Ende des Verbrennungsmotors - Zukunft unseres Sports

  • Ich habe es lange verdrängt, aber langsam scheint es ja unausweichlich: Das Ende des Verbrennungsmotors.

    Wenn ich es richtig verstehe, dürfen ab 2035 ausschließlich emissionsfreie neue PKW zugelassen werden. Zunächst werden Motorräder zwar nicht explizit genannt, ich kann mit jedoch nicht vorstellen, dass man gerade für uns eine Ausnahme macht. Weiterhin soll es ja einen Bestandschutz für bereits zugelassene Fahrzeuge geben, sodass man wohl seinen 2034 zugelassen Verbrenner bis zu dessen komplettem Verschleiß theoretisch ewig weiterfahren könnte, aber steigende Kraftstoffpreise dürften das zunehmend schwer machen.

    Ich möchte diesen Thread eröffnen, um vielleicht ein bisschen herauszufiltern, was das konkret für uns bedeutet, also:

    - wer hat vielleicht konkretere Informationen dazu, wann für uns faktisch Schluss ist mit dem schönen 4t- Gebollere und dem 2t- Geruch?

    - was tut sich auf dem E-Bike- Sektor? Welche echten Alternativen zum Verbrenner sind in Sicht? Bisherige Modelle können mich von den nackten Zahlen her ( hohes Gewicht, geringe Leistung, geringe Nutzungsdauer, hoher Preis) noch nicht überzeugen.


    Ich verstehe diesen Thread weniger als ideologische Diskussion, in dieser Frage dürften wir uns hier mehrheitlich einig sein, als vielmehr ein hoffentlich regelmäßiges Update zum Stand der Dinge.


    Also, her mit euren Insider-Infos

  • 2034 interessiert mich persönlich wahrscheinlich die Dicke des Sitzpolsters an meinem Rollator mehr als irgendwelche Zulassungsbestimmungen.


    Nachdem diese Entscheidung verkündet wurde kamen in den Medien schon die Einschränkungen, dass im Hinblick auf die Umsetzbarkeit seitens der Hersteller durchaus Terminverschiebungen und Ausnahmeregelungen zu erwarten sind. Solange sowas nicht weltweit greift nimmt Deutschland damit zwar eine ideologisch löbliche Vorreiterrolle ein, bezogen auf die globalen Emissionen bleibts aber eher eine Lachnummer...

  • Ich schmeiße mal ein paar Sachen in den Raum:


    1. Man kann nicht so einfach das Ende des Verbrenners "beschließen" - man kann auch nicht beschließen, dass ab jetzt nur noch die Sonne scheint.

    2. Es geht deutlich länger als "man", egal ob Journalist oder Klimaaktivist oder von denen getriebener Politiker glaubt

    3. Der Anteil der erneuerbaren Energien ist gerade mal so bei 50% - hieße also Braunkohle statt Erdöl - klingt nicht klimaschonend.

    4. Dieses Jahr ging der Anteil wetterbedingt sogar zurück! Das klingt nach falscher Richtung ;)

    5. Bessere Akkus brauchen länger in der Forschung und Entwicklung, weils halt komplex ist

    6. Für den Schwerlastverkehr gibts keine Lösung in Sicht, genauso für Bagger und Baumaschinen etc. etc. - nur Konzepte.


    Aber ja der Verbrenner wird zunehmend eine kleinere Rolle spielen halt noch viel länger als man glaubt


    Speziell Offroadmoppeds:

    1. Klar wird es die geben - ALTA war schon nah dran

    2. Die großen steigen ein, sobald sie einen echten Markt wittern

    3. Beim MX machts am meisten Sinn. Halbe Stunde Laufzeit plus Wechselakku - muss halt preislich passen

    4. Paris-Dakar wird schwierig


    Da ich schon alt bin, mache ich mir keine Sorgen. Sowohl On- als auch Offroad reichen mir die jetzt produzierten Moppeds bis ans Lebensende.


