BMW G450SP

  • Tja..... leider will/möchte er das wohl nicht öffentlich machen! Ist aber doch nur über eine Änderung des Rahmens machbar, oder? Obwohl.....das wird alles sehr enge, da der Tank ja auch relativ zerklüftet jeden freien Platz gebraucht hat. Den Motor höher oder weiter nach hinten zu bauen geht da nur über geänderte Motoraufhängung! Gab's da schon was vorgefertigtes oder haste selbst Hand angelegt? ...Nu komm, erzähl....wie haste das bewerkstelligt?🤔

    It's better to look back on life and say "I can't believe I did that!" than to look back and say "I wish I did that..." !!!



    TEAM GELÄNDESPORT NORDOST

  • Das WM Team mit den Fahrern Salminen und Knight hatte doch damals schon in der Projekt-Endphase die Ritzelachse verlegt. Gibts da vielleicht noch Infos aus der Zeit?


    VG Erhard

    ....einfach die Zeiten in der WM von 2008/09/10 vergleichen !!!


    Und da Baller hats nachgemacht !

    http://www.finest-adventure.de


    :kuck: Wo ist gleich wieder das Gas?:verwirrt:


    -> Gas ist rechts, nur in welche Richtung muß ich drehen ? .confused.


    Die Dummheit der Menschen und das Universum sind Endlos - nur beim Universuim bin ich mir nicht so sicher
    Zitat Einstein

  • Tja..... leider will/möchte er das wohl nicht öffentlich machen! Ist aber doch nur über eine Änderung des Rahmens machbar, oder? Obwohl.....das wird alles sehr enge, da der Tank ja auch relativ zerklüftet jeden freien Platz gebraucht hat. Den Motor höher oder weiter nach hinten zu bauen geht da nur über geänderte Motoraufhängung! Gab's da schon was vorgefertigtes oder haste selbst Hand angelegt? ...Nu komm, erzähl....wie haste das bewerkstelligt?🤔

    Der Motor wurde nach vorne versetzt und gedreht/leicht. Am Rahmen wurden die Aufnahmen verändert/Fräsen/Drehen/Schweissen und Lagerung Schwinge im Rahmen neu konstruiert.


    Wie die es damals bei BMW gemacht haben weiss ich nicht, musste selber das Hirn bewegen.


    Jedenfalls war das SEHR zielführend.


    Moped lenkt ein als gäbs kein morgen.

    Mehr Feedback von hinten.

    Mehr Gefühl am Voderrad.


    Viel schneller auf harten Böden.

    Sand so gut wie vorher.


    Gruss Baller

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    -> Gas ist rechts, nur in welche Richtung muß ich drehen ? .confused.


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    Zitat Einstein

  • Danke für die Info, und danke für das interessante Projekt! Ich ziehe meinen Hut vor Leuten wie Dich! Ein Problem angehen, oder besser eine Lösung für ein Problem zu finden, das machen heute die wenigsten! Wenn es dann noch so gut funktioniert.....ist ein geiles Gefühl!

    Ich hatte schon vermutet, das Du mit dem Motor nicht nach hinten oder nach oben gehen konntest, weil dort relativ wenig Platz ist.Nach vorn..... wäre ich nicht drauf gekommen!

    Nimmst Du an Wettkämpfen teil mit dem Schätzchen oder rödelst Du nur so durch die Büscherei? Wenn ich dann fragen darf? 😇

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    TEAM GELÄNDESPORT NORDOST

  • Danke für die Info, und danke für das interessante Projekt! Ich ziehe meinen Hut vor Leuten wie Dich! Ein Problem angehen, oder besser eine Lösung für ein Problem zu finden, das machen heute die wenigsten! Wenn es dann noch so gut funktioniert.....ist ein geiles Gefühl!

    Ich hatte schon vermutet, das Du mit dem Motor nicht nach hinten oder nach oben gehen konntest, weil dort relativ wenig Platz ist.Nach vorn..... wäre ich nicht drauf gekommen!

    Nimmst Du an Wettkämpfen teil mit dem Schätzchen oder rödelst Du nur so durch die Büscherei? Wenn ich dann fragen darf? 😇

    Danke für deine Antwort.


    Ich musste nach vorne, wegen der besseren Schwerpunktlage.


    Hab jetzt 48.7% vorne und 51.3% hinten und das funkioniert ganz gut.


