die energiewende - ideen, theorien, lösungsansätze

  • Ich habe beides vor Jahren einige Male durchgerechnet.

    Zum einen ein Gewicht, das wie bei einer Kuckucksuhr funzt und die ganzen Schwungräder, die es ja zu kaufen gibt:

    Schwungradspeicher, Schwungradenergiespeicher


    Zum einen weil mit die Batterien zu teuer waren und weil ich es viel cooler fand mechanisch zu speichern.

    Man kann es drehen und wenden wie man will, es rechnet sich halt nicht.


    Da halte ich die Idee, ein Akku-Auto, dass man ja künftig anscheinend sowieso hat, dazu zu benutzen.

  • ja, die idee die e-karre als zwischenspeicher zu nutzen kommt mir bekannt vor.

    :D


    ich dachte aber an so RICHTIG GROSSE schwungräder. die lagerverluste müssten

    doch mit sinkender drehzahl kleiner werden. wenn das ding 50 oder 100m duchmesser hat,

    irgendwas um die 1000 to wiegt oder mehr.


    so wie das "london-eye" nur halt in schwer.


    wird natürlich unter der erde gebaut, das muss ja nicht auf stelzen stehen.

    You have to have the courage to sustain the situation that frightens you.


    Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
    Stefan Geiger

  • ja, die idee die e-karre als zwischenspeicher zu nutzen kommt mir bekannt vor.

    :D

    Bei einigen funzt das ja schon, also nur eine Frage der Zeit.


    Schwungräder sind halt optimal, wenn man schnell viel Leistung braucht.


    Und ein Speichergewicht wird halt ziemlich schnell ziemlich groß. Ein 5-Tonnen-Gewicht 10m hoch ziehen sind nur 0,14 kWh =O

  • Moin,

    denn Ansatz den ich mal gesehen habe war ein großes Gewicht mit Wasser zu heben und die so gespeichert Energie dann zu nutzen. Also Pumpspeicherkraftwerk ohne Speichersee und großem Höhen Unterschied. Ich weiß aber nicht wie da der Wirkungsgrad ist. Von den Kosten überhaupt nicht zu reden.

    MFG MS
    ps bin bekennender Warmduscher ;)
    pss schlecht schreiben konnte ich schon immer gut :)

  • Schwungradspeicher beim Auto hat das Problem der Trägheit. Ist das Schwungrad massig und schnell genug, dass es eine nennenswerte Energy aufnimmt, dann wird das Kurvenfahren schwierig ;)

  • Beim Auto nutzt doch eher der Druckluft oder Aufziehfederspeicher etwas.....

    letzteres eher beim ganz kleinen Auto....


    da wird sich eh bald so einiges ganz ganz anders rechnen lassen.


    heute früh sah ich mal Diesel mit 2,28 an der Tanke...


    wann wohl mal das Ende des Preiskletterns durch ist?


    und bei all den Medien diskussionen zu Zeit. wenn ich morgen mal meinen EVU kontakten würde, das ich 18 PV Platten habe, die aber nach dem einspeise gesetz schon abgelaufen sind, ich auch kein Geld für einspeisen möchte. Jede wette, sie werden mir nicht erlauben, einzuspeisen.


    Oder, wir wohnen an den anderen Tagen ja zur Miete. 2.OG, Autos auf der Strasse am Gehweg.

    die ETW Besitzer haben wohl neulich auf der Versammlung das Thema, Steckdosen in die Garagen und Balkon PV usw. angesprochen. alles abgelehnt, der reiche Besitzer will lieber weiter seinen Aston fahren und hat eh keine Erben.

    da müssen Gesetze her, oder die Dächer hergegeben werden.

    denn, in D haben ja auch nur 45Prozent Eigentum.

    Kabel Infrastruktur kann nach mir so bleiben, da wir ja in einer Siedlung quasi alles selber verbrauchen.

  • Das rechnet sich nur, wenn einem der Windpark daneben gehört.

    ... Du meinst sicherlich damit, dass man mit dem Park sich vermeintlich die, nicht unerheblichen, Gebühren und Steuern auf den Strom spart?

    Ich bin mir nicht mehr 100% sicher, wie die aktuelle Rechtsprechung da ist. Vor 10 Jahren gab es Mal ein Urteil vom einem Bundesgericht, darin stand, dass man diese Gebühren immer zahlen muss, wenn der Park mit dem öffentlichen Netz verbunden ist. Man kann sich tw. wie ein stromintensives Gewerbe behandeln lassen, aber den Strom zum VK Preis zu beziehen geht mM nicht.