    Meine unideologischen 5 cents

    Fahre ein Akkuauto

    Mache jährlich 32.000 kWh Solarstrom

    Investiere grad 3 Mio (fremdes Geld) in ein Holzheizkraftwerk für über 100 Haushalte

    • Offizieller Beitrag

    Jetzt mal für unseren Bereich , hauptsächlich MX , Enduro eher wenioger :


    Da wird eine komplette Generation heranwachsen die von vornherein mit Elektroantrieb groß wird und demensprechend auch nix "vermissen" wird. Es geht ja jetzt schon mit den kleinen Elektro-KTMs los, das wird sich in den nächsten Jahren verstärken.

    ich schätze daß man als erstes die Verbrenner-50er , 65er und 85er einstellen wird.


    Hatte nicht der Pierer gesagt daß Mattighofen bis in 5-8 Jahgren eine komplette Elektro-Modellpallette haben wird ?

  • Hatte nicht der Pierer gesagt daß Mattighofen bis in 5-8 Jahgren eine komplette Elektro-Modellpallette haben wird ?

    Das klingt interessant. Weißt du noch, wo bzw wann er das gesagt hat?


    Versteht mich nicht falsch, ich bin definitiv nicht scharf auf diese Entwicklung, aber es wäre beruhigend zu wissen, wenn es zumindest einigermaßen annehmbare Alternativen gäbe

  • Moin!

    Habe an anderer Stelle ja schon etwas über meine elektrischen Tests geschrieben.


    Im Haus ist seit 1925 Strom. (Geburtsjahr meines Vaters;-)

    PV seit 2019.

    eGolf 2019-2020

    Hyundai KONA seit 2020

    SURRON E-Motorrad seit 04/2021


    Bleibe mal beim Motorrad.

    1. das wichtigste zuerst: Es macht Spaß damit zu fahren!!

    2. Preis/Leistung sehr gut.

    3. Reichweite ausreichend für 20 bis 40 min Crossbahn.

    4. 1A Trainingsmoped UND TOP für Einsteiger hinsichtlich Preis und Technik.

    5. Pflege und Wartung sehr minimiert. (hinsichtlich Kenntnissen, Zeit, Geld)

    6. leise, leicht

    7. Kann relativ einfach getunt werden. Leistung und Reichweite!


    Mehr kann und will ich zur Verkehrswende nicht beitragen.
    Ideologisch-philosophische Betrachtungen mach ich zwar manchmal auch, sind aber nicht gern gehört.

    Laden, Aufsteigen, Losfahren

  • das soll ja hier nicht ideologisch werden
    ist es aber am Ende doch

    der Kraftstoff wird teurer, mal eben schnell 3 x im Jahr ins Ausland zum MX Enduro -> €€€€
    der Bestandsschutz wird bereits angesägt, suche Drucksache 432/21


    die Leute Ü50 mögen sich berzuhigt zurücklehen und zufrieden auf ihr (rücklickend betrachtet) highlife zurückblicken


    (ich habe um eine stark gemäßigte Formulierung gerungen:)

    ich denke das westliche Leben wird sich stark verändern und ich würde mich freuen, wenn ich nur eine Verbrennerenduro durch eine Elektroenduro ersetzten "müsste"

  • Ich will nicht abdriften, aber wahrscheinlich kann bzw wird man ein Ende des Verbrenners genausowenig beschließen wie die Impfpflicht.

    Aber man kann durch massive Gängelei einen Zustand herbeiführen, der dem Verbot bzw der Pflicht faktisch sehr nahe kommt.

    Und die Erwsrtung eines solchen Zustandes könnte durchaus einen backwash effekt haben.

    Der Autopapst Dudenhöfer warnt z.B. hier

    https://www.google.com/amp/s/w…burg-zr-90863976.amp.html

    vor steigenden Kraftstoff- und sinkenden Gebrauchtfahrzeugpreisen. Anders gesagt: Kaufe ich 2030 noch einen neuen Verbrenner, wenn ich weiß, dass die Unterhaltung immer teurer wird und der Restwert überproportional sinkt?

    Ich befürchte, das betrifft und alle früher, als uns lieb ist. Ich freue mich aber, wenn ich mich täusche.

  • Beim Trial war ich letztens Punktrichter.

    Da fuhren einige mit e Motor und Kupplung.

    Ging gut und der Sound der fehlte und der Gestank haben mir ganz gut gefallen. 🤗😁

    Beim Enduro ist halt die Reichweite das Problem .

