kupplung trennt nicht wenn warm... rekluse

  • servus leutz,


    ich hätte da gerne mal ein problem.


    folgendes:


    seit vielen jahren fahre ich eine rekluse mit ohne kupplungsamatur.

    sowohl an der exc als auch an der jetzigen beta ging das bisher problemlos.

    (ja, ich weiss, normaler weise soll die kupplungsamatur montiert bleiben, blah...)


    seit nicht genau definiertem zeitraum trennt nun die kupplung nicht mehr, wenn das mopped

    warm (betriebstemperatur) ist. also sie trennt gar nicht.

    bleibe ich stehen, würge ich das mopped ab. starte ich mit gang drin, fährt das mopped los.

    starte ich im leerlauf, drücke den gang rein... abgewürgt.


    das ist...sagen wir mal... unerquicklich.

    die kupplung hatte ich schon mehrfach raus, sieht alles normal aus.

    hat jemand ne zündende idee, woran das liegen kann?


    um es nochmal zu wiederholen: das hat bisher (150bh) problemlos funktioniert.

    scheint also kein grundsätzliches problem zu sein.


    herzlichen dank im voraus.

    You have to have the courage to sustain the situation that frightens you.


    Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
    Stefan Geiger

  • die kupplung hatte ich schon mehrfach raus, sieht alles normal aus.

    hat jemand ne zündende idee, woran das liegen kann?

    Wenn der komplette Kupplungsklabims einwandfrei ist vom Zustand her

    dann muss man mal nach m Motor sehen . Bau doch mal die OEM Kupplung ein

    und schau ob der Motor in unterer Drehzahl irgenwie Kraftlos ist .

  • Moin heiopei!

    Bevor du die Kraftlosigkeit des Motors oder des Fahrers durch Demontage

    prüfst, hier mein Rat!

    Frag die Jungs von extracross, die habe Ahnung und sind nach meiner Erfahrung

    sehr nett und auskunftsbereit!


    Hast du das Spaltmaß 0,7mm im Stand gemessen?

    Bestimmt!


    Sind die Federn im Expander ausgeleiert?


    Vielleicht gibt es eine ganz simple Erklärung!


    Du wirst es erfahren und uns sagen, bitte!

  • was ich noch vergessen habe:

    es ist eine core exp kupplung.

    also die, mit dem ring, der in die kupplung eingelegt wird.



    die "jungs" von extracross reagieren leider etwas verschnupft auf

    die anwendung "mit ohne kupplungsamatur".


    obwohl das nun nachweisslich wirklich gut funktioniert hat,

    wird die kommunikation an der stelle etwas dünn.

    keine frage, extracross ist ein wirklich zu empfehlender laden und ich

    schätze deren service sehr. ich verstehe auch, dass man sich nicht mit

    irgendwelchen anwendern rumärgern will, die das produkt anders

    benutzen als vorgesehen.


    daher ist meine frage in dieses forum. vielleicht hatte jemand schon mal

    das problem oder kennt jemanden, dessen schwager damit sich beschäftigt hatte.


    die federn am expander habe ich getauscht, gleiches ergebnis.

    öl hatte ich auch anderes versucht, kein unterschied.

    ja, spaltmaß ist korrekt eingestellt.

    solange das öl kalt ist, arbeitet die kupplung fehlerfei.

    standgas ist auch sehr niedrig eingestellt.


    das ist wie wenn die gleitgewichte in dem ring nicht mehr zurück rutschen.


    als nächstes werde ich das komplette kupplungspaket nochmals zerlegen,

    auf planheit prüfen. ein ersatzpaket hab ich mir schon bestellt, das probier ich auch noch.

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    Stefan Geiger

  • Servus,


    an den Gleitgewichten sind klitzekleine Teflon Einsätze, welche durchaus verschleißen. Wenn die Verschleißspuren haben, könnte das bei wärmebedingt dünnerem Öl durchaus zu Effekten wie in Deiner Beschreibung "wie wenn die gleitgewichte in dem Ring nicht mehr zurück rutschen" führen. Die sind gemeint:


    gleitstueck.png



    Bei mir führten verschlissene Einsätze dazu, dass die Kupplung sich insgesamt unvorhersehbar verhielt. Kosten fast weniger als der Versand, wäre IMO einen Versuch wert.


    Und, wenn Extracross mauert weil keine Kupplungsarmatur: Montiere sie doch einfach, dann kannst Du a) final ausschließen dass es an Deinem "out of spec" Setup liegt und b) bei Extracross Dich als reuiger Sünder der brav rückgebaut hat und nun erneut um Hilfe ersucht präsentieren ;)


    HTH,

    Sándor

  • ich bin mir da leider nicht 100% sicher, coronabedingt (und weiteren umständen) geschuldet

    liegt das erstmalige auftreten schon ettliche monate zurück und ich bin diese saison

    quasi gar nicht gefahren.


    gestern dann das erste mal und zack.... kupplungsmalheur.


    dunkel erinnere ich mich, dass ich die trägerplatte habe wechseln müssen, (bild 1 von sry),

    da sich der reibbelag verabschiedet hatte.


    ich werde jetzt nochmal ganz genau nachsehen.

    die "pads" sind bei mir aber nicht verbaut.


    sry: hast du davon damals ein bild gemacht?

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    Stefan Geiger

  • sry: hast du davon damals ein bild gemacht?

