Mehrwertsteuer bei gebrauchten Autos

  • Liege ich falsch?:

    Wenn ein Unternehmer ein Auto ohne ausgewiesene Mehrwertsteuer kauft, dann kann er sie logischerweise nicht als Vorsteuer abziehen.

    Er schreibt die Karre dann halt brutto (bzw. es gibt ja weder netto noch brutto) ab.

    D.H. wenn sie billig ist rechnet sich das evtl. trotzdem?

    Wer nichts weiß muss alles glauben

  • Genau genommen ist es wurscht ob mit Steuer oder ohne . Kaufe ich mit Steuer kann ich die mir zurück holen und muß die aber beim VK ja wieder abgeben .

    Kaufe ich ohne ausgewiesene Steuer , verkaufe ich auf dem Papier auch ohne Steuer , muß aber die Differenz von EK zu VK versteuern und abgeben . Es kommt untern Strich das Gleiche bei raus .

    Der einzige Vorteil bei mit MwSt. ist das die Firmen die eher kaufen wie ohne , wegen der 19% die sie sich halt holen können . Beim wieder VK ist die Kiste eh älter , mehr KM + Abschreibung und bringt daher weniger ein was wieder weniger MwSt. Abgabe beim VK heist .


    Als Händler will - muß ich ja Gewinn machen , da ists wie gesagt wurscht weil unterm Strich das selbe bei raus kommt was ich dem Amt abgeben darf .

    Es kann schon mal passieren das ich die Wegstaben verbuchsele und mich verdrückt auskehre !! :thumbup:

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    Alle meine Beiträge könnten zu 99% Spuren von Ironie aufweisen ... ;)

    Ist der Keil auch noch so klein , muß er in die Nut hinein . Sollte das mal nicht so sein ...... :whistling:  :saint:

  • Wenn du das Fahrzeug aber ohne MwSt von Privat kaufst und für Dich, bzw. eben geschäftlich nutzt und zulässt, musst Du bei einem eventuellen Verkauf das Fahrzeug wieder versteuern, also den vollen Mehrwertsteuersatz abgeben.


    Das mit der Differenzbesteuerung gilt im Handel bei An- und Verkauf.


    Wenn das Auto 2.000 von Privat kostet und du nach 4 Wochen fahren merkst, dass es nicht taugt musst Du, um keinen Verlust zu machen, die Kiste für 2380,- wieder verkaufen.

  • Super danke!


    Das ist gut zu wissen!


    Mir ging es natürlich in erster Linie um die Frage, ob es einen Unterschied macht, ob ich ein Auto von privat für 20.000€ kaufe oder eines vom Händler für 20.000€ plus 19% MwSt. die ich ja wieder als Vorsteuer zurückbekomme.

    Wer nichts weiß muss alles glauben

  • Fritz biste dir da sicher ? Ich habe ja letztens erst recherchiert wegen so einem Fall . Laut dem WWW wird in so einem Fall auch nur die Differenzbesteuerung angewendet . Wäre ja auch total bescheuert dann voll zu besteuern obwohl der VK sich beim Kauf nix hat zurück holen können .

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  • Genau genommen ist es wurscht ob mit Steuer oder ohne . Kaufe ich mit Steuer kann ich die mir zurück holen und muß die aber beim VK ja wieder abgeben .

    Für Dich als Händler (wobei dann auch mehr Kohle "geparkt" wird), als "Konsument" nicht, wenn der Verkaufspreis nach der Nutzzeit deutlich niedriger geworden ist. Kauf das Auto für 60,000,- Brutto, hole mir 10.000,- Vorsteuer zurück (hier in AT mit 20% sind es schön runde Zahlen), verkauf die Karre paar Jahre später um 24.000,- und muss nur 4000,- MwSt. abführen.

  • Wenn das Auto 2.000 von Privat kostet und du nach 4 Wochen fahren merkst, dass es nicht taugt musst Du, um keinen Verlust zu machen, die Kiste für 2380,- wieder verkaufen.

    Ich kenne das deutsche Steuerrecht zwar nicht, aber es würde mich stark wundern.

    Hier in AT werden solche Gebrauchtfahrzeuge einfach mit 0% MwSt. verrechnet.

  • Mir ging es natürlich in erster Linie um die Frage, ob es einen Unterschied macht, ob ich ein Auto von privat für 20.000€ kaufe oder eines vom Händler für 20.000€ plus 19% MwSt. die ich ja wieder als Vorsteuer zurückbekomme.

    Als Unternehmer ja, da das Privatfahrzeug 20.000,- kostet, das Fahrzeug vom Händler ~ 16.500,-

    Zumindest, wenn PKWs bei Euch voll Vorsteuerabzugsfähig sind.

  • Kauf das Auto für 60,000,- Brutto, hole mir 10.000,- Vorsteuer zurück (hier in AT mit 20% sind es schön runde Zahlen), verkauf die Karre paar Jahre später um 24.000,- und muss nur 4000,- MwSt. abführen.

    Sagte ich doch so oder so ähnlich oben .... ;)

    Beim wieder VK ist die Kiste eh älter , mehr KM + Abschreibung und bringt daher weniger ein was wieder weniger MwSt. Abgabe beim VK heist .

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  • Ich kenne das deutsche Steuerrecht zwar nicht, aber es würde mich stark wundern.

    Hier in AT werden solche Gebrauchtfahrzeuge einfach mit 0% MwSt. verrechnet.

