Federrate/Fahrwerkseinstellung und die Belastung auf den Körper

  • Ja das habe ich ja geschrieben, das Teil kann stützen und Dich damit unterstützen, dass Du keine Rückenprobleme bekommst. Den Gurt, den die Gewichtheber tragen, willst Du ja vermutlich nicht beim MX tragen, oder? ;) Da geht es auch darum, dass Du bei der Hebebewegung geschützt bist, aber das hat keine schützende Wirkung bei Kräften, die von oben oder unten auf Dich einwirken. Da wird es trotzdem eine Stauchung geben.

    • Offizieller Beitrag

    Das Fahrwerk hat einen Großteil der Energie eben gar nicht abgefangen.

    Das Fahrwerk hat alles abgefangen was es physikalisch schafft, eben weil es durchgeschlagen ist.

    Dein Rückenthema wird daher kommen daß es dich dabei voll auf die Sitzbank gestaucht hat.


    Man kann es drehen und wenden wie man will, die kinetische Energie wird halt in Verformung umgewandelt, erst der Federweg plus Reifen dann die Sitzbank und danach dein Körper. Je nachdem wieviel noch übrig ist stauchts dann halt ||


    Ich bin übrigens der Meinung daß ein ordentlicher MX-Nierengurt da durchaus was bringt. Das Thema Nieren warmhalten kommt wohl eher bei der Strassenfraktion zum tragen .

  • ... aber das hat keine schützende Wirkung bei Kräften, die von oben oder unten auf Dich einwirken. Da wird es trotzdem eine Stauchung geben.

    Ich behaupte ja auch nicht, dass es der ultimative Schutz ist und dass es eben auf den Gurt ankommt ist ja mein Reden.


    Also es gibt zum Beispiel Nierengurte die stützen sich im Prinzip auf dem Becken ab und gehen hoch bis zum Rippenbogen, sie haben definitiv auch eine Stützfunktion bei senkrechten Stößen.

  • Zitat

    Wikipedia sagt

    Ein Gewichthebergürtel (Hebergürtel) wird beim Bodybuilding und in Kraftsportarten wie Gewichtheben, Kraftdreikampf (KDK) und Steinheben sowie bei Wurfdisziplinen der Leichtathletik zur Stützung und Schonung des Rückens und der Wirbelsäule verwendet. Die stabile Verarbeitung des Gürtels sorgt bei rückenlastigen Trainingsübungen und großen Gewichten für eine gerade und gesunde Haltung beim Sportler und mindert das Verletzungsrisiko.[1] Von den Verbänden der betreffenden Sportarten gibt es Reglementierungen der verschiedenen Maße, z. B. darf ein Gürtel bei Wettkämpfen im Gewichtheben maximal 12 cm breit sein. Für Trainingszwecke sind – unabhängig von der Disziplin – auch Gürtel mit ca. 15 cm Breite handelsüblich


    Hab mal nachgeguckt, und ähnlich klingelte es auch so bei mir in den Ohren bei Gewichthebergürtel. Und diese sind wesentlich stabiler und stützender gebaut als die mindere Stütz - und schutzleistung einesNierengurt beim Fahren- siehe auch EAzy ENno

    spitz rein und unter zuch wieder raus


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  • Das sehe ich etwas anders, Gewichtheber oder diese Strong Man Teilnehmer tragen auch sehr oft einen Gurt, damit die Wirbelsäule gestützt wird und da kein Wirbel "herausspringt". Die sind auch nicht untrainiert.

    Ein Gewichtheber-Gürtel funktioniert aber auch nur, wenn du das Valsalva-Manöver ausführst. Also Bauchatmung und Mund-Nasenöffnungen schließen. Wenn du das nicht machst, sitzen die Gürtel echt ned doll.


    Prinzipiell guter Gedanke, aber würde nur mit dem Bauchdruck gegen den Gürtel die nötige Unterstützung bringen. Daran wirste im Sprung, besonders wenn er schief geht, kaum denken. Ebenso bezweifle ich, das vertikal wirkende Kräfte auf die WS somit abgedämpft würden.