    Vorher 47.2vorne/52.8 hinten.


    Viel Handlicher !


    Gruss Baller

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  • Mmmm, wenn Du jetzt nach dem Umbau diese Gewichtsverteilung hast.... wieso kam mir das Möb dann so kopflastig vor? 🤔 Der Tank saß ja auch eher......mittig, daran konnte es nicht liegen! Ist das Motorradl denn so viel länger als die andere Mitbewerber? Einfüllstutzen war ja hinter der Sitzbank, dadurch konnte man mit den Eiern bis an die Gabelbrücke rutschen! 😅 Ich hab meine Husaberg damals auch mal so gewogen, war fast 50-50 von der Gewichtsverteilung. Fuhr super!


    Und.......fährste damit nu noch Wettkämpfe oder haste dafür was anderes? Dein grüner Minion ist für die harte Gangart ja auch zu Schade! 😁

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  • Mmmm, wenn Du jetzt nach dem Umbau diese Gewichtsverteilung hast.... wieso kam mir das Möb dann so kopflastig vor? 🤔 Der Tank saß ja auch eher......mittig, daran konnte es nicht liegen! Ist das Motorradl denn so viel länger als die andere Mitbewerber? Einfüllstutzen war ja hinter der Sitzbank, dadurch konnte man mit den Eiern bis an die Gabelbrücke rutschen! 😅 Ich hab meine Husaberg damals auch mal so gewogen, war fast 50-50 von der Gewichtsverteilung. Fuhr super!


    Und.......fährste damit nu noch Wettkämpfe oder haste dafür was anderes? Dein grüner Minion ist für die harte Gangart ja auch zu Schade! 😁

    Hallo Masek !

    Keine Ahnung warum Dir das Motorrad so kopflastig vorkam - ganz witztig, damals wurde in der MOTORRAD auch geschrieben das das Motorrad kopflastig wäre...ist sie aber nicht.

    Die BMW G450X war mit der Ko-Axialen Schwingenlagerung, der rückwärtsdrehenenden Kurbelwelle und der hecklastigen Auslegung anders zu fahren - mit Vor- aber auch Nachteilen. Ich hab jetzt versucht, die Vorteile zu stärken und die Nachteile zu schwächen - was mir auch gelungen ist.

    Das nächste Projekt wird dann das ganze noch verfeinern.

    Eine Gewichtsverteilung von annähernd 50/50 sollte angestrebt werden - vollgetankt wie leer.


    Frühers so 1997-2002 war ich immer am Erzberg, auch immer unter den ersten 50 im Prolog. 2006 Deutscher-Enduropokal, auch hin und wieder einen Pokal mit nach Hause genommen. In der Zwischenzeit nicht mehr soviel Zeit zum Trainieren, eher mehr am Umbauen und Bikes verfeinern und schöne Reiseendurotouren auszuplanen.


    Trainieren ja, in und wieder ein lizenzfreies Rennen aber mit wenig Training - da reiss ich nix mehr. SOC-Cup wollte ich eigentlich fahren....


    Gruß Baller

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    :kuck: Wo ist gleich wieder das Gas?:verwirrt:


    -> Gas ist rechts, nur in welche Richtung muß ich drehen ? .confused.


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    Zitat Einstein

  • Mmmm, wenn Du jetzt nach dem Umbau diese Gewichtsverteilung hast.... wieso kam mir das Möb dann so kopflastig vor? 🤔 Der Tank saß ja auch eher......mittig, daran konnte es nicht liegen! Ist das Motorradl denn so viel länger als die andere Mitbewerber? Einfüllstutzen war ja hinter der Sitzbank, dadurch konnte man mit den Eiern bis an die Gabelbrücke rutschen! 😅 Ich hab meine Husaberg damals auch mal so gewogen, war fast 50-50 von der Gewichtsverteilung. Fuhr super!

    Ich hatte auch eine G450X sehr lange. Es war das erste Motorrad, was mich zur Beschäftigung mit dem Fahrwerk gebracht hat.

    Die Gabel soll ab 2010 besser geworden sein. Ich hatte die 2009er. Wenn Fahrwerksupdates bei BMW wie bei KTM laufen, war der Unterschied möglicherweise relativ gering...

