Psychischer Umgang mit erstem Sturz

  • Ich analysiere im Nachgang was passiert ist, um den Fehler zu erkennen. So hab ich für mein Unterbewusstsein eine Möglichkeit ein "Problem" lösen zu können. Praktisch würde ich in deinem Fall Sektionstraining an der Sturzkurve machen. Für mich selbst hab ich ein paar Einschränkungen getroffen. Ich fahre nie allein auf Strecken, zumindest lote ich dann keine Grenzen aus. Ich fahre aber auch MX.

    Wenn die ersten Ermüdungserscheinungen beginnen gibt's eine Pause bzw. Sanftere Gangart.


    VG Micha

  • genau aus den von Dir genannten Gründen sollte man nicht alleine fahren - wie du jetzt selber erlebt hast kann immer was passieren. Wenn alleine, dann sollte man nur so schnell fahren, dass man alles unter Kontrolle hat ( wobei vollständige Kontrolle eine Illusion ist;))

  • Da sei froh, dass du dich nur gestossen hast.

    Als Geländefahrer sind Stürze elementarer Bestandteil

    des Geschehens!

    Bevor du jetzt weiter grübelst, solltest du dass zur Grundlage deines Herangehens/Fahrens machen.

    Wer ständig daran denkt nicht stürzen zu wollen, ist immer unsicher!

    Denn diese Sportart lebt von Intuition und dem, was unser Unterbewusstsein schon

    kurz vor unserem Bewusstsein macht!

    Siehe F1, Rally u.ä.

    Im deutschen Sprichwort hat eine Katze ja 7 Leben, im englischen 9.

    Das finde ich eine gute Idee der Engländer!

    Ich hab schon ein paar verbraucht, weil ich schon ein paar haarige Abflüge hatte.

    In dem Bewusstsein, dass es in jeder Sekunde schief gehen kann, steig ich auf und dann

    fahr ich nur. Aber ich bin Freizeitfahrer in einem Geschwindigkeitsbereich, da würden andere

    lachen.

    Dennoch nicht ohne! Erst neulich hatte ich 2m vorm Vorderrad einen Damhirsch aus dem Nichts.

    Schwein gehabt! Oder besser Damhirsch.....nicht!

    In ein paar Tagen tun deine Knochen nicht mehr so sehr wenn, und dann fährst du einfach los.

    Dabei schaust du am besten in Fahrtrichtung voraus!

    So könnte es gehen!

  • Nach ein paar Mal fahren sollte dein Gehirn wieder resetet sein ! Nach schweren stürzen/Verletzungen geht die anfängliche Angst auch wieder vorbei !


    Allerdings würde ich in einem größeren uneinsichtigen Gelände nicht alleine fahren, wie oft sind bei ganz doofen umfallern Situationen entstanden den man sich nicht alleine entziehen kann wie z.b.: Fuss eingeklemmt und das Moped bekommt man nicht alleine auf um sich zu befreien !

    KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM KTM
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  • Das ist ja noch alles easy. ;)

    Erst wenn du im Krankenhaus liegst mit mind.2 schnarchenden Opas hat man genug Zeit praktisch jede Nacht zum Nachdenken und Reflektieren.

    Danach dann nochmal 6 Wochen zu Hause um alles zu überdenken was schief gelaufen ist und ob man so weiter machen will.

    Will man aber meistens wenn nix mehr weh tut und die Kraft zurück ist.☺

    [FONT="Arial Narrow"]Freiheit ist viel mehr als man darf[/FONT].


    [FONT="Arial Narrow"]Ganz Deutschland eine Arschleckerei. Leck dich nach oben[/FONT].:kuck:

  • Normale "Umfaller" sind Part of the Game. Schotterausschläge, Zerrungen, Prellungen kannte ich auch schon vorher, von 10 Jahren Downhillen.
    Solange es Reparierbar ist, halb so schlimm. Wobei ich auf Holz klopfen muss und 10 Renn Saisonen Downhill, nun die 10 Saison Enduro ohne Knochenbruch durchfahren bin.

    D.h. aber nicht, dass ich Gefahren ausblenden könnte, wie so manch Andere:
    Von 20 bis 25 bin ich recht viel und flotter Straßenmopedn gefahren. Im Prinzip sind wir in der Gruppe immer Hatzerl gefahren. Da konnte ich auch alle Gefahren halbwegs locker ausblenden. Auch wenn ich schon 2 Mopedn geschmissen hab.
    Dann hab ich mich 98 mit dem Auto paarmal überschlagen. Auch hier wieder mit Kleinigkeiten (paar Schnittwunden und Prellungen) ausgestiegen. Aber die 4 Tage im Krankenhaus gaben mir Zeit zum Nachdenken.
    Im Jahr drauf war ich beim Straßenmopedfahren auf einmal der Staubsauger hinten nach, alle Kumpels schneller.
    Als ich dann mit Zwang versuchte bei der Hausstrecke wieder meinen Speed zu finden und wieder ein Moped geschrottet hab, hab ichs aufgegeben (mit ein Grund war auch, da mir die Versicherung einen Versicherungsbetrug unterschieben wollte, innerhalb eines Jahres nur eine Kurve weiter der 2. Vollkasko Totalschaden, ich jedoch unverletzt).