    Hier gilt dann schon was Mankra gesagt hat. Belastest du dein Bewegungsapparat nicht genügend (Bsp. durch regelmäßig wirklich sauber ausgeführtes Kreuzheben, Rudern usw.) , führt das unweigerlich zu beschleunigtem Abbau und sinkender Widerstandskraft. Genau deswegen macht man ja Krafttraining. Da geht´s nicht immer nur um Optik :)

  • Du meinst jetzt allgemein, egal welcher Nierengurt?

    Ja

    Das sehe ich etwas anders, Gewichtheber oder diese Strong Man Teilnehmer tragen auch sehr oft einen Gurt, damit die Wirbelsäule gestützt wird und da kein Wirbel "herausspringt". Die sind auch nicht untrainiert.

    Gürtel ist nicht gleich Gürtel. Du wirst einem normalen Hosengürtel auch keine Schutzwirkung zuschreiben, obwohl auch "Gürtel" in der Bezeichnung.

    Der Nierengurt ist von einem Gewichthebergürtel ugnefähr gleich weit weg, wie von einem normalen Gürtel: So ein Gewichthebergürtel ist auch mehrere Lagen Leder, gute 6 bis 8mm Dick, Bocksteif. Ja damit schnürt man sich die Mitte extrem fest zusammen.

    Dabei geht es weniger, dass einem ein Wirbel rausspringt (oder nicht), sondern schon etwas um die Entlastung der Wirbelsäule über die Erhöhung des Innendruckes, der Körperflüssigkeit. Aber mehr noch um die korrekte Rückenhaltung. Ohne in eine Fehlhaltung abzurutschen wird die WS etwas geschützt. Mehr noch geht es um die Leiste und letztendlich geht es vor allem darum, dass man damit ein bißerl mehr Gewicht heben kann ;)

    Langer Rede, kurzer Sinn: Jeder Moped-Nierengurt ist zu elastisch, um eine Schutzwirkung gegen Stauchung zu bieten (Gegen Schläge auf den Rücken gibt es natürlich Nierengurte mit Protektoren drauf, ist hier aber nicht das Thema).
    Den Nierengurt kannst, IMHO, zu 100% als (Teil) Ursache für die Verletzung ausschließen.


    Hauptursachse sind die ca. 50% zuviel Gewicht Fahrfertig für das Fahrwerk und einen gewissen Anteil wird die hohe Körpermasse vs. Kraft in den Beinen mitgespielt haben.

  • Ich war eben beim MRT, der Arzt meinte es braucht sehr wahrscheinlich nicht operiert werden.


    Was den Nierengurt angeht, habe ich ihn auch angesprochen. Er meinte das hätte bedingt geholfen. Bei Stößen kann es aber zu einer zusätzlichen Krümmung der Wirbelsäule kommen wodurch die Wirbelkörper aufeinander treffen und die Bandscheiben einseitig belastet werden, dementsprechend ist ein guter Nierengurt auf jeden Fall nützlich.

    Es sind nicht die Muskeln die den Stoß abfangen sondern eben die Bandscheiben, wenn diese gleichmäßig belastet werden umso besser. Ein guter Nierengurt kann die Wirbelsäule besser in Position halten.


    Das was ich jetzt tragen muss um meinen Rücken zu schonen ist soeine Art Nierengurt.

  • Naja würde schon davon ausgehen das eine gut ausgebildete Muskulatur den gleichen Effekt wie der Nierengurt hat. bzw besser. Stöße kann sie natürlich nicht absorbieren, aber sie hält den Bebewegungsapparat im Gleichgewicht, heißt die Belastungen sind nicht einseitig. Wenn die Muskulatur regelmäßig trainiert wird, wird nicht nur der Muskel trainiert, sondern auch die Ansteuerung des Muskels ( Motorik). Das passiert im Unterbewusstsein und wird dementsprechend auch durch Reflexe gesteuert. Dadurch bin ich der Meinung das die Muskulatur einen deutlich besseren Schutz bieten kann.

  • Ein guter Nierengurt kann die Wirbelsäule besser in Position halten.

    Das ist ein valider Punkt. Aber kennt der Arzt die weichen Nierengurte?

    Ich glaub nicht, dass diese viel helfen.