    Wir haben Anlagen gebaut, wo das der Kunde tw. macht aber da geht die Strommenge für den Ely im "Grundrauschen" unter.


    Sport frei.


    Sven

  • Das Schlüsselwort aus meinem zitierten Satz lautet "nennenswert":


    Porsche hat damals nur einen kleinen Schwungspeicher beim Beifahrerplatz eingebaut, welcher für kurz Energie für Zwischensprints brachte. Ein mechanisches KERS.


    Als Antriebsquelle keine ausreichende Reichweite. Ich las mal von einem umgebauten Golf 2, ordentliche Schwungmasse, bis 100.000rpm. Reichweite, wenn ich es richtig in Erinnerung hab, bis zu 50km.

    Aber die Kreiselkraft war so hoch, dass die Karre extrem untersteuerte.


    Von einem ehem Mitarbeiter und Student der TU Graz diesen Link bekommen:

    https://diglib.tugraz.at/download.php?id=576a800bb55db&location=browse

    Damals einen Abend da bißerl durch gearbeitet und eingelesen. Ist recht interessant.

    Die Kreiselkräfte werden angesprochen und berechnet, geht aber mehr darum, wie man es berechnet, weniger wie stark es das Fahrverhalten beinflusst, sondern eher um die mechanische Belastung wenn sich das Fahrzeug gegen die Trägheit bewegt.


    Btw. der auf Seite 1 als Betreuer genannte Bader Mike, war ein Downhill-Kumpel von uns, nur eine Liga höher als wir, ÖM, usw.

    Er hat auch einen genialen Downhill-Rahmen berechnet.

  • Die 50km Reichweite vermutlich dann mit 25km/h.... macht dann 12,5km mit 50km/h und 3,1km mit 100km/h in einem dafür optimierten Auto, das wenig Fahrwiderstand hat.


    Ein Bild (aus der oben zitierten Arbeit) sagt mehr als 1000 Worte.

    Lithium Batterie nach 1h leer, 0,1kWh/kg.

    Schwungrad 0,01kWh/kg nach 36s leer. Aber! 10fache Leistung!


    Bei gleicher Leistung wäre das Schwungrad zumindest 6min gelaufen. Also 1/10 der Batterie.


    Man sieht schon, Schwungrad läuft wegen besserer Leistungsdichte eher auf Rekuperation heraus, Stop and Go im Stadtverkehr.

    Das kann eine E-Auto Batterie aber auch. Ohne so Probleme wie Kreiselkräfte (Wäre aber viel unproblematischer, wenn mit der Achse senkrecht! Da würden nur Kräfte frei beim Fahren über stark gekrümmte Kuppen, aber nicht bei Kurven.Könnte man grundsätzlich beheben durch 2 gegenläufige Kreisel, aber dann wirds nahezu doppelt so teuer.)


    Schwungrad wäre eher eine Ergänzung um einen Benzinmotor für Stadtverkehr rekuperationsfähig zu machen, bzw. für kurz ein paar extra PS.


    Übrigens: Benzin Energiedichte Batterie x 120 (12kWh/kg). Wirkungsgrad bereinigt immer noch Faktor 24 bis 48 mehr mechanische Leistung als gleich schwere Batterie. Beides ohne Motor und Gehäuse aka Tank.

    pasted-from-clipboard.png

    Don´t ask what you can do for your suspension - ask what your suspension can do for you!

    6 Mal editiert, zuletzt von erhard ()

  • Was ist eigentlich, wenn so ein Schwungrad einen Schaden hat? Das ist doch ziemlich gefährlich für die Menschen in der Nähe, oder?


    Ich denke also, das Schwungrad hat eh aus vielen Gründen keinen nennenswerten Nutzen in der Energiewende.

    Wir brauchen was um Energie für Wochen bzw. Monate zu speichern. Da ist die Batterie mit ihren Kosten um Faktor 100 weg, das Schwungrad nochmal so viel (Faktor 10000).


    In Ländern mit täglich sicherer Sonne (Äquatornah, regenarm) und Photovoltaik kommen Batterien zumindest in die Nähe des sinnvollen, man muss ja nur die Nacht überstehen.


    Bei Windkraft auch an top Standorten ist schon wieder ein Problem, weil es tagelange oder sogar wochenlange Flauten zu berücksichtigen gilt. Da dürfte eine Batterie nur 1/100 vom heutigen Preis kosten.


    VG Erhard

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  • Ich glaube es gab Mal Busse im Stadtverkehr mit großem Schwungrad Unterflur montiert. Das soll sehr gut funktioniert haben für das Stop and Go von Bussen. Allerdings ist wohl Mal bei einem die Welle gebrochen und hat sich selbständig gemacht.