    Letztes Jahr, wo es ich in Kroatien einen eigentlich für mich recht harmlosen Crash hatte (Ringfinger aufgerissen, zwar stark geblutet, aber nix Internes verletzt), im Zuge eines Rennens, auf einer breiten Schotterstraße, neben einer kleinen Ortschaft und trotzdem hat es gute 2 Stunden gedauert, bis uns die Rettung ins Spital gebracht hat, gibt mir bißerl zu denken, bezüglich Rallye fahren. HR ist noch halbwegs gut aufgestellt, wegen dem Tourismus. Wenns aber irgendwo im tiefen Osten, mehrere 100km im Hinterland Hilfe brauchst.........

    Andere Geschichte ist, dass ich kaum blind um eine Kurve fahren kann, selbst wenn es eine gesperrte Strecke ist, ich die Strecke kenne. Ist inzwischen eine echte Überwindung. Zu oft schon eine Überraschung erlebt.

    IMHO: Wenn es nicht wirklich um Kohle geht, um den Aufbau einer Karriere: Mit bißerl Hirn fahren, nicht übertreiben, so fahren, wie es einem Spaß macht.

  • "Andere Geschichte ist, dass ich kaum blind um eine Kurve fahren kann..."


    Würde ich gar nicht wollen... Klar das sowas auf bekannter abgesperrter Strecke im Rennen ein Muß ist, um bei der Musik zu bleiben. Aber der gesunde Menschenverstand spricht dagegen.


    Vor vielen Jahren hat ein Instruktor mich mal bevor es losging, quasi beim Hebel einstellen, mitsamt Moped umgekippt: Gewöhn Dich schnell dran, passiert heute wahrscheinlich noch öfter. Über den pädagogischen Ansatz mag man streiten, geholfen hat es ein wenig, die Angst davor zu verlieren. Fallen kann man in gewissem Rahmen lernen, die Judo-Leute profitieren davon. Gut ist, wenn man in brenzligen Situationen sich dann auch traut, mal abzuspringen. Steil bergauf, man merkt, man kommt nicht hoch. Moped zum Hang hin umlegen kann dann der beste Weg sein. In der Situation verzweifelt versuchen, auf dem Bock zu bleiben, kann sehr weh tun.


    Für mich als Couch- und Forensportler und tatsächlich nur gelegentlich durchs Gemüse-Roller ist das alles aber auch nicht mehr die Lösung. Ich lass es einfach entspannt angehen. Gehört aber auch eine gewisse Reife dazu, wenn man mit ambitionierten Kollegen unterwegs ist und dabei immer den Bremsklotz macht. Gefährlich wird es nach meiner Ansicht in mehreren typischen Situationen:


    Gruppendruck: Alle fahren zügiges Tempo. Man will nicht der Bremser sein und sagt sich, wenn die es können geht es auch und geht dann über die eigenen Grenzen - Zack - Aua.


    Erschöpfung: Die Gruppe ist zügig unterwegs, man hat schon ein paar Stunden in den Knochen, man will nicht der Bremser sein, geht über seine Grenze und - Zack - Aua.


    Mangelnde Fitness: Erklärt sich von selbst, leide ich dauernd drunter. Schnell erschöpft, "das geht noch" - Zack - Aua.


    Mangelnde Fahrtechnik: s.o.


    Mangelnder Mut: Sand, Angst, nicht genug Tempo bzw. Gas - Zack, nur wenig Aua, weil Sand...


    In dem Sinne, viel Spass weiter.

    Neuerdings halt ohne Signatur .... muß mir erst was neues überlegen.

  • AdrenalinJunkieSaar

    Wenn du schon nach dem ersten Absteiger einen Beitrag hier im Forum verfasst über "psychischen Umgang nach erstem Sturz", dann solltest du dir gut überlegen, ob Motorradsport wirklich das Richtige für dich ist. Ist aber nur die bescheidene Meinung von einem, der auch relativ viel auf die "Fresse" geflogen ist.