    Mit einem festen, nicht elastischen Gurt (siehe Dein Beispiel die Gürtel im Krafttraining) schon eher.


    Wie Wuddy schreibt: Da sind unsere Muskel, wenn nicht total verkümmert, sicher stärker, als so ein elastischer Nierengurt.

    Muskel wirken immer auf Zug. Direkt können Sie solche Belastungen nicht abfangen oder generell unser Körpergewicht tragen. Aber wenn die Rumpfmuskulatur trainiert ist, wird über den Innendruck der Körper gestreckt. Im Prinzip wie bei einer Hydraulik.


    Deshalb nochmal: Der Nierengurt wird keine, höchsten eine nicht nennenswerte Rolle gespielt haben.

  • Hab da mal grad nachgeschaut: man lernt doch nie aus

    Neben dem Orthema Lumbo gibt es da auch noch ORTHO-MAX Light,

    soll helfen gegen überstreckung nach hinten


    https://www.ortema-shop.com/de…en/ortho-max-light-detail

    Zitat


    Orthema


    FIM-Zulassung

    Pflicht für Europa- und Weltmeisterschafts Rennen in den Disziplinen:

    • Motocross

    • Enduro

    • Trial

    • Supermoto

    • Speedway

    • Eisspeedway


    Aber gegen Stauchung hilt wohl nur ein Endo-Skelett

    spitz rein und unter zuch wieder raus


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  • Das hat mich auch gewundert. evtl gibt es andere Hersteller mit ähnlichen Protectoren. Alles andere wäre ja wirklich ein Monopol :/

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  • Was genau passiert wäre mit einem passenden FW kann keiner sagen; ist ja schon rum ums Eck :P

    Grundsätzlich speichert ein Fahrwerk Energie über die Federn bzw. absorbiert Energie über die Dämpfung (Umwandlung in Wärme). Je stärker die Federn bzw. Dämpfung, desto mehr Energie kann gespeichert/absorbiert werden. Daher ist es schon so, dass eine solche Situation mit einem passenden Fahrwerk zu weniger Belastung für den Körper führt.


    Definitiv!

    Je gleichmäßiger der Aufprall über den Federweg verteilt wird, desto mehr Aufprall-Energie kann abgefangen werden, ohne dem Fahrer die Knochen/Gelenke/Muskeln zu überlasten.

    Für ein weiches Fahrwerk ist erst mal jeder Aufprall angenehmer als mit einem harten FW - so lange es nicht durchschlägt. Denn beim Durchschlagen steigt die Kraft auf den Körper drastisch.


    Also: Hartes Fahrwerk -- immer etwas unangenehmer aber mehr Notreserve. Man kann halt nicht alles gleichzeitig haben.


    Gute Fahrwerke sind so gemacht, dass sie nicht plötzlich von angenehm auf super unangenehm schalten sobald man überzieht.

    Also eine gute Dämpfung für alle Einfedergeschwindigkeiten, passend zur Federhärte.


    Zunächst schlägt man ja schnell auf und die Dämpfung hält dagegen - die ungespannte Feder aber nicht. Dann spannt sich die Feder immer mehr und hält immer mehr dagegen im gleichen Zug reduziert sich Einfedergeschwindigkeit und Dämpfungskraft. Idealerweise passen also Dämpfung und Federkraft in Summe so, dass es ungefähr gleichmässig abbremst.


    Ausserdem gibt es dazu noch Luftkammer + Hydrostop in der Gabel und Gummipuffer und Hebelei/PDS am Heck.


    Im Restackor ist genau diese Berechnung drin, wie schnell man einschlagen darf. Damit ergibt sich dann die Kombination von Feder und Dämpferkennlinie die bestmöglich geeignet ist.



    VG Erhard

    Don´t ask what you can do for your suspension - ask what your suspension can do for you!

    Einmal editiert, zuletzt von erhard ()

  • Naja, egal ob das in meinem Fall jetzt geholfen hätte oder nicht, ein anständiger Nierengurt schadet jedenfalls bestimmt nicht, vorallem auch bei Schlägen die von außen einwirken.