    Die BMW (2009) schiebt gerne geradeaus, lässt Grip vorne vermissen. Das Federbein ist auch verbesserungsfähig und erzeugt kein sattes Gefühl. Ich hatte später ein Öhlins TTX mit Bling Bling Titanfeder, was ein Werks Prototyp von einem gewissen Herrn Lettenmaier Andi gewesen sein soll. Das war aber mal ganz anders. Je schneller, desto sicherer, souveräner wurde das. (Schneller ist bei mir relativ.... ;) )

    Der Baller hat also das richtige gemacht, mit der Überarbeitung durch Franz Racing.


    VG Erhard

    Don´t ask what you can do for your suspension - ask what your suspension can do for you!

  • Zur BMW G450X Gabel.

    Die Basis von Marzocchi ist sehr gut! Die Dämpfung aber leider nicht ausgewogen. Zu wenig Midspeed, um dann bei harten Kanten (Hispeed) wieder zu hart zu werden.

    Die Zugstufe war glaube ich auch nicht linear, unterdämpft bei starken Federbewegungen.

    Es war die erste Gabel, bei der ich versucht habe zu verstehen, was ein Fahrwerk können muss. EMXS gab mir damals Buchtipps, von Restackor hatte ich keine Ahnung. Hab die ganze Hydraulik analysiert und Rechnungen angestellt.

    Es kam raus, dass die Kurven für Druck und Zugstufe nicht linear waren. Kleine Unebenheiten werden überdämpft. Deshalb fehlt Grip, weil das Rad nicht optimal den Bodenunebenheiten folgt. Grosse Unebeheiten sind unterdämpft.

    Auch das kostet Grip.

    Highspeed ist das Midvalve im Original zu gering im maximalen Durchfluss. Das ist auf harten Kanten unangenehm, weils nicht schneller einfedern kann.

    Dann sind da noch 10 gleich grosse 0,1er Shims im Basevalve gewesen. Das arbeitet eher teigig. Meine finale Version hatte nur noch einen, und dann Shimpyramide aus ca 4 Stück.

    Usw. usw.....


    Zum Kopflastigen:

    Da kann die Lenkerposition eine Rolle spielen. Etwas höher, nicht zu weit vorne ist dann hilfreich. Das Fahrwerk was vorne nicht so recht Grip aufbaut hält einen ab, vorne schön zu belasten, obwohl der super schlanke Kühler erlaubt ganz toll nach vorne zu gehen, (schade!).

    Möglicherweise spielt der tiefe Schwerpunkt vom Tank eine Rolle. Durch einen tiefen Schwerpunkt kommt beim Anbremsen weniger Gewicht aufs Vorderrad.

    Die Batterie hinter dem Lenkkopf ist schwer und nicht Schwerpunktnah. Eine Lithium war eine spürbare Verbesserung.

    Dann die Ritzelposition. Die hohe Kettenlinie zieht beim Beschleunigen sofort die Schwinge nach oben. Lenkkopf wird dadurch flacher als üblich.

    Zu guter letzt fand ich den Motor nicht gut zum langsam fahren, wenn es eng und schmierig war. Vom Gas gehen vor der Kurve hat sehr stark gebremst. Die Lichtmaschine hatte daran einen erheblichen Anteil. War die abgesteckt, so war das schon viel besser.

    Ich hab dann herausgefunden, dass sie auch mit 2 von 3 Kabeln mehr als genug lädt, aber fast nicht bremst.


    Was die BMW besser kann als heutige Moppeds:

    Der Luftfilter und Luftführung an höchstmöglicher Stelle ist einfach genial. Da kann man bis zur Sitzbank im Wasser stehen und der Motor kriegt noch immer Luft. Sollte Wasser in den Lufi Kasten kommen, läuft es wieder raus und nicht zum Motor. So toll hat das kein Motorrad gelöst, das ich kenne.

    Der Kühler ist einteilig und super schlank. Das Motorrad kann fast beliebig umfallen, der Kühler wird nicht getroffen. Selbst wenn, dann kann der Kühler zur Seite ausweichen, da ist kein Rahmenrohr. Niemals vermisst man an der G einen Kühlerschutz, er ist unnötig. Das Mopped ist das schlankeste vorne, das ich kenne.


    Also ein ungeschliffener Edelstein. Hat immerhin in der Form WM Punkte geholt Was wäre wohl noch nach 2-3 Jahren Evolution drin gewesen! Aber leider kam dann der hirnlose Husky Deal.