    Nö, aber das siehst/fühlst Du. Ich musste übrigens auch wegen abgelöstem Reibbelag den Ring austauschen. Das behob die Probs nicht vollständig, also nochmal zerlegt weil ich - bescheiden wie ich nun mal bin ;) - vermutete, beim Zusammenbau was falsch gemacht zu haben. Dabei gesehen, dass die Gleitelemente Riefen hatten, gut möglich, dass der abgelöste Reibbelag im Öl das verursacht hat. Wurde mir von Extracross auch als wahrscheinlich benannt - hätte ich das vorher gewusst, hätte ich die Gleitelemente gleich mitgetauscht :rolleyes: .

    Noch zu dem Bild 1: Das zeigt ein Gewicht, nicht die Trägerplatte. Guggsdu hier:


    gleitstück-scheibe.png


    BTW: Die Aufbringung der Reibelemente scheint eine Schwachstelle zu sein, hatte das schon 2x, allerdings, als 'mildernde Umstände' zu Gunsten Rekluse, bei einer nach arger Mißhandlung (Überhitzung bei übler Schlammschlacht in meiner RR 390), das zweite mal bei einer gebraucht erworbenen unbekannten Alters (bei der XTrainer).

    Ich schau mal, ob ich in amerikanischen Foren etwas dazu finde, da ist die Rekluse verbreiteter als hier.


    Noch zu den Gleitelementen, da diese so wenig kosten, würde ich Dir raten, sie so oder so zu tauschen - kosten wenig, und das Zerlegen ist ja nicht so viel Arbeit. Erst recht, nachdem sich unsere Stories ähneln.


    HTH,

    Sándor

  • super, das ist mega hilfreich!!!


    schraub ich morgen auseinander, heute wird das nix mehr.

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    Stefan Geiger

  • Einen hab ich noch: Bei der Gelegenheit gleich Getriebeöl erneuern (vor Ablassen im Stand warmlaufen lassen), egal wie frisch - ich hab das wegen möglicher Reste vom Reibbelag mehrmals gewechselt, um sicher zu gehen. Und wenn der Deckel 'runter ist, kann man durch Kippen besondern viel rauslassen.

  • Das sind doch Mal wieder astreine Beiträge von versierten Technikern!

    sry du bist ja wirklich mit fast allen Wassern gewaschen!

    Klasse!


    Seitdem ich die Rekluse eingebaut habe, habe ich das Gefühl,

    dass das Öl weniger "verschleißt"!

    Weniger Abrieb!?!

    An der Magnetschraube ist absolut NIX!

    Sonst immer etwas dran, wenig aber nun nix!


    Einbildung? Oder ?


    Ansonsten bleibe ich bei Rekluse!

    Habe mir gerade eine gebrauchte Rekluse als Ersatzteilspender gekauft!

    Günstig!


    Erstaunlich, wie lange die gelegen hat!

    So viele, die die NICHT wollen.

    Sie wissen nicht was sie versäumen.

    Meine Mitfahrer ja auch!

  • Danke für die Blumen, wobei ich verschämt zugeben muss, gar keine technische Ausbildung absolviert zu haben...


    Zu Deiner Ölfrage: Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das durch die Rekluse beeinflusst wird, dürfte Zufall sein. Möglicherweise (hoffentlich nicht) ist das Teil, welches den Abrieb verursachte, inzwischen vollständig verschwunden ;);)


    CU,

    Sándor

  • Mal eine Frage: schreibt Rekluse ein bestimmtes Motoröl vor? Ich will keinen Ölthread generieren, aber evtl. liegt hier der Grund der Probleme mit den abgelösten Reibelemente?


    Gruess

    hitch

  • Ich vermute, dass die üblichen Öle funktionieren!


    Mit Techniker meinte ich auch "Mann mit technischem Verständnis, Wissen und

    oft mit handwerklichem Geschick gepaart"!

    Keinen Ausbildungs-Dienstgrad!


    Okay! Keine Schonung des Öls!


    Ich bewundere, dass du, heiopei, ohne Kupplungshebel klar kommst!

    Ich finde die Kombi aus Automat und Hand sehr gut!


    Das Argument der Ablehner, dass man die Kupplung nicht hart genug zu machen kann,

    teile ich nicht mehr!

    Einstellung und etwas mehr Drehzahl und es funktioniert wie bei

    konventioneller Kupplung! .....und es liegt ja auch manchmal am Fahrer!


    Schön, dass es kaum noch Ausploppen gibt!

  • Ich vermute, dass die üblichen Öle funktionieren!

    Sehe ich auch so. AFAIK kann bei der Rekluse das selbe Öl verwendet werden wie es für 'ohne' für das jeweilige Moped vorgeschrieben/empfohlen ist.


    Extracross hat mir empfohlen, kein vollsynthetisches Öl zu verwenden - Rekluse USA wiederum bietet ein "eigenes" Öl (meiner Vermutung nach nicht selbst hergestellt, sondern irgendwas zugekauft und umgelabelt) an - vollsynthetisch... kann man sich also aussuchen :lol:


    Ich selbst fahre jetzt ein nicht synthetisches, den Beta-Vorgaben entsprechendes Öl. Im Grundsatz verwende ich eher was preiswertes, wechsele dafür öfter, aber das ist nicht Rekluse-Getriebe-spezifisch, das mache ich bei allen meinen Fahrzeugen so. Wobei, bei Ölbadkupplungen (egal ob automatisch oder manuell) erst recht weil da zwangsläufig mehr Abrieb ins Öl kommt.


    HTH,

    Sándor

  • hat sich noch nichts getan.


    komm echt nicht zum fahren bzw. schrauben dieses jahr. zum kotzen...

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    Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
    Stefan Geiger

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