Balkan Enduro Urlaub Beratung

  • Servus,
    Mein Kumpel und ich, planen zur Zeit einen Enduro-Urlaub.
    Er hat einen riesen VW-Bus, mit dem wollen wir die an ne abgelegene Stelle transportieren, dann quer Feld ein unseren Spaß haben und dann auch in dem Bus pennen, dann weiter zur nächsten Stelle.
    Die Frage ist das Reiseziel. Er meinte bis jetzt "Italien oder Kroatien", weil er weiter nicht weiter fahren möchte. Nach meinem Wissensstand (aus diesem Forum) ist es erst ab der Linie Bosnien, Serbien, Rumänien und südlich davon legal.
    Liege ich da richtig? Weil mit Enduros in Grauzonen und Toleranzen rumzufahren ist mir ehrlich gesagt zu heikel.
    Dann ist da noch die Frage mit den Landminen. am besten käme mir deswegen Rumänien vor.
    Irgendwelche Tipps wegen der weiten Strecke? Empfehlenswerte Zwischenstopps oder so?
    Also:
    Rechtliches Risiko,
    Eignung des Terrains,
    Orientierungsempfehlungen Innerhalb des Landes,
    Landminen,
    Fahrtzeiten,
    schießt los.


    LG, Robin.

  • Ich fahre schon seit einigen Jahren in Rumänien längere Touren. Aber niemals zu zweit oder zu dritt. Wenn etwas passiert und du geborgen werden musst, wird das für zwei ,drei Mann und für dich zum unvergesslichen Abenteuer..... und wenn ihr es geschafft habt aus der Pampa zu kommen, wirst du das Krankenhaus, was dich behandelt nie wieder vergessen.
    Schliesse eine ADAC Plus Mitgliedschaft ab, als Reiserückhol Garantie und buche deine Reise bei irgendeinen seriösen Veranstalter. Dann kannst du die osteuropäischen Gebiete schön beackern....

    Der Motor quietscht,der Fahrer weint,wieder einmal hat sich ein Kolben mit dem Zylinder vereint :thumbup:

  • Nachtrag: Wir haben weder Geld noch Bock auf eine geführte Tour und wollen das lieber vermeiden.
    Frage: Meinst du die Gruppe sollte Größer sein? Warum sollte es für zwei andere zu schwer sein einen dritten zu bergen?
    Dank: Für den Tipp mit der ADAC plus Mitgliedschaft.

  • Keine Kohle für den Guide, aber eine große Auslandstour in einem Land, dass man nicht kennt........


    Gerade wenn die Kohle knapp ist, würde ich nicht einfach so blind irgendwo hin fahren und die meisten, lässigen Tracks erst gar nicht anfinden und die halbe Zeit mit Suchen, Verbindungswegen, weitersuchen vergeuden.


    Was ist, wenn Ihr zu einem nicht so freundlichen Einheimischen trefft?
    Wenn Ihr doch die Rettung, Hilfe benötigt? Auf Englisch kann man sich nicht verlassen.


    Mein Tipp geht ganz klar: Investiert in einem Guide. Kosten in den Ländern nicht die Welt, kennen die geilen Tracks, Sprache, usw.
    Die Enduromania wäre ev. noch eine Alternative.


    Ansonsten:
    RO ist inzwischen viel in Naturschutzgebiete umgewandelt, vorher erkundigen, wo man fahren darf.
    HR ist offiziell nicht erlaubt, weiter südlich, in Damaltien großteils geduldet.
    SLO keine Chance.
    HR, SRB, BIH sind Landminen noch immer ein Thema.

  • Nehmt euch nen guide.. die kosten nicht die Welt und können sehr hilfreich sein.. gerade bei Verhandlungen mit schlecht gelaunten Bauern oder Polizisten..


    Egal in welchem Land..

    ...et muss solange jut jehn, bisset bessa wird...

  • kann den Vorrednern nur zustimmen. Ich war letztes Jahr in Bosnien (bei Endurogrip) und bin total begeistert von Landschaft, den Tourguides und den endurotechnischen Möglichkeiten. Aber ohne Tourguide würde ich nicht mal im Traum daran denken. Zum einen weil es wirklich günstig ist und ich mir schäbig vorkommen würde, dort die Menschen nicht irgendwie dafür zu kompensieren, dass man sich in ihrem Land vergnügt. Zum anderen weil es nicht ungefährlich ist ohne beratenden Beistand. Das gilt für Situationen wo man auf Hilfe angewiesen ist (falls mal was unfallmässig passieren sollte) oder man sich einfach verfährt (Minen).


    Ich nehme mir im angrenzenden Ausland schon mal die Freiheit, selbständig unterwegs zu sein (wie zuhause auch). Aber auf dem "Balkan" nicht, aus den genannten Gründen.
    P.S. ich hoffe, auch dieses Jahr wieder dorthin reisen zu können.

  • Hallo,


    ich war bisher vom Schwarzen Meer bis zum Atlantik in nahezu allen Ländern.
    Meist zu Fuß, mit Rad oder Enduro. Wenn es euch ums Motorradfahren geht, siehe Beiträge der Vorschreiber.
    Es gibt breite Forstwege für Holz-Lkw. Die enden fast immer mit einem Wendeplatz.
    Also umdrehen. Richtig in den Bergen gibt es auch Wanderwege. Die fährt aber höchstens Toni Bou hoch und
    es sind viele Touris unterwegs. Also wenn man sich nicht auskennt mach es wenig spaß. In Griechenland musste ich
    nach 150 km mal ein paar km zu einer Tankstelle schieben, da in den Orten zuvor kein Sprit zu bekommen war...
    Ich weiß ja nicht wie ihr sprachlich drauf seid, ich kann mich in russisch und polnisch (was den meisten Balkansprachen ähnelt) halbwegs verständigen.


