Jäger - die 555.te .........

  • Hast Du sehr schön ausgedrückt und prägnant formuliert. Nur hat das in unserem Forum keinen großen Nutzen.

    Versuche doch mal, diesen Essay in den kostenlosen örtlichen Medien, wie z.B. dem Nibelungen Kurier unterzubringen. So als Standpunkt oder so. Wär schon geil, wenn die das Drucken würden 😁

    Werden Sie nicht.... persönliche Animositäten....

  • Es scheint eine Krankheit unserer Zeit zu sein, dass sich bestimmte Gruppe anmaßen, einen Zustand in ihrem Sinne als Ordnung zu definieren, und zwar so, dass alle Symapthisanten dieser Gruppe innerhalb, alle Gegner jedoch außerhalb dieser Ordnung stehen.

    Im vorliegenden Fall: Der Herr am Anfang des Beitrages befindet sich ja ganz offensichtlich im Wald, auch das Fernsehteam ist ja dort und die werden nicht mit einem fliegenden Teppich dorthin gekommen sein. Aber im Gegensatz zu den "Motocrossern" haben sie ja das Recht dazu, genauso wie auch Horden von Wanderern das Recht dazu haben. Forstbetriebe haben selbstverständlich ebenso das Recht, den Wald nach ihrem Gusto zu befahren. Wenn aber Motocrosser, die den "Briggel (? :/ ), das Verborgene (was ist mit diesem Rästelwort gemeint?), das Risiko" suchen und das mit "krimineller Energie" ... "das geht nischd".

    Wenn es so wäre, dass es eine Vereinbarung dahingehend gäbe, dass ausnahmslos niemand die Natur zu betreten hat, dann wäre das auch schwachsinnig, aber noch in Ansätzen nachvollziehbar, weil eben gölte: Gleiches Unrecht für alle. Aber dass sich eine Gruppe, die dazu von der Gesellschaft in keiner Weise legitimiert wurde, anmaßt zu entscheiden, wer aus welchen Gründen in die Natur eingreifen darf und wer nicht, wessen Motive legitim sind und wessen nicht, ist schon merkwürdig.

    Die Politiker werden vom Volk gewählt und ist damit vom

    Volk legitimiert. Oder denkst du, dass bei einem Volksentscheid auch nur einen zweistelliger Prozentbereich für grenzenlosen Motorradfahren in Wäldern zustande käme?

    Dem Förster würde ich aufgrund seines Studiums oder Ausbildung ein gewisses Fachwissen unterstellen und seinem tuen einen Sinn.

    Was dich legitimiert irgendwas anzweifeln oder gar entscheiden zu wollen müsstest du hingegen erklären, das würde mich durchaus interessieren.

    Klar würde ich auch gern mit dem Motorrad durch den Wald heizen. Wie das ausarten würde, dürfte es jeder, kann ich mir allerdings an fünf Fingern abzählen.

  • Was dich legitimiert irgendwas anzweifeln oder gar entscheiden zu wollen müsstest du hingegen erklären, das würde mich durchaus interessieren.

    Entschuldigung. Mir war nicht klar, dass ich eine Legitimation vorweisen muss, um "irgendwas anzuzweifeln oder gar zu entscheiden".


    Ich hatte wohl ein völlig fehlgeleitetes Verständnis von Demokratie.


    Ich schwöre hiermit offiziell ab.

  • Schaue gerade Nordreportage über 2 junge Jäger, die sich auch im Internet präsentieren.

    Dabei kommt zur Sprache:

    - die ältere Jägerschaft findet das sehr schlecht

    > klar, der elitäre Verein hat sich ja ewig im Wald versteckt


    - sie erhalten übelste Bedrohungen von Jagdgegnern

    > da können die Jäger froh sein, dass die meisten Enduristen keine Jagdgegner sind.


    Sonst würde es auch für sie etwas mehr Druck auf deren Hobby geben

    - 2 clevere Bürschchen, die trotz ihrer Jugend Ahnung haben und damit sogar Geld verdienen

  • Das ist sowieso recht zweifelhaft, wenn ein Opa der kaum noch geradeaus gucken kann zur Jagd ausrückt.


    Am liebsten solch Tierquälerei wie Drückjagden. :sleeping:

    - Honda CR 250 2000

    - Honda CRF450R 2021

    - KTM EXC 500 2012

    - Maico MC250 Alpha 1 1982

    - Ducati 900SS 1994

    - Ducati 996 1999

    - Ducati 1096 2019 (Eigenbau, 916 mit 1098 Triebwerk)

    - Honda VTR 1000 SP1/2 200X
    - Pannonia TLF250 1958

  • Ja, die 2 Sachen mit A!