    [FONT="Arial Narrow"]Freiheit ist viel mehr als man darf[/FONT].


    [FONT="Arial Narrow"]Ganz Deutschland eine Arschleckerei. Leck dich nach oben[/FONT].:kuck:

  • An anderer Stelle schon einmal gesagt - mit E-MX Bikes fällt das Totschlagargument Nr 1 gegen Motocross Strecken.

    Wenn es da etwas ernstzunehmendes gäbe, hätte ich es längst + ein Wiesengrundstück mit kleiner Strecke für zweimal Akku Leerfahren zum Feierabend...

  • Das wird kommen mit dem E Antrieb.

    Aber eine Brennstoffzellen Klassen würde den echten Verbrenner Freunden schon besser liegen.

    Vor allem gäbe es mehr Mechanik zum Schrauben.

    Das wird den meisten beim E komplett fehlen die ganze ölpanscherei usw. 8o^^

    [FONT="Arial Narrow"]Freiheit ist viel mehr als man darf[/FONT].


    [FONT="Arial Narrow"]Ganz Deutschland eine Arschleckerei. Leck dich nach oben[/FONT].:kuck:

  • Das wird kommen mit dem E Antrieb.

    Aber eine Brennstoffzellen Klassen würde den echten Verbrenner Freunden schon besser liegen.

    Vor allem gäbe es mehr Mechanik zum Schrauben.

    Das wird den meisten beim E komplett fehlen die ganze ölpanscherei usw. 8o^^

    ... das glaube ich nicht, dass es eine FC Klasse geben wird. Zu schwer, zu aufwendig für so ein Fahrzeug. Eine brennstoffzelle lässt sich nur bedingt regeln von der Leistung her - das ist das Problem.


    Aber evtl. kommt man mit den synthetischen Kraftstoffen (Benzinäquivalent) weiter. Diese könnten ja - theoretisch - CO2 frei sein.


    Derzeit ist es aber ein Hohn mit dem Einsatz der E- Bikes auf den Strecken. Wenn das alle als grün preisen, dann guck Euch die mal im Fahrerlager an - da läuft dann der Notstromer um die Akkus wieder aufzuladen - ist auch keine Lösung.


    Sport frei


    Sven

  • Ich weiß nicht was die Herren Dies und Co im Hirn haben um das Ende des Verbrenners zu proklamieren......Mit kleinem 1x1 kann man Nachrechnen das das nicht funktionieren wird. Unabhänging von Sonne/Wind, Anzahl Ladesäulen, Besseren Batterien, genügend Rohstoffen für Batterien etc.


    Selbst ein Tesla mit der größten Batterie (was, wie man weiß Umwelttechnisch schlechter ist als ein modernen Diesel) muss, wenn man mit der Familie im Winter in Skiurlaub fahren will 3x laden!! Die 3 Menschen die ich mit solch einem tesla kenne haben das genau 1x gemacht und dann nie wieder.

    Damit man bei dem 3x Laden nur eine knappe halbe h warten brauchts ein Tesla Schnelllader. Damit der das bewerkstelligt benötigt dieser eine Anschlussleistung von 500KW!!! Wenn eine Signifikante Anzahl von Menschen zukünftig so fährt (was ja alle propagieren) benötigen also 10 schnellladende Teslas (eine niedrige Annahme bei dem was so propagiert wird) an der Autobahntanke 5MW Anschlussleistung.

    Da brauchts an jeder Tanke ein eigenes Kraftwerk.

    Aber in den Medien faselt die Politik ja schon vom so genannten second Life für die ganzen nicht recyclebaren Autobatterien die durchs schnellladen eine noch kürzere Lebensdauer haben die dann dort verklappt werden um evt. vorhandenen Strom aus erneuerbaren Quellen zwischen zu speichern......


    Mit kleinem 1x1 kann jeder nachrechnen das dies nicht Umweltfreundlich ist. Im Gegenteil.


    Und natürlich kann auch ein Verbrenner Umweltneutral bewegt werden.....mit synthetischem Kraftstoff.....


    Ich prognostiziere mal frech, dass wenn man die mehreren 100 Milliarden € Subventionen die durch das EEG etc bisher in Solar und Wind geflossen sind in die Herstellung von solch einem Kraftstoff gesteckt hätte wären wir damit weiter als mit Solar, Wind und Batterien.....