  • deswegen hatte ICH auch von schwungrädern im stationärbetrieb geschrieben.


    in fahrzeugen ist das imo nicht zielführend, weil zu klein.

    und die kreiselkräfte sind übelst fürs fahrverhalten.


    man mag einfach mal eine laufende flex etwas im raum bewegen,

    man spürt sofort was das ausmacht.

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    Stefan Geiger

  • Ist zwar OT aber den Kreiseleffekt eines Schwungrades wollte man schon zum Bau von Einspurautos nutzen:

    Selbstbalancierendes Fahrzeug – Wikipedia


    Ansonsten taugen Schwungräder am Besten, wenn man sehr viel Leistung auf einmal braucht.

    Es gibt einige Anbieter, die Technik ist also am Markt verfügbar.

    Für daheim werden Batterien weiterhin erste Wahl bleiben.

  • Die 50km Reichweite vermutlich dann mit 25km/h.... macht dann 12,5km mit 50km/h und 3,1km mit 100km/h in einem dafür optimierten Auto, das wenig Fahrwiderstand hat.

    Das ist schon lange her, ich hab die Zahlen nimmer 100%ig im Kopf.

    Grob aus der Erinnerung:

    Im PM Magazin gabs einen Bericht über alternative Motoren-Konzepte (Ähnlich einem Wankelmotor diverse Kompressionskonzepte wie z.B. eine Art Zahnradpumpe mit Zündung im komprimierten Bereich, auch in einem 2er Golf ein 4T Motor, jedoch mit einem 2 stufigen Kurbeltrieb, so das bei OT das Pleuel nicht mit knapp 0 Hebel auf die KW wirkt sondern mit ca. 45° und einem großen Hebel, usw.).

    Unter anderem auch ein Schwungrad-Golf 2. Die haben eine richtig hohes Gewicht auf 100.000rpm (Bei der Zahl bin ich mir ziemlich sicher, die blieb in Erinnerung) beschleunigt.



    Der Dealbreaker war eben das Fahrverhalten. Hab damals ein Video gesehen, wo sie mit voll eingeschlagenen Rädern losfuhren und das Auto sehr unwillig ums Eck ging.


    Laut https://de.wikipedia.org/wiki/Gyrobus fuhren große Stadtbusse bis 6-8km. IMHO, 30 Jahre später mit der besseren Lagertechnik, höheren RPM könnten die 50km, wie mir noch im Kopf rum schwieren doch hinkommen.

    Werden natürlich kein Autobahntempo oder Bergstrecke gemeint haben ;)

  • deswegen hatte ICH auch von schwungrädern im stationärbetrieb geschrieben.

    ... der stationäre Einsatz macht ja auch durchaus Sinn und wird - seid einigen Jahrzehnten - so angewandt. Der Haupteinsatz von Schwungradspeichern sind Speicher für elektrische Netze mit stark fluktuierenden Lasten bis zur Rückeinspeisung von Energie in das Netz. Haben z.B. viele Straßenbahngesellschaften um die Fahrstromspitzen aus dem Netz zu glätten.

    http://www.rosseta.de/texte/bahnsr.pdf


    Sport frei


    Sven

  • Genau, kein öffentliches Netz, Windpark direkt zur Elektrolyse.

    ... das rechnet sich leider überhaupt nicht, weil:


    1. die üblichen Großserien WKA´s nicht schwarzstartfähig sind - Du würdest immer irgendwas zur Erregung benötigen.


    2. die viel mehr Geld über die Stromeinspeisung ins Netz erlösen, als wenn das "umständlich" über die Umwandlung von elektrischer zu chemischer Energie gemacht wird.


    Bei den Projekten die ich betreue, wird mit der Elektrolyse nur die Energie genutzt, die entweder sehr billig ins Netz abgegeben werden muss (Strombörsenpreise) oder es werden Stillstandszeiten des Windparks versucht zu minimieren, weil er vom Netzbetreiber ja abgeschaltet werden kann, wenn zu viel grüne Energie im Netz ist. Dann kann man diese freie Energie für die Elektrolyse nutzen. Teilweise kommen noch netzunterstützende Dienstleistungen dazu.


    Und um auf die Schwungräder zurück zu kommen ;) - wenn wir nicht so viel FU´s verbauen würden, hätten wir sehr viele "Schwungradspeicher" im Netz, die die Frequenz regulieren würden und damit auch Energie speichern. Aber heute ist ja jeder kleine Motor mittels FU drehzahlgeregelt auch die großen Generatoren in den WKA´s .....


    Sport frei


    Sven

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