    Alter


    Alkohol


    Allerdings sehe ich hier bei uns viele junge Leute.


    Die mit den beiden A fehlen doch schon ab und zu.

    Wahrscheinlich wegen der 2 A;-) teilweise!

  • Entschuldigung. Mir war nicht klar, dass ich eine Legitimation vorweisen muss, um "irgendwas anzuzweifeln oder gar zu entscheiden".


    Da du die Reputation der Entscheider anzweifelst, wäre es schon sinnvoll darzustellen, warum du es besser weißt. Irgend so eine Art Fachwissen.
    Aus dem "die anderen sind alle doof, ich will jetzt mein Spielzeug haben" alter dürften die meisten raus sein.

    Ich hatte wohl ein völlig fehlgeleitetes Verständnis von Demokratie.


    Da es illusorisch ist zu behaupten, dass die Mehrheit des Volkes grenzenloses Motorradfahren unterstützen würde und es demzufolge darum geht, den Willen einer Minderheit (quasi deinen Willen) durchzusetzten, gebe ich dir absolut recht.

  • Da es illusorisch ist zu behaupten, dass die Mehrheit des Volkes grenzenloses Motorradfahren unterstützen würde

    a) von "grenzenlos" war nicht die Rede.

    b) was zu beweisen wäre. Die Mehrheit des Volkes "unterstützt" nämlich offensichtlich Parkplätze und "grenzenloses" Spazierengehen. Für den Fall, dass du das tagespolitische Geschehen verfolgst, ist dir möglicherweise aufgefallen, dass Entscheidungen oft nicht aufgrund von Argumenten, sondern aufgrund der Präsentation und medialen Darstellung verschiedener Positionen getroffen werden. Das sollte man sich bewusst machen. Die Zuschreibung, dass das Anliegen der Förster legitim ist, weil sie über "so eine Art Fachwissen" verfügen und zudem demokratisch legitimiert seien, ist mir aus mehreren Gründen zu unterkomplex. Hier nur einige: Wir sollten zwischen Förstern, die Verwaltungsaufgaben übernehmen und sicher in einer Art öffentlichem Interesse handeln und Jägern, die ihrem Hobby nachgehen ,das darin besteht, Geld für eine Pacht zu zahlen und dort dann Viecher im Winter durchzufüttern, um im Sommer den Überbestand abknallen zu können, unterscheiden. Jäger sind Privatleute und handeln aus privatem Interesse. Objektivität muss hier nicht unterstellt werden.

    In einem intakten Ökosystem kommen weder Enduristen noch Jäger vor.

    Zweitens leben wir in einer repräsentativen, nicht in einer direkten Demokratie. Hier hinter jeder Verordnung und jedem Gesetz den absoluten Volkswillen zu vermuten, istschon ein bisschen schlicht.

    Ich möchte an eine aufgeklärte Gesellschaft glauben, die rationalen Argumenten zugänglich ist und im Sinne der Aufklärung alles hinterfragt, egal, woher Es kommt. Das ist für mich sozusagen demokratische Bürgerpflicht.

    Ich möchte also, dass hinterfragt wird, warum ich als Spaziergänger zB am Vatertag nach einer langen PKW-Fahrt auf einer riesigen, versiegelten Fläche mitten in der Natur parken kann, um dann auf breiten, angelegten Waldwegen nach Lust und Laune mit Bollerwagen im Wald herumzupöbeln, aber nicht abends mit der Enduro ein Ründchen drehen darf.

    Du weißt sicher, dass Flugzeuge regelmäßig über dem Pfälzer Wald große Mengen Treibstoff ablassen? Gibt es deswegen eine Flugverbotszone? Warum ist dieser Umweltfrevel legal, Endurieren aber nicht?

    Ich möchte einfach, dass das freie Endurieren nicht absolut, sondern verhältnismäßig bewertet wird.

    Wer richtet insgesamt den größeren Unweltschaden an? Wahrscheinlich wären das nicht die Enduristen.

    Vielleicht käme eine "Mehrheit des Volkes" zu einem ähnlichen Schluss wie ich, wenn sie sich rationalen, objektiv und unvoreingenommen mit dem Thema befassen würde.

  • In einem intakten Ökosystem kommen weder Enduristen noch Jäger vor.

    Ich stimme dir im großen und ganzen zu, allerdings habe ich mit dem Satz ein Problem, wobei das mit Sicherheit Definitionssache ist.