    Greets Kai

  • Damit der das bewerkstelligt benötigt dieser eine Anschlussleistung von 500KW!!!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Supercharger


    Naja, nicht ganz.


    Autobahntanke 5MW Anschlussleistung

    Klingt erstmal viel, aber soviel zieht doch fast jede Firma, wo ein paar Maschinen mit ordentlich Antriebsleistung laufen... Da hat auch nicht jede Firma ihr eigenes Kraftwerk...



    Ein Tesla (S / SUV) ist auch nicht unbedingt das Paradebeispiel für e-Mobilität und Umweltschutz

    Das ist ein reines Lifestyleprodukt für den Kundenkreis der early adopter. Das hat wenig mit der Mobilität der Zukunft zu tun.

    In den kommenden Jahren werden wir sicher mehr Lösungen sehen, die für die breite Masse mehr Sinn macht.


    Akku-E-Autos würden sich sicher eher durchsetzen, wenn man einen Akkustandard schaffen würden und Fahrzeuge mit einheitlichen und austauschbaren Akkus ausstatten würde.


    Und um irgend eine Alternative sollte man sich vielleicht schon mal Gedanken machen. Klimaschutz hin oder her. Wenn wir so weiter machen wie bisher, ist das Öl halt einfach irgendwann alle, egal was bis dahin mit dem Klima passiert ist oder nicht. Insofern finde ich jede Technologie toll, die kein Benzin verbrennt. Bleibt mehr für mich und mein Moped. Berufspendler verschwenden den Kram ja nun wirklich leichtsinnig und erzeugen damit verhältnismäßig nur sehr wenig Spaß.

  • Selbst ein Tesla mit der größten Batterie (was, wie man weiß Umwelttechnisch schlechter ist als ein modernen Diesel) [...]

    Wird diese Sau immer noch durch Dorf getrieben?

    Ja, Akkus brauchen Energie zur Herstellung. Je nachdem, aus welchen Quellen diese Energie stammt, hat so ein Akku einen kleineren oder größeren CO2-Rucksack. Die viel zitierte Studie aus Schweden rechnete dabei pessimistisch und veralteten Daten, und noch einige weitere Dinge:

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    Ja, Akkus brauchen Rohstoffe, vor allem Lithium. Tesla hat vor kurzem ein Verfahren patentiert, um aus Lithiumhaltigem Lehm jenes zu extrahieren, ohne großen Energieaufwand und Einsatz von Chemikalien:

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    Branchenkenner vermuten, dass Tesla letztendlich sogar direkt ins Abbaugeschäft einsteigen wird.


    Kobalt! Wusstest du, dass z.B. das Model 3 mit LFP (Lithium Eisenphosphat) Batterien fährt? Kein Kobalt, kein Nickel.

    https://www.torquenews.com/1/l…on-shifts-some-teslas-lfp


    Dazu noch weitere Innovationen wie Heck aus einem Pressgussteil statt x Teilen mit eigens entwickelter Legierung, Entwicklungen in der Zellchemie und -aufbau (Stichwort 4680), Batterie als tragendes Element zur Gewichtsreduktion, Bussysteme statt Kabelbaum und so weiter.


    Was ich sagen will: Elektroautos sind sicher nicht perfekt, aber da ist noch eone Menge Luft nach oben.

    Ich besitze weder noch fahre ich einen Tesla.

  • Bei Trialern sind die Dinger, zumindest seit eine Kupplung eingebaut wird, fast top.


    Fürs MX fehlt es am konkurrenzfähigen Preis.

    Beim Auto eigentlich auch aber da wird ja subventioniert ohne Ende.


    Es gibt durchaus ernsthafte (Straßen-)Motorradfahrer, die für Spritztouren eine elektrische bevorzugen.

    Unterwegs laden ist nach wie vor ein Scheixx.


    Es ist nun mal so, dass auch in den Großstädten weiterhin etwas gearbeitet werden muss

    und da sind elektrische Lösungen noch weit weg. Die Handwerker lassen sich ihre Dienste

    z.B. im abgasbefreiten Stuttgart mehr als fürstlich bezahlen - zurecht ;)

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