    In Italien habe ich beim Wildcampen Probleme mit Bauern gehabt. Glaube auf Mopedfahren sind die noch schlechter zu sprechen ; )
    Meineswissens ist bewegen eines Motorfahrzeuges ausserhalb von Verkehrswegen im unbefestigtem Bereich generell untersagt.


    Wenn es euch ums bereisen geht, nehmt Mountainbikes mit. Aber die Meisten Wege im Gelände lassen sich eigentlich nur zu Fuß erkunden.

  • Ich denk, man sollte noch unterscheiden:
    "Enduro" wie es die Meisten von uns verstehen, sprich mit einer Wettbewerbsenduro im Wald, technisch fahren.
    oder
    "Enduro" auf legalen Schotterwegen, ähnlich der TET Geschichte.


    Letzteres kann man auch ohne Guide fahren.

  • Vielen Dank schonmal für die vielen Antworten.
    Ich weiß euren gut gemeinten Rat wirklich zu schätzen, aber nehmt es mir bitte nicht krumm, wenn ich sage, dass wir lieber in der Ungebundenheit unserer Gruppe bleiben.
    Ich hoffe ihr bringt es über euch mir bei einer guide-freien Tour zu helfen.
    Wenn man kein Guide und möglichst geringe Strecke als fixe Faktoren nimmt läufts doch auf Rumänien hinaus, oder?
    Ohne vermittelnden Guide und ohne Guide der weiß wo die Landminen sind muss es ein Land sein, wo es völlig legal ist und wo nie Landminen lagen.
    Das näheste davon ist Rumänien.
    BTW es soll schon über das schotterpisten fahren hinaus gehen.
    Ich werde auf jeden Fall auf Naturschutzgebiete achten, danke.
    Falls wir doch einen empörten rumänischen Bauern antreffen, haben wir "wenn das hier ihr Eigentum ist, werden wir es umgehend verlassen. Entschuldigen sie. Bitte rufen sie nicht die Polizei" auf rumänisch auswendig gelernt :thumbup:
    Kann denn vielleicht einer insofern Ersatzguide spielen, dass er vielleicht noch den Namen von einem rumänischen Kaff am Waldrand kennt und Grobe Richtungsangaben, mit denen ich zu guten Trails finde?

  • Ich finde da sollte man dann schon konsequent sein: wenn man auf nen Guide verzichtet weil man selbstbestimmt, unabhängig und frei sein will, dann halt auch die "coolen" Wege selbst suchen und finden.

    "Ein Kuhschwanz wackelt auch und fällt nicht ab!"

  • Als wir 2007 zu einer geführten Tour da unten waren, wurde explizit drauf hin gewiesen über welche Weiden man nicht fahren darf,
    welche Tore man zu öffnen und wieder zu schliessen hat und man ja keine Pferde aufschreckt. Sowas wisst ihr dann natürlich nicht.
    Und leider hat das fahren dort auch schon extreme auswüchse angenommen so dass es längst nicht mehr überall geduldet wird.
    Schauch euch doch mal die enduromania an. Da kann man sich legal auf schönen strecken bewegen und glaube tempo und fahrzeit selbst bestimmen.

  • @becks88 Hab deinen Beitrag jetzt erst gesehen.
    Habs mir angeschaut. Ich glaub dir ja, dass das super ist. Aber 1200€ für 5 Tage ist schlichtweg einfach nicht drinn. Wir haben die Kohle nicht. Sorry

  • Keine Ahnung, was das für ein 1.200,- Angebot ist. Wahrscheinlich Etwas inkl. Pension, Halbpension und Leihmotorrädern. Um höchstens 100,- pro Tag bekommt Ihr überall im Osten einen Guide.
    D.h. zu zweit, 5 Tage, mit Eigenverpflegung und Übernächtigung, eigenen Bikes sind das pro Nase 250,-. Dafür habt fährt Ihr nicht zu 90% planlos herum, sondern nutzt die Zeit zu 90% auf geilen Strecken.
    Und nein: Guide heißt nicht stumpf irgendwas nachfahren. Plant Etwas vor, nehmt schon Kontakt auf und teilt mit, was Ihr fahren möchtet (Schinden im Wald, größere, schöne Runde mit Flow, Fahrkönnen, usw.). Fast jeder Guide stellt sich auf seine Kundschaft ein.

  • Ich bin in als langjähriger Enduromania-Teilnehmer evtl. voreingenommen, aber das hört sich so an, als ob die Enduromania im anytime-Modus passen könnte. Die Vignette für kleines Geld schadet nie bei evtl. Diskussionen, allein, weil die Kollegen dann wissen, dass ein Einheimischer zum Klären des Problems nur ein Handytelefonat entfernt ist. Brebu Nou ist ein tolles Stammquartier, gut erreichbar, schönes vielseitiges Gelände und Du hast Ansprechpartner vor Ort, kriegst schnell Kontakte, hast eine Werkstatt, einen Trockenraum, kriegst mit, wo man evtl. aktuell besser nicht fahren sollte, weil die Holzmafia gerade nervös ist und Du hast im Notfall jemanden, der Dir hilft. Ich war letzte s Jahr sehr froh, dass ich jemanden hatte, der mich im Krankenhaus in Resita durch die Bürokratie geschleust hat, um den ausgerenkten kleinen Finger zu verarzten. Ich bin seit inzwischen fast 15 Jahren zum Endurofahren dort und das mit dem „freien“, geschweige denn legalen Fahren wird immer schwieriger. Ist wie gesagt meine Meinung ohne Anspruch auf die Wahrheit. Ich hoffe sehr, dass die für September geplante Woche dort klappt.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!