    Wenn Du das Fahrzeug als Privatmann kaufst und wieder für den gleichen Betrag (oder höher) verkaufst, stimmt das.


    Wenn ich als Unternehmer das Auto von Privat kaufe, auf das Geschäft zulasse und nutze, dann bezahle ich vom Verkaufserlös die Mehrwertsteuer. In dem Fall macht das deutsche Steuerrecht keinen Unterschied ob ich das Auto mit oder ohne Mehrwertsteuer (wg. Vorsteuerabzug) gekauft habe.


    Wenn ich wie der Leisi ein Auto kaufe und wieder verkaufe, dann bezahle ich vom Verkaufserlös die volle Mehrwertsteuer wenn ich das Auto von einem anderen Unternehmen mit Mehrwertsteuer gekauft habe und ja dadurch auch die Möglichkeit des Vorsteuerabzuges habe.


    Habe ich diesen Wagen als Händler von Privat gekauft und verkaufe ihn wieder, dann wird nur der Mehrerlös mit 19% besteuert.


    Ich hoffe es sind jetzt alle Klarheiten beseitigt.

  • Als Unternehmer ja, da das Privatfahrzeug 20.000,- kostet, das Fahrzeug vom Händler ~ 16.500,-

    Zumindest, wenn PKWs bei Euch voll Vorsteuerabzugsfähig sind.

    Habe mich evtl. unklar ausgedrückt - 20.000€ von Privat vs. 20.000€ plus Mwst. also 24.000€ brutto in A respektive 23.800€ in D

    Daher denke ich als Steuerlaie, dass es eben KEINEN Unterschied macht. Abschreibungen sind ja die gleichen.

    Wer nichts weiß muss alles glauben

  • Habe ich diesen Wagen als Händler von Privat gekauft und verkaufe ihn wieder, dann wird nur der Mehrerlös mit 19% besteuert.

    Im Normalfall wird es ja ein Mindererlös sein :/

    Wer nichts weiß muss alles glauben

  • Wenn ich als Unternehmer das Auto von Privat kaufe, auf das Geschäft zulasse und nutze, dann bezahle ich vom Verkaufserlös die Mehrwertsteuer

    Hier nicht, nur von einem eventuellem Mehr-Erlös.


    Kauf ich ein Fahrzeug, als Unternehmen, von Privat eine gebrauchte Sache ohne ausgewiesener MwSt. z.b. für 10.000,- und verkaufe es wieder um 10.000,- oder weniger (weil zwischenzeitlich genutzt, im Wert gefallen), wird es mit 0% MwSt. frakturiert.


    Kann man das Fahrzeug um 12.000,- verkaufen (egal ob B2B oder B2C), fallen für die 2000,- Mehrerlös die Differenzbesteuerung an. D.h. ca. 350,- MwSt. sind ab zu führen.


    Das hier ist falsch:

    Wenn das Auto 2.000 von Privat kostet und du nach 4 Wochen fahren merkst, dass es nicht taugt musst Du, um keinen Verlust zu machen, die Kiste für 2380,- wieder verkaufen.

  • Ist bei uns leider so, ich habe da schon Lehrgeld bezahlt. Seitdem kaufe ich für die Werkstatt nur wirklich Schnäppchen ein und fahre die bis sie wirklich keiner mehr brauchen kann.

  • Okay du sprichst also aus Erfahrung und nicht nur vom hören sagen . :thumb: Hat dich das Amt im Nachhinein zur Kasse gebeten oder wie kam es dazu ?

    Es kann schon mal passieren das ich die Wegstaben verbuchsele und mich verdrückt auskehre !! :thumbup:

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    Alle meine Beiträge könnten zu 99% Spuren von Ironie aufweisen ... ;)

    Ist der Keil auch noch so klein , muß er in die Nut hinein . Sollte das mal nicht so sein ...... :whistling:  :saint:

  • Das geschieht ganz automatisch mit der Fahrzeugrechnung, Gebrauchtwagen mit Regelbesteuerung, das andere mit Ankauf von privat und wieder VERKAUFEN ist Gebrauchtwagen mit Differenzbesteuerung.

    Sobald ich das Fahrzeug eben im Geschäft nutze und das ins Betriebsvermögen übergeht, werden beim Verkauf die 19% fällig. Selber schuld wenn das Auto ohne die Möglichkeit eines Vorsteuerabzugs gekauft wurde.

  • Sehr interessant aber aus meiner Sicht genau genommen Blödsinn ! Hier werden Äpfel mit Birnen und Wunschdenken verglichen . Wenn der angenommene Marktwert 12000 € sind , dann zahlt kein Unternehmer mehr nur weil er nach Abzug der Steuer weniger als der Marktwert zahlt . Händler B zahlt auch nicht mehr weil er weis das er von Kunde K auch nicht mehr bekommt . Der will den Marktwert minus Steuer zahlen ! Wenn da einer 13000 € zahlt , bekomme ich mit Differenzbesteuerung mehr für mich raus . Und das zählt für den Verkäufer und nicht die Ersparnis des Käufers !

    Es kann schon mal passieren das ich die Wegstaben verbuchsele und mich verdrückt auskehre !! :thumbup:

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  • kann interesant werden wenn zwichen ek händler und vk kunde eine große differenz ist zb. durch eine reperatur oder instandsetzung.


    dann bekommt der käufer quasi auch die mwst der rerperturkosten raus, bzw zahlt dann nur für die ek kosten die steuer extra.


    klar in der paxis sehr sehr selten.

    aber möglich.

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