    Auch wenn das scheinbar oft vergessen wird, ist der Mensch immer noch Teil der Natur und nicht etwas von ihr losgelöstes. Wenn also der Mensch in ein bestehendes Ökosystem "vordringt", in welcher Weise auch immer, wird er Teil dieses Ökosystems. Dass das für die anderen Lebewesen im Ökosystem nicht von Vorteil sein muss, erklärt sich von selbst. Aber ist das in der "menschenfreien" Natur anders? Wenn plötzlich Löwen in ein Gebiet vordringen, in dem es vorher nur Zebras gab, ist das für die Zebras erstmal auch nicht von Vorteil. Aber niemand käme auf die Idee, zu behaupten, dass der Löwe nicht teil dieses Ökosystems wäre. Auch er verändert es, klar, vielleicht sogar so stark, dass es irgendwann keine Zebras mehr gibt. Es kann aber auch sein, dass das Aufkommen der Löwen auf die Zebras einen Evolutionsdruck aufbaut und sie sich in einer Art und Weise weiterentwickeln, die ohne den Löwen gar nicht notwendig gewesen und deshalb nie passiert wäre. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Löwen alle Zebras fressen und dann selber eingehen, weil nix mehr zu fressen da ist. That's nature!


    Will sagen: ich finde es fatal, wie die Ansicht um sich greift, der Mensch gehöre nicht zur bzw. in die Natur, sondern ist für sie schon fast etwas transzendentes. Das ist Quatsch, der Mensch gehört zur Natur und ist genauso ihren Gesetzen unterworfen wie jedes andere Lebewesen. Und wenn die Menschheit ausstirbt, weil sie den Hals nicht voll genug bekommt und "alle Zebras frisst", dann ist auch das ein natürlicher Vorgang. Und wenn die Menschheit ausstirbt, dann geht das Leben trotzdem weiter. Wüsste nicht, wer oder was um uns weinen sollte.


    Trotzdem: Bin ich der Meinung, dass es vielleicht besser ist, wenn der Mensch nicht überall hin vordringt. Das sollte dann aber bitte für alle gleichermaßen gelten.

  • Schön geschrieben, dem ist fast nichts hinzuzufügen.


    Meine persönliche Erfahrung, und die ist subjektiv: Die Natur ist dynamisch und steckt gelegentliches Endurieren locker weg.


    In den Bereichen, die wir gelegentlich befahren, müssen wir, wenn wir mehrere Wochen / Monate nicht dort waren, unsere Spuren oft suchen und finden sie nicht.


    Sofern man nicht 50 mal denselben Hang mit viel Wheelspin hochfräst, halte ich die Beeinträchtigungen für vernachlässigbar

  • Ich möchte an eine aufgeklärte Gesellschaft glauben, die rationalen Argumenten zugänglich ist und im Sinne der Aufklärung alles hinterfragt, egal, woher Es kommt.

    jaja, die kinder voltaires und so....


    gerade die letzten 2 jahre haben mir gezeigt, dass die aufgeklärte gesellschaft eine illusion ist. leider.


    vor allem fäll (mir) auf, dass gerne alles mögliche hinterfragt wird (was prinzipiell gut ist).

    dann jedoch im weiteren das verständnis oder die sachkenntnis (oder schlicht der wille) fehlt, um einer logischen oder rationalen argumentation zu folgen.

    vor allem, wenn die argumentation dem eigenen standpunkt nicht folgt.


    helfen würde, wenn man ab und an mal sagen würde:

    "hm, ich bin zwar immer noch nicht restlos überzeugt, aber ich glaub dir jetzt mal."

    You have to have the courage to sustain the situation that frightens you.


    Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
    Stefan Geiger

  • Wir Endurofahrer bleiben "die Bösen"

    .. echt ?? Gibts doch nicht. Und das nur, wo man da so gar nix zu suchen hat, weil man auf einem fremden Grundstück rumfährt :/

    spitz rein und unter zuch wieder raus


    Diese Nachricht wurde mit Hilfe einer Taschenlampe, in das Ende eines offenliegenden Glasfaserkabel gemurkst

  • Wald ist öffentlich und ein Allgemeingut.

    ..aber meistens auch im Privatbesitz. Oftmals aber auch gepachtet. abgesehen von der Haftungsfrage ( Unfall, ölwechsel, etc). Und da gabs schon die ein oder andre böse überraschung, oder ?

