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  • Mal noch etwas aus meinem Fundus, gemacht hat das Bild der Walter Arosio auf der Valli Bergamasche 1979. Der Egbert schiebt grad die große Maico zur Abnahme und schaut nach, ob das Licht noch Valli Bergamasche 1979.jpgbrennt.

    Hallo Obsolet,


    das Foto mit der #139 stammt aber von der Valli 1980 (nicht 1979).


    Ende 1979 sah die 760er so aus bei den Sixdays bei mir um die Ecke:


    _490 46520097_10215560322275564_2782508212119666688_o.jpg


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    Die Fotos zeigen aber doch alle schon die 760er Version, die es dann vom Werk zu kaufen gab, das ist doch nicht mehr der Eigenbau-Zylinder, oder?


    Gruß


    Werner

  • Stimmt, das ist der Egbert in Bergamo mit dem Maicozylinder 1980.

    Die Fotos zeigen alle die Maico-Werksvariante, die daran zu erkennen ist, dass man im Werk für die Zylinder auf Gussrohling für den 1973er Square-Barrel 501ccm Viergang-Motor zurückgegriffen hat..

    Der Zylinder an Egberts Prototyp war ein Alurohling mit angeschweissten Kühlrippen und daran erkennbar, dass er schwarz lackiert war. Die Maico-Zylinder blieben unlackiert, zumindest so lange sie den Werkshof noch nicht verlassen hatten.

  • Ja das ist die ursprüngliche Version vom Egbert Haas mit dem aus Serienteilen zusammengesetzten Auspuff.

    Der war aber grenzwertig laut, deshalb hat Maico den Auspuff für ihre ihre Version einfach vedoppelt. So entstand der Allmachtsschlegel


  • Nur aus Neugierde: Weisst Du noch, wieviel db die Maico in Siegen etwa hatte?

    Ganz ganz laut. So heftig, daß die auch mal weggeschickt wurden. Ich weis nicht mehr genau wo das war, aber nicht in Siegen. Glaub Bensheim.

    Die sind dann wieder gekommen und hatten hinten am Auspuff mit einer Schelle ein Motorradschlauch drüber gezogen und mit Wolle ausgestopft. Der Schlauch war hinten mit Schrauben ab und zu verschlossen. Beim ersten Gasstoss flog alles auseinander und die Wolle hinten rum.

    Passt, weiter gehen.

    Ich war danach im Zeugenschutzprogramm . ^^

    Die Maicos hatten generell ein Problem mit der Lautstärke, bis mal die ganz großen Endtöpfe gekommen sind.

  • In Siegen musste man sich nicht um die Phonprüfung kümmer, weil wie oben gesagt, das Urphon in der richtigen Hand war.

    Aber bei den luftgekühlten Maicos oberhalb von 250ccm war die Lautstärke immer ein Problem. da gab es unterschiedliche Ansätze. Es gab z. B. einmal Endkappen (vom Ladi), die man abschrauben und um 120 Grad gedreht anbauen konnte: In einer Position ging das Abgas direkt durch den Dämpfer (wie bei der MX) und um 120 Grad gedreht verlängerte sich die Dämpferstrecke abnahmetechnisch .

    Ein großer Teil des Radaus kam aber zusätzlich noch vom Ansauggeräusch aus dem nach oben hin offenen Luftfiltergehäuse. Da wurde mit Schaumstoffplatten getrickst, die dann bis zur ersten Kontrolle verloren gingen. Den Kühlrippen wurde das Schwirren abgewöhnt in dem die Zylinder rundum kleiner geschliffen und Moosgummistopfen zwischen die Kühlrippen geklemmt wurde. Aber eine verlässliche Lösung war das nie. Wenn der TK (vulgo Phon-Heini) gar zu unerbittlich war wurde auch mal einfach Wasser hinten reingeschüttet.

    Ganz schlimm war es 1974 und 1975 bei der Gelände-DM. Da wurden nämlich noch Brems- und Beschleunigungsprüfungen gefahren und während der Beschleunigungsphase auf der linken Seite der Messstrecke das Geräusch gemessen. Ab 90 dBA gabs Strafzeit, die auf die Fahrzeit aufaddiert wurde!

    Dass ich noch so gut weiß, dass die Phonmessung immer links stand (war in der Ausschreibung so vorgeschrieben) rührt daher, dass die großen KTMs (die ein ähnliches Problem hatten) eines schönen Tags für die Beschleunigungsprüfung auf der linken Maschinenseite mit einem Planenvorhang auftauchten, um den Radau in Richtung Phonmessgerät zu dämpfen. Das ging bei den KTM so, denn die hatten den Auspuff durch den Rahmen hindurch nach hinten rechts geführt. Bei den Maicos gings nicht, da hing der Auspuff links und war nicht im Rahmen geführt. Da wäre der Kunststoffvorhang zerschmolzen.

    Ich erinnere mich noch daran, wie der Arsenius Butscher beim DM-Lauf 1975 in Gerstetten als TK während der ersten Runde, in der gemessen wurde, beim Peilmikrophon auf dem Acker stand und aufpasste, dass da nicht beschissen wurde, will heißen auch die richtigen Messwerte eingetragen wurden.

    Gegen Ende der Saison waren die Planenvorführungen dann verboten und im Jahr darauf gabs keine Brems- und Beschleunigungsprüfungen mehr. Die hat niemand vermisst.

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