    Werde mal schauen was es da von Ortema so gibt, die machen ja auch Klamotten für diverse Sportarten und kennen sich mit der Anatomie scheinbar ganz gut aus.

  • Nur mal so zur Theorie: Vernachlässigt sind noch einwirkung von Wind,Luftwiederstand usw

    ausgang wäre ein

    Speed 50km/h = 13,8m/s

    rampenwinkel 20^und einmal 40°

    absrungkantenhöhe und länge 20° : h=1,5m ,länge=4,38m nur zu Testrechnungszwecken

    absrungkantenhöhe und länge 40° : h=1,5m länge=2,34 auch nur zu Testrechnungszwecken


    Ein flacher Sprung, sagen wir mal bis ca 20° läßt sicher eine höhere Geschwindigkeit zu. Und ist bei der Rampenauffahrt eigentlich locker zu stehen, und da man nicht damit beschäftigt ist das Mopped auf kurs zu halten, die Beine knicken nicht so weg, hat man Zeit den Sprung gut auszubalancieren

    Vorteil bei der Landung, die Energie die in diesem Sprung steckt. wird hauptsächlich horizontal abgeführt. Nur sollte da nix festes in der Landezobe sein, das macht nämlich sehr viel aua

    bei ca 50km/h = 13,8m/s reicht das für ca 12,5m sprungweite, ab Oberkante Rampenabsprung. Landest du da in der Landerampe ist alles prima. Geht das aber ins Flat, muss dein Fahwerk ca

    1,5m Rampenhöhe und 1,14m Sprunghöhe = 2,6 M Fallhöhe abpuffern.

    Ich möcht jetzt mal nicht auf die negative Beschleunigung eingehen, gleich Bremsung der Fallhöhe übers Fahrwerk



    Ein steiler sprung, unter 40° drückt einen schon bei der Rampenauffahrt auf die Rampe schon stärker in die Knie. und das ist sicher ein Puzzleteil das einen Anfänger vom Profiunterscheidet. Weil hier merkt man schon eher das die Beinmuskulatur arbeiten muss. Und diese Zeit fehlt einem Anfänger wierderum um das Mopped auszubalancieren, und sich auf den Absprung vorzubereiten. es sind nur n paar zehntel sek, wir sind ja mit ca 13,8m /sek unterwegs. Der Absprungwinkel wird jetzt zum Nachteil, wenn man die Landerampe eben nicht trifft.

    Bei ca 50km/h = 13,8m/s reicht das für ca 19,1m sprungweite, und ab oberkante rampe kommen jetzt nich nur 1,14m Fallhöhe dazu, sondern 4,01 Meter.

    Was mit den angenommenen 1,5m absprunghöhe , ca 5,51m Fallhöhe ausmachen. , und das mit einem ungüstigen landewinkel von 40°. Denn auch beim schrägen Wurf gilt einfalls winkel = ausfallswinkel, wenn es in der ebene ist, und man den Luftwiederstand vernachlässigt. und bei 5,5m Fallhöhe wird einem schon warm ums Herz wenn das ins Flat gehen sollte, gelle gerade wo jetzt ein grßerer Teil Bewegungsallenergie den Erdboden , abgepuffert von der Federung , der Muskulatur und anderes. Das ist die doppelte energie die auf 280mm abgepuffert werden sollte. Bei

    Fahrwerksanschlag gibt das ganz schön aua. Wie auch Erhard schon im seinem Beitrag #34 erläutert


    Alles nur meiner bescheidenen Meinung nach

    50km/h für ne Crosstrecke ist evtl n mittlerer Wert für Tables

    spitz rein und unter zuch wieder raus


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  • Dein Hauptproblem ist Deine Federung und nicht ein fehlender Nierengurt.

    Du scheinst zu glauben, ein solcher hätte Dich gerettet.

    Bei einem Einschlag, der Dir den Rücken zerlegt, hätte er das mit SIcherheit nicht. Egal ob er etwas stützt.

    Das ist Wunschdenken.

    Das habe ich nie hebauptet, habe es nur angesprochen und es ist etwas abgedriftet das Thema. Das es hauptsächlich am Fahrwerk lag war ja bereits geklärt.

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