dann eher.


    Alle Angaben ohne Gewähr.

  • wenn du verlegst: nimm die kabel so dick wie irgend möglich oder vertretbar.


    damit wird die verlustleistung in den kabeln kleiner, die anlage effizienter.

    der kostenunterschied zwischen 4mm und 6mm ist nicht so rasend groß,

    (also so war das vor ein paar monaten noch) das rechnet sich dann über die laufzeit von 20 jahren.

    You have to have the courage to sustain the situation that frightens you.


    Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
    Stefan Geiger

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