    Schade - bei BMW Motorrad durften wohl grüne Manager für die "grosse" Autofirma zum Üben hin.


    VG Erhard

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  • Hallo Baller,

    meine BMW Gabel hab ich noch, würde mich interessieren, wie sie in deiner G funktioniert (Abstimmung für Fahrer mit 85kg nackt.).

    Ich fahre sie nach wie vor ab und zu in der 350EXC und der 250TI (zum Beispiel beim Stoppelcross, da auf meinem Avatarbild ist sie eingebaut in die 250TI "Haifisch")


    VG Erhard

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  • Danke endlich erfährt man etwas mehr zur G450.

    Dann die Ritzelposition. Die hohe Kettenlinie zieht beim Beschleunigen sofort die Schwinge nach oben. Lenkkopf wird dadurch flacher als üblich.

    Aber ist das ist doch der Effekt des koaxialen Ritzels, dass der Einfluss der Kettenlinie ausgeschaltet wird?

    Das bedeutet also auch, dass man sich diesen Effekt nicht positiv nutzen kann.

    Ich verweise daher auch auf meinen Hinweis zur ATK und 449er Husky.

  • Danke endlich erfährt man etwas mehr zur G450.

    Aber ist das nicht der Effekt des koaxialen Ritzels, dass der Einfluss der Kettenlinie ausgeschaltet wird?

    Leider nein, denn die Kette zieht ja weiterhin oberhalb vom Drehpunkt der Schwinge (so wie bei fast allen Motorrädern).


    1.: Damit die Kette kein Drehmoment an der Schwinge erzeugt (Was gar nicht sinnvoll ist!) müsste die Kette durch den Drehpunkt laufen und nicht die Ritzelachse.


    2.: Die andere Komponente ist das Hinterrad, bzw. seine Auflage auf dem Boden.

    Auch hier wird Drehmoment an der Schwinge erzeugt wenn das Rad eine Kraft auf den Boden überträgt. (Bremsen: Einfedern. Beschleunigen Ausfedern.)

    Um das zu verhindern müsste der Schwingendrehpunkt in der Fahrebene liegen, also 30-40cm tiefer als üblich.


    3.: Dritte Kraft im Spiel kommt vom Schwerpunkt und den Massenkräften.

    Beim Beschleunigen oder Bremsen verlagert sich Gewicht nach hinten oder vorne. Um das zu verhindern müsste der Schwerpunkt auch in der Fahrebene liegen. Deshalb sind Sportwägen möglichst flach.


    So: Massenkräfte, Antrieb auf den Boden und Kettenkraft kann man aufeinander abstimmen.

    Deshalb ist die Kettenlinie wichtig. Es wäre aber Zufall, wenn das bei koaxialer Schwinge und einer bestimmten Ritzelgröße gepasst hätte ;)

    Deshalb ist koaxial zwar nett, aber nicht optimal.

    Hinzu kommt, dass mit nicht koaxial die Hebelverhältnisse während dem Einfedern sich auch ändern. Auch das wird genutzt.


    2 Erkenntnisse:

    1.: Koaxial - nicht ideal

    2.: Schwerpunkt und Massenkräfte sind extrem wichtig UND die Massenkräfte sind extrem von dem Hampelmann auf dem Motorrad abhängig!

    Schimpft nicht über Fahrwerksabstimmung, wenn ihr selber nicht in der Lage seid mit dem Körper das Fahrwerk so zu belasten wie es sein soll, nämlich über die Fußrasten und neutral am Lenker! (Ein Knighter darf dagegen schimpfen, er muss um 1/100 Sekunden kämpfen und braucht daher auch eine sehr optimales Fahrwerk.)


    Richtige Position auf dem Motorrad ist ständig eine Andere! Bewegt euch auf dem Gerät!


    VG Erhard

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    Einmal editiert, zuletzt von erhard ()

  • Hach, jetzt ist es wieder da.....das schöne Gefühl, das sich hier im Forum noch einige um das kümmern, was dieses Forum schon immer ausgemacht hat in meinen Augen! Danke dafür! 👍

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  • Unter dem Gesichtspunkt hab ich das noch garnicht gesehen. Gut, eine kurze Probefahrt gibt nur einen beschränkten Eindruck vom Motorrad wieder, besessen hab ich nie eine. Zu der Zeit gab's hier oben im Nordosten nur zwei Leute, von Rügen waren die glaub ich beide. Das war und ist schon immer das Problem gewesen, an Exoten traut sich kaum einer ran.

