Zwillinge an MX gewöhnen

  • Hallo zusammen,


    ich bin neu hier und hätte bezüglich MX und Kids ein paar Fragen. Mein Mann und ich fahren beide so ziemlich alles mit 2 Rädern. Unsere Kinder haben von klein auf alles mitbekommen und fahren ab und zu auf der kleinen Simson eine Runde auf dem Parkplatz mit. Mittlerweile bedienen sie das Gas auch selbst.... 8) Hier tragen sie dann meinen alten Helm. Das soll ja keine Dauerlösung sein. Die Chinaknatter Pocketbikes sind einfach zu laut für die 2. Da reagieren sie doch eher abgeschreckt drauf und wollen nur drauf, wenn sie aus sind. Daher kommen sie jetzt weg. Die Simme ist zwar nicht viel leiser, aber der Helm macht wohl den Unterschied.


    Auf dem Fahrrad sind sie mehr als fit. Da wird auch schon Offroad gefahren wie verrückt. Und sie zeigen auch definitiv das Interesse Motorrad fahren zu wollen. :) Jetzt werden sie wohl zum 4. Geburtstag ein Mecatecno T8 bekommen. Hat jemand Erfahrungen damit?

    Wann habt ihr eure Kinder an den Sport gewöhnt? Gibt es Empfehlungen? Ich hatte an einen Kurs zunächst gedacht, aber der Papa möchte den Kurs selbst halten :)

    Natürlich benötigen wir dann auch die passende Schutzausrüstung, was ist da zu empfehlen?


    Grüße

  • Also generell auf keinen Fall so ein Chinazeugs. Ne Mecatecno haben wir im Club als Clubmotorrad. Da es Elektro ist , ist es ideal zum Anfangen und überall fahren. Da kann man mit einer Leistungschraube gut regulieren. Am Anfang ist es aber noch besser du gehst mit einem Seil nebenher. Damit man noch " eingreifen" kann. Die Oset Modelle sind etwas beliebter und verbreiteter. Das sind zwar Trialmodelle aber perfekt zum Anfangen und der Fahrzeugbeherrschung. Schneller fahren sie dann von alleine irgendwann. :)

    Bei Zwillinge ist es OK nur ein Bike. Da kann immer durchgewechselt werden.

    Schutzausrüstung gibt's bei eBay und Co. genügend. Oder in einem Motorsportclub mal Nachfrage. Wichtig sind am Anfang aber auch nur stabile Wanderschuhe und einen Fahrradhelm/ Skihelm.

  • Später kann man dann trotzdem über einen Kurs nachdenken, erfahrungsgemäß glauben die Kids dem Papa nämlich nix....... ;):saint:

    Genauso ergeht es mir auch. Mein Sohn glaubt mir fast gar nichts. Genausowenig macht er auf dem Motorrad das was ich ihn beibringen möchte. Eher glaubt er meinen Freunden etwas.

    Mittlerweile „tauschen“ wir beim Training die Kinder.

  • Du mußt doch auch eine Phase der " sich am Vater orientieren" abwarten. Die kleinen sind nämlich auch ganz schön pfiffig.


    Und was KitKat oben schrieb, wegen Lautstärke, sie wissen ja auch nicht wie sie darauf reagieren , oder umgehen sollen. obwohl extra Lautstärke ist nix was alltäglich sein sollteund auch nicht vorkommt..

    N 2ter Knackpunkt, wäre auch die Entwicklung der Knochen. Nicht das es durch zu viel training, fahren, irreparable schäden gibt


    just imho

    spitz rein und unter zuch wieder raus


    Diese Nachricht wurde mit Hilfe einer Taschenlampe, in das Ende eines offenliegenden Glasfaserkabel gemurkst

  • Also die Kinder müssen schon von selber Lust aufs Fahren haben. Zuviel ist auch gefährlich. Ich hatte mal bei einem Schnuppertraining von unserem Club einen, der hatte die größte Klappe. Dann ist er kurz darauf in einen Graben geschossen, dann war der Rost ab. Man kann auch mit zuviel Ehrgeiz viel kaputt machen. Drum sind die Elektrodinger ideal.

    Meine Kinder hatten auch nie so richtig Biss, obwohl ich ihnen alles ermöglicht hätte. Hab es dann sein gelassen, weil es verlorene Liebesmüh wäre.

    Und auf jeden Fall mit Trial anfangen. Da bekommen sie das beste Gefühl.

  • Vielen Dank für eure Antworten und Hilfe!

    Zuersteinmal möchten wir unsere Kinder zu nichts drängen und sie sollen sich ruhig in allem ausprobieren, solange wir es ihnen ermöglichen können.

