Hinauf auf 6.646 Meter - Höhen-Weltrekord mit dem Motorrad

  • Sehr schön geschrieben:


    Hinauf auf 6.646 Meter - Höhen-Weltrekord mit dem Motorrad
    Atacama Altitude Adventure, so benannte der Schweizer Jiri Zak sein Abenteuer in Chile. Eines seiner Vorhaben war dabei, so hoch wie niemand zuvor mit dem…
    www.1000ps.at


    Bemerkenswert finde ich am Schluß:


  • Servus Jirschi!


    Ich geh davon aus, dass du der Jiri bist, der die Sache durchgezogen hat. Allerhöchsten Respekt! Was bleibt denn in der Höhe noch an geschätzer Leistung von so einer 450er übrig?


    Ich kann mich noch an meine Erstbezwingung des Chaberton mit einer (Vergaser-) 250 EXCF erinnern. Das war schon mühsam auf den letzten Metern. Aber eben nicht ansatzweise so hoch und auch lange nicht so steil.


    VG


    Christian

  • "Ich geh davon aus, dass du der Jiri bist, der die Sache durchgezogen hat. Allerhöchsten Respekt! Was bleibt denn in der Höhe noch an geschätzer Leistung von so einer 450er übrig?"


    Ja, der bin ich :)


    Mit dem Leistungsverlust verhält es sich etwa so, dass man mit dem erwähnten Motorrad mit einer Wettbewerbsübersetzung noch Hillclimbs bis 5000 Meter über Meer gut meistert. Ab 6000 Meter über Meer kannst du in steileren Passagen den 3. Gang vergessen. Da geht nix mehr. Ab 6600 m konnte ich den 2. Gang nicht mehr brauchen. Die Drehzahl ging sofort in den Keller. Dort oben hat man einen Sauerstoffgehalt zwischen 6 - 7 Prozent. Entsprechend sackt die Leistung zusammen. Bedeutet, dass das Motorrad noch etwa 33% Prozent der Leistung besitzt.

    Mein Motorrad war im originalen Zustand. nix geändert.

    Der bisherige Rekordhalter Gianfranco Bianchi hatte an seiner Suzuki 450 externe Sauerstoffeinspritzung installiert gehabt. Sogar für sich selbst führte er eine Sauerstoffflasche mit. Gut und recht, aber dort oben zählt jedes Kilo. Bei einem Crash kann es zudem die mitgeführte Sauerstoffflasche zerreissen und fatale Folgen für den Fahrer und die Maschine haben.

    Aber wo der eiserne Wille ist, geht es auch ohne.

  • Danke! Nochmal Chapeau!


    Sehr schöner, packender Bericht und auch dein Video ist beeindruckend.

    In dem Video von Matthias Jeschke sieht man die Steilheit schon ganz gut. Dazu noch den Realitätsfaktor berücksichtigen.... Sapperlot.


    Alle Daumen hoch!

  • Respekt. Da kommen Erinnerungen hoch. Wir waren leider "nur" in der Flachland-Atacama mit der Adventure.

    Wenn man denkt, ne 500er hat noch Kompression und nicht weiss wie das ist wenn die wirklich Kompression hat
    könnte das sein, das man denkt, die hat noch Kompression, obwohl die in Wirklichkeit nicht wirklich Kompression hat! Zitat: mtec

  • Ist eine irre Gegend. Wir waren nur bis auf 4.600 Meter und da kam ich als Flachlandtiroler schon mächtig ins Schnaufen. Also großen Respekt!

    Für jemand, der nicht akklimatisiert ist, ist 4600 Meter Höhe schon sehr viel. Wenn es dumm läuft, kannst du ein Hirnödem kriegen und sterben. Die verbrachte Zeit in dieser Höhe spielt eine grosse Rolle.

  • Wir sind nicht von Meereshöhe direkt da hochgerauscht, sondern haben uns allmählich rangetastet, von Salta kommend in Etappen immer weiter hoch. In Cusco saßen dann amerikanische Senioren, die man vom Kreuzfahrtschiff in Lima nach Cusco geflogen hat und japsten unterm Sauerstoffzelt. Ziemlich unverantwortlich sowas,

  • Rantasten ist der richtige Weg. Aber manche haben einfach nicht so viel Zeit oder setzen anders ihre Prioritäten. Cusco mit 3400 Metern Höhe über Meer ist noch nicht wirklich hoch. Auf dem Weg hin eine Nacht auf 2500 Metern hätte den Senioren aber bestimmt gut getan und hätte einige Symptome der Höhenkrankheit gemildert.

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