    Könnte die gefühlte Kopflastigkeit auch damit zusammen hängen, daß das Motorrad relativ flach war von der Sitzhöhe? Oder ich bin zu groß mit 1,96m........🤷.

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  • erhard:

    Erstmal vielen Dank für deine Ausführungen und die Zeit, die du dir dafür nimmst!

    Es ist immer erhellend von jemanden zu lesen, der mehr als nur Ahnung hat.


    Ja, du hast Recht, die Kettenlinie hat natürlich auch bei koaxialem Schwingendrehpunkt einen Einfluss, jedoch mit dem Unterschied, dass diese sich zur Achse Schwingendrehpunkt/Hinterradmitte über den Einfederweg nicht verändert. Bei nichtkoaxiaelem Ritzel/Swdpkt ist das nicht der Fall und je grösser der Abstand, desto grösser die Veränderung.


    Zu Punkt2:

    Die Kraft (=Moment/Hebelarm) die das Motorrad nach vorne schiebt, wirkt aber in der Hinterradmitte. So gesehen müsste der Schwingendrehpunkt auf der gleichen Höhe wie die Hinterradmitte liegen und nicht auf dem Boden.

    Federungsbedingt funktioniert das aber nicht (ausser zB bei Konstrukten mit entsprechendem virtuellem Drehpunkt).

    Um die Effekte beim Beschleunigen und (hinten)Bremsen der nutzen zu können, sollte der Schwingendrehpunkt im Fahrbetrieb sich idealerweise über dem Radmittelpunkt befinden. Wieviel das, und die Lage des Ritzel hierzu ist, ist wohl die grosse Ingenieurskunst.


    Ansonsten 100% Zustimmung :thumbup:


    Mir geht es übrigens nicht darum Recht zu haben, sondern um (vor allem für mich) etwas Licht ins Dunkel zu bringen.


    Als die G450X herauskam, fand ich das Moped genial und konnte es gar ich verstehen, dass Leute wie der Knighster damit nicht zurechtkamen.

  • @baller.......ich war grad mal auf Deiner Seite......das erklärt einiges! Sehr schön gemacht, auf den Bildern sieht man auch, wie zielgerichtet an den Projekten gearbeitet wird! Hut ab! Soweit bin ich in die Materie noch nicht eingestiegen! Aber was Ihr da baut, macht schon beim Bilderkucken Eindruck!

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  • Das mit den Kräften ist wirklich recht komplex. Ich guck mal heute abend in die Fachbücher und suche eine Darstellung. Mit Worten wird das ziemlich schwierig.


    VG Erhard


    P.S.: Dass der Knighter nicht zurechtkam wäre wohl keinem normalen Zuschauer aufgefallen.

    Eher schon aufgrund der Rennresultate und anhand seiner öffentlichen Misfallensbekundungen wurde es dann zum Thema. Sein Kollege Juha Salminen war da professioneller und hat mit dem Team Lösungen gesucht, statt nach aussen alles aufs Motorrad zu schieben.

    Vermutlich hatte er auch Schwierigkeiten, weil die Kurbelwelle andersrum dreht. Dadurch sind die gewohnten Kreiselkräfte genau entgegengesetzt und mit der Kupplung auf der Welle sind die Massen relativ hoch.

    Normales Mopped: Kupplung dreht andersrum, Kreiselkräfte von KW und Kupplungswelle heben sich mehr auf.


    Minute 3: Der 9kg Kreisel schwingt eine Rechtsdrehung. Wäre er andersrum am Drehen schwönge er eine Linksdrehung.

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    Sowas fällt auf z.B. beim Scrub und anderen Manövern, immer wenn das Motorrad in eine andere Lage kommt. Schnelle Schräglagenwechsel etwa Und es hängt linear mit der Drehzahl zusammen. Ein Profifahrer fährt ganz andere Drehzahlen als der Normalo.

    Zudem hat der Normale sich nicht schon sein ganzes Leben in der Feinmotorik an die anders drehende Kurbelwelle gewöhnt. Deshalb ist die BMW also für normale Menschen nicht unbedingt irgendwie schlecht, nur leicht anders im Vergleich.

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    Einmal editiert, zuletzt von erhard ()

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