    Da wir in unserem Freundeskreis die einzigen sind, die ihren Kindern das ermöglichen möchten, sieht das eher schlecht aus, mit Kindern austauschen zum Training :) An und für sich ist das aber eine gute Idee. Alles in allem werden wir eher schräg angeschaut, wenn wir unsere Kinder über Hügel heizen lassen und sie ihre ersten Sprünge mit dem Laufrad oder Fahrrad üben und nicht bei jedem Sturz gleich hinrennen.... Ganz im Gegenteil springen sie gleich wieder rauf und versuchen es gerade nochmal. Natürlich nur, wenn nichts ernsthafteres ist. Daher sind wir eigentlich guter Dinge, dass sie Bock drauf haben.

    Und was ein Schnupperkurs angeht ist das in dem Alter auch eher schwierig, meist ab 6, zumal wir auch keine Strecken in der Nähe kennen. Zumindest noch nicht.

    Was die Entwicklung der Knochen angeht, mache ich mir allerdings schon Gedanken. Gerade im Bereich des Kopfes, denke so ein Helm wiegt auch mehr als 1 Kilo. Aber wir zielen ja nicht auf ein tägliches Training ab, sondern möchten ihnen nur ermöglichen Spaß an dem Sport zu entwickeln, sofern sie das wollen. Dann kann man immernoch aufbauen.

  • Es hieß damals nicht umsonst Kraft durch Freude.

    Wenn die Kids Spaß dran haben, und das ist die Hauptsache, entwickelt sich mit etwas Glück sportlicher Ehrgeiz und dann auch Erfolg. Und wenn nicht ist es auch nicht schlimm. Es kann nicht nur Sieger geben. Es muss auch einen zweiten und einen letzten geben. Das ist Teil des Sports. Mir ist das immer sehr wichtig das meinem Sohn zu vermitteln.

    Kleine Anekdote am Rande: vor 2 Jahren mit der 50er lag mein Bub in einem Rennen auf Platz 3 in schlagdistanz zum zweiten. Der Junge vor ihm stürzte in der letzten Runde . Mein Sohn hielt sofort an, half ihm auf und beide fuhren dann als vorletzter und letzter ins Ziel. Im fahrerlager ärgerte er sich dann dass er den sicheren zweiten Platz und somit den Platz auf dem Podest verschenkt hat. Ich habe ihm dann gesagt dass er alles richtig gemacht hat. Weil es ging weder um Geld, nen Titel oder sonstwas. Später durfte er doch noch zur Siegerehrung und bekam einen Preis als fairster Fahrer.

    MMn lernen die Kinder auch beim Motorrad fahren im Training und Wettkampf etwas fürs Leben.

  • Der Slogan bewahrheitet sich immer wieder. Allerdings ist der Hintergrund durchaus Zweifelhaft.

    Aber das ist schon so lange her, dass ich dafür nicht verantwortlich bin.

    Übrigens hießen die ersten VW Käfer kdf-wagen. Und da stört es sonderbarerweise niemand.

    Ich überlege mir nen Slogan auf englisch. Irgendwas mit power und fun. Das sollte dann unverfänglich genug sein 😉

  • Es hieß damals nicht umsonst Kraft durch Freude.

    Wenn die Kids Spaß dran haben, und das ist die Hauptsache, entwickelt sich mit etwas Glück sportlicher Ehrgeiz und dann auch Erfolg. Und wenn nicht ist es auch nicht schlimm. Es kann nicht nur Sieger geben. Es muss auch einen zweiten und einen letzten geben. Das ist Teil des Sports. Mir ist das immer sehr wichtig das meinem Sohn zu vermitteln.

    Kleine Anekdote am Rande: vor 2 Jahren mit der 50er lag mein Bub in einem Rennen auf Platz 3 in schlagdistanz zum zweiten. Der Junge vor ihm stürzte in der letzten Runde . Mein Sohn hielt sofort an, half ihm auf und beide fuhren dann als vorletzter und letzter ins Ziel. Im fahrerlager ärgerte er sich dann dass er den sicheren zweiten Platz und somit den Platz auf dem Podest verschenkt hat. Ich habe ihm dann gesagt dass er alles richtig gemacht hat. Weil es ging weder um Geld, nen Titel oder sonstwas. Später durfte er doch noch zur Siegerehrung und bekam einen Preis als fairster Fahrer.

    MMn lernen die Kinder auch beim Motorrad fahren im Training und Wettkampf etwas fürs Leben.

    Bernd, besser hättest du deinen Sohn nicht erziehen können! Alles richtig gemacht 👍

  • Also ich bin auch neu hier , aber schreibe mal wie das bei uns abgelaufen ist. Zum 3. Geburtstag hat mein Sohn eine Yamaha pw50 bekommen, die hab ich über gasanschlag gedrosselt und da wir eine große Wiese haben hab ich ihn darauf immer seine Runden drehen lassen. Immer etwas mehr Leistung gegeben und dann lief das fast von allein. Jetzt ist er 5 und wir sind in einen Mx Verein eingetreten und seit ca 3 Wochen fährt er Ktm sx 50

    Gezwungen oder gedrängt haben wir nie.

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