    Was uns zu der Frage führt, ob ich in deinem Vorgarten trainieren darf wenn da ein paar Bäume stehen

    spitz rein und unter zuch wieder raus


    Diese Nachricht wurde mit Hilfe einer Taschenlampe, in das Ende eines offenliegenden Glasfaserkabel gemurkst

  • ..aber meistens auch im Privatbesitz. Oftmals aber auch gepachtet. abgesehen von der Haftungsfrage ( Unfall, ölwechsel, etc). Und da gabs schon die ein oder andre böse überraschung, oder ?

    Was uns zu der Frage führt, ob ich in deinem Vorgarten trainieren darf wenn da ein paar Bäume stehen

    Kommt drauf an wie groß der Vorgarten ist und ob da ne feste Strecke reingefahren wird.
    Bei mir wird auch oft auf meiner Auffahrt gewendet weils ne Sackgasse ist.

    Stört mich jetzt nicht groß obwohl weiter oben ein Wendeplatz wäre.

    Wenn wir durch den Wald fahren ist es keine feste Strecke, die Spuren findet man ne Woche später nicht mehr wieder, demnach sind die immer wieder anders.

    Die Harvesterspuren sieht man Monate.

    Man kann und dürfte natürlich ein Faß aufmachen, oder es einfach tollerieren weils im Grunde keine Auswirkung auf den Wald hat.

    Dieses Posting entspricht der EU Directive 2002/75/EC !!!
    Jegliche Interpunktion, Grammatik und Orthographie ist frei erfunden.
    Kein Nörgeln, Kritisieren oder Belehren ohne mein Einverständnis!



    HUSABERG TE300 2013
    HONDA CR500R 1998
    YAMAHA FZR1000 3LE 1992

  • ..aber meistens auch im Privatbesitz. Oftmals aber auch gepachtet. abgesehen von der Haftungsfrage ( Unfall, ölwechsel, etc). Und da gabs schon die ein oder andre böse überraschung, oder ?

    Was uns zu der Frage führt, ob ich in deinem Vorgarten trainieren darf wenn da ein paar Bäume stehen

    Und auch Wald in Privatbesitz ist öffentliches Allgemeingut. Jeder Bürger hat ein Betretungsrecht. Was sich natürlich auf das fußläufige benutzen der gekennzeichneten Wege bezieht. Trotzdem sehe ich es so wie mtec das man die Spuren vom Moped wenige Tage später nicht mehr sieht zumal es oft auch ausreichend Spaß macht die Harvesterspuren zu benutzen. So entsteht niemanden überhaupt ein Schaden.

  • So entsteht niemanden überhaupt ein Schaden.

    Doch bei dem der es partout nicht will ein geistiger .... ;)

    Hab heut wegen der morgigen Männertagstour nen netten Anruf vom Kumpel bekommen das wir besser das Revier XY meiden sollen weil da ein neuer Jägersmann im Revier ist und da wohl X Kameras hängen und der auch schon bei " Leuten " aufgetaucht sein soll um diesen die Leviten zu lesen . Könnte sein das dort aber auch vermehrt gefahren wird und die Spuren deutlich zu sehen sind was wir auch hier und da feststellen müssen . Das Beste ist aber das der besagte Jägersmann früher wohl selber gefahren ist und sein Sohn wohl selber noch fährt . Nun aber wohl den Oberlehrer raus hängen lässt weil Mann ja jetzt nen Jagdschein hat .

    Das es auch anders geht zeigt sich bei uns im Revier das uns die Jägersmänner Bescheid geben wann wo wie lange angesessen wird und wir doch die Ecke meiden sollen . :thumb: Dem werden wir natürlich gerne nach kommen .


    Es kann schon mal passieren das ich die Wegstaben verbuchsele und mich verdrückt auskehre !! :thumbup:


    Kangoo-Center-TML.de die Adresse für den Kangoo Fahrer :thumb:


    Alle meine Beiträge könnten zu 99% Spuren von Ironie aufweisen ... ;)

  • Hier gilt es den Status des werten Herrn Jägers zu klären. Ist er tatsächlich nur Jäger und nicht Förster, so hat er keinerlei Befugnisse, Menschen durch Verfolgung zu nötigen. Soweit ich weiß, dürfen Jäger dich nicht mal im Wald anhalten, bzw sie dürfen es schon, aber du musst der Aufforderung nicht nachkommen.


    In Fällen, in denen Jäger ihre Befugnisse nicht kennen oder bewusst überschreiten, sollte überprüft werden, ob die charakterliche Tauglichkeit zum Tragen einer Schusswaffe tatsächlich weiterhin vorliegt.


    Wir sind hier ja nicht im Wilden Westen

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