  • a.) wildschweine oder ein fuchs hätten dic sicher gefunden ... ggf auch ein wolf

    b) fahren wie gehabt

    c) sofort vergessen

  • AdrenalinJunkieSaar

    Wenn du schon nach dem ersten Absteiger einen Beitrag hier im Forum verfasst über "psychischen Umgang nach erstem Sturz", dann solltest du dir gut überlegen, ob Motorradsport wirklich das Richtige für dich ist. Ist aber nur die bescheidene Meinung von einem, der auch relativ viel auf die "Fresse" geflogen ist.

    Genau Joachim :thumbup: Entweder einmal schütteln und weitermachen oder überlegen ob es das richtige Hobby ist . Das Verletzungsrisoko ist immer präsent . Bei meiner Historie brächte ich da einen eigenen Psychiater :(

  • Moin,

    das Stürzen gehört zum Fahren dazu. Es gibt genug gründe warum es einem vom Moped haut. Das ist ja der Grund warum man nicht alleine durch die Gegend fahren soll.

    Zu sagen fahre ich halt langsamer, so das nichts passiert, klappt auch nicht immer, zu langsam kostet oft mehr kraft und so ist man auch dann mal schnell dabei das es einen in die Landschaft schmeißt. Es ist halt immer ein zusätzliches Risiko alleine unterwegs zu sein.

    Die meisten Absteiger gehen ja gut aus und außer Blauen flecken passiert nichts.

    Ansonsten wenn man sich nur Gedanken macht was passieren kann und man nur versucht nicht zu fallen, dann fällt man erst recht. Wenn man wirklich nur mit Angst unterwegs ist sollte man das ganze lassen.

    MFG MS
    ps bin bekennender Warmduscher ;)
    pss schlecht schreiben konnte ich schon immer gut :)

  • Ich kann es gar nicht mehr Zählen wie oft ich auf die Fresse geflogen bin.😥

    Ich habe mich nach vorne und hinten überschlagen.

    Lag über und unter dem Moped.😬

    Jetzt weiss ich auch warum in der Sonderprüfung das Band rechts und links unterschiedlich ist.🤗

    Damit man nach einem Sturz weiss in welche Richtung es weiter geht.

    Also unbedingt einprägen beim Abgehen.🙂

    Man stürzt auch wenn man nicht der Schnellste ist. Da gehöre ich dazu.

    Aber solange man nicht ins Krankenhaus muss ist doch alles o.k.👍

    [FONT="Arial Narrow"]Freiheit ist viel mehr als man darf[/FONT].


    [FONT="Arial Narrow"]Ganz Deutschland eine Arschleckerei. Leck dich nach oben[/FONT].:kuck:

  • Stürze..... ja ..viel mit 19 im Hafen-Leipzig.. mit dem Lenker am Baum hängengeblieben, aufm Rücken gelegen und nach Luft gerungen..Atmung weg....ein rausgepresster Schrei ,da gings wieder.. viel später---auf Hirad mit diesem nen fetten Stein erwischt HiSider ,Knie nach hinten durchgedrückt- 10-12m durch die Luft...genug Zeit ,um in secBruchteilen meinen Lebensfilm zu sehen....Tossi3 re Schulter... 2016 in Mteisch Hinterrad versetzt nach ner Welle. % Rippen gecrasht re.Lunge kollabiert..mit HeliFlug....aber auch mit der Trial Gasgas ne Rippe zerschossen...beim Allein fahrn....... Ans aufhören nach nem crash - nie gedacht..hab mal aufgehöhrt;--- nach KB-Riss zu schnell, wieder angefangen zu ...fahren . Dann halt auf Downhill und Wildwasserkajak umgestiegen...je älter ich werde umso angstfreier fahre ich.. obwohl man schwerer stürzt....

  • ich denke auch dass stürze zum crossen oder enduro fahren dazugehört.

    alles halb so wild. aufstehen und weiterfahren.

    ich hab bei den masters mal einen gesehen den es ordentlich zerlegt hat.

    der sass 2 minuten neben der strecke. sass einfach auf den boden.

    danach ist er aufgestanden und weiter gefahren.

    dieses gen muss der wettbewerbsfahrer haben, sonst wird das nix.

    ein harter sturz ist letztendlich nix anderes als ein knockout.

    sofern nix ernsthafteres mit mann und maschine passiert ist,

    muss man weiterfahren.

    jeder ausgeknockte boxer steht nach 2 minuten auch wieder.

  • Straße ist aber ehrlich gesagt um einiges berechenbarer als das Gelände.

    das sehe ich aber ganz anders. Straßeist viel unberechenbarer weil da ein Haufen Idioten unterwegs sind die einen mal die Vorfahrt nehmen oder andere unvorhersehbare Sachen machen. Kenne ich leider auch aus eigener Erfahrung. Und auf der Straße sind die Geschwindigkeiten um ein vielfaches höher

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